Die Verknüpfung der drei Systeme
In einem Experiment wurde die Darmflora von Menschen, die an einer Depression erkrankt waren, in gesunde Mäuse transplantiert. Das Ergebnis: Die Mäuse zeigten ein depressives Verhalten. Transplantiert man hingegen die Darmflora eines gesunden Menschen, zeigen die Mäuse keinerlei Verhaltensänderung.
Diese Tatsache beweist, dass es eine Verbindung zwischen Hirn (Nervensystem) und Darm (Stoffwechselsystem) gibt. Ausserdem ist heute bekannt, dass das Herz (Rhythmussystem) auch ein Herzhirn hat, das mit dem Kopf-Gehirn und dem Darm-Gehirn in Verbindung steht.
Seelisch ist Denken, Fühlen und Wollen auch miteinander verbunden, denn es braucht das Nervensystem, das Rhythmussystem und Stoffwechselsystem, um mit dem Körper denken, fühlen und wollen zu können. Auch ist beim Denken immer ein Fühlen und Wollen dabei, wenn man ein wacher Mensch ist.
Wenn der bewusste Ich-Mensch denkt, fühlt und will, handelt er menschlich. Seine Handlungen sind durchdacht, durchfühlt und gewollt und von ihm verantwortet.
Die drei Systeme im Menschen
Das Sinnes-Nerven-System
Die drei Systeme sind eigentlich Doppel-Systeme. Das Sinnes-Nervensystem als Instrument des Ich nimmt die Welt wahr. Der Mensch setzt seine 12 Sinnesorgane ein, um die Innen- und Aussenwelt seines Körpers und die Außenwelt auf der Erde und des Alls wahrzunehmen.
Im Körper liegen alle physisch-materiellen Sinnesorgane. Es braucht aber nicht nur die Sinne, sondern auch die Nerven, um etwas wahrzunehmen. Deshalb sprechen wir vom Sinnes-Nerven-System. Wahrnehmung gibt es nur, wenn man denkt und die Sinne einsetzt.
Das Ich ist in aktiver Tätigkeit im Jetzt. Es ist sich dessen bewusst.
Wenn dies nicht der Fall ist, kann der Mensch auch wahrnehmen. Er wird dann aber von Vergangenheitsstrukturen statt von der Denkaktivität aus der Zukunft „gesteuert“. Er kann sich nicht sicher sein, ob seine Denkstrukturen nicht manipuliert werden. Dann unterliegt er Vorurteilen.
Die Nerven oder genau genommen das Gehirn oder den Kopf brauchen wir, um zu denken und uns bewusst zu erinnern.
Das Atem-Rhythmus-System
Im Körper liegen auch die Lungen, welche den Sauerstoff der Luft mit den Stoffen des Körpers durch das Ich rhythmisch verbinden. Deshalb wird vom Atem-Rhythmus-System gesprochen. Das Herz oder die Brust brauchen wir zum Fühlen. Im Gehirn werden nur die Gefühls-Inhalte abgespeichert.
Das Ich ist in aktiver Tätigkeit im Jetzt. Es ist sich dessen aber im Normalfall nur halbbewusst.
Das Gliedmaßen-Stoffwechsel-System
Ein Teil des Körpers sind auch die Gliedmaßen. Sie versetzen den Körper in Bewegung. Auch können sie dem Körper Nahrung zuführen. Deshalb wird vom Gliedmaßen-Stoffwechsel-System gesprochen. Den Bauch oder die Gliedmaßen brauchen wir auch zum Wollen.
Das Ich ist in aktiver Tätigkeit im Jetzt. Es ist sich dessen aber im Normalfall unbewusst.
Wie wir gelesen haben, besitzt jedes System auch die anderen, aber kleiner. Ein Gehirn finden wir auch im Herzen und im Bauch. Den Stoffwechsel finden wir auch im Hirn, ebenso das Blut. Auch im Bauch ist der Kopf und die Brust als Nerven und Blut vorhanden. Anders gesagt wird auch der Bauch durchblutet und durchnervt.
Die drei Systeme
Die drei Systeme durchdringen und beeinflussen sich gegenseitig im Körper. Der Körper ist dreigegliedert, nicht dreigeteilt. Deshalb sprechen wir von der Dreigliederung des sozialen Organismus. Auch kann von der Dreigliederung jedes Unternehmens, falls es menschlich organisiert wird, gesprochen werden.
- System: Denken
Das Denken in der Gegenwart braucht die Freiheit, um Neues zu erhalten. Kreativität oder das Finden von Neuem ist ohne Freiheit nicht möglich.
Das „Nachplappern“ von alten Strukturen bringt nicht wirklich Neues. Des Menschen Gier nach Erfolg, Berühmtheit, viel Geld usw. ist erwacht und sein wichtigstes Ziel.
Der bewusste Ich-Mensch im Denken ist in seiner Denkaktivität frei. Er ist ein Wesen, das aus der geistigen Welt neue Gedanken schöpfen kann.
Unter Zwang, wenn er keine Freiheit mehr besitzt, kann er nichts wirklich Neues schöpfen und wiederholt mit seinem Ego mechanisch, was er gelernt hat.
2. System: Fühlen
Beim Fühlen in der Gegenwart ist jeder Mensch gleich wie der andere.
Der halbbewusste Ich-Mensch im Fühlen ist in seiner Denkaktivität frei. Er ist ein Wesen, das aus der geistig seelischen Welt Gefühle schöpft, mit denen er gleich wie andere Menschen ist.
Wie und wann der Mensch seine Gefühle erstarren lässt, ist individuell. Jeder Mensch hat seine Emotionen individuell im Körper und im Gehirn gespeichert (Emotionskübel). Auch die Phasen der göttlichen Gefühle bauen den Körper gesund als göttliche Emotionen auf. Dann ist er mit seiner Vergangenheit nicht gleich wie der andere Mensch. Er lebt sein Leben individuell.
3. System: Wollen
Bein Wollen in der Gegenwart im Seelischen oder Handeln im im Physischen müssen die Ressourcen der Erde nachhaltig gebraucht werden, damit alle Menschen. die auf der Erde leben oder noch leben werden, sie haben. Der Ich-Mensch ist ein soziales Wesen.
Der im Wollen unbewusste Ich-Mensch ist in seiner Denkaktivität frei. Er ist ein Wesen, das aus der geistig physischen Welt Taten oder Handlungen begeht oder „schöpft“, mit denen er brüderlich oder sozial umgeht, dass alle Menschen menschlich auf der Erde leben können. Er übernimmt Verantwortung. Seine Handlungen sind frei. Deshalb kann er nachhaltig und sozial handeln, auch wenn es für ihn keine Vorteile finanzieller Art bringt. Er wird nicht mehr von alten Nervenmustern „gesteuert“, die vorteilhaft für ihn wären. Sein Ich-Geist handelt frei, er sieht im anderen Menschen ein Geschwister, das auch von Gott geschaffen wurde.
Wenn er vom Geist durch seine materialistischen Theorien abgeblockt ist und nur sein Egoismus zählt, handelt er nicht sozial. Er optimiert die Gewinne einer Minderheit.
Die Systemwissenschaft
Vieles kann mit der Systemwissenschaft, erklärt werden.
Buch von Gregor Stadler
Viele interessante Einzelheiten dazu (auch über das Immunsystem) können dem Buch Gehirn-Darm-Connection des Psychiaters Gregor Stadler entnommen werden.
Eine kurze Zusammenfassung des Buches aus dem Internet:
Die Darm-Hirn-Connection: Revolutionäres Wissen für unsere psychische und körperliche Gesundheit 24. Oktober 2020
von Gregor Hasler,
Der Bestseller – jetzt komplett überarbeitet – Aktueller Stand der Wissenschaft: Spannende neue Erkenntnisse über das Mikrobiom – Glücksfaktor: Ein gesunder Darm schafft psychisches Wohlbefinden – Expertise: Der Spezialist für die Darm-Hirn-Forschung » … insgesamt ist die „Darm-Hirn-Connection“ ein spannend geschriebenes Buch, das interessante Einblicke in zahlreiche Facetten des Darmgeschehens und dessen Zusammenhänge mit Körper, Gehirn und Psyche gibt.« Christine Amrhein, Psychologie Heute 12/2019 Der Darm ist als Gesprächsthema salonfähig geworden: Laktoseintoleranz, Gluten-Unverträglichkeit und Blähungen treiben uns um. Das Thema birgt aber noch viel mehr Potenzial und geht über das körperliche Befinden hinaus: Das Mikrobiom im Darm ist der Schlüssel zu unserem Glück! Gregor Hasler, Professor für Molekulare Psychiatrie, wandelt schon lange auf den Spuren der Därme beziehungsweise der Ernährung seiner psychisch erkrankten Patienten. Seine Studien geben ebenso wie eine Reihe weiterer Untersuchungen Hinweise darauf, dass psychische Probleme auch mit der Zusammensetzung des Darmmikrobioms einhergehen. Ein Ungleichgewicht im Darm-Hirn-Link, den der sogenannte Vagus-Nerv besonders augenfällig macht, kann zu Krankheiten beitragen. Diese senken nicht nur das Wohlbefinden, sondern verkürzen auch die Lebenszeit: Übergewicht, Diabetes, Herzkrankheiten, Essstörungen, Depression, Autismus, posttraumatische Belastungsstörung, Schizophrenie und Demenz. Es ist nun wissenschaftlich plausibel, dass Ernährungsumstellungen, Präbiotika und Antioxidantien über die Darm-Hirn-Connection unsere psychische und körperliche Widerstandskraft stärken. Auch wenn es keine allgemeine Methode gibt und wir alle unsere individuellen Lösungen finden müssen: Unsere Gesundheit liegt viel mehr in unseren Händen und erstaunlicherweise tatsächlich in unserem Darm, als wir es uns je vorgestellt haben. »Ein spannend geschriebenes Buch, das interessante Einblicke in zahlreiche Facetten des Darmgeschehens und dessen Zusammenhänge mit Körper, Gehirn und Psyche gibt.« Christine Amrhein, Psychologie Heute »Mein Bauch ist sensibel. Ob Fast Food, überfüllte Trams oder verstopfte Terminkalender, mir schlägt alles auf den Magen. Mit der Zeit habe ich gelernt, aus dieser Schwäche eine Stärke zu machen. Diese Erfahrung wollte ich teilen. Bewegt haben mich aber auch die neusten Befunde aus der Darmforschung. Diese sind atemberaubend. Zum Beispiel konnte nachgewiesen werden, dass Darmbakterien und Darmparasiten die Persönlichkeit beeinflussen und dass schwere psychiatrische und neurologische Krankheiten ihre Ursache im Darm haben. Dies ist wissenschaftlich bedeutsam. Weil wir Darmbewohner und Darmentzündungen mit Ernährung, Sport und Medikamenten maßgebend beeinflussen können, sind die Befunde auch therapeutisch hochinteressant.« Prof. Dr. med. Gregor Hasler