Einleitend zuerst eine kurze Zusammenfassung:
Vor Ostern
(vergleiche auch Blog-Beitrag Die Halbe Welt: Nur Materie)
Vor Ostern haben wir die vergangenheitsorientierte geistige Welt auf der Erde bis in die momentane Gegenwart kennen gelernt.
Im Gegensatz dazu spricht man im Materialismus von den
elektromagnetischen Feldern und der Materie.
Den echten Geist gibt es nicht.
Die lebendige, geistige Zeit fliesst aus der Vergangenheit auf dem Zahlenstrahl von links nach rechts und verläuft individuell:
Dies entspricht dem qualitativen Aspekt der Zeit.
Die tote, materialistisch-wissenschaftliche Zeit fliesst ebenso von links nach rechts, sie verläuft jedoch mathematisch exakt:
Dies entspricht dem quantitativen Aspekt der Zeit.
Nach Ostern
Nach Ostern lernen wir Folgendes kennen:
– die ewige Gegenwart des Geistes
– die geistig seelische Zukunft
Die geistig seelische Zukunft fliesst auf dem Zahlenstrahl der Zeit von rechts nach links:
Eine Zeitumkehr ist geschehen!
Der Materialismus hingegen negiert die geistig seelische Zukunft:
Eine offene, statistisch nicht vorhersehbare Zukunft gibt es nicht.
Die Zukunft wird auf dem Zeitstrahl nur als extrapolierte Vergangenheit gesehen.
Eine Zeitumkehr geschieht nicht!
Die Wissenschaft vom Geist
Nicht manipuliert denken kann der Mensch auf der Erde, wenn er seine Seele läutert.
Durch die bewusste Überwindung des Abgrunds zwischen Materie & Geist und der Reinigung der Seele wird der Mensch zum Wissenschaftler vom Geist.
In hellwachem Bewusstsein, also unabhängig von der Materie und ihren elektromagnetischen Feldern, ist es möglich den Geist exakt wissenschaftlich zu erforschen.
Das Denken in der wissenschaftlichen Erforschung des Geistes ist ein Denken, das gleichzeitig auch ein Fühlen und Wollen ist.
In der Wissenschaft vom Geist ist das Denken von
geläuterten Gefühlen (keine Emotionen) und
vom gereinigten Willen (keine blinde Motorik) durchdrungen.
Durch die wissenschaftlich erlangten Erkenntnisse des Geistes wird gelebt, was die Lebenskraft des Menschen und der Erde unterstützt.
Durch die hellbewusste Forschung wird offensichtlich, welche Theorien dem Menschen und der Erde in der Praxis schaden würden. So wird die Erprobung von gesundheitsschädlichen Ideen überflüssig. Hellwache Gefühle zeigen uns klar, ob eine mögliche Handlung stimmig ist und der ganzen Welt inklusive den Menschen förderlich ist.
Dank unserem hellwachen Willen setzen wir nur um,
was wir voll verantworten können.
Jeder Mensch, der sein Bewusstsein hin zu mehr Klarheit schult (siehe auch Grundübung), kann die gefundenen Resultate einer Wissenschaft vom Geist überprüfen. Dadurch vergössert sich sein Vertrauen in die gefundenen Zusammenhänge und Fakten.
Durch die langfristige Anwendung der Grundübung wird man sich die Fähigkeit für die folgenden Eigenschaften selbst erworben haben:
– Klares Denken & Wahrnehmen
– freies Handeln (vom Ego unabhängig und der Situation entsprechend)
– Offenheit
– Positivität
– Gleichmut oder Harmonie im Fühlen
und die Königsdisziplin: Die Verbindung all dieser Eigenschaften im Leben.
So denkst du klar und nimmst ohne Illusionen wahr,
handelst deinen Gedanken & Wahrnehmungen entsprechend,
bist offen, positiv und gleichmütig.
Jetzt bist du ein ganzer, ausgeglichener Mensch.
Beim nicht manipulierten Denken sind die nicht manipulierten Gefühle auch wichtig. Denn sie geben uns ein Feedback, ob die gefundenen Resultate mit der göttlich geistigen Welt übereinstimmen. Auch das nicht manipulierte Wollen ist sehr wichtig. Der Mensch übernimmt die volle Verantwortung über seine Taten und Gedanken. Er realisiert oder macht auf der Erde nichts, ausser was dem Wohle der Menschheit dient. Für ihn sind die Ideale „Freiheit im Denken“, „Gleichheit im Fühlen“ und „Sozialität im Wollen“ permanentes Erlebnis im Geist.
Die Ideale Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen oder auf der Erde handeln sind die Leitlinien einer Wissenschaft vom Geist. Dies kann selbstverständlich auch eine geistige Naturwissenschaft auf der Erde sein.
Die materialistische Wissenschaft
Auch der materialistische Wissenschaftler muss Vertrauen haben, was andere gefunden haben. Durch die wissenschaftliche Methode, die nachvollziebar ist, wird das Vertrauen gesteigert. Fast niemand kann alle Ergebnisse der Physik, Mathematik usw. selber ableiten. Man kann sich aber durch ein akademisches Studium mit den Methoden, die zu diesen Resultaten führen, bekannt machen.
In der materialistischen Naturwissenschaft müssen wir Emotionen fernhalten und unsere Willensimpulse, die zu einer Tat führen können, auch bleiben lassen können. Wichtig ist nur eine neutrale Erkenntnis ohne Gefühl und Wille. Dies führt sehr oft zu einer kalten Erkenntnis, die auf der Erde verwirklicht, die Menschen und die Erde schwer schädigen kann. Denn es gehört nicht zur Aufgabe der Naturwissenschaft, über Geld- und Machtgier zu reden. Es kann deshalb ohne Einfluss anderer Gremien auch verwirklicht werden, was die Macht einer kleinen Anzahl stärkt oder das Geld für Wenige vermehrt.
Es wird nur selten (aber immer häufiger) nach den Idealen Freiheit, Gleichheit und Sozialität als oberste Richtlinie gehandelt.
In der materialistischen, auf Kausalketten beruhenden Wissenschaft muss der Forscher objektiv sei. Seine Emotionen dürfen das Ergebnis nicht beeinflussen.
Wissenschaft vom Geist und Naturwissenschaft
Da in der Wissenschaft vom Geist keine materiellen Experimente wie in der Naturwissenschaft die Richtigkeit der Forschungen beweisen können, sind Resultate noch schwieriger zu erhalten.
Aber das nicht manipulierte Denken bleibt sowohl in der Wissenschaft vom Geist als auch in der Naturwissenschaft die Leitlinie.
Aber, um eine geistige Naturwissenschaft und eine Wissenschaft vom Geist zu erlangen, muss der Mensch bei klarem Bewusstsein aktiv den Abgrund überspringen.
Zusammenfassung
Mechanische, tote Zeit geht gleichmäßig von links nach rechts.
Lebendige Zeit geht unregelmäßig und dreht auch die Richtung. Dies ist geistige Zeit.
Lebendige Zeit kann auch ein Kreuz bilden.
Das geistige Kreuz kann im Menschen nur in Bewegung aufgerichtet werden. Leben ist in Bewegung, nicht erstarrt. Erstarrt ist der Tod.
Wir befinden uns im Lebensstrom der Zeit. Die geistige Zeit kommt aus der Zukunft oder von rechts. Eigentlich von oben aus dem Geist.
Sie fließt nur auf der Erde in unserer Körper-Seele waagerecht nach rechts. In unserer Geist-Seele kommt sie auf uns horizontal zu. Im Geistigen steigt unser Ich von oben herab. Unseren physischen Körper richtet das Ich zuerst unbewusst von unten auf. Im Herzen teffen sich die vier Ströme und bilden unseren Ich-Punkt als Mensch. Unser Ich ist aber auch draussen, im Umkreis oder überall. Es umhüllt unseren Körper.
Deshalb ist der Mensch ein geistig seelisches Wesen und lebt auf der Erde in einem lebenden Körper.
Das physische Kreuz steht auf der Erde in der Gegenwart. Die Zeit steht still, sie kommt von unten in der physischen Welt. In der Materie verfällt das Kreuz mit den Jahren. Es speichert aber noch im Holz die Form des Kreuzes für einige Zeit.
Deshalb ist der Mensch in einem materiellen Körper sterblich. Nur seine Geist-Seele lebt weiter.
Die vier Richtungen des lebendigen Zeitstroms können im Menschen nur dynamisch – in Bewegung – aufgerichtet werden.
Dazu braucht es eine Aktivität des individuellen, hellwachen Ichs.
Ausklang mit Goethe
Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du (Mephisto oder der Teufel) mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn! Faust I
Nur im Augenblick, im Jetzt, in der Gegenwart oder Geistesgegenwart oder ewigen Gegenwart kann der Geist des Menschen auf der Erde wirken.
Der Mensch muss im Jetzt leben, um geistig zu sein.
Wenn er aus dem Jetzt fällt, erinnert er sich nur an den Geist, er besitzt ihn nicht mehr bewusst..
Diese Erinnerung kann schnell erstarren und zum Dogma werden, wenn das Ich nicht mehr mit Bewusstsein im Körper ist.
