Die Kunst und das Gleichgewicht

Einige Aphorismen zur Einleitung

Nur ein Mensch ist ein Künstler.

Jeder Mensch hat den Keim zum Künstler.

Kunst erweckt Gefühle, peitscht keine Emotionen auf.

Kunst setzt die geistigen Impulse im Körper um.

In der Kunst nimmt man mit allen Sinnesorganen wahr und zeigt den Anderen mit gedanken- und gefühlsgeformten Bewegungen des Körpers – Mimik, Tanz, Malerei, Musik usw. – seine Kunst.

Beim Ausüben der Kunst lebt man in der Gegenwart und ist ganz menschlich.

Man kann durch die Kunst den Menschen und einen nicht vom Egoismus geprägten Zeitgenossen erleben.

Ein Kunstwerk kann den künstlerischen Augenblick festhalten – z.B. eine Figur –, wenn ein Mensch mit künstlerischem Sinn das Kunstwerk in der Gegenwart wahrnimmt.

Kunst zeigt die Schönheit, die durch den Menschen auch die Materie gestalten kann, und nur als Naturschönheit ohne Mitwirkung des Menschen schon da ist.

Kunst ist immer mit Selbstbewusstsein verbunden.

Kunst ist „zwecklos“ und dient keiner egoistischen Absicht – viel Geld zu verdienen, sich selber darzustellen, berühmt zu werden usw.

Kunst entsteht nur durch den Menschen – Tiere haben keine Kunst.

Es gibt z.B. auch Gedankenkunst, pädagogische Kunst und soziale Kunst.

Gedankenkunst kann man als menschliche Philosophie wahrnehmen.

Pädagogische Kunst zeigt sich in kreativen und zufriedenen Menschen.

Soziale Kunst gibt den Impuls, menschliche Gesellschaftsformen zu schaffen und die Erde nachhaltig zu bewirtschaften.

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Maschine und Mensch

Eine Maschine kann  die geistigen Impulse – die Gedanken – direkt im Körper verwirklichen. Es fehlt ihr aber an Menschlichkeit – an Gefühlen. Der menschliche Körper wird so zum Roboter, der z.B. mechanisch, chemisch, durch elektronische Musik oder elektronisch mit dem Computer bewegt wird. Dieser Roboterkörper kann noch von Emotionen „gepeitscht“ werden. Viele Menschen, die passiv sind und dem Egoismus verfallen sind, sind deshalb unmenschlich und werden von aussen „gesteuert“. Die Freiheit existiert nicht, nur der Zwang der Maschine, die von egoistischen Menschen programmiert wurde, ist bestimmend.

Mensch und Kunst

Ein Mensch, der echt künstlerisch tätig ist, ist ganz Mensch. Er spielt mit den Polen der Strukturbildung und ihrer Auflösung. Er hält die dynamische Mitte zwischen Denken und Wollen, indem er echte Gefühle zeigt.

Wenn man dies mit vollem Bewusstsein, also mit Aktivität ausführt, ist man im Gleichgewicht.

Ein Künstler oder ein Mensch, der sich künstlerisch betätigt, wird immer ausgeglichener, sonst nähert er sich seinem Ziel nicht, sondern pflegt seinen Egoismus. Dieser kann sich als das Geniessen seiner immer besseren Technik, seine Selbstdarstellung und vieles andere mehr zeigen.

Der Mensch ergreift mit der Kunst sich selbst und ist selber der Grund seines Denkens, Fühlens und Wollens. Das Wollen kann sich in menschlichen Handlungen zeigen. Er kann in Freiheit immerwährend das Gleichgewicht zwischen Denken und Wollen durch sein Fühlen herstellen.

Man muss ganz präsent werden, im „Jetzt“ leben und gegenwärtig sein. Nur wenn man geistesgegenwärtig ist, kann man das Gleichgewicht unter den verschiedenen Haltungen dynamisch herstellen.

Denn das Gleichgewicht ist nie ein Zustand, um diese Eigenschaft muss fortwährend gerungen werden. Diese Anstrengung ist immer eine Aktivität des Deltas oder Ichs. Es ist  etwas Dynamisches.

Vorbilder im Gleichgewicht werden in den Religionen beschrieben. Im Leben von Jesus Christus, Buddha usw. ist das Gleichgewicht eine sehr wichtige Eigenschaft.

Das Individuum und die Kunst

Die 6 Übungen, von denen ich „ im neuen Führungsstil“ geschrieben habe, die 4 Leitsätze, die schon oft besprochen wurden und die Übungsblöcke zum Individual-, Seelen-, Zeit- oder Energie- und Raumkörper, die Inhalt der Blogbeiträge waren,  sind alles Vorgänge, die den Körper im Raum ergreifen helfen.

Wenn mehr die unsichtbaren Glieder des Körpers (Energie-, Seelen- und Individualkörper) im Zentrum stehen, werden auch die mikroskopisch kleinen Muster im Hirn so gebildet, dass man sie z.B. unter dem Elektronenmikroskop interpretieren kann.

Alle Übungen betreffen jedoch immer den ganzen Körper. Man darf auch die Bildung der Strukturen in den Feldkörpern, die zum elektromagnetischen Feld des Menschen gehören, nicht vergessen. Alle Muster und Strukturen sind vererbbar, auch die unsichtbaren, die den Charakter prägen. Hirnmuster eines beweglich denkenden, frei handelnden, offenen, positiven und gleichmütigen Menschen sind anders als eines in starren, alten Denkmustern verfallenen, von diesen in seinen unfreien Handlungen gesteuerten, engen, negativen und schwankenden Menschen. Jedes Muster und jede Struktur kann durch eigene Aktivität umgebildet werden. Es ist also nie zu spät etwas zu lernen und seine Charaktereigenschaften so zu verändern, dass wir mit ihnen zufrieden sind. Es gilt nicht: “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ Vielmehr ist gültig, was André  Stern sagte: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans im Glück!“

Weil man so oder so ist, kann der Körper, der von unterschiedlichsten Kräften durchsetzt ist, dominieren oder man kann seinen Kern erleben und die oben erwähnten Übungen zum guten Ergreifen des Körpers (Individual-, Seelen-, Zeit- und Raumkörper) machen.

Da jeder menschliche Körper von seinem Energiekörper nach künstlerischen Grundsätzen aufgebaut wird und das menschliche Leben nur als individuelles Gesamtkunstwerk erklärt werden kann, ist die künstlerische Betätigung die Methode, mit der auf alle Menschen eingegangen werden kann. Unter künstlerischer Betätigung ist auch Kunst aktiv Geniessen gemeint wie z.B.ein Bild aktiv anschauen, ein Musikstück mit innerem Engagement hören, eine Plastik mit den Augen willentlich „abtasten“ … .

Jeder Mensch muss ja seinen eigenen Weg gehen, um ein ganzer Mensch zu werden. So können alle Übungen nicht nur roboterhaft-aufmerksam, sondern als Mensch mit seinen beweglichen Gedanken und seinem Gefühl durchgeführt werden.

Sinneswahrnehmung

Einerseits kann man sich auf seinen Körper mit seinen 12 Sinnen konzentrieren und die Welt nur mit ihnen wahrnehmen.

Die Beschreibung der Welt mit den Sinnen ist die Aufgabe des Naturwissenschaftlers. Er hat heute auch die immer genaueren technischen Apparate zur Verfügung.

Die Ergebnisse, die man durch die Technik erhält sind faszinierend. Man kann heute in der „Röhre“ den menschlichen Körper genau auf dem Bildschirm mit vielen Schnitten darstellen. Ob man denkt und fühlt zeigt sich in der Hirnaktivität. Diese kann man relativ leicht nachweisen. Aber es können sogar Gedanken- und Gefühlsstrukturen gebraucht werden, um zu wissen, was ein Mensch gedacht und gefühlt hat. Technisch kann man z.B. viele Sinnesorgane ersetzen und dem Menschen helfen. Dem Missbrauch der Technik zur Überwachung und Zerstörung der Menschen ist aber auch Tür und Tor geöffnet.

Mit den Willens- oder Körpersinnen (Tast-, Lebens-, Eigenbewegungs- und Gleichgewichtssinn) kann man die Natur nur als wägbare, messbare und zählbare Atome im Raum wahrnehmen.

Mit diesen Methoden kann man den Geist nicht sehen und bestimmt die Quantitäten der Natur. Für die Bestimmung der Qualitäten braucht es andere Sinne und Methoden.

Mit den Gefühls- oder Seelensinnen (Geruchs-, Geschmacks-, Seh- und Wärmesinn) nimmt man auch die Qualitäten der Natur wie Geruch, Geschmack, Farbe und Wärmezustand wahr.

Man reduziert jedoch in der heutigen Wissenschaft die Qualitäten auf die elektromagnetischen Felder und mikroskopisch kleinen Muster –  nur auf ihre Quantitäten -. In diesen Quantitäten sind die Qualitäten des Geruchs  und Geschmacks nur Atome, Moleküle oder Feldstrukturen, der Farben nur elektromagnetische Wellen, der Wärme nur Energiezustände, die man mit elektromagnetischen Wellen angeben kann (Spektrometer).

In den Kunsttherapien werden die Qualitäten mit den Seelensinnen so wahrgenommen, dass mit regelmässiger Übung der Gesundheitszustand des Menschen verbessert werden kann. Es braucht also den Kunstsinn, um die Gesundheit wiederherzustellen.

Mit den Gedanken- oder Geistsinnen (Gehör-, Wort-, Empathie oder Gedanken- und Delta-  oder Ichsinn) nimmt man die Wirksamkeit von unsichtbaren Individuen in der Natur wahr.

Für uns ist das wichtigste und nächste Individuum der einzelne Mensch.

In der heutigen Wissenschaft reduziert man auch diese Wahrnehmungen auf den individuellen Körper (individueller, einzigartiger Fingerabdruck, Gang, Iris usw. beim Menschen), das Hören, die Sprache, die Empathie und das Denken. Das Hirn – auch als Denkorgan – wird immer besser erforscht. Man weiss immer mehr, dass das Hirn für die Gefühle und Bewegungen nötig ist. Durch die nachweisbare Existenz der elektromagnetischen Felder ist der Mensch auch körperlich im Anderen. Denn der Körper ist für Felder keine Grenze mehr.  Die Entdeckungen der Spiegelzellen im Gehirn beweisen dies. Deshalb spricht man heute von Empathie, die wissenschaftlich bewiesen werden kann.

Das Problem, das sich heute den aufmerksamen Wissenschaftlern stellen kann, ist die Frage, ob das Gehirn fühlt, die Bewegungen verursacht oder nur ein Wahrnehmungsorgan für die Gefühle und Bewegungen ist. Die Ergebnisse der Hirnforschungen (Depressionen, Lähmungen usw.) zeigen, dass andere Erklärungen nötig sind, um das Gefühl und die Bewegung zu erklären. Man kann jedoch auch die Depressionen und Lähmungen mit einer heute gängigen Theorie begründen, was meistens geschieht.

Meditation

Andererseits kann man im Gegensatz zu der Sinneswahrnehmung durch Meditationen seinen Kern immer genauer erleben.

Man ist mit seinem Willen dann nicht auf der Erde tätig und könnte für die Entwicklung auf der Erde und für die Erde in dieser Zeit genauso gut tot sein, als Mönch in einer Höhle in der Wüste, in einem grossen Wald oder einem Kloster wohnen. In der Meditation erlebt man sein Willenswesen, das fühlt und denkt, aber nicht mit den Sinnesorganen wahrnimmt. Man erlebt sich als individuelles Wesen auch ohne die Hilfe des Körpers.

Wenn man dieses körperfreie Erfahrung  nur einmal erlebte, ist man aus eigenem Erlebnis sicher, dass der Mensch nicht sein sichtbarer Körper und in seinem Kern ewig ist.

Eine Kanone neben dem Meditierenden abgeschossen, würde seine Meditation nicht so stören, dass er sie abbricht, denn er hört, wenn er will, nichts. So könnte man alles, was mit den 12 Sinnen wahrgenommen wird, beschreiben.

Weg der Kunst

Der Weg, der die Meditation im täglichen Leben so möglich macht, dass der Mensch z.B. als Naturwissenschaftler arbeiten kann und seine Ergebnisse als Wirken des individuellen menschlichen Geistes oder Kerns auf der Erde beschreibt, ist nur durch eine künstlerische Lebensgestaltung möglich.

Schiller als Dichter hat diesen Weg mit der Herstellung des Gleichgewichts zwischen dem Form- und Stoffpol durch den Spieltrieb bezeichnet.

Die Ausführung der oben genannten Übungen auf künstlerische Weise lässt einem diesen Weg auch beschreiten.

In der Kunst pendelt man zwischen den Sinneswahrnehmungen und dem unsichtbaren Geist hin und her. Bei der gesunden Atmung, die bei jeder echten Kunst gebraucht wird, muss man immer mit Gefühl  rhythmisch tief Atem holen. Die Kunst braucht immer Strukturen, die der Mensch im richtigen Moment wieder auflösen und durch andere ersetzen kann.

Kunst

Wie schon Schiller als Künstler in seinen Briefen „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ schrieb, ist der Mensch nur ganz Mensch, wenn er spielt.

  • Er widerspricht auch Kant, dass Schönheit und Geschmack subjektiv sind. Seiner Meinung nach kann  der Mensch nur durch Schönheit und Kunst zur Freiheit gelangen.
  • Vom Spiel als kindliche Tätigkeit ohne Nutzen und der Subjektivität der Sinneswahrnehmungen sind die meisten heute noch überzeugt, obwohl die Hirnforschungen und die Sinneserkenntnisse zeigen könnten, dass diese Meinung falsch ist.
  • Auch der Begriff der Freiheit wird heute unterschiedlich interpretiert.

Beschreitet man den Weg der Übungen, kann man aus eigener Erfahrung sich der Lösung der oben gestellten Fragen, welche die Menschheit immer beschäftigten und mit noch keiner eindeutigen Lösung beantwortet wurden,  nähern.

In der Kunst ergreifen wir unseren Körper so, dass  unser Geist (Spiritualismus) und unser Körper  (Materialismus) von uns im Gleichgewicht gehalten werden.

Wir sind weder ein abgehobener „Schöngeist“ noch ein menschlicher Roboter. Wir erleben in unserem Körper die Qualitäten, die sich auch immer besser als Quantitäten (elektromagnetische Felder, mikroskopisch kleine Muster) bestimmen lassen.

Unsere Aufmerksamkeit ermöglicht, dass wir „das Kind nicht mit dem Bad ausschütten“ und als Materialist behaupten, es gäbe den individuellen Geist ohne Hirn  nicht.

Die Materie kann mit unseren Sinnen wahrgenommen werden. Sie ist ebensowenig eine Illusion wie wir eine sind. Man kann wissenschaftlich beweisen, dass  sich elektromagnetische Felder auch als Materie zeigen können. Der Spiritualist, der glaubt, alles sei Geist und die Materie der sinnlichen Welt eine Illusion, kennt nur eine Teilwahrheit, indem er nur den Geist postuliert. Er ist sich aber nicht bewusst, dass der Geist sich auch als Materie zeigen kann.

Als Mensch kann man wahrnehmen, denken, fühlen und wollen.

Die Kunst gibt allem die Menschlichkeit.

Wir sind nicht nur aufmerksame Roboter und bewegen uns mechanisch, sondern wir bewegen uns harmonisch. Dies kann man auch von allen anderen menschlichen Tätigkeiten sagen. Unter Tätigkeiten werden auch das unsichtbare Denken und Fühlen einbezogen.

Dadurch können wir uns in Freiheit selber weiterentwickeln.

Beispiele zur Kunst

Bsp. Kunsttherapie

Bsp. Kunst als Mittel Schüler, die durch die Schule und Gesellschaft demotiviert wurden und sich nicht mehr in die Leistungsgesellschaft einordnen wollen, anzusprechen.

Bsp. Kunst bei J.S. Bach, Monet, Rodin usw.

Bsp. Viele Kreative werden Künstler wie André Stern usw.

 

Wenn der künstlerische Sinn alles durchdringt, leben wir in Freiheit, beachten Regeln und menschliche Abmachungen, passen veraltete Gesetze den neuen Lebensumständen an: Kurz gesagt sind wir kreative Menschen und gehen „spielerisch“ im Sinne von Schiller mit dem Leben um.

Dann können wir mit Recht neben den bekannten Künsten auch von Gedankenkunst, sozialer Kunst und pädagogischer Kunst sprechen, um nur einige zu erwähnen.

Um den Unterricht künstlerisch zu durchdringen, genügt es nicht, aufmerksam zu sein, alle Sinne und die Bewegung einzusetzen, sondern man muss zwischen den Strukturen und ihrer Auflösung im Sinne Schillers spielen. Man muss künstlerisch vorgehen.

 

 

Der neue Führungsstil

 Heute ist ein neuer Führungsstil auch in der Schule nötig, wenn man die Menschen nicht als Maschine (Human Resource), sondern als motivierten Mitarbeiter anschaut.

Der Manager braucht viel Selbsterkenntnis und damit auch Menschenkenntnis. Diese kann er mit elektronischen oder konventionellen Medien, mit Coaches  und aus dem Leben lernen. Wichtig ist, dass er  seine Erkenntnisse nicht nur weiss, sondern mit seinen Handlungen auch entsprechend umsetzen kann.

Dazu ist es nötig, dass er sein Bewusstsein steigert und in der Gegenwart leben kann. Man nennt diese Eigenschaft häufig: aufmerksam und präsent  sein.

Um immer aufmerksamer zu sein, muss man folgende Haltungen bewusst schulen:

  1. Das Denken

Das Denken muss immer beweglicher und kreativer werden. Man muss sich bewusst werden, dass man vom Denkinhalt und vom Denkakt sprechen kann.

Der Denkinhalt – nicht die Assoziationen oder die Phantasie – kann von allen Menschen auch gedacht werden. Wir finden durch ihn, wenn nicht der Egoismus in seinen vielen Formen dominiert, Übereinstimmung. Bei ungelösten Fragen müssen wir einer Autorität, die wir akzeptieren können, glauben,  bis wir das Problem eigenständig gelöst haben.

 

Der Denkakt ist die urmenschliche Tätigkeit schlechthin. Er erfolgt absichtlich und mit Bewusstsein. Der Denkakt ist immer aktiv, mit Gefühlen und Willensimpulsen durchdrungen. Deshalb kann er sich auch in einer gezielten Handlung zeigen.

Der Einsatz von Computern, um Wissen oder Daten abzufragen, ist kein menschlicher Denkakt, sondern dass auf einem Bildschirm die Anzeige eines „Datenfriedhofs“ erscheint. Man muss mit seinem Denken und Fühlen  die Daten ordnen, beurteilen, begreifen usw.

 

Jeder Mensch kann aktiv den Denkakt vollziehen. Mit nicht ganz wachem Bewusstsein wird dann vom Denken gesprochen, bei dem man im  Denken nur auf den Inhalt schaut. Ebenfalls glaubt man häufig, dass das objektive Denken kalt und ohne Gefühle ist. Dabei handelt nur ein Mensch nachhaltig und gesundheitsfördernd für alle Menschen und die ganze Erde, der die Objektivität in seinem Denken und Fühlen anstrebt.

 

Im Team findet man oft eine bessere Lösung. Es ersetzt aber das eigenständige Denken nicht. Im Team kann man  durch Nachdenken oft eine bessere Lösung finden, weil verschiedene Menschen mit unterschiedlicher Lebenserfahrung sich um die beste Variante kümmern und sich gegenseitig inspirieren.

 

2. Das Handeln

Die Handlungen sollten immer auf Grund des beweglichen Denkens erfolgen. Intuitiv automatische Handlungen sollten den Grundsätzen folgen, die dem beweglichen Denken entsprechen. Das Ziel ist, dass man nicht manipuliert wird und seine Taten nicht wegen dem Lohn, dem Ruhm, dem Ehrgeiz usw. begeht. Hat man etwas angeordnet, das  im Nachhinein ungünstig oder sogar falsch war, gibt man den Fehler zu und korrigiert seine Anweisungen.

 

Nicht der Zwang sondern die Freiheit sollten gefördert werden.

 

Die Teamarbeit bündelt die Willenskraft verschiedener Menschen. Durch die gemeinsame Anstrengung erreicht man viel mehr, als ein einzelner zu Stande bringt. Deshalb ist Teamarbeit, die auf verschiedensten Erkenntnissen und Erfahrungen der Einzelnen beruht, viel wirkungsvoller. Denn man kann sich im Team mit anderen Menschen vernetzen.

Jeder nähert sich auf andere Weise der Lösung, die in dieser Situation am besten passt. Nicht blindes Handeln einer Gruppe, sondern gemeinsames Handeln von eigenständigen Menschen oder Individualitäten ist gefragt.

Damit man in diesem Sinne als Einzelner oder als Team handeln kann, müssen immer Offenheit, Positivität und Gleichmut geübt werden bis sie zu  unserer Haltung gehören und verinnerlicht  sind. Sie sind unsichtbare, seelische Eigenschaften, die aber einen grossen Einfluss auf die sichtbaren Taten ausüben.

 

3. Offenheit

Man soll alle Lebenssituationen offen anschauen. Nicht die Beurteilung auf Grund von alten Lebensmustern ist gefragt, sondern ein neues, kreatives  Einschätzen der Lage.

 

4. Positivität

Man soll das Negative sehen und korrigieren. Aber in jeder Situation kann man auch etwas Positives bemerken. Deshalb lässt man seine Stimmung nicht vom Negativen herunterreissen, sondern folgt den positiven Impulsen.Gleichmut

Man muss sich und seine Gefühle im Griff haben. Was man für alle fördernd erkannt hat führt man auch gegen Widerstände durch. Man wird nicht gefühlslos, aber lässt sich nicht nur von seinen Gefühlen bestimmen. Man lässt deshalb nicht zu, dass die Wogen der aus der Seele aufsteigenden  Emotionen seine Handlungen bestimmen.

 

5. Gleichmut

Man muss sich und seine Gefühle im Griff haben. Was man für alle fördernd erkannt hat führt man auch gegen Widerstände durch. Man wird nicht gefühlslos, aber lässt sich nicht nur von seinen Gefühlen bestimmen. Man lässt deshalb nicht zu, dass die Wogen der aus der Seele aufsteigenden  Emotionen seine Handlungen bestimmen.

 

 6.       Gleichgewicht

Mit grosser Aufmerksamkeit und Präsenz achtet man immer darauf, dass diese fünf Grundhaltungen im Gleichgewicht bleiben. Dies ist nur einem erwachsenen   individuellem Menschen möglich, weil er sein  Delta oder Ich bewusst selbst schulen kann. Er ist zur Selbstentwicklung fähig.

 

Diese Grundsätze sind in allen Strukturen und Betrieben des Geisteslebens (Wissenschaft, Unterricht, Kunst, Religion), des Rechts-Staates und der Wirtschaft nötig, wenn man die Freiheit, die Gleichheit und die Sozialität der Menschen verwirklichen will.

Viele Menschen glauben den  Autoritäten aus Wissenschaft oder Religion usw. nicht mehr. Sie wollen alles zuerst selbst begreifen, bevor sie etwas ausführen. Die oben besprochenen Grundhaltungen fördern diese moderne Einstellung.

Man muss aber aufpassen, dass man nicht in die Passivität abgleitet und nur noch ein guter Konsument, ein Rassist, Sektierer usw. wird. Dann ist man Zwängen ausgesetzt, statt in Freiheit sich selbst zu bestimmen.

 

Schule

Speziell in der Schule, in der Minderjährige unterrichtet werden, gelten diese Grundsätze für die erwachsenen Lehrer und Betreuer auch.

Von den Kindern kann man aber viel in Sachen bewegliches, kreatives Denken, Offenheit, und Positivität lernen. Nicht umsonst sagte schon Jesus Christus: „Werdet wie die Kinder!“

Deshalb muss man die SchülerInnen viel mehr in die Schule einbeziehen. Schule ist nicht mehr eine Lerninstitution- und Disziplinierungsanstalt, in der Kinder zu brauchbaren Menschen für die Gesellschaft geformt werden. Die Lehrperson ist nicht mehr „Paukerin“ und „Dresseurin“, sondern Begleiterin und Förderin.

Die Schule muss die Kreativität und das Lernpotenzial der Kinder nicht unterdrücken, sondern fördern. Wir müssen in jedem Kind einen individuellen Menschen sehen, der in Freiheit leben, in jedem Menschen ein ihm gleichartiges Wesen sehen und in der Welt sozial und nachhaltig wirken will.

Dazu müssen die Lehrpersonen auch Begleiter (Coaches) werden. Das Kind darf aber nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden. Man darf nicht alles von den Kindern erwarten. Im Denken, Fühlen und Handeln müssen die erwachsenen Lehrer Vorbilder ihrer Schüler sein. Sie müssen den Rahmen des Verhaltens, ihre Methoden und den Unterrichtsstoff festlegen und konsequent im Durchsetzen der von ihnen erkannten Ziele sein. Leider sind heute viele Fachgebiete für die meisten Schüler im Leben  nicht so wichtig, andererseits wird der Wert verschiedener Lernstoffe auch unterschätzt. Die Kunst wird nur als Hobby von Einzelnen angeschaut und bleibt einer Elite vorbehalten. Heute wird immer klarer, dass man mit Kunst bei allen Menschen viel erreichen und verbessern kann. Gewisse Methoden dienen nur schlecht den obigen Zielen und unsere ganze Gesellschaft fördert diese Haltungen auch in den sogenannten Rechtsstaaten nur teilweise.

Zusammenfassung:

Die Schüler sind junge, kreative, motivierte und begeisterte Menschen. Dieses grosse Potential müssen wir als Lehrpersonen fördern.

Die Lehrer sind erwachsene Menschen, die sich die oben kurz beschriebenen Haltungen durch aktive, bewusste Selbstschulung oder Selbstentwicklung aneignen können.

Die Funktion des Coaches ist in der Schule immer wichtiger. Man darf aber nicht vergessen, dass die Lehrer neben dem Coaching auch führen müssen. Nicht „entweder oder“, sondern beides soll im gesunden Masse ausgeführt werden!

Die Delta Pädagogik will für die Lehrpersonen ein Rahmen sein, was beachtet werden muss.