Die Reformpädagogik bis heute

Was ist der Unterschied von Delta Pädagogik und Reformpädagogik?

Die Reformpädagogik im 20. Jahrhundert

Die weltbekannten Männer Comenius, Rousseau und Pestalozzi vertraten eine Pädagogik vom Kinde her. Sie waren die Vorläufer der Reformpädagogen. So baute z.B. Pestalozzi seine Pädagogik auf einem ganzheitlichen Menschenbild auf und sprach immer von der Förderung von Kopf, Herz und Hand.

Anfangs des 20. Jahrhunderts entstand die Bewegung der Reformpädagogik. Mit den Impulsen ihrer wichtigsten Vertreter wird noch heute z.B. an den Montessori und Rudolf Steiner Schulen (Waldorfschulen) unterrichtet.

Rudolf Steiner griff Pestalozzis „Kopf, Herz und Hand“ wieder in verwandelter Form auf und sprach, dass man den Menschen in seinem Denken, Fühlen und Wollen fördern muss. Weiter gehört zu seinem ganzheitlichem Menschenbild, dass der Menschen auf dem Weg zur Freiheit sein kann, wenn die Erziehung und andere Faktoren dies ermöglichen. Um die Freiheit möglich zu machen, werden die Kinder mit einem genauen Lehrplan in Klassen unterrichtet. Die Lehrer sollten jedoch sehr beweglich sein und den Unterrichtsstoff persönlich durchdringen und gestalten. Damit sie diese hohen Anforderungen erfüllen können,  hat Rudolf Steiner einen Schulungsweg angegeben. Weil die Lehrer als Erwachsene die Freiheit zum Teil verwirklichen sollten, kann ihnen nicht vorgeschrieben werden, wie sie ihre Entwicklung an die Hand nehmen. Sie sollten ebenfalls nicht als Angestellte oder sogar Beamte, sondern als Selbständige unterrichten und als kreative Menschen auch Verantwortung bei der Verwaltung und Führung der Schule übernehmen.

Maria Montessori betonte sehr stark die Individualität des Kindes, das ohne Freiheit – nicht zu verwechseln mit egoistischer Triebhaftigkeit – sich nur schlecht entfalten kann. Deshalb wird auf den eigenen Rhythmus des Kindes Rücksicht genommen. Das Kind kann selber auswählen mit welchen Materialien es seinen Schulalltag gestalten will. Klassenunterricht im alten Sinn gibt es nicht mehr.

Allen Reformpädagogen ist gemeinsam, dass sie den Körper als Ausdruck der Seele sehen und entsprechende Hilfsmittel einsetzen.

Sie bildeten verschiedene Theorien zur menschlichen Seele aus und setzten ihre Vorstellungen in neu gegründeten Privatschulen um. Ihr Einfluss wirkte auch in den herkömmlichen, staatlichen Schulen.

Die wissenschaftliche Pädagogik hingegen betonte die Funktion des Hirns als Denk- und Erinnerungsorgan.

 

So tat sich eine Kluft zwischen den Vorstellungen der Reformpädagogen und der damaligen Wissenschaft auf.

 

 

Die Reformpädagogik im 21. Jahrhundert

Heute entdecken vor allem die Hirnforscher, dass alle körperlichen Vorgänge ihre Muster und Strukturen im Hirn haben, die man mit immer schnelleren Computern auch bildlich darstellen kann.

Wenn man diese Ergebnisse pädagogisch umsetzt, werden alle Grundsätze der Reformpädagogen wieder aktuell.

Die Wissenschaftler untersuchen den Körper immer genauer. Gleichzeitig finden sie immer mehr Krankheiten, deren Ursache in einer Fehlfunktion des Körpers zu finden ist. Krankheiten wie Epilepsie, Autismus usw. werden als Stoffwechselstörung im Gehirn erkannt. Was früher als seelische Krankheit bezeichnet wurde, ist heute ein Ungleichgewicht im Körper, also eine körperliche Krankheit. Der Mensch hat nach dem heutigen Stand der Wissenschaft keine Schuld für einen Defekt seines Körpers, was bei der Seele nie ganz klar war. Seelisch Kranke wurden ja früher in den psychiatrischen Kliniken wie wilde Tiere weggesperrt und von der Gesellschaft separiert. Heute kann man sie als Menschen mit einem Defekt im Körper anschauen und mit chemischen Mitteln beruhigen.

Was früher als seelische Krankheit bezeichnet wurde, ist heute ein Ungleichgewicht im Körper.

Wenn man nicht genau definieren kann, was vorliegt, spricht man von Syndromen wie AD(H)S, verschiedene Formen von  Autismus, Borderline, Anorexie usw. Mit den Syndromen umschreibt man einen ganzen Komplex von Phänomenen.

Man kann heute wissenschaftlich (vor allem mit bildgebenden Verfahren, die durch die „Röhre“ –z.B. MRI – ermöglicht werden  immer besser zeigen, was eine Störung im Körper beim ganzen Menschen bewirkt.

Es fand dadurch eine Verschiebung von der Seele zum Körper statt.

 

 

Um den Körper genau zu kennen, muss man vom Geist, dessen Produkt der Körper ist, Bescheid wissen.

Die Seele, die den Geist mit dem Körper verbindet, darf aber nicht vergessen werden. Die Erkenntnisse und Methoden der Reformpädagogik vom letzten Jahrhundert sind deshalb immer noch gültig, müssen aber mit Aufmerksamkeit und nicht als gelernter Automatismus angewendet werden.

Die Delta Dynamik

So ist die Delta Dynamik ein Weg, den Menschen auch geistig kennenzulernen, der mit seinem individuellen Wesen seinen Körper prägt.

Die Delta Pädagogik setzt diese Erkenntnisse in der Schule um. Der Delta Dynamische Weg kann nur mit einer fortwährenden Steigerung der Aufmerksamkeit gegangen werden.

Das Wesentliche in der Delta Dynamik ist: Wie kann man die negativen Prägungen in selbstbestimmte Muster und Strukturendes Körpers – inklusive des Gehirns –  umwandeln und somit in Freiheit seinen Weg gehen? Mit der Pflege der Aufmerksamkeit kann jeder Mensch selbst überprüfen, ob seine eigenen Erlebnisse und Erkenntnisse mit denen der Delta Dynamik übereinstimmen.

 

 

Heute besteht die Kluft zwischen Menschen, die den Geist leugnen und Menschen für die der Geist eine Tatsache ist.

 

 

Man kann daher nicht mehr von einer  heutigen Reformpädagogik sprechen, sondern muss unser ganzes materialistisches System verwandeln. Die Schule – auch die Hochschule! – muss ein gleichwertiges Gebiet wie der Staat und die Wirtschaft werden, in der Freiheit, Kreativität und echt zukünftige Impulse gepflegt werden. Der Mensch als kreatives Wesen muss sich entfalten können.

 

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