Bei jeder pädagogischen Massnahme sollte man sich folgende Fragen stellen:
1a. Nehme ich genau wahr? Bemerke ich die Vorfälle und schaue nicht weg?
Zeige, dass du immer entsprechend deiner Wahrnehmungen reagierst! Zu den Beobachtungen gehören auch die unsichtbaren Stimmungen usw. Willkür gibt es nicht!
1b. Schule ich die Beobachtung bei den Schülern?
Beanspruche immer so viele Sinne wie möglich! Lege Wert auf genaue Beobachtung! Lasse beschreiben, was man wahrnimmt!
Setze den Rhythmisch-Künstlerischen Teil ein: In ihm muss immer Wahrgenommen werden. Man muss sich an den Anderen orientieren, damit man Teil der Gruppe bleibt!
2a. Denke ich? Bin ich transparent und denke klar?
Lasse keine Gerüchte aufkommen! Informiere, wenn nötig, alle in der Schule sofort, was geschehen ist und wie geplant wurde zu reagieren! Überprüfe, ob deine Gedanken verstanden wurden! Stelle den Schülern entsprechende Fragen!
2b. Schule ich das Denken bei den Schülern?
Suche gemeinsam mit den Schülern nach Gesetzen, nachdem die Schüler genau wahrgenommen haben! Lasse die Schüler Situationen interpretieren! Gib den Schülern die Möglichkeit zu planen!
Setze den Rhythmisch-Künstlerischen Teil ein: Er schult auch die Gedanken und die Erinnerung, denn man muss einen Rhythmus einhalten, einen Inhalt „behandeln“ usw.! Das Denken wird in ihm immer im Zusammenhang mit Wahrnehmen, Fühlen und Bewegen geübt! Es wird also nie abstrakt!
3. Fühle ich? Bin ich menschlich und gerecht?
Lasse nie jemanden oder die ganze Gruppe ohne gute Gefühle gehen! Stelle in kurzen Gesprächen die Situation gedanklich und gefühlsmässig klar!
3b. Schule ich das Fühlen bei den Schülern?
Lasse die Schüler eine möglichst grosse Gefühlspalette erleben wie Freude, Leid, Stolz usw. ! Gestalte deine Unterrichts- und Coaching-Zeit schön, interessant und freudvoll.
Setze den Rhythmisch-Künstlerischen Teil ein: Er spricht den ganzen Menschen, also auch die Gefühle an!
4. Bin ich gut gestimmt?
Achte auf deine Gefühlsstimmungen! Nimm dir immer wieder eine Übung vor, in der du dein Denken, Fühlen und Wollen bewusst schulst!
4b. Schule ich die Stimmungen bei den Schülern? Schaffe ich durch passende Rituale eine positive Stimmung?
Gestalte deinen Unterricht interessant, abwechslungsreich und wähle einen Rahmen, in dem der Anfang, der Unterrichtsverlauf und das Ende während einiger Zeit immer gleich geformt werden!
Setze den Rhythmisch-Künstlerischen Teil ein: Er hebt die Stimmung und fördert die Tiefenatmung!
5. Handele ich sofort? Reagiere ich entsprechend und bin ich ein gutes Vorbild?
Schaffe immer positive Beziehungen, sprich mit den Schülern kurz, gehe auf die Schulleitung zu, informiere über das Geschehene den Betreuer des Kinds und wenn nötig seine Eltern! Setze ausgesprochene Konsequenzen durch! Vorbildhaft ist es auch, gemachte Fehler nicht zu vertuschen. Sei also ehrlich!
5b. Schule ich die Bewegung bei den Schülern? Gestalte ich die Unterrichtszeit optimal, d.h. vergesse ich neben anderem die Bewegungsfreude der Kinder nicht?
Bereite deinen Unterricht gut vor! Halte dich an die von dir festgelegten Abläufe! Sei aber flexibel genug, auf neue Situationen einzugehen!
Setze den Rhythmisch-Künstlerischen Teil ein: In ihm werden viele Bewegungen gezielt eingesetzt und geschult!
