Das neue Menschenbild von Hirnforschern, Managern und Pädagogen

Wie können Hirnforscher, Banker, Führende Eisenbahner, Pädagogen usw. den Menschen sehen?

In Berlin sprachen am grossen Bildungskongress Vision Summit 13 vom 29.8 – 1.9 2013 verschiedene Menschen (Spitzenmanager der Deutschen Bahn und der Deutschen Bank usw., Philosophen, Musiker, Pädagogen, Hirnforscher und viele andere mehr).

Der gemeinsame Tenor aller ist:

  • Wir brauchen sofort eine Bildungswende.
  • Der Mensch muss in seiner  Individualität gefördert werden.
  • Dies geht nur in Freiheit. Der Mensch muss lernen können und in die Welt eingreifen wollen.
  • Kunst und Natur sind  ein wichtiges Mittel für die Erziehung zum freien Menschen.
  • Die meisten der jungen Generation sind optimistisch und sehen in der Elektronik eine Chance.
  • Dies wird nur funktionieren, wenn man engagiert, begeistert und motiviert ist.
  • Der ganze Mensch in seinem beweglichen Denken, seinen Gefühlen und seinem Willen muss gefördert werden.
  • Dazu braucht es mehr als nur die Förderung des IQ.
  • IQ, EQ und andere Intelligenzen sind wichtig.
  • Besonders die Zusammenarbeit – die Sozialkompetenz – ist ausschlaggebend.
  • Der Mensch will den anderen helfen, wenn er nicht falsch erzogen wird.

Der Mensch muss den Staat in drei gleichwertige Bereiche, in denen jeder Mensch in seinem Beruf, in der Freizeit und einfach als Mensch integriert ist, einteilen.

Er muss in Freiheit beweglich denken, fühlen und wollen können. Der kreative Bereich muss diese Eigenschaft des Menschen nicht verunmöglichen, wie es heute meistens geschieht, sondern fördern. Berufe in diesem Bereich sind beispielsweise: Lehrer, Wissenschaftler, Werber, Künstler und Pfarrer.

Die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt. Man muss soziale Kompetenz haben und nachhaltig produzieren. Quantitatives Wachstum und finanzieller Erfolg sind nicht das alleinige Ziel. Berufe in diesem Bereich sind beispielsweise: Verkäufer, Manager, Arbeiter, Handwerker und Angestellter.

Der eigentliche Staat muss sich nur als Rechtsstaat durchsetzen können. Vetternwirtschaft, religiöser Fundamentalismus, Materialismus als allein glücklich machendes Motiv usw. haben im Staat nichts verloren und dürfen nicht wie heute mit Steuergeldern gefördert werden. Alles muss in einem Rechtsrahmen geschehen, in dem jeder Mensch gleich wie jeder andere ist. Rasse, Geschlecht, Status sollten in diesem Bereich keine Rolle spielen. Berufe in diesem Bereich sind beispielsweise: Jurist, Verwaltungsangestellter, Soldat, Polizist und Politiker.

 

Der Mensch ist geistig individuell, nicht eine Maschine. Man kann den Menschen zur Produktionsmaschine (siehe China usw. machen). Als Kind sind jedoch 98% hochbegabt – Genies –. Als Erwachsener nur noch 2%. Die Schule und mit ihr die Gesellschaft verunmöglicht die Kreativität durch ihre veralteten Erziehungsmuster.

 

 

Was ist anders an der Delta Pädagogik

DELTA PÄDAGOGIK IST MEHR

Aller Unterricht ist immer mit der Schulung der Aufmerksamkeit verbunden.

Bsp. Die Lehrperson ist vor den Kindern immer aufmerksam.

Bsp. Im Klassenzimmer können Soma-Würfel, Knotenkarteien und Tangrams vorhanden sein. Wenn die Kinder sich damit   beschäftigen, sind sie immer sehr konzentriert.

Die Lehrpersonen entwickeln sich immer weiter und werden immer bewusster. Sie STEIGERN IHRE AUFMERKSAMKEIT und erweitern ihre Selbsterkenntnis.

Bsp. In jeder Teamsitzung werden gezielt Übungen zur Aufmerksamkeit und Selbsterkenntnis besprochen, durchgeführt und während der Woche erlebt.

Die Lehrpersonen sind aufmerksam und achten bewusst darauf, dass in jedem Fach die Prinzipien von „Kopf“, „Herz“ und „Hand“ ihre Anwendung finden.

Bsp. In jedem Fach wird Denken, Fühlen und Wollen bewusst eingesetzt.

Mit dem künstlerischen Prinzip erreicht man dies am besten.

Bsp. Der ganze Unterricht muss künstlerisch, d.h. auch individuell und flexibel gestaltet werden. Die Beweglichkeit und die Aufmerksamkeit auf die Lehrperson  ist dazu eine wesentliche Voraussetzung. Mit diesen Prinzipien schafft man es, dass die SchülerInnen aufmerksam, interessiert und aktiv bleiben.

Die Lehrpersonen wissen, dass folgende Fehleinschätzungen immer wieder vorkommen und handeln entsprechend:

Fehleinschätzung I

Weil die Kinder noch nicht sprechen oder sich schlecht ausdrücken können, glauben unzählige Erwachsene, dass die Kinder Beschreibungen und Anderes oft nicht verstehen.

Die Erwachsenen berücksichtigen dann nicht, dass die Kinder mit ihrer Seele nicht so gut die intellektuellen Argumente verstehen, sondern auf der Gefühlsebene alles viel besser erleben können. Viele Kinder verstehen sogar auf der Gedankenebene, wenn nicht intellektuell gesprochen wird, mehr Begriffe als wir glauben.

 

Bsp. Die Kinder lernen durch gute Sprache, gute Gedichte usw. die Regeln der Grammatik durchs Fühlen, noch ohne bewusstes Denken kennen.

Bsp. Wenn man sich der „Babysprache“ bedient, glauben die Kinder unbewusst, dass man seine Sprache nicht gut beherrscht und sie verstehen uns  nur mit Mühe.

       Fehleinschätzung II

Weil die Kinder Vieles nicht reproduzieren können, glauben die Erwachsenen häufig, dass die gestellten Aufgaben zu hoch sind.

Dabei haben sie vergessen, dass die Kinder auf Grund ihrer Erfahrung ihren Körper noch nicht so gut wie Erwachsene beherrschen.

Bsp. Wenn man die Wiedergabe eines Liedes mit Noten oder Musikinstrumenten will, stellt man meistens zu hohe Anforderungen. Verlangt man hingegen nur die Wiedergabe der Melodie mit der Stimme oder das Klatschen des Rhythmus, sind die Kinder meistens nicht überfordert.

Bsp. Auch gewisse Gedichte der Klassiker kann man schon mit UST-Kindern rezitieren!

       Fehleinschätzung III

Weil die Erwachsenen immer wieder die Imitationskräfte besonders der kleinen Kinder, die Kräfte, welche von der Persönlichkeit des Erwachsenen ausgehen, und die Liebesfähigkeit der Kinder, welche sich in der Oberstufe als Interesse am Fach zeigt, nicht beachten, glauben sie, dass das Vorbild nicht so wichtig wie die intellektuellen Erklärungen ist.

Das Wirken – mit unserer Persönlichkeit „anwesend“ sein – ist bedeutender als unser intellektuelles Wissen. Das „abrufbare Wissen“ ist heute im Internet gespeichert und kann immer schneller und einfacher gelesen werden.

Bsp. Man prägt die Kinder, ob wir es wollen oder nicht, in ihrer Sprache, ihrer Körperhaltung, ihren Bewegungen usw. So imitiert die Klasse unbewusst auch z.B. die Stimme, die Motorik usw. Die Folge ist, dass sie z.B. auch heiser wird, wenn man es ist, ähnliche Bewegungen wie die Lehrperson macht usw. Ein angenommenes Kind kann die Eltern in allem so gut unbewusst imitieren, dass ein Fremder überzeugt ist, ein leibliches Kind, nicht ein Adoptivkind zu erleben.

Bsp. Durch die Art der Führung wirkt man auf das Verhalten der Kinder ein. Benimmt man sich unhöflich, arrogant und besserwisserisch wird das Kind auch so werden.

Bsp. Durch die Liebe an der Welt und den Menschen und das Interesse an den Dingen weckt man das Interesse an der Welt. Man ist durch seine optimistische Weltsicht ein Halt für die Jugendlichen, auch wenn man von den Fehlentwicklungen im Unterricht sprechen muss.

 

Die Reformpädagogik bis heute

Was ist der Unterschied von Delta Pädagogik und Reformpädagogik?

Die Reformpädagogik im 20. Jahrhundert

Die weltbekannten Männer Comenius, Rousseau und Pestalozzi vertraten eine Pädagogik vom Kinde her. Sie waren die Vorläufer der Reformpädagogen. So baute z.B. Pestalozzi seine Pädagogik auf einem ganzheitlichen Menschenbild auf und sprach immer von der Förderung von Kopf, Herz und Hand.

Anfangs des 20. Jahrhunderts entstand die Bewegung der Reformpädagogik. Mit den Impulsen ihrer wichtigsten Vertreter wird noch heute z.B. an den Montessori und Rudolf Steiner Schulen (Waldorfschulen) unterrichtet.

Rudolf Steiner griff Pestalozzis „Kopf, Herz und Hand“ wieder in verwandelter Form auf und sprach, dass man den Menschen in seinem Denken, Fühlen und Wollen fördern muss. Weiter gehört zu seinem ganzheitlichem Menschenbild, dass der Menschen auf dem Weg zur Freiheit sein kann, wenn die Erziehung und andere Faktoren dies ermöglichen. Um die Freiheit möglich zu machen, werden die Kinder mit einem genauen Lehrplan in Klassen unterrichtet. Die Lehrer sollten jedoch sehr beweglich sein und den Unterrichtsstoff persönlich durchdringen und gestalten. Damit sie diese hohen Anforderungen erfüllen können,  hat Rudolf Steiner einen Schulungsweg angegeben. Weil die Lehrer als Erwachsene die Freiheit zum Teil verwirklichen sollten, kann ihnen nicht vorgeschrieben werden, wie sie ihre Entwicklung an die Hand nehmen. Sie sollten ebenfalls nicht als Angestellte oder sogar Beamte, sondern als Selbständige unterrichten und als kreative Menschen auch Verantwortung bei der Verwaltung und Führung der Schule übernehmen.

Maria Montessori betonte sehr stark die Individualität des Kindes, das ohne Freiheit – nicht zu verwechseln mit egoistischer Triebhaftigkeit – sich nur schlecht entfalten kann. Deshalb wird auf den eigenen Rhythmus des Kindes Rücksicht genommen. Das Kind kann selber auswählen mit welchen Materialien es seinen Schulalltag gestalten will. Klassenunterricht im alten Sinn gibt es nicht mehr.

Allen Reformpädagogen ist gemeinsam, dass sie den Körper als Ausdruck der Seele sehen und entsprechende Hilfsmittel einsetzen.

Sie bildeten verschiedene Theorien zur menschlichen Seele aus und setzten ihre Vorstellungen in neu gegründeten Privatschulen um. Ihr Einfluss wirkte auch in den herkömmlichen, staatlichen Schulen.

Die wissenschaftliche Pädagogik hingegen betonte die Funktion des Hirns als Denk- und Erinnerungsorgan.

 

So tat sich eine Kluft zwischen den Vorstellungen der Reformpädagogen und der damaligen Wissenschaft auf.

 

 

Die Reformpädagogik im 21. Jahrhundert

Heute entdecken vor allem die Hirnforscher, dass alle körperlichen Vorgänge ihre Muster und Strukturen im Hirn haben, die man mit immer schnelleren Computern auch bildlich darstellen kann.

Wenn man diese Ergebnisse pädagogisch umsetzt, werden alle Grundsätze der Reformpädagogen wieder aktuell.

Die Wissenschaftler untersuchen den Körper immer genauer. Gleichzeitig finden sie immer mehr Krankheiten, deren Ursache in einer Fehlfunktion des Körpers zu finden ist. Krankheiten wie Epilepsie, Autismus usw. werden als Stoffwechselstörung im Gehirn erkannt. Was früher als seelische Krankheit bezeichnet wurde, ist heute ein Ungleichgewicht im Körper, also eine körperliche Krankheit. Der Mensch hat nach dem heutigen Stand der Wissenschaft keine Schuld für einen Defekt seines Körpers, was bei der Seele nie ganz klar war. Seelisch Kranke wurden ja früher in den psychiatrischen Kliniken wie wilde Tiere weggesperrt und von der Gesellschaft separiert. Heute kann man sie als Menschen mit einem Defekt im Körper anschauen und mit chemischen Mitteln beruhigen.

Was früher als seelische Krankheit bezeichnet wurde, ist heute ein Ungleichgewicht im Körper.

Wenn man nicht genau definieren kann, was vorliegt, spricht man von Syndromen wie AD(H)S, verschiedene Formen von  Autismus, Borderline, Anorexie usw. Mit den Syndromen umschreibt man einen ganzen Komplex von Phänomenen.

Man kann heute wissenschaftlich (vor allem mit bildgebenden Verfahren, die durch die „Röhre“ –z.B. MRI – ermöglicht werden  immer besser zeigen, was eine Störung im Körper beim ganzen Menschen bewirkt.

Es fand dadurch eine Verschiebung von der Seele zum Körper statt.

 

 

Um den Körper genau zu kennen, muss man vom Geist, dessen Produkt der Körper ist, Bescheid wissen.

Die Seele, die den Geist mit dem Körper verbindet, darf aber nicht vergessen werden. Die Erkenntnisse und Methoden der Reformpädagogik vom letzten Jahrhundert sind deshalb immer noch gültig, müssen aber mit Aufmerksamkeit und nicht als gelernter Automatismus angewendet werden.

Die Delta Dynamik

So ist die Delta Dynamik ein Weg, den Menschen auch geistig kennenzulernen, der mit seinem individuellen Wesen seinen Körper prägt.

Die Delta Pädagogik setzt diese Erkenntnisse in der Schule um. Der Delta Dynamische Weg kann nur mit einer fortwährenden Steigerung der Aufmerksamkeit gegangen werden.

Das Wesentliche in der Delta Dynamik ist: Wie kann man die negativen Prägungen in selbstbestimmte Muster und Strukturendes Körpers – inklusive des Gehirns –  umwandeln und somit in Freiheit seinen Weg gehen? Mit der Pflege der Aufmerksamkeit kann jeder Mensch selbst überprüfen, ob seine eigenen Erlebnisse und Erkenntnisse mit denen der Delta Dynamik übereinstimmen.

 

 

Heute besteht die Kluft zwischen Menschen, die den Geist leugnen und Menschen für die der Geist eine Tatsache ist.

 

 

Man kann daher nicht mehr von einer  heutigen Reformpädagogik sprechen, sondern muss unser ganzes materialistisches System verwandeln. Die Schule – auch die Hochschule! – muss ein gleichwertiges Gebiet wie der Staat und die Wirtschaft werden, in der Freiheit, Kreativität und echt zukünftige Impulse gepflegt werden. Der Mensch als kreatives Wesen muss sich entfalten können.