Die drei Körper-Systeme in der Schule und in der Gesellschaft

In diesem Artikel sollen die Grundprinzipien, wie die Ziele der Organisation der Delta Schule und der Gesellschaft gedacht sind, beschrieben werden.

Die drei Systeme in einer demokratischen Schule

Eine auf „allen Ebenen demokratische Schule“ kann eine andere Beschreibung der Dreigliederung nach Rudolf Steiner sein. Von dieser sprach er schon vor hundert Jahren. Sie wurde aber bis heute noch nicht vollständig in einer Schule und überhaupt nicht in der Gesellschaft verwirklicht.

Die Erwachsenen können selbständig ihren Geist weiterentwickeln. Dabei sind sie kreativ. Deshalb müssen sie frei sein im Denken. Die Kinder haben ihren individuellen Geist, der schon unter Umständen weiter entwickelt ist als das Ich von Erwachsenen. Aber die Kinder können ihr Ich noch nicht bewusst selbst weiterentwickeln und einsetzen, weil der Aufbau ihres Körpers die göttlichen Energien bindet und die individuellen Ich-Kräfte sich noch nicht in Freiheit entfalten können. Deshalb können die Kinder die Verantwortung noch nicht vollständig übernehmen.

Wenn Kinder zu viel Verantwortung übergeben wird und sie zu früh aufgefordert werden, mit ihrem Intellekt zu argumentieren, werden ihnen Kräfte entzogen. Diese Kräfte stehen dann nicht mehr einer gesunden Körperentwicklung zur Verfügung. Man pflanzt in ihnen, ohne es zu wollen, Krankheitskeime ein. Diese beschäftigen unter Umständen erst später im Leben als Krankheiten die Menschen und rauben ihnen Energien, die sie brauchen.

Da die Kinder die Freiheit noch nicht wirklich entfalten können, sind sie nicht gleich wie Erwachsene, sondern gleichwürdig.

Schulversammlung

In der Schulversammlung schaffen wir ein Gebiet in der Schule, wo die Kinder und die erwachsenen Lehrkräfte gleich sind und deshalb demokratisch abstimmen können.

Kinder und Team sind gleichwürdig, weil sie von Gott geschaffene Menschen sind. Die Kinder haben nur weniger Erfahrung auf der Erde. Wo sie die volle Verantwortung noch nicht übernehmen, können sie noch nicht abstimmen.

Keine Hierarchien unter Erwachsenen

In der gesamten Schule gilt aber die Dreigliederung oder berücksichtigt man die drei Körper-Systeme. Die Erwachsenen müssen frei sein im Denken, gleich im Fühlen und sozial im Wollen.

Die drei Systeme durchdringen den ganzen menschlichen Körper und ermöglichen, dass der Mensch die Welt mit den Sinnen wahrnehmen kann. Mit dem Denken kann er die Zusammenhänge erkennen, nach denen die Welt aufgebaut ist. Durch seine Gefühle erhält er ein objektives Feedback, wie er sich in der Welt verhält. Mit seinem Willen kann er mit seinem Körper und weiteren „Instrumenten“ (Werkzeuge, Maschinen, Computer usw.) die Welt verändern. Handelt er im Denken in Freiheit, im Fühlen in Gleichheit und im Wollen in Sozialität fördert er die Welt.

Das alles umfassende Immunsystem erhält den Menschen gesund. Der Mensch muss nicht das Negative bekämpfen, sondern sein Immunsystem stärken.

Die Diktatur als Gegenbild einer menschlichen Gesellschaft

In Unfreiheit im Denken, kann der Mensch nicht mehr aktiv kreativ sein (sagt nur unkritisch nach, was andere gedacht haben). Die Staatform ist die Diktatur, auch wenn sie sich als Demokratie tarnt.

In Ungleichheit wird der Mensch gleichgemacht. Die Masse bestimmt. Man will nicht auffallen. Auch hier ist die Staatsform eine Diktatur oder eine Demokratie, die sich als Diktatur zeigt.

In Asozialität rafft eine Minderheit die meisten Ressourcen an sich. In einer offensichtlichen Diktatur oder einer Demokratie, die nur auf freie Marktwirtschaft setzt, ist dies am besten möglich.

Wenn wir die drei Prinzipien oder Ideale Freiheit, Gleichheit und Sozialität nicht berücksichtigen, haben wir die Gesellschaft so „konstruiert“, dass eine Minderheit alle anderen beherrscht. Eine nicht nach den drei Systemen des Körpers organisierte Gesellschaft, wird auch als Demokratie sehr schnell zu einer Diktatur.

Die Schule wird zur diktatorischen Schule, in der die Kinder nicht gefördert, sondern dressiert werden, damit sie problemlose „Bioroboter“ im Staat werden.

Hierarchie

Eine Hierarchie stellt einen Menschen über den anderen, wenn er es schafft, durch Beziehungen, Vermögen oder andere extrinsische Mittel (keine eigenen Fähigkeiten) nach oben zu kommen. In der Dreigliederung oder bei Berücksichtigung der drei Körpersysteme zählt man auf die unterschiedlichsten Fähigkeiten. Die Erwachsenen können für die Kinder Vorbilder sein und als Vorbilder die Schule gemeinsam führen.

Es gibt keine Hierarchien auf Grund externer Faktoren mehr. Nur eigene Fähigkeiten zählen. Jeder ist aber im Sinne der ganzen Schule verantwortlich.

Wenn nötig, können hierarchische Organisationsformen, die aber nach einer bestimmten Zeit mit andern Teammitgliedern besetzt werden, eingeführt werden. Wichtig ist es, dass keine Macht-Strukturen entstehen, die nicht mehr beseitigt werden können. Strukturen sind nötig, müssen aber nach einer gewissen Zeit wandelbar sein.

Schulleitung

Wie das Immunsystem den Körper des Mensch vor Krankheiten schützt, sorgt die Schulleitung auch für ein gesundes sich Entwickeln der ganzen Schule oder des „Schulkörpers“.

Die Schulleitung ist vom Team der Schule demokratisch oder einmütig eingesetztes Organ.

Kinder

Die Kinder haben ihren wichtigen Platz in der Schule, aber sie müssen, bis sie erwachsen sind, von den Erwachsenen geführt werden.

Dies können nur Erwachsene sein, welche die Dreigliederung leben, an sich arbeiten und sich entwickeln.

Kurz: offene und ihres geistigen Wesens sich bewusste Erwachsene.

Bei den „nicht geläuterten“ (nicht durch ihr Ich von innen bestimmt) oder „normalen“ Erwachsenen sehen Kinder oftmals klarer im Beurteilen von gewissen Situationen, weil sie weniger egoistisch sind und meistens weniger Vorurteile haben als Erwachsene.

Wir gehen aber von einem Team aus, das unterscheiden kann, wann der Geist des Menschen, wann seine Seele und wann sein Körper angesprochen ist. Das Team kennt und erlebt auch den Unterschied von Zielen, die allen Menschen dienen und solchen, die nur einer egoistischen Minderheit nützen. Es weiss und bemerkt, wann ihr Ich und wann ihr Ego will.

Die drei Ideale

Das Team pflegt die folgenden drei Ideale: Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen. Da es nach diesen Idealen lebt, ist es auch ein Vorbild, das die Kinder nachahmen oder imitieren können. Denn nur eine Lebenshaltung – keine abstrakten Ideen – können imitiert werden.

Freiheit

Man ist frei im Denken und frei im kreativ handeln (Stirnchakra und Bauchchakra).

Gleichheit

Man ist gleich als seelischer Mensch im Fühlen (Herzchakra).

Sozialität

Man ist sozial als Mensch mit einem physischen Körper, der von Ressourcen, die beschränkt sind, auf der Erde unterhalten wird. In diesem körperlichen Gebiet muss man nachhaltig handeln (Bauchchakra).

Die Schule als Wirtschaftsorganismus

Auch eine Schule muss das Team entlöhnen, Miete für das Schulhaus zahlen usw.

Deshalb muss das Schulgeld nach sozialen Kriterien bestimmt werden. Auch die Löhne des Teams müssen nachhaltig sein, dass die Schule überleben kann.

Dann kann man im Sinn der Freiheit, Gleichheit und Sozialität handeln.

Dies wird sicher nicht im Widerspruch zu der nicht egoistischen Meinung der Kinder stehen. Dann wird in der Schule nach den drei Idealen Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen gelebt.

Die soziale Dreigliederung der Gesellschaft

Was für Schulen als Betriebe gilt, ist auch in allen anderen Unternehmen mit anderen Schwerpunkten zu berücksichtigen. Dann spricht man von Dreigliederung der Gesellschaft. Denn Menschen haben alle ihre drei Systeme, um denken, fühlen und wollen zu können (das Sinnes-Nerven-System, das Atem-Rhythmus-System und das Gliedmassen-Stoffwechsel-SystemBezeichnungen von R. Steiner).

Die drei Systeme oder Ideale, die dem Menschen ermöglichen im Körper menschlich zu leben, sind auch in der Gesellschaft die Voraussetzung für ein menschliches Zusammenleben aller.

Im Geistesleben (Wissenschaft, Kunst, Religion usw.) ist der Mensch frei.

Ein wichtiges Gebiet sind die Schulen (Volksschule, Gewerbeschule, Gymnasium, Universität usw.)

Im Rechtsleben ist der Mensch gleich.

Aufgaben, die der „alte“ Staat hatte: Gerichte, Polizei, Militär usw.

Im Wirtschaftsleben ist der Mensch sozial.

Globale und regionale Nachhaltigkeit, („Fussabdruck“), Herstellung von Waren usw.

Auch in einer Demokratie ist man bis heute im Geistesleben nicht frei und im Wirtschaftsleben nicht sozial. Man berücksichtigt „offizielle“ Meinungen und sanktioniert mit Gesetzen das Fehlverhalten der mächtigen Betriebe (die Umwelt wird vergiftet, Waffen zur Tötung von Menschen werden hergestellt, Massentierhaltung und Monokultur prägen die Landwirtschaft usw.). Freiheit ist nur beschränkt möglich und die Macht des Stärkeren zählt in der freien Marktwirtschaft. Denn Nachhaltigkeit ist auf die Kürze nicht gewinnoptimierend.

Demokratie

Auch Demokratien sind keine „gesunden“ Staaten und können sich schnell in Diktaturen verwandeln.

Der dreigegliederte gesunde, demokratische Staat

Die Frage ist nur, ob man von den verhärteten oder sich auflösenden Systemen ausgeht oder von den gesunden, beweglichen. Das Vorbild finden wir im gesunden menschlichen Körper. Ihn schützt sein Immunsystem und er ist ein gutes-göttliches Werkzeug für Denken, Fühlen und Wollen oder Handeln.

Anders formuliert: Will man von einer egoistische Gesellschaft oder einer, welche die göttlichen Gesetze kennt und als Leitlinie nimmt, ausgehen? Will man mit dem Strom oder gegen ihn schwimmen?

Zusammenfassung

Schule

Ein menschlicher Geist oder Ich handelt sozial auf der Erde. Ein menschliches Ich handelt so in der Lebenssphäre oder im Fühlen, dass alle Menschen gleich sind. Ein menschliches Ich handelt frei in der seelischen Sphäre oder im Denken. Ein menschliches Ich existiert oder ist während seines Lebens im Sein auf der Erde im Körper.

Die Delta Schule ist eine demokratische Schule, die im Denken auf die Freiheit, im Fühlen und Zwischenmenschlichen auf Gleichheit und im Wollen oder Handeln auf die Sozialität achtet.

Sie hat ein Menschenbild, bei dem von einem zeit- und raumlosen, geistigen Menschen gesprochen wird. Er „bewohnt“ seinen Körper auf der Erde und rechnet mit drei geistigen Sphären auf der Erde. Diese lassen sich unter anderem mit den drei Dimensionen beschreiben. Ausserdem muss das Team sein Bewusstsein immer weiterentwickeln, um bewusst im Geist zu leben.

Der physische Körper des Menschen befindet sich in den drei Dimensionen, die Lebenskräfte in zwei Dimensionen, die Seelenkräfte in einer Dimension und der Ich-Kern in der nullten Dimension im Geist. Der göttliche Geist äussert sich auf der Erde als menschengemässe Wärme (ca. 37 Grad). Er ist ein Geschöpf Gottes.

Dies ist eine andere Beschreibung der drei Körpersystem oder drei Welten, in denen diese Systeme wirken.

Die ganze Gesellschaft

Die Fragen, die wir uns stellen können: Wie lassen wir uns im Denken, Fühlen und Wollen nicht manipulieren und wie schaffen wir es, die anderen nicht zu manipulieren? Wie leisten wir unserem Egoismus nicht Folge?

Die Antworten:

Wir müssen die drei Bereiche des Geistes-, des Rechts- und des Wirtschaftslebens unabhängig von einander machen. Die Politik, die heute in allen Bereichen das Sagen hat, muss sich nur auf das Rechtsleben beschränken. Sie hat nichts in der Wirtschaft und im Geistesleben (Schulen, Kunst und Religion) zu sagen. Es gibt im alten Sinn kein Erziehungsdepartement und keinen Bundesrat, der für die Wirtschaft zuständig ist, oder Wirtschaftsminister, mehr.

Jeder Mensch lebt als Privatperson und im Beruf in diesen verschiedenen Gebieten auf unterschiedlichste Weise. Im Denken muss er fei sein, im Fühlen gleich und im Wollen sozial.

Wir teilen die Gesellschaft nicht auf, sondern nehmen auf drei alles durchdringende Gebiete Rücksicht.

Das Bindeglied, das alle Bereiche vereint, ist jeder Mensch.

Erster Weg

Im Geistesleben muss die Freiheit, im Rechtsleben die Gleichheit und im Wirtschaftsleben die Sozialität das oberste Gebot sein.

Mit dieser Unabhängigkeit der Systeme und diesen Idealen (Freiheit, Gleichheit und Sozialität – in der Französischen Revolution Brüderlichkeit genannt -) kann der Mensch mit seinen Egoismen, die jeder besitzt, kein Unheil mehr anrichten.

Zweiter Weg

Der längere und anstrengendere Weg ist, seine Seele zu läutern und seinen Geist zu entwickeln.

Beide Wege können gegangen werden.

Der erste Weg für die Gesellschaft kann in Demokratien sofort eingeschlagen werden, wenn die Mehrheit es möchte.

Der zweite Weg der Entwicklung der eigenen Geist-Seele hängt von jedem Einzelnen ab.

Die Verwandlung der 3 pädagogischen Gesetze zu den 3 Idealen Freiheit, Gleichheit und Sozialität

Pädagogische Grundgesetze

Nochmals die drei pädagogischen Grundsätze, die für die Erziehung gelten:

Erstes Gesetz

Beginnend bei Schuleintritt (6-/ Jahre), aber schon ab Geburt gültig.

Nachmachen

Die Nachahmung ist wichtig. Die Kinder imitieren alles, auch das Schlechte. Der Erwachsene ist ein gutes Vorbild, wenn er lebensaufbauend handelt (denkt und fühlt). Wir wissen durch die Wissenschaft, dass der Mensch auch Gefühle und Gedanken im Feld oder draussen wahrnehmen kann.

Der Erwachsene muss also auch in seinen Gedanken und Gefühlen ein Vorbild sein, weil die Kinder diese halbbewusst oder sogar bewusst wahrnehmen und imitieren!

Zweites Gesetz

Ab ca. 9 Jahren ist das zweite Gesetz auch noch gültig.

Mitmachen

Machen, was die Lehrperson sagt, ist nur ohne (innerlichen) Widerspruch bei einer authentischen Person möglich. Der Erwachsene kann die Kinder nur führen, wenn er eine natürliche Autorität (authentisch) ist.

Die Kinder ahmen ohne Belohnung, ohne das Fördern ihres Egoismus freiwillig nur nach, was authentisch ist.

Drittes Gesetz

Ab ca. 14 Jahren ist aus eigener Einsicht oder aus eigener Freiheit etwas zu machen, wichtig. Die anderen zwei Gesetze gelten auch noch, im Zentrum steht aber das 3. Gesetz-

Selber machen

Ab der Pubertät wird es immer wichtiger, dass der/die Jugendliche eine gewisse Wahlfreiheit hat.

Die älteren Kinder brauchen Gebiete, wo sie die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, was sie machen.

Vergleich der pädagogischen Grundsätze mit der Gedanken-, Gefühls- und Willenswelt

Erste Frage: Wie muss eine Schule aufgebaut sein, um die Kinder nach den drei pädagogischen Grundgesetzen aufwachsen zu lassen?

Bei den Kindern muss geschaut werden, dass sie dem Alter gemäss aufwachsen können.

Kleine Kinder

Kleinen Kinder sind am sozialsten. Sie tragen noch nicht alle Vorurteile der Familie, Gesellschaft und Religion mit sich. Sie sind noch offen und neugierig (Erwachsene müssen sich aktiv schulen, um dies wieder zu erreichen).

Die Kinder imitieren alles. Wenn die imitierten Menschen nachahmenswert sind, ist für die Kinder als Erwachsene Sozialität im Wollen klar.

Auch Nachhaltigkeit ist eine Selbstverständlichkeit, weil kein göttlicher Mensch die Ressourcen nur für sich ausplündern will. Er achtet darauf, dass immer genügend für alle (Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien) vorhanden sind.

Dass Sozialität in der göttlichen Willenswelt gilt, ist offensichtlich, wenn man als Kind das Gute imitieren lernte.

Kinder (ab 4. Kl.)

Kinder ab der 4. Kl. folgen einer natürlichen Autorität ohne Probleme.

Die Kinder haben keine Mühe mit der Gleichheit im Fühlen der Menschen, wenn sie Authentizität und nicht eine Lüge erlebten. Denn ein authentischer Mensch behandelt die anderen als gleich.

Sie erlebten den Menschen als göttliche Schöpfung. Dann kann nicht ein Mensch besser sein als ein anderer, denn jeder Mensch ist eine göttliche Schöpfung.

Dass Gleichheit im Fühlen in der göttlichen Gefühlswelt gilt, ist klar, wenn man als Kind einem authentischen Menschen, der nur objektive Gefühle zulässt, folgen konnte.

Oberstufen Kinder (ab 7. Kl.)

Oberstufen Kinder wollen frei wählen können, arbeiten besser mit einer selbstgewählten Aufgabe.

Die Kinder haben keine Mühe mit der Freiheit im Denken der Menschen, wenn sie frei denkende Erwachsene und nicht Zwang erlebten. Denn ein freier Mensch gibt den Anderen auch Freiheit.

Dass Freiheit im Denken in der göttlichen Gedankenwelt gilt, ist als richtig erlebbar, wenn man als Oberstufen-Kind eine gewisse Wahlfreiheit hatte.

Antwort auf die erste Frage

Wenn das Kind bei der Ausbildung seines Willens auch in der Schule die Sozialität erlebte, kann es auch als Erwachsener leichter sozial und nachhaltig sein. Umweltschutz und Nachhaltigkeit im weitesten Sinn (Umweltschutz auch des eigenen Körpers) werden dann nicht nur theoretisch begriffen, sondern auch jeden Tag gelebt.

Wenn das Kind bei der Ausbildung seines Gefühlslebens auch in der Schule die Gleichheit erlebte, kann es auch als Erwachsener leichter den Menschen als gleich anschauen. Die Demokratie ist dann eine selbstverständliche Staatsform.

Wenn das Kind bei der Ausbildung seines Denkens auch in der Schule die Freiheit erlebte, kann es auch als Erwachsener leichter frei sein. Man kann diese Erwachsenen viel weniger manipulieren.

Wichtige Bemerkungen

Das Wesentliche in der Kindheit sind lebensfördernde Vorbilder. Dies können Eltern, Lehrpersonen und andere Erwachsene sein.

Die Kinder sollen sozial bleiben durch Handlungen von Erwachsenen. Menschen, die in der Theorie die Sozialität anpreisen, aber in der Praxis egoistisch handeln, sind ein schlechtes Vorbild.

Ebenso sollen die Kinder täglich eine gleiche Behandlung von Mitmenschen (auch Mitschüler) erleben. Eine Demokratie, die nur auf dem Papier eine Demokratie ist, kann sehr schnell zu einer Diktatur werden.

Die Freiheit im Denken soll den Kindern ermöglicht werden.

Je älter sie werden, desto mehr Wahlfreiheit und Mitbestimmung sollen sie ausüben können.

Nur erwachsene Vorbilder, die in ihrem Denken frei sind und nicht einfach Wissensinhalte „nachplappern“ sind glaubwürdig. Eine offizielle Meinung ist immer gefährlich, wenn der Mensch nicht selbst durch Nachdenken davon sich überzeugt (er muss sich selbst ein Zeugnis schaffen).

Die Kinder sind noch abhängig von Erwachsenen, weil sie Vorbilder brauchen.

Sie sind jedoch auch göttliche Wesen, die gleichwürdig wie Erwachsene sind. Als göttliche Wesen mit einer grossen Offenheit sind sie ohne Störung durch unsere Gesellschafft sozial und wollen nachhaltig handeln.

Als Erwachsene wählen sie sich ihre Vorbilder in Freiheit.

Kinder sind noch nicht vollkommen frei, gleich und sozial.

Das gute erwachsene Vorbild ist nötig, um sie zur Freiheit, Gleichheit und Sozialität zu führen.

Zweite Frage: Wie muss die Schulumgebung für das Lehrerteam sein?

Für das Team ist Freiheit im Denken selbstverständlich. Es will sich nicht manipulieren lassen. Deshalb ist auch Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen nötig.

Der physische Körper (der Kinder und Erwachsenen) lebt in der Sphäre des Physischen. In dieser Sphäre gilt die Sozialität beim Erwachsenen und die Nachahmung beim Kind. Der Mensch macht als Kind das Sinnvolle nach. Dann ist das Kind auch sozial.

Wenn man das Sinnlose nachmacht, imitiert man den Abgrund oder die Welt der Gegenmächte. Auch das Kind kann schon verführt werden (mit Süssigkeiten, Computer, Handy, Games usw.).

Der Lebenskörper (der Kinder und Erwachsenen) lebt in der Sphäre des Lebens. In dieser Sphäre gilt die Gleichheit beim Erwachsenen und das Folgen einer authentischen Persönlichkeit beim Kind. Der Mensch erlebt die Aufrichtigkeit, keine Lügen. Dann behandelt auch das Kind alle Menschen gleich.

Wenn man die Lügen nachmacht, imitiert man den Abgrund oder die Welt der Gegenmächte. Auch das Kind kann schon verführt werden (mit Lügen, Scheinwelten wie Reichtum usw.).

Der Seelenkörper (der Kinder und Erwachsenen) lebt in der Sphäre des Seelischen (denken, fühlen und wollen). In dieser Sphäre gilt die Freiheit beim Erwachsenen und die Wahlfreit entsprechend dem Alter beim Kind. Der Mensch wählt nur als gesundes Kind, was ihm entspricht. Dann ist das Kind auch in gewissen Sinn auch frei.

Wenn man den Zwang nachmacht, imitiert man den Abgrund oder die Welt der Gegenmächte. Auch das Kind kann schon verführt werden (mit Zwang, Manipulation usw.).

Die Delta Pädagogik

In der Delta Pädagogik verwirklicht das Team der Schule auf der Erde für die Kinder die göttlichen Gesetze.

Es befolgt nicht die Gesetze des Lebensabbauenden, die häufig das Nützlichkeitsdenken des Menschen stärken und bestätigen. Wir sind in der göttlichen Sphäre und handeln sozial und nachhaltig.

In der Sphäre des Lebens herrschen Rhythmen. Bei den Kindern gilt die natürliche Autorität oder Authentizität. Beim Erwachsenen gilt zudem die Gleichheit. Wenn ein Kind authentisch aufgewachsen ist, kann es die Gleichheit aller Menschen ohne Probleme akzeptieren. Wenn es verlogen erzogen wurde, kann es die Gleichheit der Menschen überhaupt nicht akzeptieren.

In der Sphäre des nicht manipulierten Denkens sind wir auch im göttlichen Reich auf der Erde. Wir sind frei, wenn wir den Abgrund oder die Manipulationen durch das Denken übersprungen oder durchschaut haben. Es ist die Sphäre, wo Freiheit herrscht. Als Kind braucht man die Wahlfreiheit, denn der Seelenkörper wird ausgebildet. Wenn man die Wahlfreiheit nicht hat, wird der Seelenkörper fehlerhaft ausgebildet. Er braucht zu seiner Ausbildung neben der Freiheit auch die Wahrheit. Lügen machen jeden Menschen nicht mehr innerlich aufrecht.

Wenn der Mensch durch eine Pädagogik erzogen wird, die den Egoismus fördert, ist er abgestumpft und nützlichkeitsorientiert. Die Ideale Freiheit, Gleichheit und Sozialität sind für ihn unnötig und behindern nur seine egoistische Karriere.

Freiheit, Gleichheit und Sozialität können nur wirken, wenn der Mensch durch Imitieren oder Nachmachen, authentisch Sein oder Mitmachen und in Freiheit Machen oder selber Machen erzogen wird.

Antwort auf die zweite Frage

Die Schule muss so strukturiert sein, dass Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen möglich wird.

Die Delta Pädagogik muss ermöglicht werden.

Folgende Fragen müssen immer unter den Aspekten der Freiheit im Denken, Gleichheit unter Menschen und Sozialität und Nachhaltigkeit geklärt werden:

Wie werden die Erwachsenen zu nachahmenswerten Menschen?

Was und wie soll gelernt werden?

Wie muss die Schule organisiert werden, dass es keine Hierarchien braucht?

Bei welchen Punkten können auch die Kinder mit den Erwachsenen abstimmen?

Wie werden das Schulgeld und Löhne gestaltet?

Bemerkung

Im nächsten Artikel sollen die Grundprinzipien, wie die Ziele der Organisation der Delta Schule gedacht sind, beschrieben werden.

Begreifen und Erleben der drei göttlichen Sphären auf der Erde

Wenn der Mensch durch nicht manipuliertes Denken (das auch ein Fühlen und Wollen ist) den Abgrund, der ihn von den göttlichen Welten trennt, vollbewusst überquert, erlebt er drei göttliche Welten auf der Erde in seinem Körper.

1. Die Willenswelt (3D)

In der 3. Dimension hält er sich in der geistigen physischen Welt auf, die für materielle Sinne nicht wahrnehmbar ist. Es ist die Welt der Formen und Bewegungen auf der Erde. Dort kann er mit seinem Willen gestaltend auf der Erde wirken.

Mit den materiellen Sinnen leben wir in der festen, auch irdisch materiellen Welt und können sie wahrnehmen.

Der Mensch wirkt mit seinen Gliedmassen, die auch Maschinen bedienen können, auf der materiellen Erde umgestaltend.

In der Willenswelt bedienen wir uns auf der Erde in unserem Körper unseres Stoffwechsel-Gliedmassen-Systems.

Weshalb ist die heutige materialistische Naturwissenschaft nicht ganzheitlich?

Die Erde, auf der wir geboren werden, ist durch ihre Erstarrung sichtbar geworden. Heute weiss der Mensch durch die Naturwissenschaften, dass er auch auf der Erde im elektromagnetischen Feld lebt, das die Erde umgibt.

Das ganze Weltall ist aus Energie aufgebaut (elektromagnetischen Feld und seinem Pendant Materie).

Unser sichtbares Weltall ist jedoch nicht die Einheit.

Der Mensch gelangt erst zur Einheit, wenn er die göttlich geistigen Welten einschliesst. Ein Hinweis dazu zeigt uns die englische Sprache: Sky heisst Himmel. Es ist aber der Himmel, wo z. B. die Flugzeuge fliegen. Er ist ein Teil des materiellen Weltalls. Heaven heisst auch Himmel. Es ist aber die Sphäre, wo wir Gott, Engel und Verstorbene finden können. Er ist der ergänzende Teil. Sky und Heaven zusammen bilden die Einheit Gottes.

Auch die Erde ist vom Heaven durchdrungen. Jede materielle Dimension hat auch die entsprechende göttliche Dimension (irdisch: fest, göttlich: Erde/irdisch: flüssig, göttlich Wasser/irdisch: gasförmig, göttlich: Luft/irdisch: wärmeartig, göttlich: Feuer).

In der Antike hat der Mensch sie mit den vier alten Elementen bezeichnet.

Der Schwerpunkt wurde auf die von Gott geschaffene Welt gelegt.

Heute wird im Materialismus der Schwerpunkt auf die geistentblösste Erde gelegt. Die göttliche Erde ist durch den Einfluss der anti-göttlichen Mächte in der Materie erstarrt und sichtbar oder im elektromagnetischen Feld als Wellen aufgelöst und unsichtbar.

Aber auch heute kann die Ganzheit wieder mit dem alten fünften Element – der Quintessenz oder dem Dodekaeder – bezeichnet werden. Das Dodekaeder besitzt 12 Flächen, die aus gleichgrossen Fünfecken bestehen. Das Fünfeck oder der Fünfstern ist seit langem (siehe der vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci) das Zeichen für den irdischen Menschen. Die 12 Flächen weisen auf mit den 12 modernen Sinnesorganen aus 12 Richtungen oder mit 12 Qualitäten wahrgenommene Welt hin (12 Sternzeichen, 12 Monate des Jahrs).

Ganzheit

Das 5. Element ist wirklich eine Zusammenfassung des göttlichen Weltalls, in dem Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat.

2. Die Gefühlswelt (2D)

In der 2- Dimension hält er sich in der geistigen lebendigen Welt auf, die für materielle Sinne nicht wahrnehmbar ist.

Mit den materiellen Sinnen leben wir in der flüssigen, irdisch materiellen Welt und können sie wahrnehmen. Ebenso erleben wir in unserem seelischen Innenraum (auch im elektromagnetischen Feld) die Gefühle und Emotionen. Durch die Spiegelneuronen realisieren wir, dass die Gefühle und Emotionen auch in der Aussenwelt wahrnehmbar sind. Wir nehmen auch das andere Ich wahr.

Mit unseren 12 Sinnen nehmen wir sowohl die Aussen- als auch die Innenwelt wahr.

In seinem seelischen, göttlichen Innenraum erlebt er die Welt als bewegliche, sich rhythmisch verändernde und in Tier und Mensch beatmete Welt.

Das Fühlen, das entsteht im rhythmischen Leben durch zusammentreffen der Luft in der Atmung und des Wassers im Blut.

Jeder Mensch atmet auf die gleiche Art. Er fühlt mit den vier Haupt-Gefühlen in der Gegenwart.

Der Rhythmus gibt jedem Menschen Lebenskräfte.

In der Gefühlswelt brauchen wir als Werkzeug auf der Erde in unserem Körper unser Atem-Rhythmus-System.

3. Die Gedankenwelt (1D)

In der 1- Dimension hält er sich in der geistigen, seelischen Welt auf, die für materielle Sinne nicht wahrnehmbar ist.

Mit den materiellen Sinnen leben wir in der gasförmig irdisch materiellen Welt und können sie wahrnehmen. Ebenso erleben wir in unserem seelischen Innenraum (auch im elektromagnetischen Feld) Gedanken und Assoziationen. Durch die Spiegelneuronen realisieren wir, dass die Gedanken und Assoziationen auch in der Aussenwelt wahrnehmbar sind. Wir nehmen auch das andere Ich wahr.

In seinem seelischen, göttlichen Innenraum erlebt der Mensch die Welt als lichthaft.

Mit seinen Neven (auch Gehirn) und Sinnen erlebt er unbewusst die Welt als gedanklich durchdrungene und wahrnehmbare Welt.

In der Gedankenwelt benützen wir als Tool unser Sinnes-Nerven-System in unserem Körper.

Ich nehme bei den drei Welten für die einzelnen Systeme die Bezeichnungen von R. Steiner.

Die Seinswelt (0D)

Mit seinem Kern oder Ich-Wesen, das keinen Ort, sondern einen Zustand beschreibt, wirkt der Mensch mit seinem Körper in allen drei Welten auf der Erde.

Mit den materiellen Sinnen leben wir in der irdischen Welt und können sie erkennen.

Er ist ein Ich-Wesen und lebt auf der Erde in der göttlichen Welt, wo sein Ego und andere Einflüsse von aussen, ihn nicht manipulieren können.

Mit den materiellen Sinnen leben wir in der wärmehaft materiellen Welt und können sie wahrnehmen. Ebenso erleben wir in unserem seelischen Innenraum im elektromagnetischen Feld unser Ego. Durch die Spiegelneuronen realisieren wir, dass wir mit unserem Ich auch in der Aussenwelt wahrnehmen können. Wir nehmen daher auch das andere Ich wahr.

In der Seinswelt auf der Erde haben wir unser Immun-System nötig, um unseren Körper gesund zu erhalten.

Wenn wir auf der Erde abstumpfen oder esoterisch „abschwirren“ kann unser Ich nicht mehr seinen Körper eingreifen. Das Ich wird zum Ego. Anders gesagt: Wenn wir unser Immunsystem schädigen, erstarren lassen usw. kommt nur noch unser Ego zur Geltung, das den ewigen Ich-Geist verleugnet und vergangenheits- und körperorientiert ist. Es kann nicht mehr wirklich Neues auf der Erde entstehen. Wir sind nicht mehr frei und können uns nicht mehr menschlich entfalten.

Die Wohnorte des Menschen auf der Erde

Als Ich-Wesen oder Geist lebt der Mensch in der göttlichen Seinswelt auf der Erde in seinem Körper. In dieser existiert er bis zu seinem Tod auf der Erde.

Da diese Seinswelt in 0D (also kein Ort, sondern ein Zustand ist, durchdringt und wirkt sie in allen Welten – auch den Geistig-Göttlichen.

Durch die Wellen im elektromagnetischen Feld wird sein Ich-Wesen oder Geist mit den materiellen Sinnen (Spiegelneurone) auch für andere Menschen wahrnehmbar.

Danach ist sein Wohnort die geistige Welt (im Christentum der Himmel, im Judentum die Ewigkeit oder das ewige Leben, im Islam der Paradiesgarten, im Buddhismus und Hinduismus das Nirwana usw.)

Freiheit

  1. Als Ich im Seelenkörper oder als Geist-Seele lebt der Mensch in der göttlichen Gedanken-Welt, die auch auf der Erde ist. Dort ist er im Denken frei.

Durch die Wellen im elektromagnetischen Feld werden seine Gedanken mit den materiellen Sinnen (Spiegelneurone) auch für andere Menschen wahrnehmbar.

Gleichheit

2. Als Geist-Seele im Leben lebt der Mensch in der göttlichen Lebens- oder Gefühlswelt, die auch auf der Erde existiert. In dieser Gefühlswelt ist er gleich wie alle Menschen.

Durch die Wellen im elektromagnetischen Feld werden seine Gefühle auch für andere Menschen mit den materiellen Sinnen (Spiegelneurone) wahrnehmbar.

Sozialität

3. Als Geist-Seele in der geformten und bewegten physischen Welt lebt der Mensch in der göttlichen, irdischen Welt. In der göttlichen irdischen Welt, die auch auf der Erde zu finden ist, lebt der Mensch sozial und handelt nachhaltig. Er teilt die Ressourcen auf, dass sie für alle Menschen reichen.

Durch die Materie wird der Mensch mit materiellen Sinnen wahrnehmbar.

Der Weg in immer dichtere Welten auf der Erde

Der Weg in immer dichtere Welten (Luft, Wasser, Erde) auf der Erde geht vom Denken, zum Fühlen und zum Wollen oder Handeln. Der Mensch geht durch die Sphäre der Freiheit im Denken, der Gleichheit im Fühlen und der Sozialität im Wollen.

Der Weg des Denkens und der Weg der Erfahrung

Das Ich kann auch wach mit dem Denken und wach mit den Erfahrungen im Körper auf der Erde Folgendes erleben und erfahren:

Der Mensch kann im Denken frei, im Fühlen gleich und im Wollen sozial sein, wenn er den göttlich-menschlichen Zielen folgt.

Der anti-göttliche Weg

In der materiellen (Atome und elektromagnetische Wellen) Welt können wir in den Abgrund gezogen werden und uns von Gott entfernen. Wir können von den materiellen Mustern (Gene) und den Strukturen der elektromagnetischen Wellen (Erziehung, Emotionen) beherrscht werden. Dann bestimmt uns unser vererbter Körper und unsere erlebten und anerzogenen Emotionen. Wir sind nicht frei. nicht individuell und wirken mit unserem Ego. Wir verfolgen Familien-, Staats und „Rassen“-Ziele. Wir sind Sklaven verschiedenster Gruppen.

Der göttliche Weg

Jeder Mensch, der aufgewacht und aufmerksam ist, will diesen göttlichen Weg in Freiheit gehen.

Wenn zudem der Mensch den göttlichen Gesetzen gemäß aufgewachsen ist, hat er keine Probleme mit diesem Weg.