Das materielle Gehirn als Werkzeug für den geistigen Ich-Menschen

Die körperunabhängige Wahrnehmung

Wie wir im letzen Blogbeitrag gelesen haben, hat der Mensch erst ohne Sinnesorgane[1] – mit geistigen Sinnen – eine vom Körper (auch vom Hirn und den Sinnesorganen) unabhängige, höhere, geistige Wahrnehmung. Dazu braucht er alles, was materiell ist, nicht mehr, da er ein geistiges individuelles Wesen ist.

Der Mensch ist ein individuelles geistiges Wesen in einer geistigen Welt. Er kann auch in einem Körper auf der Erde leben, muss aber nicht von ihm beeinflusst werden.

Um die höhere Wahrnehmung zu verstehen, muss zuerst die Wahrnehmung mit den geistig körperlichen Sinnen als Sinneswahrnehmung begriffen werden.

Die geistig körperliche Wahrnehmung

Die geistig körperliche Wahrnehmung wird mit den Sinnesorganen des Individualkörpers auf der wahrnehmbaren, aber mit den Augen nicht sichtbaren physischen Welt gemacht. Der Mensch vollzieht mit diesen Sinnesorganen[2] Wahrnehmungen vom fremden Ich, von Gedanken, Gefühlen und Willensimpulsen des Anderen und erlebt die Geräusche der Sprache als gedanklich verstehbare Laute[3].

Die unsichtbaren Sinnesorgane des Individualkörpers – die Spiegelneuronen – wurden erst 1992 entdeckt.

Das aufmerksame Gehirn oder der Frontallappen wird vom Menschen als entsprechendes Gehirnteil zu den Spiegelneuronen eingesetzt, um Wahrnehmungen im Unsichtbaren der physischen Welt zu machen.

Es ist dazu aber immer eine innere Eigen-Aktivität mit Aufmerksamkeit nötig, um diese Wahrnehmungen zu machen.

Der Mensch kann durch diese aufmerksame Aktivität seines Ich-Wesens sicher sein, dass sich sein Ego nicht einmischt und die Sinneswahrnehmung verfälscht. Denn passive Wahrnehmung des Ego oder nur des Körpers ohne individuellen Geist kann uns täuschen.

Mit Aufmerksamkeit lebt der Mensch im Jetzt.

Empathie

Das Ego nimmt nur träumend wahr, deshalb kann nur gefühlsmässig etwas gespürt werden.

Diese dumpfe Ich-Aktivität oder Ego-Passivitätt wird als Empathie bezeichnet.

Aufmerksame unsichtbare Sinneswahrnehmungen

Mit seinem wachen und aufmerksamen Ich kann der Mensch auch unsichtbare, unverfälschte Sinneswahrnehmungen im sinnlichen Bereich mit Hilfe der Spiegelzellen auf der physischen Welt machen.

Die Spiegelzellen oder Neuronen sind Sinnesorgane für diese Wahrnehmungen, bei denen Raum und Zeit keine Rolle mehr spielen und der feste Körper kein Hindernis mehr ist. Mit ihnen kann der Mensch auch im Anderen sein und direkt z. B. seine Gefühle wahrnehmen.

Ebenfalls kann Gott durch ihn im Sinne des individuellen göttlichen Menschen auf der Erde wirken.

Der Mensch kann die Gedanken, Gefühle und Willensimpulse im Anderen direkt mit den Sinnesorganen des Individualkörpers wahrnehmen.

[1] Keine geistigen Sinnesorgane des Individualkörpers
[2] Die damals materiell noch nicht fassbaren Sinne des Individualkörpers wurden schon vor ca. 100 Jahren von Rudolf Steiner gefunden und mit Ichsinn, Gedankensinn und Wortsinn bezeichnet. Es fehlten noch die Entdeckung der Spiegelzellen und tiefere Erkenntnisse und Forschungen der Neurowissenschaftler. So wurde das aufmerksame Gehirn im Frontallappen erst vor Jahrzehnten gefunden, die Spiegelneuronen 1992.
[3] Die Tiere tauschen auch Informationen mit Körperbewegungen und/oder Geräuschen untereinander aus. Es ist jedoch nicht eine gedankenklare Sprache, die sehr viel über das innere, individuelle Wesen des anderen Individuums etwas aussagt.

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