Pestalozzis „Kopf, Herz und Hand“

Der Mensch kann auch sein Bewusstsein immer klarer machen und verwandeln. Dann kann er alle Sinne hell-bewusst einsetzen und es wird ihm klar, dass man alle Sinne ernstnehmen muss, um den Menschen als geformtes, im lebenden Körper existierendes, beseeltes Wesen mit einer ewigen Individualität zu verstehen. Dementsprechend muss man  z.B. als Lehrer handeln, indem man die alten Unterrichtsmethoden erweitert.

Kopf, Herz und Hand müssen alle in jedem Fach eingesetzt werden, wenn man den Menschen ernst nehmen will.

Die Schwerpunkte liegen in der Wissenschaft, Kunst und Religion auf einem Gebiet.

Man kann den drei Begriffen Folgendes zuordnen:

Kopf: obere Sinne                   Religion auch als geistig religiöser Ritus      menschlich

Herz: mittlere Sinne               auch Kunst als Kunsthandwerk                      künstlerisch

Hand: untere Sinne                auch Wissenschaft als Handwerk                  wissenschaftlich

Man setzt die Sinne so ein, dass man die entsprechenden Gebiete wahrnimmt.

Unter Kopf, Herz und Hand kann man auch die Tätigkeiten verstehen. Dann ist man in der Wissenschaft hauptsächlich mit dem Kopf, als Künstler hauptsächlich mit dem Herzen und als Mensch im Ritual oder Ritus hauptsächlich mit der Hand (Bewegung aller Gliedmassen inklusive Sprache) tätig. Es kommt eben auf den Gesichtspunkt an, wie man die Einteilung macht.

Wichtig ist bei allen Menschen, dass sie bei allem Kopf, Herz und Hand einsetzen.

Neuer Zugang zu Wissenschaft, Kunst und Religion durch die 12 Sinne III

Obere, bewusste Sinne

(Gehör-Sinn, Wort-Sinn. Gedanken-Sinn, Ich- oder Delta-Sinn: Diese Sinne kann man materiell nicht wahrnehmen. Ausser dem Gehör-Sinn, mit dem man die Geräusche durch die Luftwellen wahrnimmt, werden die anderen Sinneswahrnehmungen nur in den elektromagnetischen Feldern gemacht. Die Wahrnehmung des anderen Individuums (Ich oder Delta Wesen=individueller Geist), die Gedanken, Gefühle und Willensimpulse des anderen (Seele) und der Sinn der Sprache werden nur vom sichtbaren Körper materiell unterstützt. Man nennt sie deshalb auch die Empathie-Sinne. Man kann mit ihnen Unsichtbares (Aussenwelt des Innenraums) sinnlich wahrnehmen.)

 

Wenn man den Menschen nur nach den Kriterien der unteren Sinne in der Medizin und Pädagogik, also wissenschaftlich „behandelt“, wird man sehr schnell kalt, unmenschlich, aber intellektuell logisch.

Alle menschlichen Eigenschaften, die den Arzt und Lehrer zum gute Arzt und Pädagogen machen, kann man heute noch nicht wissenschaftlich fassen. In der Moderne ist aber unter anderem mit der Quantenphysik bewiesen, dass die Einstellung des Menschen zur Heilung und im Unterricht eine grosse Rolle spielt. Der Mensch kann nichts beobachten und auf nichts einwirken ohne durch sein Wesen die Dinge (Gegenstände, Pflanzen, Tiere und Menschen) zu beeinflussen. Der Mensch ist eben auch ein Teil der Welt. Dies zeigen uns die oberen Sinne. Sie sind teilweise den meisten noch unbekannt, rücken aber immer schneller ins Bewusstsein vieler Menschen. Dass der Mensch direkt durch seine Empathie Gedanken, Gefühle und Willensimpulse des anderen Menschen wahrnehmen kann, wird durch die Entdeckung der Spiegelzellen im Gehirn bewiesen. Der Mensch lebt auch in den unsichtbaren Feldern, was z.B. die Kirlianfotografie und die Empathie zeigen. Mit der Computertechnik kann man heute per Funk mit seinen Gedanken  z.B. einen Rollstuhl steuern. Mit einem Cyberhelm versehen, kann man nur mit seinen Gedanken Befehle geben, die eine Maschine – diese kann auch eine künstliche Prothese sein – das ausführen lässt, was man will und braucht.

Wir müssen zum Verständnis des Menschen, der nicht allein mit den physikalisch chemischen Gesetzen der Wissenschaft und nicht nur mit den Regeln der Kunst erfasst werden kann, die oberen Sinnen (Delta- oder Ich-Sinn, Gedanken-Sinn, Wort-Sinn und Gehör-Sinn) einbeziehen.

Dazu müssen wir immer weiter in die Gesetzmässigkeiten der oberen Sinne eindringen und diese immer genauer erforschen. Die wissenschaftliche Methode und das Überprüfen der Fakten im Leben müssen wir beibehalten. Dann werden wir sehen, dass eine religiöse Stimmung, die nichts mit den egoistischen Auswüchsen der heutigen Religionsgemeinschaften zu tun hat, herrscht. Daher müssen die Prinzipien der Freiheit, Gleichheit und Sozialität in allen Bereichen berücksichtigt werden. Heute wird normalerweise in den Kirchen gepredigt, dass man sozial sein soll. Die religiösen Wissenschaftler und Geschäftsleute nicken am Sonntag in der Kirche zu dieser Forderung, am Montag in der Universität oder im Geschäft sind sie vielfach asozial und achten oft den Menschen nicht.

Es ist auch nötig, dass der Mensch auch als zeit- und raumloses (ewiges) Individuum gesehen wird. Wenn man diese Erkenntnisse berücksichtigt, kann man mit Recht das „unwissenschaftliche“ Wort der Güte wiederbrauchen. Ein Mensch, der z.B. als Arzt oder Lehrer diese menschlichen Gesetze einbezieht, ja zur Grundhaltung seines Wirkens macht, handelt gut oder fördert die Gesundheit der Patienten oder Schüler.

Der Mensch hat ein Bewusstsein mit dem er nicht nur unbewusst und halbbewusst, sondern auch bewusst ist. Die Sinne weisen uns darauf hin.

Heute werden diese Wahrnehmungen technisch mit Hilfe des Computers gemacht. Man kann sogar mit seinen Gedanken Maschinen steuern oder den mit den elektromagnetischen Feldern (z.B. Elektrosmog) Menschen manipulieren. Nimmt man mit dem menschlichen Körper (Empathie-Sinne) wahr, kann man von den Morphogenetischen Feldern oder von Gruppengedächtnis sprechen.

Folgende schon lange bekannte Tatsachen lassen sich dadurch wissenschaftlich erklären (Die Spiegelzellen, die durch die Hirnforschung kürzlich entdeckt wurden, dienen auch zur Erklärung.): das Tiergedächtnis als Gattungsgedächtnis, die Mode, das menschliche Gruppengedächtnis (Familie als enge Gruppe ist auch eine Art Gattung „Mensch“, Familien-Stellen), das kollektive Gedächtnis (z.B. Archetypen bei Jung, Komplexe bei Freud usw.), das Körpergedächtnis und viele andere Phänomene.

Man muss also wissenschaftlich denken, indem man auch seine künstlerischen und religiösen Fähigkeiten einbezieht: Wissenschaft, Kunst und Religion müssen mit hellem Bewusstsein wieder vereinigt werden, um weitere dem Menschen dienende Fortschrittezu zu machen. Die heutigen technisch möglichen Erkenntnisse werden oft zum Schaden der meisten Menschen eingesetzt (neue Waffen, neue Manipulationen, Datensammlungen, die zur Manipulation des Menschen dienen usw.).

Neuer Zugang zu Wissenschaft, Kunst und Religion durch die 12 Sinne II

Mittlere, halbbewusste Sinne

(Wärme-Sinn, Seh-Sinn, Geschmacks-Sinn, Geruchs-Sinn)

Im Leben, im seelischen Leben und im geistigen, seelischen, belebten Menschen gelten eben neben den Gesetzen der toten Physik und Chemie noch andere Gesetze. Diese wurden in den vier Lerngesetzen aufgestellt.

Wenn man die künstlerischen Gesetze, die man mit den unteren Sinnen (Tast-, Lebens- , Eigenbewegungs- und Gleichgewichts-Sinn ; bestimmen der Form, wägen des Gewichts, wenn die Schwerkraft wirkt, bestimmen des Masses, der Zahl) überhaupt nicht erfassen kann, muss man eben die mittleren Sinne (Geruchs-, Geschmacks-, Seh- und Wärme-Sinn) dazu nehmen, um das Künstlerische, das immer beim Leben und seelischen Leben dabei ist, zu verstehen. Man muss kein Künstler im alten Sinn (sehr gute Technik und innerlich ein sehr guter Künstler als Musiker, Maler usw.)werden, sondern auf künstlerische Weise z.B. den Unterricht gestalten. Auch die mittleren Sinne weisen auf Gesetze hin, die man nur mit den unteren Sinnen nicht erklären kann. Z.B. existieren Farben (Wirkung der Gemälde und der Farben in der Kunsttherapie, besonders in der Farbtherapie) auch ohne Gegenstände. Sie sind nicht nur von Gegenständen „fixiert“, sondern haben ihre Existenz auch „freischwebend“. Man kann nur von der Wirkung des Rot oder Blau sprechen. Natürlich muss man in der sichtbaren Aussenwelt einen Gegenstand farbig gestalten, wenn man nicht farbiges Licht einsetzen will, um die erwünschten Wirkungen zu erzielen. Im Seelischen spricht man oft von einer roten Stimmung, von seelischer Wärme, die man einsetzen muss. Ein Mensch, der sich mit diesen Vorstellungen durchdringt, handelt auch sichtbar anders als jemand, der diese Vorstellung nicht hat. Die heutige Wissenschaft behauptet oft, dass ohne Hirn keine Farben, Töne usw. existieren. Die anerkannte Wirkung von Farben und Musik auf die Lebewesen sollte es demnach nicht geben. Alles ist nicht eingebildet und kann nicht nur als Placeboeffekt abgetan werden. In der Kunst werden die Schönheit und heute immer mehr die Hässlichkeit gezeigt und erlebt. Wird die Kunst immer mehr verwissenschaftlicht, kann man „gescheite“ Abhandlungen schreiben, verlässt aber immer mehr das Gebiet der Kunst.