Das Leben als Naturvorgang
Im Leben gibt es viele Aufgaben auf der Erde. Gewisse Menschen finden das Leben als ein Müssen, dem man nicht entweichen kann. Nur der Tod setzt diesem Zwang ein Ende.
Der Mensch muss auf der Erde sich ernähren, muss wohnen usw. Er fühlt sich, wenn er sich die Welt mit einem materialistischen, geistlosen Weltbild erklärt, als unbedeutender Teil in einem unüberschaubaren gossen Weltgetriebe. Es wird ihm „eingehämmert“, er sei ein Zufallsprodukt in einem unendlich grossen Weltall. Es wird auch gesagt, der Mensch sei ein subjektiver, lebender Roboter, der ein Programm (Vererbung und Erziehung) in sich habe, das sein Leben steuere.
Es gäbe nur den Zufall und äussere Faktoren, die den Menschen bestimmten.
Das Leben auf der Erde als Entwicklungsmöglichkeit seines individuellen Geistes
Es gibt aber auch immer mehr Menschen, die ahnen oder wissen, dass jedem Menschen vom Leben die Aufgaben gestellt werden, die er nötig hat.
Mit dieser Grundstimmung anerkennt man, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes und das Leben auf der Erde sinnvoll ist.
Das Schicksal eines Menschen ist kein Zufall, sondern eine Chance, zu seinem geistigen Ich-Wesen im lebendigen Körper auf der Erde zu kommen.
Das Leben bietet die Möglichkeit aufzuwachen. Der Mensch kann dann feststellen, dass er ein aktives, intrinsisch motiviertes¹ Ich-Wesen ist.
Ebenso kann er aber bemerken, dass in ihm auch sein Ego bestimmen kann. Immer wenn sein Bewusstsein absinkt, wird er innerlich passiv und lässt sich mit dem Strom treiben. Seine Antriebe sind zum Beispiel Macht, Geld, Stellung, Mode, Parteimeinungen usw. Mit diesen Antrieben verhält er sich meistens unmenschlich.
Er ist, wenn er sein Bewusstsein steigert (aufwacht) oder wenn er sich selber bestimmt, auch menschlich.
Diese Mischung aus Ego und Ich ist der normale Mensch.
¹ Das menschliche Ich-Wesen ist ein von Innen motiviertes oder sich seine Ziele selber setzendes geistiges Wesen, das im Körper als sichtbarer Mensch leben kann. Deshalb ist seine Bestimmung, ein freies Menschen-Wesen auf der Erde zu werden.
Wiedergeburt und Schicksal
Bei einer lang wirkenden inneren, bewussten Ich-Aktivität erlebt der Mensch auch sein Schmerzen verursachendes Schicksal als gut für seine Entwicklung.
Er fragt sich aber mit Recht, wie er sein Schicksal auflösen und sein Leiden verkürzen kann.
Bei der Betrachtung seines Lebens stellt der Mensch sehr schnell fest, dass er Einfluss auf sein Schicksal hat. Ihm wird aber auch klar, dass er in einem Leben nicht alles bei vollem Bewusstsein oder mit seinem bewussten Ich-Wesen erledigen kann.
Diese Tatsache muss der Mensch in seiner sehr langen Entwicklung akzeptieren. Er kann aber erst mitbestimmen und sein Schicksal in die Hand nehmen, wenn er mit seinem Bewusstsein aufwacht.
Die vielen Leben auf der Erde ermöglichen ihm das Aufwachen und der Schmied seines eigenen Schicksals zu werden.
Der Mensch wird auf der Erde wiedergeboren.
Ihm können auch andere Menschen und göttliche Wesen zu menschenwürdigen Inkarnationen oder Geburten helfen, aber er muss in Freiheit seinen Weg gehen und seine Aufgabe sich selbst geben.
Seine Aufgabe kann nur der individuelle Mensch selbst bestimmen, wenn er sein Bewusstsein verbreitert und vertieft hat.
Welche Hilfen dem Mensch dazu gegeben wurden, sollen die nächsten Blogbeiträge thematisieren.
