Das Eingreifen des Willens in den Körper

Diverse Körper-Übungen

Der menschliche Körper zeigt in allen physiologischen Prozessen und anatomischen Veränderungen, welche Kräfte ihn formen.

Wird der Körper bewusst oder unbewusst zu wenig eingesetzt und gebraucht, überlässt der Mensch ihn durch seine Passivität anderen Wesen, die ihm irgendwie schaden. Diese senken sein Bewusstsein und machen ihn passiv. Der Mensch zweifelt an seinem ewigen Kern und fühlt sich als Zufallsprodukt. Sein Körper ist schnell überfordert und kann von chemischen Medikamenten abhängig werden.

Denn beim Nichtgebrauch baut sich der Körper ab. Muskeln schwinden, Nervenzellen werden nicht gebildet oder bestehende sogar zum Verschwinden gebracht. Sie können ihre vorgesehene Funktion nicht ausbilden. Die Fähigkeiten des Menschen werden nicht gefördert oder gehen sogar wieder verloren: Die Haut wird wieder glatt, die Motorik wird schlechter, die Erinnerungsfähigkeit wird kleiner, das Denken, Fühlen und Wollen wird undifferenzierter usw. Dies gilt für den sichtbaren materiellen Körper wie für den unsichtbaren Körper, der in den elektromagnetischen Feldern liegt. Beide zusammen bilden ja den irdischen Körper.

Bei falschem Einsatz oder starkem Einfluss der anti-göttlichen Wesen ist man gestresst, nervös, unaufmerksam, d.h. abgelenkt, erschöpft, ausgehöhlt usw.

Man kann seinen Körper auch wie eine Maschine behandeln, indem man im Kraftraum oder mit anderen Sportmaschinen viele mechanische Bewegungen ausführt und das Essen nach materialistischen Kriterien zusammenstellt. Hat man z.B. nur das Muskelwachstum im Auge, kann man es mit vielen Proteinen und  chemischen Zusatzstoffen fördern. Das Ziel ist es dann, ein muskulöses „Menschen-Tier“ zu werden, das Krankheiten, Deformationen des übrigen Körpers und einen frühen Tod in Kauf nimmt.

Positiv gesagt kann man durch Körperübungen neben der Ausbildung des sichtbaren Körpers auch das Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen schulen. Deshalb setzen alle Delta dynamischen Übungen bei der Schulung des Körpers und speziell der Sinne an und haben zum Ziel, den Eigenwillen zu entfalten. Man wird sich seines Kerns oder ewigen Willens-Wesens (Delta oder Ich) bewusst und setzt es gezielt ein. Auf der Erde ist der Körper das beste „Werkzeug“. Aber die Kräfte des Körpers sollen immer weniger den Menschen bestimmen. Der Mensch soll sich seine eigenen Ziele setzten, auch wenn ihr Erreichen mit Widerstand verbunden ist. Man soll im Körper auf der Erde leben und das Leben schätzen, aber vom Körper möglichst in vielen Bereichen nicht beeinflusst werden.

Die Freiheit muss man sich durch viele Übungen erarbeiten. Erst dann können der menschliche Geist oder das Individuum sich entfalten, wie es ihnen entspricht.

 

 

 

Pfingsten

Als gläubiger Christ feiert man alljährlich nach der Auffahrt das Kommen des Heiligen Geistes an Pfingsten. Da sein Kommen erst durch das Leben und Sterben von Jesus Christus möglich wird und Flammen über den Häuptern, das Rauschen und sein Wesen in der Bibel beschrieben werden, haben wir ein trinitarisches Ereignis vor uns. Wir sehen, hören und erleben die väterliche Welt tiefer, z.B verstehen und sprechen alle Betroffenen alle Sprachen und sehen Dinge wie Flammen über den Köpfen der anderen. Die Menschen, die ihr Bewusstsein noch nicht verwandelt haben, nehmen dies nicht wahr. Es ist den Gläubigen klar, dass der Heilige Geist auch von Christus kommt, da man auf diese Weise durch den Heiligen Geist  Christus anders und tiefer erfährt.

Wie können wir in der heutigen Zeit dieses Pfingsterlebnis auch haben und die Feiertage nicht nur als „Velo-Tage“ oder Kurzferien nutzen?

Man kann Pfingsten als Bewusstseinsmöglichkeit in seinem Leben, wenn man es genau und wach anschaut, vertiefen. Auch Berichte von berühmten Menschen  bestätigen dies.

Die Zusammenfassungen eines  Artikels, der unter folgender Adresse nachzulesen ist -www.zeit.de/2013/16/albert-schweitzer – , weist darauf hin.

Albert Schweitzer

  • …. So berichtet Schweitzer von einer Art Erweckungserlebnis, das ihm mit 21 Jahren zuteil wurde: „An einem strahlenden Sommermorgen, als ich – es war im Jahre 1896 – in Pfingstferien zu Günsbach erwachte, überfiel mich der Gedanke, dass ich dieses Glück nicht als etwas Selbstverständliches hinnehmen dürfe, sondern etwas dafür geben müsse. Indem ich mich mit ihm auseinandersetzte, wurde ich, bevor ich aufstand, in ruhigem Überlegen, während draußen die Vögel sangen, mit mir selber dahin eins, dass ich mich bis zu meinem dreißigsten Lebensjahr für berechtigt halten würde, der Wissenschaft und der Kunst zu leben, um mich von da an einem unmittelbar menschlichen Dienen zu weihen.“ In die verbleibenden neun Jahre fielen das erste und zweite Theologische Examen sowie die Ordination in Straßburg, ein Orgel-Studienaufenthalt in Paris, die Promotion zum Doktor der Philosophie, die theologische Habilitation und Privatdozentur, das Direktorat am Theologischen Thomasstift zu Straßburg und die Arbeit an der Bach-Biografie.

 

  • Vom gelöbnisgeprägten 30. Lebensjahr an beginnt Schweitzer, der sich bereits der Pariser Missionsgesellschaft für den Kongo verpflichtet hatte, in Straßburg noch ein Medizinstudium, das er 1912 mit der Approbation zum Arzt und einer Dissertation abschließt und 1912/13 mit einer tropenmedizinischen Zusatzausbildung in Paris ergänzt – sodass der Abreise nach Lambarene am 21. März 1913 nichts mehr im Wege steht, sozusagen mit achtjähriger Verspätung gegenüber dem inneren Erweckungsschwur. Während des Medizinstudiums erschien noch seine Geschichte der Leben-Jesu-Forschung und die deutlich erweiterte deutsche Ausgabe seines Bach-Buches. Es folgten weitere Arbeiten wie die religionsphilosophischen Vorträge, die Kulturphilosophie und die Mystik des Apostel Paulus. Hinzu kommen dann noch die autobiografischen Berichte des „Urwalddoktors“ aus der späteren Zeit.

 

Auch Cecilia Bartoli ruft zu einem Bewusstseinswandel, der unter folgender Adresse – zeit.de/2013/19/oper-cecilia-bartoli-norma-bellini – nachzulesen ist, auf. Ebenfalls hierzu eine Zusammenfassung und Zitate aus diesem Artikel:

Cecilia Bartoli

 „Wir müssen unser Leben ändern“

Cecilia Bartoli ist die Primadonna assoluta unserer Zeit. In Salzburg singt sie zum ersten Mal die Norma in Vincenzo Bellinis Oper. Ein Gespräch über tragische Frauenrollen, passende Schuhe und italienische Politik.

Die von Bartoli geleiteten Pfingstfestspiele in Salzburg tragen dieses Jahr das Motto „Opfer“. Sie selbst wird am 17. Mai im Haus für Mozart ihr Debüt als Vincenzo Bellinis Norma geben – eine Partie, die ihr kaum jemand zugetraut hätte.

Bartoli:

  • Ich liebe das deutsche Wort „Opfer“! Es schillert, es hat ganz unterschiedliche Bedeutungen, je nachdem, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Das Englische kennt für „Opfer“ zwei Begriffe: sacrifice und victim, also einmal „Opfer bringen“ und einmal „Opfer sein“, Opfer einer Unterdrückung, Opfer von Hass und Gewalt, Opfer der eigenen Selbstüberschätzung. Als Italienerin denke ich allerdings auch ans Lateinische, offere, ans „Offertorium“ in der katholischen Messe…

 

·         „Wir müssen Opfer bringen, um die Krise zu überwinden“

…dann würden einige vielleicht begreifen, dass wir unser Leben ändern müssen. Wir können nicht so weitermachen wie bisher, es ist unverantwortlich, in einer Familie fünf Autos und fünf Computer zu haben, nur weil es fünf Familienmitglieder gibt. Wir müssen verzichten lernen, und jetzt bin ich wieder beim „Opfer“: Wir müssen Opfer bringen, um die Krise zu überwinden, in die uns nicht zuletzt die zwanzig Jahre unter Silvio Berlusconi hineinmanövriert haben. Und es ist nicht nur eine wirtschaftliche Krise, es ist auch und vor allem eine des Geistes, der Kultur. Italia appartene all’italiani, verstehen Sie? (Täuscht es, oder hat Cecilia Bartoli plötzlich Tränen in den Augen?) Italien gehört nicht den Politikern, es gehört uns. Wir müssen begreifen, dass wir uns selbst um unseren Garten kümmern müssen. Dann werden wir eines Tages auch nützlich für Europa sein.

  • Wenige Frauen sind in Führungspositionen, warum muss der Papst immer noch ein Mann sein? Stellen Sie sich vor, wenn im März im Vatikan anstelle von Signor Bergoglio eine Signora Bergoglia verkündet worden wäre! Eine Explosion hätte es gegeben! Wir dürfen bloß keine Angst haben. Die einen wollen Päpstin werden, die anderen hören ihr Leben lang Maria Callas, die Dritten stehen am liebsten zu Hause am Herd und kochen Pasta alla Norma. Hauptsache, wir tun, was wir tun, aus freien Stücken.

 

Wenn wir das Leben beobachten, haben wir die Neigung in dieser Zeit, besonders wenn das Wetter schön ist, einzuschlafen, d.h. unsere Lebensziele zu vergessen. Durch Unglücksfälle, negative Reaktionen im Leben werden wir jedoch oft aufgerüttelt. Wir realisieren, dass wir eine Zeit erleben, in der viel Negatives ausgelebt wird. Wir erinnern uns als Bibelkenner an den Rufer in der Wüste – Johannes den Täufer -. Die negativen Ereignisse zeigen uns aber auch, dass wir das Positive erfahren können, wenn wir nicht einschlafen. Das Sprichwort –“Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“ – bewahrheitet sich. Als Urheber des Sprichwortes gilt Goethe.

Die Freiheit macht uns erst zum wahren Menschen. Das Opfer im Sinne, wie es z.B. Albert Schweitzer lebte und wie Cecilia Bartoli es erklärt, gehören  zum Pfingsterlebnis. Deshalb stehen auch Albert Schweitzers Tat und ebenso das Leben Cecilia Bartolis unter dem Zeichen von Pfingsten.

Das Gleiche gilt, wenn wir uns gezielt um einen Bewusstseinswandel bemühen.

 

Die eigene Willensanstrengung bei der Zentrierung

Wenn man die folgenden Übungen versucht,  wird man geistig ganz wach. Man verwandelt  sein Bewusstsein zu einem hellen Bewusstsein oder ist hell bewusst. Man ist seelisch ausgeglichen und  körperlich voll zentriert, d.h. man kann nun diese Übungen gut ausführen.

Man kann auch sagen, dass man durch diese Übungen ganz ins Zentrum kommt oder zentriert und wach wird. Wenn man durch das Leben abgelenkt, nicht ganz da, verschlafen und dezentriert ist, braucht man seine ganze Aufmerksamkeit und entfaltet seine menschlichen Fähigkeiten.

Der individuelle Mensch lebt folgende 5 Haltungen im Gleichgewicht:

  • Man denkt beweglich und lebendig
  • Man handelt frei
  • Man ist positiv
  • Man ist offen
  • Man ist ausgeglichen

Man kann die angegebenen Übungen immer besser machen, muss sie jedoch immer wieder und rhythmisch durchführen. Man  darf nie aufgeben, auch wenn sie einem nicht so gut gelingen. Hauptsache man bemüht sich und ist aktiv. Dank des Holismus klingen in jeder Übung auch die anderen mit. Es ist also nicht nötig, alle Übungen immer auszuführen und sich unter „Übungs-Stress“ zu bringen.

Nach einem Absturz kann man ja wieder dort beginnen, wo die Ausführung der Übungen  einem nicht geglückt ist. Folgendes Werkzeug ist dafür geschaffen worden:

Das Werkzeug oder Tool der Zentrierungszustände (dezentriert nach oben, dezentriert nach unten, im Idealfall zentriert oder in anderen Worten entweder in den Feldern oder in der Materie, im Idealfall in der dynamischen Mitte).

Die dynamische Mitte stellt sich nicht automatisch ein. Man kann sie immer wieder aktiv erreichen. Hierzu muss man ganz in der Gegenwart leben. Der Augenblick ist also der wichtigste Moment.

 Zentrierungszustände