Dr. Jill Taylor, eine Hirnpatientin, und ICH

Ich fühle mich mehr dem Flüssigen verwandt als dem festen Hirn. Ich bestätige das Bewusstsein von Dr. Jill Taylor, sie sagt ihm auch Herzbewusstsein. Ich bestätige nicht ihre Erklärung des rechten Hirns, da bei mir linkes und rechtes Hirn intakt waren und ich die gleichen Bewusstseinseffekte hatte.

Erklärung fürs Bewusstsein: Trotz Unversehrtheit des Grosshirns und keinerlei Defekt im linken Hirn, erlebte ich das Gleiche wie Dr. Jill Taylor. Das flüssige Bewusstsein, das sie Herzbewusstsein oder Bewusstsein der rechten Hälfte nennt, war bei mir auch bestimmend. Ich will mich ganz an die Phänomene halten, da sind wir uns einig. Folgende Phänomene scheinen mir auch wichtig zu sein. Alles kann im Buch von Dr. Jill Taylor, Mit einem Schlag, Wie eine Hirnforscherin durch ihren Schlaganfall neue Dimensionen des Bewusstseins entdeckt, Knaur, nachgelesen werden.

Aus dem Kapitel 17, die freie Entscheidungskraft

„ Wut zum Beispiel ist eine programmierte Reaktion bei mir. Wird sie ausgelöst, breitet sich eine vom Gehirn freigesetzte Chemikalie in meinem Körper aus und setzt ein bestimmtes Körpergefühl frei.“

Ich würde sagen:“Wenn sich Wut bemerkbar macht, breitet sich eine bestimmte von meinem Gehirn und schliesslich unbewusst von mir frei gesetzte Chemikalie aus.“ Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied. Er ändert jedoch nichts an der Wut, nur steht die Wut als seelisches Phänomen am Anfang und nicht die Chemikalie ist für die Wut zuständig.

„Innerhalb von neunzig Sekunden nach der Auslösung ist die chemische Komponente dieser Wut restlos verschwunden und meine automatische Reaktion ist vorbei. Bleibe ich auch dann noch wütend, dann geschieht es deshalb, weil ich mich dazu entschieden habe, diesen Kreislauf weiterlaufen zu lassen. In jedem Augenblick treffe ich die Wahl, weiterzumachen oder aufzuhören. …“

Die Phänomene sind bei mir und Dr. Jill Taylor die gleichen. Diese sind jedoch bei uns fast gleich und doch verschieden. Wo unsere Erlebnisse sich gleichen, ist der „tiefe innere Frieden“, dem sie das Kapitel 19 gewidmet hat.

Ich habe dem Steuern zum Beispiel der Wut einige Einträge gewidmet, die man auf diesem Blog nachlesen kann. Ich komme mit den seelischen Phänomenen auf mehr oder weniger das Gleiche. Die Ärztin beschreibt jedoch alles, wie sie es gelernt hat. Die Theorie ist materialistisch.

Die vier Aggregatszustände

Fest, flüssig, gasförmig und Wärme ohne Materie sind die drei Aggregatszustände und der vierte, der Plasmazustand.

Durch die Operation verschwindet das Feste. Ich fühle mich dem Flüssigen mehr verwandt oder dem Unräumlichen, Unzeitlichem.

Es entsteht ja das Bild der Kästchen (IMAGINATION, des Seelischen), des ICH-BIN – Bewusstseins (unräumlich unzeitlich, INSPIRATION, des Geistigen).

Der „Schlauch“, der Körper (physischer Körper) ist unbegrenzt nach unten. Es hat „Labors“ unten, die jede Nahrung untersuchen!

Blut ist rhythmisches System. Solange es nicht aufgesogen ist, Effekte von oben. Es gibt Zerstörungen am Hirn durch Operation. Gehirn und flüssiges System sind geschädigt. Das Gleichgewicht ist nicht in Ordnung. Das Nerven-Sinnes System hat sich verabschiedet! Blut wird im Nerven-Sinnes System, wo es nichts zu suchen hat, gefunden.

Die Hoffnung ist jedoch gut, da das Computer-Tommogramm ausgezeichnet ist. Die Plastizität des Gehirns ist vorhanden (siehe Buch von Doyle ….) . Die Therapien sind am Laufen.

Stoffwechsel und seelisches Bewusstsein wird anders

Ich esse zuerst (2 bis 3 Wochen) nur zum Überleben. Mein Appetit (Eigenwahrnehmung) ist nicht mehr da. Ich magere 6 Kilo ab, ohne es zu merken. Der „Schlauch“ wird von aussen ernährt. Ich glaube, dass „Labors“ unten angeschlossen sind, die alles untersuchen.

Zuerst geht das Denken weg. Ich habe die „Gedankenmühle“, das „Gedankenkarussell“ nicht mehr. Die Gefühle und die Willensimpulse sind schon lange nicht mehr da. Dafür erscheinen die drei „Kästchen“. Ich bin mir sehr bewusst, dass sie für die Seelenglieder stehen. Sie sind für das Fühlen, das Denken und die bewussten Willensimpulse da. Sie sind unräumlich und unzeitlich und werden von einem ICH – Bewusstsein, das selbst auch nicht im Raum und in der Zeit steht, das selbst nicht einmal als „Kästchen“ in Erscheinung tritt, überlagert.

Es ist ein Gesamtbewusstsein, das höher steht als das Alltagsbewusstsein. Es ist jedoch individuell wie mein Alltagsbewusstsein. Es ist mein Bewusstsein und nicht ein allgemeines Bewusstsein. Es ist wie mein Alltagsbewusstsein – mein Egobewusstsein – persönlich. Im Gegensatz zum Delta Bewusstsein, das ich jederzeit durch das Seelenglied der bewussten Willensimpulse (und Denken des Denkens mit Gefühlen der Liebe und Freiheit) herstellen konnte, ist es von Dauer. Es dauerte so lange, wie ich fast gestorben war. Es war so lange vorhanden, wie ich in den Intensivstationen von Lausanne und Zürich lag. Es war demnach ein bis zwei Wochen vorhanden. Es ist das Delta Bewusstsein, aber es hatte eine Dauer von einigen Wochen. Dieses „Glück“ konnte ich haben, weil ich mein Delta Bewusstsein schon vorher herstellen konnte und weil ich durch die Hirn operation in einer besonderen Situation war (Blut im Gehirnwasser, Grosshirn setzt am Anfang aus.).

Der Tod wäre nichts Besonderes mehr, denn das lange Delta Bewusstsein wäre ja in diesem Falle nicht betroffen. Es war schon unräumlich und unzeitlich. Es lohnte sich im Dreidimensionalen zu leben, weil ich mit 51 zu jung zum Sterben war und ich noch Kinder und Ehefrau hatte. Es war das gleiche Bewusstsein, wie ich es bei einem Autounfall, den ich 5 Jahre früher hatte, schon erlebte. Es lohnte sich zu leben und alles besser zu machen, was ich konnte. Der Tod, obwohl ich gerne lebe, hat nun schon das x-te Mal seinen Schrecken verloren.

Dieses Bewusstsein ist also persönlich. Im Tod bleibt es bestehen, da es sich schon von der Sinneswahrnehmung, der Eigenwahrnehmung, den Stoffwechselprozessen (des Essens) und dem Normalseelischen (mit dem Körper und dem Gehirn verbunden) weitgehend gelöst hat. Es ist unräumlich und unzeitlich geworden. Dies möchte ich nochmals zusammenfassend erwähnen.