Der menschliche Pilot zwischen zwei Autopiloten III

Der Mensch hat sein Alltagsbewusstsein im schmalen Bewusstseinsausschnitt, der im physisch sichtbaren Materiefeld möglich ist, erlangt. Sein Alltagsbewusstsein lässt ihn zu einem Wesen werden, das sich als selbstbewusste Egostruktur durch die Sinne und das Gehirn ein inneres Bild der Welt machen kann. Ausserdem wird der Egostruktur durch die verschiedenen Hirnzentren bewusst, dass zusätzlich zum Bild der Aussenwelt auch Emotionen und Gedankenstrukturen im Inneren aufsteigen. Die Egostruktur erhält ihr Bewusstsein ausschliesslich durch die Materiestrukturen ihres physischen Leibes.Im All ist der als Materie mit physischen Sinnen sichtbare Ausschnitt sehr klein. Er beschränkt sich auf die Planeten und die Sterne.

Das All ist jedoch nicht leer. Heute wissen wir, dass es von elektromagnetischen und radioaktiven Feldern erfüllt ist. Diese untermateriellen Vergangenheitsfelder kann man mit technischen Apparaten nachweisen.

Ebenso ist es mit den übermateriellen Vergangenheitsfeldern, die der Mensch in seinem seelischen Innenraum als Gedankenstrukturen, Emotionsmuster und Handlungsstrukturen wahrnehmen kann, durchströmt. Das übermaterielle Vergangenheitsfeld durchdringt das Materiefeld und auch die untermateriellen Felder. Diese gegenseitige Durchdringung ist die Voraussetzung für das Entstehen des Bewusstseins der Egostruktur. Sie entsteht durch die Wechselwirkung der verschiedenen Vergangenheitsfelder. Die Egostruktur ist deshalb ein Wesen, das von der Vergangenheit bestimmt ist. Das menschliche Delta, das durch innere Aktivitätssteigerung ein Bewusstsein vom Bewusstsein entwickeln kann, gehört zum übermateriellen Gegenwartsfeld. Es ist nicht von den vergangenen Strukturen, sondern von den Gegenwartskräften erfüllt. Es ist schöpferisch. Und kann immer neu beginnen. Es lebt im Gegenwartsfeld. Dieses wirkt auch im physischen Raum und in der Zeit, existiert jedoch selbst ausserhalb aller Strukturen, also auch ausserhalb von Raum und Zeit. Es ist das allumfassende, alles durchleuchtende göttliche Bewusstsein. Es reicht bildlich gesagt über das physische All hinaus.

Ebenso wie die materiellen Himmelskörper nur einen kleinen Aspekt des Weltalls zeigen, stellt das Alltags- oder Gegenstandsbewusstsein einen winzigen Ausschnitt aus allen Bewusstseinsstufen dar. Das Gegenstandsbewusstsein ist das Ausgangsniveau für ein göttliches, schöpferisches Bewusstsein. Es ist eine ausserordentlich wichtige Stufe. Durch die Steigerung des Alltagsbewusstseins ist der Mensch auf dem Weg zum gegenwärtigen, schöpferischen Bewusstsein. Er kann sich von den ihn bestimmenden Vergangenheitsstrukturen immer mehr lösen und den in ihm erwachenden göttlichen Geist, sein individuelles Delta, auf der Erde immer mehr zur Wirksamkeit kommen lassen.Diesen Weg beschreiten wir, wenn wir die vier Aktivitätsstufen der Delta Dynamik verwirklichen. Wir bewegen uns dann innerlich an die Grenze des „hirngestützten Denkens“. Wir leben unter dem gelben Hut. Wir ersetzen dann teilweise den Autopiloten durch die Aktivität unseres Deltas. Wir übernehmen das Steuer selbst. Selbstverständlich sind wir im Bereich der Lebensvorgänge wie Verdauung, Atmung, Regeneration weiterhin auf den göttlichen Autopiloten angewiesen.

Bewusstsein ist nicht abstrakt im All vorhanden. Jedes Bewusstsein ist das Bewusstsein eines Wesens. Wenn wir als Menschen uns das Delta Bewusstsein als zusätzliche Bewusstseinsebene durch innere Aktivität erringen, hat der individuelle Mensch sein Bewusstsein erweitert. Da der Mensch auf der Erde in einem mit Sinnen sichtbaren Körper auftritt, kann man indirekt die Veränderung seines Bewusstseins auch auf Grund seiner Taten im Irdischen erleben. Alle Bewusstseinsstufen, die nicht an einen physisch sichtbaren Leib gebunden sind, existieren selbstverständlich auch im All und sind von Wesen getragen, deren „Leib“ nicht im Materiefeld sichtbar wird. Das All ist erfüllt von wesenhaftem Bewusstsein. Wir Menschen sind nur ein sichtbarer Ausschnitt aus der Vielzahl von Wesen, die ihr Bewusstsein auf den unterschiedlichsten Stufen entwickeln. Die abstrakte Zusammenfassung des Bewusstseins aller im Materiellen nicht wahrnehmbarer Wesen wird mit Geist bezeichnet. Der göttliche Geist, der im Delta Bewusstsein immer heller leuchtet, ist ein Begriff für alle Wesen, die folgende Absicht haben: Sie helfen dem Menschen in Freiheit und Liebe sich zu einem Menschen zu entwickeln, der selbst Freiheit gewähren und Liebe spenden kann. Ein Mensch soll entstehen, der Andere sich entwickeln lässt, wie die Anderen es richtig finden, ein Mensch, der liebevoll unterstützt, wenn er gefragt wird, ein Mensch, der die menschliche Ursprache – die Sprache des menschlichen Deltas, nicht nur die Sprache der Egostruktur – versteht.

Der Mensch kann jedoch auch im Bewusstseinsschlaf verweilen. Er kann es verschlafen, sein Delta Bewusstsein zu entwickeln. Er bleibt passiv, statt die heute möglichen Schritte in die innere Aktivität zu machen. Dann hebt er sich nicht in die übermateriellen Vergangenheitsfelder und das Gegenwartsfeld. Er kommt in den Einflussbereich der untermateriellen Vergangenheitsfelder und den mit diesen verbundenen Bewusstseinsebenen, die nur den passiven Menschen ergreifen und beeinflussen können.

In den nächsten Beiträgen werde ich die antimenschlichen, unfrei machenden, eiskalten Bewusstseinszustände schildern.

Der menschliche Pilot zwischen zwei Autopiloten II

Bevor wir das Absinken des Bewusstseins unter das Alltagsniveau betrachten, möchte ich nochmals die Aktivitätsstufen des Deltas beschreiben. Das Aufwachen des Deltas kann man in vier Bewusstseinsstufen oder vier Aktivitätsstufen unterteilen. Von Stufe zu Stufe muss man mehr innere Kraft aufwenden, gegenwärtiger und noch aufmerksamer werden. Der Weg zur vierten Stufe, ist der Weg, auf dem wir bewusst die Wirksamkeit unseres Deltas durchschauen und erleben lernen. Unser Delta lässt, wenn es unsere Vergangenheitsfelder durchdringt, das Bild der Aussenwelt in uns entstehen. Unser seelisches Innenleben im Alltagsbewusstsein entsteht, indem unser Delta für uns unbewusst die Wechselwirkung zwischen unseren immateriellen Vergangenheitsfeldern und unseren materiellen Hirn- und Organstrukturen beobachtet. Beim Erwachen des Delta Bewusstseins können wir immer besser beobachten, dass wir auf der Erde keine Sinnes-, Denk-, Gefühls- und Handlungsroboter sind, wie es uns die materialistische Naturwissenschaft suggerieren will. Wir erkennen und erleben einerseits den grossen Anteil des göttlichen Autopiloten, der für unser Menschsein im Irdischen nötig ist. Andererseits wird uns auch die zentrale Tätigkeit unseres Deltas bewusst. Auf der vierten Stufe können wir mit unserem Delta bewusst in unsere Strukturen eingreifen. Unser Delta ist ein sich selbst bewusstes, individuelles und schöpferisches Wesen geworden. Wir erleben uns nun als Menschen, der im Rahmen des göttlichen Autopiloten frei sein und sich selbst bestimmen kann. Wir erleben uns nun als von unserer Egostruktur unabhängiges Wesen.

Wenn wir unsere Aktivität noch mehr steigern, verlassen wir die materiellen Vergangenheitsfelder und blicken in die nicht materiellen Vergangenheitsfelder, in denen unsere Hirn und Körper unabhängigen Denk-, Emotions- und Handlungsstrukturen wesenhaft anschau- und erlebbar werden. Es ist nicht mehr möglich, die in Wirklichkeit wesenhaften Emotionen als abstrakte Emotionsmuster wahr zu nehmen. Wir haben den physischen Raum verlassen. Wenn wir nun auch die physische Zeit verlassen, erleben wir unser Delta als zeitloses Wesen im Gegenwartsfeld. Wir haben nun die Grenze zum Gegenwartsfeld überschritten und die irdische Welt hinter uns gelassen.
Diese noch helleren Bewusstseinszustände kann und soll man vom Delta Bewusstsein nicht abtrennen. Sie sind für uns meistens unbewusst in den vier Aktivitätsstufen des Delta Bewusstseins wirksam.

Der menschliche Pilot zwischen zwei Autopiloten

Unser physischer Körper ist eine weisheitsvolle Struktur. Besonders beim Gehirn hat man das komplexeste Gebilde im All vor sich. Die Anzahl Verknüpfungen der Neuronen entspricht der Anzahl Sterne im Kosmos. Die Wirkungsweise der Gehirnzentren rückt heute in den Bereich der Naturwissenschaft. Man erkennt, dass seine Funktionen mit unseren Computern nicht erfasst werden können. Sie können am ehesten mit dem erst theoretisch entwickelten Quantencomputer, der die konventionellen physikalischen Grenzen sprengt, verglichen werden.


Ausserdem ist der physische Körper auch belebt. Ununterbrochen werden Stoffe auf – und abgebaut. Exakte Rhythmen (Biochronologie) steuern die Tätigkeit der verschiedensten Organe. Alles ist im gesunden Körper perfekt aufeinander abgestimmt. In der Biochemie entdeckt man immer komplexere Vorgänge: Vervielfachung der Erbsubstanz, Aktivierung der DNS, Wirksamkeit des Immunsystems, Synthese von Hormonen und Vieles mehr. Diese exakt ablaufenden Rhythmen (Aktivierungs-, Aufbau- und Abbaurhythmen, Koordination aller Vorgänge) werden nach dem Tod ausschliesslich zu chaotischen Abbauvorgängen. Der Leichnam verwest, da die organisierende, in Rhythmen lebende Kraft fehlt. Diese Kraft ist eine übermaterielle Zeitdynamik, die den materieerfüllten Raum – den physischen Leib – organisiert. In diesem belebten Leib werden auch Handlungsmuster, Emotions- und Gedankenstrukturen aktiv, die unser „automatisch“ ablaufendes Seelenleben ermöglichen. Global gesagt können wir uns auf eine weisheitsvolle, komplexe Vergangenheitsstruktur stützen, die ohne unser Zutun funktioniert. Diese Vergangenheitsstruktur besitzt drei Bewusstseinsebenen: der leblose, physische Leib ein tiefes Schlaf- oder Mineralbewusstsein, der lebende Leib ein Schlaf- oder Pflanzenbewusstsein und der von einem seelischen Leben erfüllte Leib ein Traum- oder Säugetierbewusstsein. Alle drei Bewusstseinszustände sind von automatisierten Vergangenheitsstrukturen – Hirnstrukturen und damit verbundenen Zeitstrukturen mit Handlungs-, Emotions- und Gedankenmustern – geprägt. Alles läuft nach weisheitsvollen Mustern, die in der Vergangenheit geprägt wurden, ab. Diese differenzierte, weisheitsvolle Struktur entspricht dem göttlichen Autopiloten, der die Grundlage unseres menschlichen Lebens auf der Erde erst ermöglicht. Im Autopiloten finden wir das Bewusstsein des schwarzen, grauen, roten und grünen Huts. Das Bewusstsein des schwarzen und grauen Huts ist tief unterbewusst, vom roten Hut haben wir ein Traumbewusstsein und vom grünen unser so genanntes naives Alltagsbewusstsein. Das Grünhutbewusstsein ist das menschliche Selbstbewusstsein, das sich ausschliesslich auf seine Hirnstrukturen stützt. Im Schlaf oder bei Hirnverletzungen ist es nicht mehr vorhanden. Mit ihm kann man sich die echte menschliche Freiheit nicht vorstellen, da es Handlungs-, Emotions- und Gedankenmuster erlebt, die im Gehirn ihren Sitz haben und automatisch ablaufen.Mit diesem Bewusstsein wurden die meisten naturwissenschaftlich, materialistischen Forschungen gemacht. Folgerichtig zeigen sie den Menschen als human animal, der nur die Illusion von Freiheit und Menschlichkeit erleben kann.

Wo finden wir den menschlichen Piloten? Der Kern des individuellen Menschen als „human human“ lebt im Gegenwartsfeld. Erst wenn er in die Vergangenheitsstrukturen des Autopiloten eingreifen kann, wird der echte irdische Mensch sicht- und erlebbar. Mit dem gelben Hut – mit dem Delta Bewusstsein – können wir unseren Kern erleben. Wir befinden uns mit dem Delta Bewusstsein nun am Übergang vom Vergangenheitsfeld zum Gegenwartsfeld. Mit andern Worten können wir nun die Abläufe des grauen, roten und grünen Huts aus der Perspektive der Gegenwart beobachten. Wir haben eine Distanz geschaffen, sodass wir nicht mehr blind dem Automatismus ausgeliefert sind und uns mit ihm identifizieren,. Wir beobachten nun die im Autopiloten ablaufenden Handlungs-, Emotions- und Gedankenmuster aus dem gegenwärtigen Delta Bewusstsein. Den inneren Beweis, dass wir nicht einer hirnerzeugten Illusion des Autopiloten ausgeliefert sind, erleben wir jeden Moment. Denn das Delta Bewusstsein verwandelt sich sofort ins Alltagsbewusstsein, wenn wir nicht innerlich aktiv sind. Der Garant, dass unser Delta Bewusstsein existiert, sind wir durch unsere eigene Aktivität selbst. Da niemand zu dieser inneren Aktivität weder von aussen noch von innen gezwungen werden kann, ist diese Bewusstsein schaffende Aktivität einzig und allein meine Aktivität. Mein individueller Kern – mein Delta – muss sie wollen. Nun entsteht durch meine innere Arbeit die erste Stufe des echt menschlichen Bewusstseins. Das Bewusstsein unter dem gelben Hut: das Bewusstsein vom Bewusstsein. Zusätzlich braucht es die erst heute ins Blickfeld der Neurologen gelangenden Zentren im Frontallappenbereich, die Spiegelzellen und Nervenzentren die sich im Herz- und Darmbereich befinden. Da wir uns im Delta Bewusstsein an der Grenze des Physischen zum Geistigen aufhalten, sind wir am Übergang, wo auch Bewusstsein ohne physisches Gehirn vorhanden ist. Das rein geistige Bewusstsein bezeichne ich mit dem weissen Hut. Es ist im Gegenwartsfeld vorhanden.

Wir können selbst das Eingreifen des Piloten – des Deltas – im Autopiloten bewusst erleben, wenn wir unsere Strukturen nicht nur beobachten, sonder in ihren vorbestimmten Ablauf aktiv eingreifen. Dies geschieht zum Beispiel, wenn wir in unseren eigenen oder fremden Strukturen Ärger oder Hass sehen und uns gegen den Automatismus unserer Struktur liebevoll dem Andern zuwenden.

Was geschieht jedoch mit dem Autopiloten, wenn unser Bewusstsein unter das Niveau des Alltagsbewusstseins sinkt? Die Antwort folgt im nächsten Beitrag.