In der Welt nehmen wir verschiedenste Reize mit unseren Sinnen auf. Wir riechen mit unserer Nase vielfältigste Düfte, hören mit unseren Ohren Geräusche, Töne und verschiedene Sprachen usw. Wir sind von den Eindrücken angezogen oder abgestossen. In den seltensten Fällen sind die Reize so stark und wir so schwach, dass wir ihnen verfallen. Es gibt jedoch immer mehr Ausnahmen. So gibt es viele Menschen, die zu viel essen und immer fetter werden. Ihr „Fresstrieb“ sichert nun nicht nur ihr Überleben, sondern lässt sie schädlich dick werden. Gewisse Jogger wollen sich zu oft bewegen, um der Mode zu genügen und dadurch eine gute Figur zu erhalten oder in ihrem Körper natürliche Dogen auszuschütten und zu geniessen. Würden diese Menschen mit einem gut ausgebildeten Geschmackssinn die Nahrung geniessen oder mit einem differenzierten Seh-, Bewegungs- und Lebenssinn sich erleben und wahrnehmen, wären Auswüchse wie zu viel essen oder zu oft zu rennen undenkbar.
Beim Erleben der Welt durch elektronische Medien wird der Mensch sehr schnell bequem, passiv oder sogar süchtig. Es gibt heute Kliniken, in denen Computersüchtige entwöhnt werden.
Die Sinnesschulung – das Training der Sinne – festigt und erhält die Gesundheit, wenn wir unsere Sinne nicht mit der Elektronik üben. Einige Beispiele: Also nicht viele Filme „glotzen“, sich von Musik und Anderem berieseln lassen und nur noch das Vibrieren des Handys aktiv mit dem Tastsinn wahrnehmen.
Die Schule ist ein gutes Übungsfeld und sollte den Kindern viele Primärerlebnisse ermöglichen. In der Natur können die Kinder alle Sinne einsetzen und mit Hilfe der Lehrer bewusst trainieren. Da wir in einer Gruppe nicht allein in der Natur sind, brauchen wir auch immer die noch nicht so bekannten Sinne wie den Individualitäts, den Gedanken- und den Wortsinn.
