Das Eingreifen des Willens I

Der menschliche Körper

Der individuelle, menschliche Wille kann auf vier Arten im menschlichen Körper eingreifen: Einerseits im materiellen Raum, andererseits durch das Denken, Fühlen oder Wollen der Seele in der unsichtbaren Zeit. Im Raum findet man den physischen Körper des Menschen und die übrige Sinneswelt  (Materie), in der Zeit den Energie-, Seelen- und Individualkörper (elektromagnetische Felder).

Dieses 4-fache Gebilde stellt den menschlichen lebendigen, beseelen und durchgeistigten Körper dar. Der Körper ist durch die Materie für die altbekannten Sinne sicht- und hörbar, durch die elektromagnetischen Felder für den Wort-, Empathie- oder Gedanken- und den Delta- oder Ich-Sinn erlebbar.

Mit unserem Körper können wir unbewusst, halbbewusst oder bewusst in die Sinneswelt eingreifen und sie verändern.

In unseren Bewegungen und unserer Verdauung sind wir unbewusst. Wir haben keine Ahnung, weshalb wir uns bewegen und Verdauen. Intellektuell sind nur Theorien bekannt. Mit ihnen stellt man Hypothesen zur Bewegung und Verdauung auf, die heute durch gewisse Fakten in Frage gestellt werden. So ist es bekannt, dass gewisse Menschen trotz lädierter oder sogar durchtrennter Nerven im Rückenmark wieder schmerzfrei gehen können und es möglich ist, sich nur aus Licht zu ernähren.

In unserer Atmung und Rhythmen, z.B. dem Puls,  sind wir nur halbbewusst, d.h. wir können sie nur teilweise durch unseren wachen Verstand beeinflussen.

Erst in unseren Wahrnehmungen und Erinnerungen können wir bewusst sein. Indem wir unser Bewusstsein verwandeln, ist es möglich hell bewusst wahrzunehmen und zu erinnern.

Der menschliche Geist

Der geistige Raum  und die geistige Zeit werden durch die Materie und ihre Felder nicht sichtbar, denn sie sind nicht strukturiert und können technisch nicht bewiesen werden. Nur der Mensch kann den Geist nach einer Bewusstseinsverwandlung in der geistigen Welt wahrnehmen.

Der menschliche, individuelle Geist kann aber auch indirekt in der strukturierten Sinneswelt mit ihrer Materie und ihren elektromagnetischen Feldern mit Computern wahrgenommen werden. Erst in der Materie und den elektromagnetischen Feldern kann man die Wirkung des Geistes auch technisch erfassen. Natürlich kann ein Mensch unter Einsatz seiner Sinne auch ohne Computer den Anderen sehen. Er nimmt seit alters her mit seinen Sinnen die Welt der Materie und der Felder wahr und kann die sichtbaren Körper sehen, hören usw. und die unsichtbaren Stimmungen usw. erleben.

Der moderne Mensch kann heute durch eine Bewusstseinsverwandlung seine Sinne hell wach einsetzen und die Sinneswelt im Licht objektiver und genauer wahrnehmen. Es besteht jedoch auch die Gefahr, dass sein Bewusstsein kleiner und dunkler wird. Dann lebt er in den Strukturen der Vergangenheit und ist nicht mehr präsent. Finsternis breitet sich aus, er entfernt sich immer weiter von seinem eigentlichen Wesen und wird von anderen fremdbestimmt.

Weil die Technik dem Menschen Sicherheit gibt, glauben viele Menschen, dass man ohne Technik nicht wissenschaftlich sein kann. Die Technik kann helfen, die Phänomene richtig zu deuten. Wissenschaftlich denken kann man aber auch ohne Hilfe der Technik.

Die menschliche Seele

Sie vermittelt zwischen Körper und Geist. Man kann auch sagen, dass wir durch unseren Körper ein Willenswesen, durch unsere Seele ein Gefühlswesen und durch unseren Geist ein Gedankenwesen sind. Ohne Seele können wir unseren Willen und unsere Gedanken nur wie eine Maschine, die gefühlslos ist, entfalten.

Zum vollständigen Menschen werden wir erst durch die Harmonie von denken, fühlen und wollen.

 

Sinneswahrnehmung

Zur vollständigen Sinneswahrnehmung sind 12 gesunde Sinne und ein unverzerrtes Denken nötig. Wenn ein oder mehrere Sinne durch Krankheit oder Unfall ausfallen, kann man mit seinem Denken die Eindrücke, die von den Sinnesorganen nicht mehr „geliefert“ werden, ersetzen.

Die verbleibenden Sinne und das Denken, mit dem man auch fühlt und will, können uns die Welt ebenfalls vollständig zeigen.

Wenn durch einen Krankheit oder einen Unfall die Sinne und/oder der Körper so geschädigt sind, dass der Mensch nicht mehr vollständig wahrnimmt und nicht mehr so in die Welt eingreifen kann, wie es üblich ist, spricht man von Behinderung.

Man greift unbewusst  bis bewusst mit dem Körper in die Welt  und seinen Körper ein und verändert sie. Bevor man die Welt gezielt verändern kann, muss man fähig sein, exakt wahrzunehmen und seinen Willen bewusst einzusetzen.

Zur exakten Wahrnehmung ist ein unverfälschtes Denken nötig. Wenn man seine Sinne hell bewusst einsetzt, erlebt man, dass neben den Sinnesorganen auch das Denken, das Fühlen und Wollen bei der Sinneswahrnehmung beteiligt sind.

Man denkt, fühlt und will meistens unbewusst. Man könnte es so umschreiben: Es denkt, es fühlt und es will in mir. Die Bestätigung für diese Tatsache sehen wir, wenn das Gleichgewicht von unbewusstem Denken, Fühlen und Wollen gestört ist.

Fehler bei der Sinneswahrnehmung

Wenn das unbewusste Denken, das meistens durch eine Verletzung des Gehirns  nicht mehr vollständig ablaufen kann, stellt man z.B. folgende Phänomene fest:

  • Die Sinneswahrnehmung ist verzerrt und unvollständig.
  • Man sieht nicht mehr das ganze Bild (z.B. Buch von Oliver Sacks – Der Mann, der seine Frau mit dem Hut verwechselte).
  • Man kann zwar Dinge sehen, sie aber nicht beim Namen nennen (so identifiziert man beispielsweise eine Rose als „rotes, gefaltetes Gebilde mit einem geraden grünen Anhängsel“), d.h. man kann den Wahrnehmungen durch sein Denken nicht mehr die richtigen Begriffe zuordnen.

Das unbewusste Denken kann aber auch beim gesunden Menschen durch eine seelische Erschütterung aus dem Gleichgewicht geraten und nur noch sich selbst sehen. Folgendes ist dann wahrzunehmen:

  • Man sieht nur die eigenen Probleme, nicht jedoch die der anderen.
  • Man überschüttet die Falschen mit Vorwürfen.
  • Letztlich schadet man sich selbst, reisst aber andere auch in den Abgrund.

 

Wir vervollständigen die Eindrücke der Sinneswelt immer mit unseren (unbewussten) Gedanken. Nur durch „Glotzen“ sehen wir nichts.

 

Wenn das unbewusste Fühlen, das meistens durch eine Verletzung des Gehirns nicht mehr vollständig ist, stellt man z.B. folgende Phänomene fest:

  • Man sieht eine Frau, die genauso aussieht wie die eigene Mutter, erkennt die eigene Mutter aber nicht, weil die entsprechenden Gefühle nicht durch die Wahrnehmung ausgelöst werden. Mit anderen Worten empfindet man keine Gefühle, die uns an die Mutter erinnern, beim Anblick dieser Frau und ist sich deshalb sicher, dass es sich nicht um die eigene Mutter handeln kann.
  • Menschen, die von anderen Menschen schlecht behandelt werden (Folter, Terrorismus, Entlassung, schlechte Wohnverhältnisse …), lösen keine Gefühle des Mitleids aus.
  • Man kann natürlich diese Gefühle auch ausschalten, indem man anonym von ferne plant und handelt, indem man die Statistik ins Zentrum stellt, indem man die Verantwortung delegiert usw. Es gibt sogar viele Regeln, wie man diese Gefühle bei gesunden Menschen verringern und systematisch vernichten kann. Dass diese Leute auch schwer geschädigt werden, nimmt man in Kauf. Meistens werden „wissenschaftliche“ Theorien eingesetzt, um dies zu erreichen (Judenvernichtung, Umweltzerstörung, politische Ideen, um den Terrorismus und weitere Misshandlungen anderer Menschen zu begründen, Lateralschäden im Militär, …).
  • Man denkt scharf und handelt eiskalt (unmenschlich), d.h. man handelt ohne Gefühle.

Das unbewusste Fühlen kann aber auch beim gesunden Menschen durch eine seelische Erschütterung aus dem Gleichgewicht geraten und nur noch sich selbst fühlen. Folgendes ist dann wahrzunehmen:

  • Man empfindet nur die eigenen Probleme als zentral und kann sich nicht in den Anderen hineinfühlen.
  • Man empfindet die Falschen als Ursache seines Missbehagens.
  • Letztlich schadet man sich selbst, reisst aber andere auch in den Abgrund der Emotionen.

 

Ohne Gefühle sind die Sinneseindrücke zwar logisch, aber unvollständig. Man wird ohne Gefühle grausam und unmenschlich.

Wenn das unbewusste Wollen, das meistens durch eine Verletzung des Gehirns nicht mehr vollständig ablaufen kann, stellt man z.B. folgende Phänomene fest:

  • Man kann nicht mehr gut hören, obwohl der Arzt keinen Defekt feststellen kann. Wenn die Verhältnisse sich verändern (andere Schule, Tod eines wichtigen Mitmenschen usw.) besteht die Möglichkeit, wieder gut zu hören. Es ist ein häufiges Phänomen, dass viele Menschen sich in die Schwerhörigkeit „flüchten“.
  • Z.B. sieht man nur das, was man will. Ganz allgemein kann man willentlich alle Sinneswahrnehmungen ausblenden, indem man seinen Bewusstseinszustand ändert und bewusster wird.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man die Erlebnisse unwillentlich verdrängt, indem sein Bewusstseinszustand unbewusst verdunkelt wird und man sich an nichts mehr erinnern kann. Ist diese Verdrängung krankhaft, spricht man von Trauma.

Das unbewusste Wollen kann aber auch beim gesunden Menschen durch eine seelische Erschütterung aus dem Gleichgewicht geraten und nur noch das Wohl seines Egos wollen. Folgendes ist dann wahrzunehmen:

  • Man will nur noch das Wohl des eigenen Egos, weil man nicht (mehr) den Menschen als Delta oder Ich Wesen erlebt. Deshalb kann man nur sich erleben, nicht was der Andere  eigentlich will.
  • Nur ein materieller Luxus wird als erstrebenswert gehalten.
  • Das Ego eines Anderen bestimmt unser Leben mit seinem egoistischen Willen.
  • Letztlich schadet man sich selbst, reisst aber auch andere Menschen in den Abgrund und blockiert sie in ihren Taten.

Der Wille, auch in der Wahrnehmung, ist die zentrale menschliche Fähigkeit.

Wenn der Mensch sich nur mit seinem Willen ohne zu denken und zu fühlen durchsetzt, geht es immer um die Erhaltung der Macht. Man will bewusst oder unbewusst die Freiheit, die den Menschen zum menschlichen Wesen macht, nicht gewähren und vergisst, dass ein Mensch, der die anderen unterdrückt, auch selbst nicht frei ist. Demnach steht auch jeder Diktator unter diversen Zwängen.

 

Die gesunde Sinneswahrnehmung

Frei wird man nur, wenn man selbst bestimmen kann, wie man in seinen Körper und die Sinneswelt eingreift. Die vollständige Sinneswahrnehmung (Harmonie des Denkens, Fühlens und Wollens) ist bei einem gesunden Körper eine gute Voraussetzung. Wenn man gesund denken, fühlen und wollen kann, ist es auch  bei einer Verletzung oder Krankheit möglich, den anderen die Freiheit zu gewähren.

Denn Freiheit ist nur für alle Menschen möglich. Jeder muss bestrebt sein, diese Möglichkeit allen zu geben. Nur unter dieser Voraussetzung ist oder wird man auch selbst frei.

Dies gilt auch für Gott. Deshalb zwingt er die Menschen zu nichts. Er lässt zu, dass die antigöttlichen Mächte auf der Erde den Menschen zu bösen Taten versuchen können.

Der Mensch hat die Wahl, gegen den Strom zu schwimmen oder sich mit den schlechten Zeitströmungen mittreiben zu lassen. Er kann zwischen Gut und Böse wählen.

 

 

 

 

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