Der erste «Cybathlon» der ETH Zürich I

Zwei Schweizer Teams gewannen ihre Disziplinen am ersten «Cybathlon» der ETH Zürich – darunter: Ein Wettrennen, gesteuert nur mit Gedanken.

Schlagzeilen am 9. Oktober in einer zürcher Zeitung

Weil man mit Stromimpulsen, die von einem Computer berechnet wurden, den Menschen steuern und bewegen kann, auch wenn sein Wille nicht mehr den Körper bewegt und sein Eigenbewegungssinn und andere Sinne zur „Steuerung“ des Körpers ausgefallen sind, glaubt die Wissenschaft eine Erklärung für die menschliche Bewegungen gefunden zu haben: Stromimpulse, gesteuert vom Computer oder Hirn, bewegen den Menschen.

Hierzu ein Ausschnitt aus einer heutigen Zeitung:

Im Velorennen mit elektrischer Muskelstimulation belegte Julien Jouffroy vom Team IRPT/SPZ der Berner Fachhochschule den dritten Platz. Bei dem Rennen wurden die gelähmten Beinmuskeln der Pilotinnen und Piloten per elektrischen Impulsen stimuliert und zur Kontraktion gebracht, so dass sie in die Pedale treten. Die Stimulationsmuster dürfen die Muskeln dabei nicht zu schnell ermüden lassen.

Es kann zwar der Mensch mit Stromimpulsen, die Computergesteuert sind, bewegt werden. Der Mensch bewegt sich aber durch seinen Willen.

Seine verschiedenen Sinnesorgane melden seinem Hirn, wie er sich bewegt. Sind die Nerven, die Sinnesorgane oder seine Gliedmassen verletzt, kann er sich nicht mehr oder mit Einschränkung bewegen. Wenn ein gesunder Mensch nicht will, bewegt er sich nicht. Das Nicht-Wollen weist auf die unsichtbare geistige Wesenheit des Menschen hin. Er ist ein menschliches Wesen, kann aber mit Hilfe von elektronischen Maschinen bewegt werden, wenn er selber dies nicht mehr kann.

Die sogenannten motorischen Nerven sind bei der menschlichen Bewegung ohne Computer auch sensorisch.

Sie werden vom Menschen unbewusst gebraucht, um festzustellen, wie die Gelenke zueinander stehen, wie die Spannung der Muskeln ist usw.

Nur beim Maschinenmenschen kann von motorischen Nerven, die den Muskel mit Stromimpulsen zur Kontraktion bringen, gesprochen werden.

 

Hirnforschung und Lernen II

Das Michaelsfest und sein Bezug zum Leben

Das Lernen und Handeln im menschlichen Sinn braucht Mut und Entschlossenheit.

Diese Grundhaltung wurde schon seit Jahrtausenden mit dem Michaelstag gefeiert. Dieses Fest, das heute vielfach in Vergessenheit geraten ist, wird am 29. September gefeiert. In alten Darstellungen sieht man den Erzengel Michael, den Drachen unter seinen Füssen haltend.

Lernen und Zeigen als Lehrer, Schauspieler usw.

Lernen kann von der Künstlichen Intelligenz und das Vorzeigen z. B. durch Filme durch die elektronischen Medien übernommen werden. Für diese Art zu lernen und etwas zu demonstrieren braucht es keinen Mut und Entschlossenheit. Man muss sich nur im Zeitstrom treiben lassen. Es gibt eine riesige Strömung, die elektronische Hilfsmittel einsetzen will. Handfeste finanzielle Interessen sind auch dahinter. Die Elektronik kann den Menschen aber auch unterstützen, wenn sie von ihm bewusst eingesetzt wird.

Nun wollen wir die menschliche Kreativität, die immer mit menschlichem Lernen verbunden ist, näher beschreiben:

Das Lernen beim Menschen ist immer mit menschlichem Engagement verbunden und mit im Jetzt neu  erlebten Gefühlen durchdrungen.

Die Menschen greifen beim Gelernten auch auf Erfahrungen zurück, schöpfen das Bekannte mit anderen Facetten aber immer im Moment neu, indem sie es mit ihren spontanen Gefühlen durchdringen. Auch wirklich Neues, das niemand sich schon vorgestellt hat, wird durch diesen menschlichen Akt in der Gegenwart möglich.

Das Lernen beim Roboter ist immer eine Neukombination von Altem. Gefühle, die auf ein erlebendes Wesen hindeuten, können von der Maschine nur quantitativ z. B. als Vibration für den Menschen simuliert werden.

Dies kann heute mit Hirnbildern[1] gezeigt werden.

Überraschende Hirnbilder

Diese Fähigkeit zu einer Art geplanten Spontaneität machten sich die Forscher zunutze. Sie schoben die Schauspieler, zum einen Schüler der Kunsthochschule, aber auch bekannte Bühnen- und Filmkünstler wie Stefan Kurt oder Hanspeter Müller-Drossaart, in einen Hirnscanner mit dem Auftrag, eine bekannte Theaterszene aus dem Gedächtnis mechanisch herzusagen. Spielen konnten sie die Szene wegen der beengten Verhältnisse im Magnetresonanztomografen natürlich nicht. Derweil nahm der Apparat ein sogenanntes FMRI-Bild ihres Gehirns auf und kartierte so die aktiven Areale. In einem zweiten Durchgang mussten die Schauspieler dieselbe Sequenz durchdenken, diesmal jedoch mit allen Gefühlen, die sie auch auf der Bühne in die Szene legen würden. Der Unterschied im Aktivitätsmuster zwischen den beiden Durchgängen war frappant. Vor allem bei den erfahrenen und bekannten Schauspielern zeigten die Gefühlsmodule im Gehirn eine deutliche Aktivität.

Offenbar aktivieren etablierte Bühnenkünstler beim Spiel die emotionalen Zentren.

«Erfahrene Schauspieler erschaffen die Welt und den Charakter, den sie spielen, immer wieder neu. Sie drücken nicht einfach nur eine Play-Taste im Sinne einer Wiedergabe», erklärt der Wissenschaftler Anton Rey.

Jungschauspieler dagegen spielen eher aus dem Gedächtnis heraus. Hirnregionen, in denen Emotionen neu geschaffen werden, nutzen sie weniger.

Zusammenfassung

Wenn der Mensch nur Intellektuell, ohne sich als ganzer Mensch mit seinen Gefühlen zu engagieren, lernt und etwas den Anderen zeigt, kann sich der Roboter schneller und effizienter Fakten merken und demonstrieren. Es fehlt dem Roboter aber immer ein konkret, menschlicher Bezug, der den Vieles aufnehmenden Menschen berühren kann.

Dies ist die besondere Qualität von Lehrern und Schauspielern. Wenn sie diese menschliche Qualität einsetzen können, sind sie den Robotern überlegen. Das Live Erlebnis eines Lehrers oder Schauspielers kann man nicht ersetzen.

Arbeiten mit einem Computer und das Ansehen eines Films sind nur eine technische Methode, die den Menschen mechanisch-elektronisch befriedigen, aber nie ersetzen kann.

Als Erleichterung ihrer Arbeit können sowohl Lehrer als auch Schauspieler die Technik einsetzen.

Filme können gezeigt werden. Auch kann sich der Schüler gewisse Lerninhalte mit der Technik interaktiv aneignen und reines Faktenwissen zum Teil selbst kontrollieren.

[1] Siehe Artikel Tagi vom 17.7.16

 

 

 

 

Hirnforschung und Lernen I

Schon in naher Zukunft wird man vor folgende Situation gestellt sein: Es wird Menschen geben und Roboter, die äußerlich wie Menschen aussehen, wie Menschen sprechen, lächeln, denken und so weiter.

Die Kriterien, was ein Mensch und was eine menschenähnliche Maschine ist, werden immer wichtiger.

Nur durch Übung kann man den Menschen – den individuellen Geist – in sich entdecken. Dann wird man auch erleben, dass heute schon Menschen vor allem extrinsisch motiviert sind.

Sie handeln, wie es die Mode, die Politik, gewisse chemische Substanzen, die Technik, gewisse Theorien usw. wollen.

Das Lernen bei der künstlichen Intelligenz ist eine Rückkoppelung von Eindrücken. Immer bessere Sensoren melden immer schnelleren Rechnern ihre Eindrücke.

Wesentlich ist, dass beim Lernen einer elektronischen Maschine nie gezielt etwas Neues entstehen kann. Alles ist vergangenheitsorientiert. Das Neue ist nur eine Kombination des Alten!

Das Lernen bei Menschen «läuft» aber nur ab, wenn der Mensch motiviert ist.

Nur ein Mensch, der intrinsisch motiviert ist, verfolgt bewusst menschliche Ziele und ist in seinen Entscheidungen frei.