Auffahrt

Bei der Verwandlung des Bewusstseins gibt es immer wieder Abstürze, d.h. wir verlieren unser gesteigertes Bewusstsein wieder. Unser Wille wurde zu schwach, um etwas wahrzunehmen. Religiös ausgedrückt verschwindet Christus und die geistige Welt im Himmel. Christus fährt in den Himmel auf. Das Wesen von Christus und mit ihm die geistige Welt erfassen wir dann nicht mehr und sind von ihnen bewusstseinsmässig getrennt, obwohl ihre Wirkung immer da ist. Es liegt an unserem Bewusstsein, dass wir glauben, keinen Kontakt zu haben.

Die göttlichen Wesen, auch die verstorbenen Menschen, die nicht als Gespenster umhergeistern, achten die Freiheit und sind nur durch unsere Aktivität erlebbar.

Durch gewisse Vorkommnisse (Tod eines Menschen, Krankheit, Unfall usw.) können wir in diesem Ausnahmezustand die geistige Welt erleben:

  • Wir haben Kontakt mit Verstorbenen
  • Wir erleben unseren Kern und den gewisser anderer als unsterbliche Individualität
  • Wir können Engel erleben
  • Wir können Christus als Realität erfahren

Normalerweise sind wir von der geistigen Welt abgeschnitten. Als Atheist stellen wir nur die Leistung des Menschen ins Zentrum, als religiöser Mensch glauben wir. Wir glauben als Materialisten nur an den Zufall oder haben als gläubige Menschen immer „Auffahrt“.

Erst an Pfingsten oder durch eine bewusste Steigerung des Bewusstseins können wir die geistige Welt erleben.

Die Verwandlung des Bewusstseins als Willensschulung

Die zwölf Sinne

Um das Delta Bewusstsein zu erreichen, muss man seinen ganzen Körper schulen. In ihm finden wir auch unter anderem die Sinnesorgane. Sie haben alle neben dem Materiellen auch einen Anteil, der in den elektromagnetischen Feldern liegt. Um diesen zu verstehen, müssen wir die Gesetze der Quantenphysik kennen.

Man kann, um die Umwelt wahrzunehmen, die 12 Sinne einsetzen. Normalerweise ist das Denken bewusst, das Fühlen halbbewusst und das Wollen unbewusst. Unser Ziel ist es aber, hell bewusst zu denken, zu fühlen, zu wollen und die 12 Sinne so zu gebrauchen, dass sie ein optimales Werkzeug zum Erfassen der materiellen Welt sind.

Wichtig ist jedoch, dass wir in allen Sinnen hell bewusst sind.

Bei der Schulung der Sinnesorgane wird der Schwerpunkt vom Wollen, zum Fühlen und zum Denken verschoben, denn es gibt 4 Willens- oder Körpersinne, 4 Gefühls- oder Seelensinne und 4 Denk- oder Geistessinne.

Die 12 Sinne, die man in körperliche, seelische und geistige Sinne einteilen kann, sind:

Tast-, Lebens-, Eigenbewegungs-, Gleichgewichts-Sinn

Geruchs-, Geschmacks-, Seh-, Wärme-Sinn

Gehör-, Wort-, Empathie- oder Gedanken-, Delta- oder Ich-Sinn.

Die Sinneswahrnehmung

Der Mensch kann unbewusst bis bewusst denken, fühlen und wollen. Wenn er sich weiterentwickelt, kann er unter dem Einsatz seines individuellen Willens sogar hell bewusst oder aufmerksam sein. Dann erlebt er, dass er ohne Einsatz  seines Denkens, Fühlens und Wollens nichts wahrnimmt.

Wahrnehmen ist immer eine innere Tätigkeit der Seele und des Geistes und eine äussere Tätigkeit der Sinnesorgane.

Man nimmt die Welt immer mit mehreren Sinnen wahr. Die 12 Sinne erfassen die Sinneswelt in 12 Aspekten. Fällt ein Sinn durch eine Krankheit oder einen Unfall aus, können wir mit den verbleibenden Sinnen immer noch die ganze  Welt wahrnehmen, weil unser Denken die Welt auch mit weniger Sinneseindrücken in dem Sinn erzeugen kann, dass wir eine richtige Wahrnehmung von ihr haben.

Mensch – Tier

Der Mensch hat im Vergleich zu den Tieren gewisse Sinnesorgane gröber ausgebildet, kann aber mit Hilfe seiner Technik und mit einer bewussten Sinnesschulung die Welt genauer mit einem wachen bis hell wachen Bewusstsein „herstellen“. Mit seinem Delta- oder Ich-Sinn hat er noch die Möglichkeit auch sinnlich wahrzunehmen, ob er individuelle Wesen, die einen irdischen Körper besitzen oder körperliche Wesen, deren Geist nicht individuell auf der Erde verkörpert ist, vor sich hat.

Man spricht eben vom Menschen und vom Tier.

Den Empathie oder Gedanken-Sinn haben die Tiere als seelische Wesen auch, aber unindividuell ausgebildet. Denn sie können empfindend wahrnehmen, wie das Gegenüber will, fühlt und denkt.

Dies erklärt auch, dass der Mensch gewalt- und angstfrei die Tiere als Tierflüsterer dressieren kann. Auch wird ein Mensch, der Angst hat, von z.B. Hunden öfter gebissen als ein furchtloser Mensch usw.

Mit dem Empathie-Sinn kann man ja ebenfalls als Mensch die unsichtbaren Ausstrahlungen der anderen Tiere und Menschen sehen und entsprechend reagieren.

Pädagogik

Wenn eine Lehrperson ihren Delta- oder Ich-Sinn, ihren Empathie-Sinn und alle anderen Sinne schult, kann sie die SchülerInnen besser erziehen und unterrichten, weil sie auch die unsichtbaren Einflüsse wahrnimmt und dann besser und schneller reagieren kann.

Sinnesschulung

Als Mensch mit einer Geist-Seele beginnen wir am besten mit der Schulung der Gefühls- oder Seelensinne. Wir können lernen, z.B. die Augen, die Nase und die Zunge besser ein zu setzen. Wenn wir diese bewusst einsetzen können, gelingt uns auch das hell bewusste Wahrnehmen mit den Denk- oder Geistessinnen besser. Wir können dann exakter empfinden und wissen, welche Gefühle uns ein Mensch oder ein Tier entgegenbringen. Am Schluss können wir noch ein helles Bewusstsein in die Willens- oder Körpersinne bringen. Mit diesen Sinnen können wir z.B. unsere Bewegungen, unsere Lebensenergie und die Beschaffenheit verschiedener Objekte feststellen.

Mit allen Sinnen erleben wir die Welt nicht nur als Kombination von toten Molekülen, sondern erfassen die Wichtigkeit von geistigen, individuellen Bewegungen und Stimmungen, die auch seelisch erfüllt sind.

 

Handeln

Man kann in die Welt auf Grund seiner Sinneserlebnisse eingreifen, indem man auf sein Denken, Fühlen und Wollen hell bewusst achtet. Mit anderen Worten verwandelt man sein Bewusstsein in ein hell bewusstes und verändert die Welt in diesem Sinn.

Der Einsatz des Willens bei den Tierflüsterern

Buck, der echte Pferdeflüsterer

Buck war mit drei Jahren schon ein berühmter Lasso-Künstler. Er zeigte mit seinem älteren Bruder viele Lasso-Kunststücke, die er und sein Bruder von ihrem Vater erlernten.

Ihr Vater war jedoch ein brutaler Mann, der seine Söhne immer nach den Aufführungen mit der Peitsche schlug. Als die Mutter, die ihre Kinder vor dem Vater beschützte, starb, kam Buck zu einer Pflegefamilie. Dort bekam er von den Pflegeeltern viel Liebe und Verständnis. Er lernte mit Pferden umzugehen und fand so seine Aufgabe.

Durch seine harte Jugend lernte er die Angst, die Grausamkeit und die schlechte „Dressur“ am eigenen Leib kennen und setzte sich deshalb das Ziel, Pferde auf nicht gewalttätige Art zu zähmen und zu dressieren. Er wurde so zu einem der ersten Pferdeflüsterer, der

  • Achtung vor den Pferden hat
  • keine Gewalt anwendet, sondern mit Verständnis und Geduld arbeitet, indem er ihr Verhalten genau beobachtet
  • den Willen der Pferde nicht brutal bricht, sondern ihn so einsetzt, dass er ihm mit seinem menschlichen Willen die Richtung gibt
  • die Pferde nicht in permanenter Angst leben lässt, um sie zu beherrschen
  • das Vertrauen der Pferde gewinnt

Er sagt, dass

  • die Pferde erzogen werden müssen
  • sie eine Aufgabe haben müssen, die sie „begreifen“ (Kühe treiben, um die Pferdedressur gerne zu machen)
  • sie keine äusseren Hilfsmittel, wie brutale Knebelung usw. brauchen
  • sie nicht mit Gewalt, sondern nur mit einem an einen Stab gebundenen Fähnchen, das er  konsequent einsetzt, das machen können, was der Mensch will
  • sie am Zug des Seiles, mit dem sie gehalten werden, fühlen, wie der Mensch ist, wenn er das Seil anspannt (gelassen oder aggressiv, sicher oder unsicher, Eigenwille nur durch Ungeduld, Gewalt, unbeherrschte Gefühle usw.)
  • der Mensch diese Regungen auch spüren kann (Versuche mit an Seilen geführten Menschen, um zu zeigen, was die Pferde wahrnehmen)
  • sie bei extremen Fällen  mit einem Lasso um die Hinterhand gesteuert werden können
  • die Pferde fühlen, was sie machen müssen (auch auf Distanz : nehmen den unsichtbaren Willen des Menschen direkt wahr, sehen den Willen des Menschen auch indirekt an seinen sichtbaren Bewegungen)
  • sie hochsensibel sind
  • sie nicht frech sein dürfen, indem sie nicht folgen, beissen, den Menschen stupfen usw.
  • sie die Privatsphäre des Menschen achten müssen
  • die Pferde die menschliche Seele spiegeln
  • Probleme der Pferde menschliche Probleme sind

Der Mensch ist frei und kann eine Entscheidung treffen (trotz harter Jugend ist Bucks ein verständnisvoller, friedliebender und herzlicher, aber konsequenter Mensch, d.h. in seinem Fall ein Pferdeflüsterer geworden).

Der Mensch muss

  • immer dazu lernen
  • seine Gefühle in den Griff bekommen
  • geduldig, zäh und ausdauernd werden
  • vor allem mental – 90% – arbeiten, reiten usw. (seinen Willen ausbilden, seine Gedanken, Gefühle und Willensimpulse bewusst verfeinern und konsequent handhaben)
  • weniger  körperlich – 10 % –  arbeiten, reiten usw. (mit Kraft, nur mit Körpereinsatz, brutal mit Sporen und Zaumzeug usw.)
  • präsent sein, in der Gegenwart leben
  • nicht in der Vergangenheit leben, indem man z.B. grübelt (in zwei Zeiten zu leben ist schädlich)
  • die Vergangenheit und Zukunft nur zur Erinnerung und Planung brauchen
  • die Vergangenheit und Zukunft als typische Eigenschaften des Menschen einsetzen und dadurch die Freiheit erringen, menschlich zu sein

Vom Tier- zum Menschenflüsterer

Auf Grund der Erfahrungen der Tierflüsterer und genauer Beobachtungen des Menschen kann man lernen, was bei der Führung des Menschen noch beachtet werden muss.

Der Mensch ist im Gegensatz zum Tier ein individuelles Wesen, das sich für seinen Weg entscheiden kann.

Das Tier ist ein seelisches Wesen, das als Haustier (unter anderem das Pferd)  vom Menschen „gesteuert“ werden kann. Der bewusste menschliche Wille ist die Hauptkraft, die das Tier dirigiert.

Verwandelt man z.B. mit den Methoden der Delta Dynamik sein Bewusstsein, wird man vom Tierflüsterer zum Menschenflüsterer. Man kann den Menschen ohne Druck führen. Dies muss der Mensch aber wollen, d.h. man muss seinen Willen berücksichtigen und die Freiheit gewähren. Anwendungen sind  die Delta Pädagogik, verschiedene Therapien und Vieles mehr.

Der Mensch als Individuum

Man muss zum Menschenflüsterer werden, um Menschen ohne äussere Macht führen zu können.

Es gelten dieselben Methoden wie bei Tierflüsterern, nur muss man das spezifisch Menschliche kennen und ernst nehmen.

Menschlich ist:

  • Die freie Erinnerung zu haben, die durch Sinnesschulung und Hirntraining verbessert werden kann.
  • Die Zukunft planen zu können.
  • Die Wahrnehmung willentlich auf einen Punkt zu  lenken und andere Wahrnehmungen bewusst ausblenden zu können.
  • Sich aktiv zu entwickeln und sein Bewusstsein verwandeln zu können.
  • Die Freiheit, die als Keim in jedem Menschen steckt, als Möglichkeit einzusetzen. Man muss jedoch Hilfen, die man auch alle in den Methoden der Tierflüsterer findet,  geben, um die Freiheit möglich zu machen.
  • Die Liebe, die jeder Mensch auch geben kann, zu besitzen.
  • Das Gute, das jeder Mensch in sich hat, verwirklichen zu können.

Der Mensch ist ein geistiges Wesen, das eine Seele und einen Körper hat, und selbst Entscheidungen treffen kann.