Der Rhythmisch-Künstlerische Teil II

Schwerpunkte I im Rhythmischen Teil

Es können vor allem im Rhythmischen Teil die Aufmerksamkeit, die Gefühle, die Stimmungen oder die Bewegungen geschult  werden. Es ist aber noch kein Rhythmisch-Künstlerischer Teil, weil man seine Aufmerksamkeit nur auf den jeweiligen Schwerpunkt legte, aber nicht darauf achtete, ob alles rhythmisch-künstlerisch gestaltet wird.
Schwerpunkt Aufmerksamkeitsschulung: Aufmerksamkeits-Teil; sofortiges gedankendurchdrungenes Reagieren, leben im Jetzt. Kein schnelles Assoziieren nur mit dem Kopf, sondern ganzheitliches Denken.
Schwerpunkt Gefühlsschulung: Gefühls-Teil; Gefühle sich entwickeln lassen, leben in der Gegenwart mit Herz, in der Gefühle möglich sind und die Gedanken nicht zu schnell „geschöpft“ werden. Kein Spüren von Emotionen nur mit dem Kopf, sondern ganzheitliches Fühlen.
Schwerpunkt Stimmungsschulung: Stimmungs-Teil; positive Stimmungen als verwandelte Gefühle immer wieder pflegen, leben mit Herz in der rhythmisierten Zeit z.B. des Jahreslaufs. Kein Vertiefen von Stimmungen nur mit dem Kopf, sondern ganzheitliches Erleben und Erhalten von positiven Stimmungen.

Schwerpunkt Bewegungsschulung: Bewegungs-Teil; Mimik, Gestik, Bewegungen einsetzen, leben mit Herz im Hier und Jetzt, im durch Bewegungen ergriffenen Raum. Kein Einsetzen der Motorik nur mit dem Kopf, sondern ganzheitliches Bewegungen.

Der Rhythmisch-Künstlerische Teil I

Der Rhythmisch-Künstlerische Teil wird am Anfang des Tages, zum Themenwechsel und Zwischendurch eingesetzt. Der Lehrer spricht mit ihm alle Bereiche und Regionen des Kindes an: Das Denken und Wahrnehmen, das Gefühl,  die Stimmungen und die Bewegungen. Die Erinnerungsfähigkeit wird mit ihm gesteigert. Die Beweglichkeit  wird in allen Bereichen optimal verbessert, wenn er künstlerisch gestaltet wird.

 

Rhythmisches Abwechseln:

zwischen aufmerksamen Phasen und automatischen Perioden
zwischen bewusstem gefühlsgesättigtem Denken und Handeln
zwischen gefühlsdurchdrungenem Denken der Geist-Seele und stimmungsgetragenen
Bewegungen des Körpers
zwischen innerer und äusserer Bewegung
zwischen wahrnehmenden Erleben in den Feldern und Durchdringen der
Materie des eigenen Körpers
zwischen haptischen, visuellen und auditiven Sinnen

Da normalerweise nur der materielle Körper bewusst gesehen wird,
werden die oben erwähnten, verschieden schnellen Rhythmen von
aussen nicht bemerkt. Man ist eben immer noch zu stark im Kopf. Es
muss jedoch alles immer mit Herz ausgeführt werden, damit es künstlerisch
gestaltet ist.

 

Zwölfter Teil des optimalen Lernens: Sinnesschulung der Organe des physischen Körpers

Die Sinne des physischen Körpers

Sinne

  • Beim Wahrnehmen setzt der Mensch den Eigenbewegungs-, den Lebens- und den Tast-Sinn ein.
  • Wenn er die Welt mit den Sinnen seines physischen Körpers erlebt, nimmt er in der Gegenwart wahr. Er nimmt den Bewegungszustand seines Körpers, seine Verfassung und die Beschaffenheit seiner Umgebung wahr.

Ganzer Körper

  • Er belebt durch die Bewegung und Ernährung  seinen Körper und prägt seinen Körper positiv.
  • Der Körper braucht eine gute Ernährung, um sich optimal bewegen zu können.
  • Der Mensch gestaltet und strukturiert seinen Körper mit Bewegungen.

Kern

  • Das Wollen als Bewegung ist nur mit Aufmerksamkeit im Jetzt möglich, wenn bewusst eingegriffen werden soll. Sonst wiederholt man alte Bewegungsmuster, die unbewusst eingesetzt werden. Es wird dann von Motorik gesprochen.
  • Wie die Bewegung zu Stande kommt, liegt normalerweise vollkommen im Unbewussten. Die heute gängigen Theorien lassen aber viele Fragen offen.
  • Willensanstrengungen werde mit Aufmerksamkeit  als Kreislinie empfunden, sie sind kreisrund, nicht geschwungen wie Gefühle und nicht geradlinig wie Gedanken. Sie wirken sehr schnell im Jetzt.
  • Der Wille kann sich nur bei einer guten Ernährung und viel Bewegung gesund entwickeln. Das Ziel ist immer eine nachhaltige Wirkung zu erreichen.
  • Bewegungen prägen den Körper und werden in der Seele wahrgenommen. Der Mensch lebt dann im Moment.
  • Die exakte Wahrnehmung der Bewegung ist nur mit Aufmerksamkeit im Jetzt möglich, sonst wird der Mensch zum Spielball von einer Motorik, die unkontrolliert ihren Einfluss ausüben kann. Er verliert seine Freiheit und wird von seinem Körper bestimmt. Ein Beispiel ist ADHS.
  • Wenn ganz bewusst im Jetzt die willentlichen Bewegungen wahrgenommen werden, empfindet sie der Mensch als Kreislinien. Es braucht ja ununterbrochen einen bewussten Willen, um die Linien zu Kreisen zu gestalten.
  • Der Mensch lebt auch bei vollem Bewusstsein im Moment und erlebt die Gegenwart als ein sich immer in die Zukunft verschiebender Punkt. Es gestaltet seine Bewegungen nun bewusst.

 

Gedächtnis

  • Bei der Erinnerung „schaut“ er dann in seine durch  seine Erlebnisse im Raum vertieften Hirnstrukturen und Hirnmuster.
  • Er erinnert sich am besten, wenn er den Raum erlebt.
  • Das Langzeitgedächtnis wird ausgebildet.

 

 

 

Optimales Lernen ist erst möglich, wenn der Mensch mit Freude lernen will und kann. Er muss die Freiheit erhalten, sich selber seine Ziele setzen zu können. Es wird dies auch mit intrinsischer Motivation bezeichnet. Wenn der Lehrer die Delta Pädagogik anwendet, wird er nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig bestimmen. Er gestaltet den Lern-Rahmen  für jeden Schüler individuell.