Wie kann der Geist im Menschen wirken?

Der Geist kann im Menschen ungehindert wirken, wenn sein Denken, Fühlen und Wollen beweglich bleibt. Mit dieser Beweglichkeit kann er auch wahrheitsgemäss wahrnehmen und verantwortlich handeln. Er lebt in der Wirklichkeit und spinnt sich nicht in einer virtuellen Welt ein. Das Ego hat keine Macht mehr über ihn. Er befolgt das, was für alle Menschen Sinn macht und verbessert und erhält den Lebensraum Erde.

Mit seinem Ich ist er ist innerlich und auch äusserlich aktiv, in guter Stimmung und denkt logisch. Wenn sein individueller Geist ungehindert sich entfalten kann, ist er gesund.

Er gibt sich seine Ziele selbst und lässt sich nicht manipulieren.

Diese Gesetze gelten auch beim bedingungslosem Grundeinkommen. Bedingungslos heisst, dass der Mensch sich nicht abhängig macht von irgendeiner Interessensvertretung.

Das Grundeinkommen garantiert jedem Menschen ein Dach über dem Kopf, eine ausreichende Ernährung und Kleidung usw.

Wenn die Schweiz im Juni beschliesst, dass jeder Einwohner ein bedingungloses Grundeinkommen als Menschenrecht zugute hat, spricht sie den individuellen Geist in jedem Menschen an. Der Mensch muss nicht mehr „Lohnsklave“ sein, wenn er nicht will. Er kann auch anderen helfen, ohne Lohn zu verlangen oder Ideen entwickeln, die er nicht zu Geld machen könnte, wenn er bescheiden ist. Denn das Grundeinkommen ist nur ein Minimalbetrag, der ihn menschlich überleben lässt.

Das in jedem Menschen steckende Potenzial erführe eine grosse Steigerung. Es würde ernstgenommen werden. Unsere Gesellschaft würde dann das wichtigste jedes Menschen fördern: nämlich seine Fähigkeiten.

Natürlich können die Menschen weiterhin viel Geld verdienen und sich Ziele geben, die sie wollen. Sie hätten weiterhin die Freiheit, das zu denken, was ihnen wichtig ist. Aber der Staat würde gewährleisten, dass niemand ein Sozialfall mit all den unliebsamen Folgen werden müsste. Die Gesellschaft hätte den Menschen im Zentrum. Sie würde viel menschlicher.

Die Delta Schule strebt dieses Menschenbild bei der Erziehung und Bildung zu verwirklichen.

2 Kommentare

  1. Lieber Hanspeter, ja wie erfrischend Deine Worte, denke es wäre spannend eine Initiative namens Karma zu bewegen, denn vom Begriff des Karma aus gedacht ändert sich Sovieles, was heute eine eigene Dynamik annimmt und es wäre der Grundstein gelegt für eine wahre Pädagogik.
    Danke für Deinen Blog und liebe Grüsse
    Helga

    1. Liebe Helga
      Ich habe erst heute als ich einen Zeitungsartikel im Hinblick auf den Blogbeitrag von 12.6 kürzte deinen Kommentar gesehen. Vielen Dank. Wichtig scheinen mir die „Postmateriallisten“ zu sein. Ich baue auch den Stoffplan der Delta Schule auf sie auf. Nun meine gekürzte Fassung des Zeitungsartikels aus Zürich: Kreis 4 und 5 – das Utopia der Schweiz?
      Zwei Zürcher Stadtkreise sagen Ja zum Grundeinkommen – ebenso wie einige Quartiere in Genf. Diese aber aus einem anderen Grund.
      In den beiden ehemaligen Zürcher Arbeiterkreisen 4 und 5 hat die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen überraschend eine Mehrheit gefunden. Sozialdemokraten, Grüne und Alternative Liste hatten hier bei den letzten Gemeinderatswahlen eine Mehrheit von 63 Prozent erzielt.
      Für Simon Diggelmann, SP-Gemeinderat aus dem Kreis 5, ist es ein Zeichen, dass die Quartierbevölkerung offen sei für gesellschaftliche und relevante Diskussionen. In diesem Fall habe es sich um die Grundsatzfrage gehandelt, welche Antworten man auf die zunehmende Automatisierung in der Arbeitswelt habe. Zudem weist Diggelmann darauf hin, dass in den beiden Stadtkreisen neben zunehmend Gutverdienenden immer noch Menschen aus der klassischen Arbeiterschicht wohnen.
      Angelo Barrile, SP-Nationalrat aus dem Kreis 5, betont, dass das Ja zur Volksinitiative kein Protest zu den Sozialwerken sei. Es widerspiegle die Angst vor der Zukunft mit der Digitalisierung und Roboterisierung der Arbeitswelt und der Verdrängung von Arbeitsplätzen.
      Unterschied zur Westschweiz
      Auch für den Politologen Michael Hermann ist das Resultat keine Überraschung: Die Vorlage ist ein Anliegen der kreativen Klasse. Die Kreise 4 und 5 seien nicht mehr die klassischen Arbeiterkreise der sogenannten materiellen Linken, sondern von «postmateriellen Linken». Für Postmaterialisten ist das Streben nach materiellen Gütern von geringerer Bedeutung als für «abstrakte, höhere» Werte. Beispielsweise Gesundheit, Freiheit, Glück, Kultur, Bildung, Tier- oder Umweltschutz.
      Bei diesen Leuten, so Hermann, sei das Anliegen auf fruchtbaren Boden gefallen. Es handle sich um Leute, die eine berufliche Perspektive hätten und dem Anliegen vor allem aus Sympathiegründen zugestimmt hätten. Dies im Gegensatz zu dem höheren Ja-Stimmen-Anteil in der Romandie, wo die klassische, materielle Linke der Vorlage zugestimmt habe. Also Menschen, die vom bedingungslosen Grundeinkommen konkret profitiert hätten, beispielsweise weil sie arbeitslos sind oder Sozialhilfe beziehen.
      Überrascht blickte die Schweiz zudem in die Waadt, wo das kleine Bauerndorf Sarzens VD als einzige Gemeinde das Grundeinkommen angenommen hat.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert