Ostern 2016

Ostern ist das Fest der Auferstehung. Wie am Karfreitag zuerst der Tod geschildert wird, muss die Pädagogik heute zuerst sterben und durchs Nichts gehen, bis sie mit neuen Ideen wieder auferstehen kann.

Das Nichts entspricht heute der Sinnlosigkeit des Materialismus. Bin ich als Pädagoge nur ein Helfer, damit der Schüler gut in der Gesellschaft funktioniert und zur Erhöhung des Bruttoinlandprodukts beiträgt, oder noch mehr?

Kann ich noch andere Ziele fördern?

Auf den Karfreitag folgt der Ostersonntag. Dadurch kann der Mensch erleben, dass er ein ewiges, geistiges Wesen ist. So weisen die Schlagworte der intrinsischen Motivation, der Potenzialentwicklung usw. auf einen ewigen, individuellen Kern des Menschen hin.

Der Mensch muss zur Befriedigung seiner Bedürfnisse auf der Erde beitragen. Er darf aber nie vergessen, dass er auf der Erde sich weiterentwickeln kann. Der Sinn des Lebens besteht nicht nur auf einem möglichst hohen Luxus, Gesundheit und einem langen Leben. Der Sinn kann auch bescheiden, in Krankheit und einem kurzen Leben erreicht werden.

Auf welche Weise und wie der Mensch sich entwickelt, ist bei jedem Menschen anders.

Durch die Kraft von Ostern kann jeder Mensch auf der Erde sich mit Aufmerksamkeitsübungen schulen. Er kann dann selber die lebensfördenden Gesetze, die den Schüler bei seiner Entwicklung unterstützen, erfahren. So ist die Delta Pädagogik entstanden. Sie ist eine Pädagogik des Postmaterialismus.

Es ist ja heute bewiesen, dass der Mensch nur mit Freude, ohne Stress usw. gut lernen kann. Um dies zu ermöglichen, muss die Methodik abgeändert werden. Es ist nötig, sich zu überlegen, wie die Schulräume gestaltet werden müssen, wie die Aussenwelt einbezogen wird, wie die Themen ausgewählt und vermittelt werden und vieles mehr.

Nicht die Fächer, sondern der Mensch steht nun im Zentrum.

Dann können wir auch in der Schule Ostern nicht nur feiern, sondern auch die Schule als menschenfördernden Organismus auferstehen lassen. Dazu sind Freiheit und Liebe eine wichtige Voraussetzung. 

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