Fragen, Kommentare und Beispiele aus der Praxis zum ADS und ADHS

Babies reagieren mit Weinen oder Brüllen, Kleinkinder sind nicht mehr „bei sich“, grössere Kinder und Jugendliche sind nicht mehr erziehbar und Erwachsene lassen sich von ihren wilden Emotionen hinreissen und haben den roten Hut an. So äussert sich bei allen Menschen ihr „Rutschen“ aus der Zentrierung.

Bei grösseren Kindern, Jugendlichen und  Erwachsenen spricht man vom ADS oder ADHS, wenn dies häufig und schnell geschieht. Kommt dies selten vor, handelt es sich  entweder um einen ganz normalen Menschen oder einen Menschen, der sich bewusst beherrschen kann.

Zu diesen Punkten erlebt jede Mutter, jede Lehrperson und jeder Mensch unzählige Muster und Strukturen.

Was liegt hier vor?

Was stellt die neuste Hirnforschung in Bezug auf die Bewegungshemmung fest?

  • Die bildgebende Hirnforschung zeigt, dass die organische Bewegungshemmung (die Bewegungshemmung, die vom Gehirn unterstützt wird) sich erst mit der Ausbildung des aufmerksamen Gehirns in der Pubertät ausbildet. Dieses hat seinen Sitz im Frontallappen. Also dort, wo die Inderinnen sich seit Jahrtausenden einen Punkt auf die Stirn malen.

Allgemeine Illustration

Auf einer Fotografie des Hirns kann man erst mit der Pubertät die Ausbildung des aufmerksamen Gehirns im Frontallappen sehen. In diesem Hirnteil wird die organische Grundlage der Impulshemmung entwickelt.

Ein ADHS Kind wird in der Pubertät immer ruhiger und hat weniger „Ausraster“. Die Lehrpersonen glauben zuerst, er sei nun unter dem Einfluss von Ritalin. Nach Nachfrage bei den Eltern hören sie jedoch, dass das Verhalten ihres Kinds sich zum Positiven wendet. Sein ADHS wächst sich nun aus.

Beispiel aus der Praxis:

Ablauf: Das ADHS Kind Laurent wird in der Pubertät immer ruhiger und hat weniger „Ausraster“. Laurent reagiert auf Beleidigungen seiner Mitschüler nicht mehr mit  Schlägen. Er nimmt die Beleidigungen wahr, kann sie aber innerlich „verdauen“. Auch kann er Stress viel besser aushalten und hat sich meistens im Griff. Die Lehrpersonen glaubten zuerst, er sei nun unter dem Einfluss von Ritalin. Nach Nachfrage bei den Eltern hörten sie jedoch, dass das Verhalten von Laurent sich allmählich zum Positiven wendet. Sein ADHS wächst sich nun aus.

Kommentar: Laurent wird nun von seinem Hirn unterstützt. Seine organische Impulshemmung hilft ihm. Er hat Glück, dass sein ADHS auswächst, d. h. allmählich verschwindet. Dies ist nicht bei allen der Fall. Als Erwachsene können diejenigen, bei denen das Hirn nicht fertig gebildet  wird, immer noch willentlich ihr ADHS überwinden und vom Vorteil der Aufmerksamkeit profitieren. Diese brauchen aber bei jedem möglichen Abgleiten (Dezentrierung) eine grosse innere Aktivität, d. h. sie müssen aufmerksam sein wollen.

Bei allen Kindern ist eine gute Erziehung in der Schule und zu Hause nötig. Ihr Bewegungsdrang muss durch gute Vorbilder in Bahnen gelenkt werden. Dies macht ihr Leben mit ihrer Umwelt sinnvoll und möglich

Der Gebrauch der Delta Lerntechnik und der Delta Tools sind also bei allen Kindern nötig.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert