Die verwandlung des Körpers durch das Denken

Evolution und Entwicklung des Menschen vom Kind zum Erwachsenen

Zuerst durchdrang das Ich unbewusst den physischen Körper (pädagogisch ist die Nachahmung und Aktivität wichtig), dann den Energiekörper (pädagogisch ist die natürliche Autorität wichtig), danach den Seelenkörper (pädagogisch ist das freigewählte Vorbild wichtig), und am Schluss in der Zeit, in welcher der Mensch immer individueller wurde (ab der Antike) auch den Individualkörper, aber nun bewusst.

Mit ihm kann der Mensch heute  die sinnliche Welt persönlich wahrnehmen und individuell erinnern. In ihr lernt er denken, fühlen und wollen.

Wenn der Mensch nicht mehr abhängig von der Sinneswelt ist, sie nur bewusst als „Werkzeug“ nutzt und seine Egoismen überwunden hat, erlebt  er die Freiheit.

Es gibt aber auch Handlungen, bei denen die heutige Welt „bestimmt“. Wir sind ja nicht bei allem frei. Erst in Zukunft können wir die Welt auch im Festen mitschöpfen.

Entstehen des Individuums auf der Erde und im Geist

Die Freiheit

Das Denken wirkt heute bis in die physische Ebene auch des Individualkörpers. Der Mensch wird auch auf dieser Ebene durch das Denken individuell. Er kann aufwachen und im Jetzt leben.

Mit dem verwandelten – körperfreien – Denken kann der Mensch sich eigene Ziele geben.

Erst wenn er neben dem Denken auch das Fühlen und Wollen bewusst ergreift, ist auch das nicht egoistische, freie Handeln möglich. Wir handeln dann nur nach unseren Motiven. Wir sind jetzt nicht nur ein Individuum geworden, sondern erleben auch die Zeitlosigkeit unseres Individuums.

Wir weden durch unsere eigene Aktivität ein unsterbliches, geistiges Individuum.

Die geistige Welt

Ohne (unbewusstes bis hell bewusstes) Denken nimmt man in der geistigen  sowie der materiellen Welt nichts wahr.

Man kann sinnlich nur etwas vollständig wahrnehmen, wenn man das Denken auch mit seinem Gefühls- und Willensanteil einsetzt. Deshalb spricht man auch von Denk-, Gefühls- und Willenssinnen.

Die Sinne nehmen nur vollständig wahr, wenn der Mensch durch das Denken das Wahrgenommene einordnen und durch das Fühlen als wahr erkennen kann. Durch das Wollen wird die Existenz im göttlichen Sein erkannt.

Was im illusionsfreien Sinnlichen gilt, ist auch richtig im Geistigen. Das genaue, unverfälschte sinnliche Wahrnehmen ist daher ein geistiges Wahrnehmen, das sich im Physisch-Materiellen abspielt.

Deshalb ist die natürliche, mit den Sinnesorganen unverfälscht erlebte Welt ist ein Teil der geistigen Welt.
Um die geistige Welt zu erleben, muss zuerst das Denken durch das Erlebnis im Wahrnehmen der sinnlichen Welt verwandelt werden („Sinnesyoga“). Auf diese Art kann eine höhere Bewusstseinsstufe  errungen werden.
Das Wollen des Menschen ist das Gleiche wie sein Gewahrwerden im Geist. Im Sinnlichen sieht man seine Bewegungen und verdaut die Nahrung.

Anti-göttliche, geistige Welt

Der Mensch ist ein Gedankenwesen im Sinnlichen und Geistigen. Denn das Sinnliche ohne die Illusionen der anti-göttlichen Mächte, ist auch göttlich-geistig. Früher konnte der Mensch auch ohne Elektronik – durch gewisse körperlich-seelische Wirkungen – in einer Sphäre der Täuschung leben. Heute kann die Technik eine Hilfe sein, wiegt uns aber meistens in Illusionen und lässt uns eine Welt erleben, in der die Gesetze des Göttlichen aufgehoben sein können. Phantasie wird zur Fantastik oder Fantasie.

Das Gewahr Werden

Im Geistigen – in der ewigen Gegenwat – ist das Gewahr Werden, das entsteht durch Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen auch ein gedanklicher Willensakt.

Die Selbstwahrnehmung oder das Gewahrwerden des eigenen Selbst ist nur bei einem Ich-Wesen möglich.