Ich-Durchdringung
Wenn wir die vier Ebenen des Ich- oder Individualitätskörpers voll durchdrungen haben, haben wir das reine Denken entwickelt und sind auch vom aufmerksamen Gehirn unabhängig geworden. Deshalb ist das reine Denken auch ein Fühlen und Wollen. Wir sind nun von allen manipulativen Einflüssen des Körpers und des Hirns frei und leben aber doch noch in unserem Körper auf der Erde. Wir können aufmerksam, empathisch und verantwortlich ohne Manipulation durch den Körper sein. Wir haben in diesen Phasen unser Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen umgewandelt. Jetzt entspricht es unseren individuellen Absichten. Wir sind nicht nur mit unserer Seele und unserem Körper individuell, sondern auch mit unserem Geist. Wir sind jetzt ich-haft.
Wir beginnen nun durch diese Umwandlung unseren individuellen Geist, der ewig (zeit- und raumlos) existiert, in der Seele aber noch nicht im Körper bewusst zu verwirklichen.
Bis auch unser Energiekörper und physische Körper ein reines Abbild unseres Geistes sind, wird es noch lange dauern. Aber schon heute beginnen wir, nicht nur unsere Seele, sondern auch unsere Energie und unsere Physis zu verwandeln.
Passivität
Weil die Menschen immer bequemer und passiver werden, kann das Ich immer schlechter den Körper ergreifen. Es wird immer mehr durch das Ego ersetzt.
Ego
Da wir nicht immer ganz wach, sondern verschlafen sind, kann unser Ego sehr leicht unser Ich verdrängen. Im Bewusstsein des Spitzhutes sind wir vergangenheitsorientiert und erstarrt. Wir leben jetzt nicht mehr in der Gegenwart und sind von unseren egoistischen Seelenstrukturen und Körpermustern bestimmt. Wir beleuchten dann nichts mehr bewusst mit unserem Gedankenlicht und leben in der Schattenwelt. Unser aufmerksames Gehirn wird nicht mehr bewusst eingesetzt. Der Mensch lebt unter dem Diktat von irgendwelchen Interessen.
In seinem Denken wird er manipuliert und ist nicht frei, sondern begründet mit ihm seine egoistischen Interessen.
Seine Gefühle geben als ungeführte Emotionen ein subjektives Echo der Welt.
In seinem Fühlen wird er manipuliert und fühlt nicht gleich wie die anderen Menschen. Er fühlt sich als jemand Besonderes, der mehr Rechte hat als Andere.
Mit seiner Motorik, die nicht mehr von seinem Willen geführt wird, greift er so in die Welt ein, dass er möglichst viel profitieren kann. Der kurzfristige Gewinn ist ihm wichtig. Die Lebensstimmung lässt sich mit dem Wort „Nach mir die Sintflut“ beschreiben.
In seinem Wollen wird er manipuliert und ist nicht sozial.
Ich
Wenn ich meinen Individual- oder Ichkörper bewusst aktiviere, brauche ich mein aufmerksames Gehirn oder meinen Frontallappen des Grosshirns bewusst im Jetzt als Tool.
Dann werden auch das Grosshirn, das Gefühlshirn und das Stammhirn bewusst als Tools eingesetzt. Unser Ich durchdringt den ganzen Körper und setzt sein ganzes Hirn in der Gegenwart als Werkzeug ein. Vom Ich her wird zuerst der Seelenkörper ganz durchdrungen und umgewandelt. Alles Denken, Fühlen und Wollen wird mit dem Bewusstseinslicht des Ich angeleuchtet. Die Lichtwelt – die geistige Welt – kommt nun im Jetzt durch diesen individuellen Menschen auf die Erde. Er denkt in dieser Phase nur noch so, wie er individuell will. Das Denken stellt jetzt die Zusammenhänge der Realität her. Wir können nur in Freiheit richtig denken. Sonst denken wir unter dem Einfluss irgendeines egoistischen Interesses.
Im Denken ist der Mensch frei.
Die Gefühle sind ein Echo der Wirklichkeit. Man ist sich dessen bewusst und führt jedes Gefühl auf eine Mischung der vier Hauptgefühle (Freude, Angst, Trauer, Wut) zurück. Nun erkennt man hinter diesen Gefühlen die Kraft des Ich. Statt Freude sehen wir, dass man z. B. von tiefem Glück, statt Angst z. B. von Vorsicht, statt Trauer z. B. von Mitleid und statt Wut z. B. von Standhaftigkeit sprechen kann. Alles ist nun aufbauend und lebensfördernd. Alle Menschen können diese vier Hauptgefühle als Offenbarung der Ich-Kraft erleben.
Im Fühlen ist der Mensch gleich.
Auch das Wollen wird uns nun bewusst. Wir wollen bewusst verantwortlich handeln. Deshalb wird die Nachhaltigkeit bei allem so wichtig. Weil dies alle Menschen betrifft, werden wir immer mehr zum sozialen Wesen. Wir verändern die Erde im physisch-materiellen Sinn so, dass sie ein lebensfördernder Wohnort für alle Menschen werden kann. Der Hunger und das Elend sind menschengemacht und können verschwinden.
Im Wollen ist der Mensch sozial.
So kommen der Krieg, der Terrorismus, der Hunger, die Umweltzerstörung, das soziale Elend usw. durch das Ego auf die Erde. Nicht durch Repression, sondern durch mehr Ichhaftigkeit kann diese weltweite Krise überwunden werden.
