Pfingsten 2016, vom Bewusstsein modern gedacht

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geists.

Was bedeutet dies?

Wir Menschen haben alle einen individuellen Geist.

Das Erscheinen und Wirken des menschlichen Geists wird aber meistens von einer Schicht seelischen, energetischen und physischen Schutts überdeckt:

Z. B. destruktive Gedanken, krankmachende Emotionen, energiefressende Automatismen und erstarrte Muster.

Diese Schicht kann auch mit den Spitz-Hüten  („Zur Seele“, Version vom 23.2.16 in diesem Blog unter Delta Pädagogik) bildlich charakterisiert werden. Erst wenn wir aus dieser negativen Sphäre durch Eigentätigkeit „auftauchen“ und von ihr nicht mehr behindert werden, können wir ganz Mensch mit allen unseren lebensfördernden Eigenschaften werden.

Unser Schöpfergott hilft uns beim „Auftauchen“. Er zwingt uns jedoch nicht dazu. Ein leichter bis sehr starker Zwang wird aber auf uns unter den Spitz-Hüten ausgeübt. Sie werden uns gegen unseren Ich-Willen aufgesetzt.

Die negativen Kräfte, die uns am Menschsein hindern wollen, werden beim Pfingstfest nicht ins Zentrum gerückt. Da ja an Pfingsten das Fest der Ermöglichung der göttlichen Kräfte ist. Die Zwang ausübenden Kräfte sind aber sehr deutlich oder unauffällig immer präsent, auch wenn wir in den verschiedensten Religionen Feste zur Verbindung mit den göttlichen Kräften haben.

Im Mittelpunkt steht die Ausgiessung des Heiligen Geistes. Der trinitarische Gott wird in der christlichen Religion mit Vater, Christus und Heiliger Geist charakterisiert.

Neutral formuliert kann auch vom Ermöglichen des nicht manipulativen Denkens gesprochen werden. Wenn der Mensch manipuliert wird, werden auch seine Gefühle und Willensimpulse nach egoistischen Gesichtspunkten „abgebogen“. Es wird pseudologisch argumentiert, Emotionen, die zur Unterstützung der Argumente dienen, werden geweckt und Handlungen, die diesen Argumenten entsprechen, ausgelöst. Der Mensch wird in seinem Denken, Fühlen und Wollen von aussen gesteuert. Er wird z. B. ein gedankenloser Konsument, ein emotioneller Rassist, ein blinder Zerstörer als Terrorist, Geschäftsmann oder in einer anderen Funktion.

Der Mensch, wenn er sich bemüht, kann bewusst wahrnehmen, denken, fühlen und wollen. Diese Fähigkeiten können den Menschen jedoch auch in eine virtuelle Welt führen, in der er manipuliert wird. Dies geschieht immer, wenn er nicht genau wahrnimmt, wenn er nicht bewusst denkt, seine Gefühle verdrängt und sein Wollen vergisst oder unterdrückt.

Er kann sich jedoch frei von den manipulativen Einflüssen machen und bildlich gesprochen den gelben Hut („Zur Seele“, Version vom 23.2.16 in diesem Blog unter Delta Pädagogik) anziehen.

Die Gefühle oder Emotionen Wut, Trauer, Angst und Freude

Die Freude ist das Gefühl, das nur mit dem sehr feinen Filter des Individualkörpers das Ich verschleiert oder abdämpft.

Es kommt die ewige Individualität fast ungefiltert zum Vorschein.

Die anderen Hauptgefühle, die sich normalerweise als  Emotionen der Wut, Trauer und Angst zeigen, müssen durch mehrere Körper des Menschen wirken. Es wird immer unklarer, welche eigentliche Kraft sich durch sie offenbart.
Die am einfachsten zu verstehende Schicht sind die Emotionen Wut, Trauer und Angst.

Wut

Die Wut kann den physischen Körper ergreifen und im negativen Fall zerstörerisch im Moment – in der Gegenwart –  wirken. Nutzt der Mensch bewusst die Kraft des Individuums, die hinter der Wut steckt, kann er sich in der jeweiligen Situation behaupten. Er lässt sich nicht manipulieren und zu zerstörerischen Taten hinreissen oder knickt ein.

Bsp. Wenn uns der physischen Körper durch Krankheiten, Unfälle oder anderes Schmerzen bereitet, kann der Mensch sich über den Schmerz schwingen. Diese hell bewusste Aktivität kann den Schmerz zum Verschwinden bringen oder ihn zurücktreten lassen. Wir sind wichtiger als unser schmerzende Körper. Die Kraft der Wut ist nötig, um den Schmerz zu überwinden und sich zu behapten.

Bsp. Wir lassen uns beim Gebrauch dieser Kraft nicht manipulieren und ruhel sicher in uns.

Trauer

Mit der Trauer blicken wir in die Vergangenheit. Der Energie- oder Zeitkörper ist nun vor allem beteiligt. Sie kann uns niederdrücken, wenn wir die Kraft unseres Individuums nicht einsetzen.
Mit der Kraft unserer Individalität können wir Mitgefühl, Mitleid usw. entwickeln und sich in den Anderen hineinfühlen.

Angst

Mit der Angst schauen wir in die Zukunft. Der Seelenkörper, der im umgekehrten Zeitstrom lebt, ist hauptsächlich wirksam. Erleben wir die Angst als Emotion, schauen wir ängstlich auf eine ungewisse Zukunft.
Setzen wir die Kraft unseres Individuums ein, sehen wir vertrauensvoll in die Zukunft, werden aber im gesunden Sinne vorsichtig.

Freude

Mit der Freude  können wir schwärmen und den Boden unter den Füssen verlieren. Wir zünden ein Strohfeuer an, das schnell und hell lodert.
Durch die Kraft unseres Individuums werden wir im Jetzt positiv tätig. Wir handeln nach Regeln, die wir uns selbst geben. Die ewige Gegenwart unserer ewigen Individualität wird wahrnehmbar.

Bei der genauen Selbstbeobachtung erlebt der Mensch, dass er sich nicht nur seinen Emotionen beugen muss. Er kann sein Bewusstsein heben und auch entsprechend seiner echten Gedanken und Gefühle in Freiheit und Liebe handeln.

Das possibility management von Clinton Callahan und die Grundübung der Delta Dynamik und die Tools der Delta Pädagogik sind geschaffen worden, um den Unterschied von Emotionen und Gefühlen zuerst bei sich selber zu erleben. Der Mensch muss sich dann nicht seinen Emotionen überlassen. Danach kann er auch entsprechend seiner Gedanken und Gefühle in Freiheit und Liebe handeln.

Die vier Körper und die entsprechenden Gefühle

Der Mensch hat vier Körper: Den durch die Materie sichtbaren physischen Körper. Den Energie-, den Seelen- und den Individualkörper – die drei unsichtbaren Körper – , weil sie nur durch elektromagnetische Felder mit dem Computer wahrgenommen werden können.

Selbstverständlich sieht der Mensch auch ohne Computer, dass er und der andere Mensch leben und eine Seele mit Gedanken, Gefühlen und Willensimpulsen haben. und einen Geist, der sich als Individuum äussert, besitzen.

Die Kraft der Wut wirkt im physischen Körper.

Den Energiekörper braucht es, um die Kraft der Trauer auszudrücken.

Die Kraft der Angst kommt uns aus der Zukunft im Seelenkörper entgegen.

Durch den Individualkörper kann sich die Kraft der Freude oder unser eigentliches Ich-Wesen im Jetzt offenbaren.

Anders gesagt, offenbart sich unser ewiges Individuum durch den Filter des Individualkörpers als Kraft, die im Jetzt Freude empfinden kann, durch den Filter des Seelenkörpers als Kraft, die Angst vor der Zukunft haben kann. Als Kraft der Trauer wird sie durch den Filter des Energiekörpers wahrgenommen und durch den gröbsten Filter des physischen Körpers als Kraft hinter der Wut.