Der Ich-Mensch
Als Ich-Mensch bilden wir innerlich ein Kreuz.
Die Geometrie des Kreuzes ist ein Hinweis
auf die göttliche Geist-Seele des Menschen.
Dies gilt für alle Menschen, die im Jetzt leben können, unabhängig von ihrer Religion.
Durch seinen Geist ist der Mensch ein freier, selbst bestimmter Mensch.
In der seelischen Ebene bewegen wir uns auf der Horizontalen. Besser bekannt ist der waagrechte Zahlenstrahl, der auch als Zeitstrahl gebraucht werden kann.
Erinnerungen kommen von links (Vergangenheit) und Zukunftsahnungen von rechts (echte Zukunft, keine Extrapolation der Vergangenheit). Dies bedingt jedoch, dass der Mensch sich als freies Ich-Wesen fühlt.
Schliesst der Mensch die Freiheit und die Möglichkeit zur Veränderung in jedem Moment aus, wird die Zukunft zur Extrapolation der Vergangenheit.
Der Mensch ist nicht nur ein zeitliches Wesen, sondern auch ein räumliches. Sein Körper richtet sich im Wachzustand auf. Er ist dann senkrecht. Da der Mensch auch ein ewiges (raum- und zeitloses) Wesen ist, kann er im Jetzt leben. Das Jetzt ist ein Punkt, der immer vorwärts geht. Er kann nicht angehalten werden.
Wenn der Mensch im Jetzt lebt, geht er immer in die echte Zukunft, die auf uns zukommt, und entwickelt sich weiter.
Im Kreuzpunkt lebt er im Herzen.
Der Mensch ist eine individuelle Geist-Seele, die auf der Erde lebt und nach dem Tod seines Körpers im Geist existiert. Da sich der Mensch in einem Leben – auch mit der Hilfe Gottes – nicht selbst genügend weiterentwickeln kann, gibt es das Gesetz von Kama und Reinkarnation oder von Schicksal und Wiedergeburt.
Wir sind in unserem Ich ganz wach und aufmerksam. Im Jetzt können wir auch denken, fühlen und wollen. Wir können im Körper und in der Seele ganz in der Gegenwart sein.
Wir sind in der Gegenwart aufmerksam oder achtsam, unser Geist ist sich seiner bewusst und lebt als freier Mensch im Jetzt auf der Erde.
Deshalb bildet der Mensch als Geist-Seele seelisch und körperlich ein Kreuz.
Des Menschen Geist und Körper errichtet den senkrechten Balken, seine Körper-Seele und Geist-Seele den waagrechten.
Im Zustand des Kreuzes ist der Mensch frei und wird nicht manipuliert. Kann er das Kreuz seelisch nicht halten, fällt er aus der Gegenwart und sein Ego dominiert. Die Form des Kreuzes ist zerstört.
Der Ego-Mensch
Heute ist dieser Kampf um den Menschen besonders groß, da der Mensch nun in die Phase der Freiheit und der Bewusstwerdung seines Individuums eintritt.
Deshalb wird der Mensch oft versucht, sich zu verhärten oder aufzulösen (Materialismus oder schwärmerische Esoterik).
Zuerst kommt immer der Kampf mit Ideen. Erst danach kommt der Kampf mit Waffen. Wenn eine wesentliche Minderheit nicht den falschen, unmenschlichen und erstarrten Ideen glaubt, lässt sie sich nicht auf Waffengewalt ein.
Erst wenn das Ich durch Panik usw. bei den Meisten zum Ego gemacht wird, ist die Freiheit des Menschen nicht mehr möglich. Er wird von aussen beeinflusst. Wenn erstarrte Bilder in der Seele wirken, spricht man auch von „aussen“.
Das nicht mehr Weiterschreiten-Wollen und Stoppen der Entwicklung ist ein Verhärten und Fallen in Strukturen des Seelischen (elektromagnetisches Feld: Wellen) und hinabgleiten in erstarrte Muster des Materiellen (Materie, Atome als Grundbausteine).
Religiös gesprochen hat man in der Bibel und anderen heiligen Schriften vom Sündenfall oder Abfallen von Gott geschrieben.
Schule
Pädagogisch hatten wir an Silvester auch das Urbild der Sinneswahrnehmungen beschrieben.
Wir nehmen im Moment oder im Jetzt wahr.
Das Ideal des Lebens im Moment gilt bei jeder Sinneswahrnehmung auch in der Schule.
Die Lehrpersonen achten darauf, dass das Ideal des Lebens im Jetzt möglichst gut erreicht wird.
Die Seele
Der gesamte Körper ermöglicht dem Menschen auf der Welt seine Gedanken zu haben und die Welt zu begreifen, von seinen Gefühlen eine Rückmeldung von der Welt zu bekommen, wie er wirkt, und zu sehen, wie gross sein „Fussabdruck“ (wieviel Ressourcen er verbraucht) auf der Erde ist.
Im Seelenraum oder Seelenmeer im Körper können wir aktiv oder bewusst denken, tauchen halbbewusst Gefühle im Seelenmeer auf und ab und ist unser Wille in den Tiefen des Meeres unbewusst tätig.
Wie Blitze alles erhellen, können wir bewusst mit unseren Gedanken Licht ins Dunkle bringen und Zusammenhänge begreifen.
Jeder Mensch kann wach und aufmerksam sein. Dann steigen Gefühle in seiner Seele auf und ab. Er kann diese Gefühle auch als Feedback der Welt verstehen, das ihm eine Rückmeldung gibt, wie er auf die Welt wirkt. Ausserdem kann er mit seinem Körper arbeiten. Er kann Freudearbeit, Angstarbeit, Trauerarbeit und Wutarbeit meist in einer Gruppe mit diesen Gefühlen bewusst machen. Er kann auch mit innerer Anstrengung die Gefühle zu geistigen Bewusstseinszuständen «steigern». Er kann die Gefühle körperlich erleben und sehen, wie sie auf seine Seele zurückwirken, kann sie aber auch allein aktiv zu Bewusstseinszuständen emporheben, die verschwinden, wenn er nicht mehr bewusst aktiv ist.
Beim Emporheben muss der Mensch sich mit gewissen Übungen stabilisieren und aufmerksam sein, dass er ins Geistige kommt und nicht vom Abgrund angezogen wird, der zwischen unserer seelischen Welt und der geistigen Welt sich befindet.
Gefühle steigen halbbewusst auf und erzeugen in uns verschiedenste Stimmungen, denn die Gefühle zeigen uns auch an, wie wir auf unsere Umgebung wirken.
Wenn wir mit unserem Willen etwas gestalten, können wir immer die Verantwortung übernehmen, wenn unsere Werke im Einklang mit Gott stehen.
Dies geschieht alles, wenn wir in Freiheit, ganz wach und aufmerksam als Ich-Mensch leben.
In unserer Seele können wir bewusst denken, halbbewusst fühlen und unbewusst wollen. Wenn wir Bewusstseinslicht überall hineinbringen erleben wir unseren schaffenden Geist. Wir erleben unsere Senkrechte.
Geist auf der Erde existiert im Jetzt.
Die vier Hauptgefühle
Es gibt vier im Kreuz angeordnete Ich-Gefühle: Freude, Angst, Traurigkeit und Wut.
Alle anderen Gefühle sind Mischungen der vier Hauptgefühle.
Im Possibility Management von Clinton Callahan wird mit diesen Gefühlen gearbeitet.
Ich-Mensch und Ego-Mensch
Wenn zwischen Ich-Mensch und Ego-Mensch (Freiheit und Zwang) unterschieden wird, kann mit dem Körper und den vier Grundgefühlen als Ich-Mensch mit der Körperarbeit viel über den Menschen erfahren werden. Bei der Körperarbeit setzt der Mensch seinen göttlichen Körper ein, der ihm wahre oder göttliche Fakten erleben lässt.
Die Zusammenhänge kann er nur erkennen (nicht nur Erleben, wie bei der Körperarbeit), wenn er sein Denken von Ausseneinflüssen frei macht. Er darf nie stehenbleiben und verhärten. Der Mensch ist nie fertig!
„Freudearbeit“ kann z. B. im Lachyoga gemacht werden, Angst-, Trauer- und Wutarbeit in P.M.-Gruppen und anderen.
Das Ego
Der Ego-Mensch kommt unter den Zwang seiner Emotionen: Spass oder sogar Sucht, Panik, Depression und Todesangst. Er ist nur seinem erstarrten Körper ausgeliefert und wird von aussen bestimmt.
Das Ich
Alle Gefühle (nicht Emotionen) lassen die Erkenntnis (denkerisch die Welt erleben) erfahrbar werden: Hinter allen Ich-Gefühlen ist die positive , individuelle Ich-Kraft des Menschen verborgen.
Deshalb arbeiten wir mit dem Körper, der „Wohnung“ des menschlichen Ichs im Jetzt ist.
Geistiges, individuelles Bewusstsein
Arbeiten wir in der Deltadynamik statt mit dem Körper aktiv mit unserem Geist (Ich) im Körper, müssen wir unsere Gefühle zu geistigen Bewusstseinszuständen „steigern“.
Stabilisierungs- und Selbsterkenntnisübungen
Weil die Gefühlswelt mit dem Wasser verglichen werden kann, müssen wir einen Anker in unserer ewigen Geist-Seele, unserem ewigen Ich oder unserem ewigen Kern finden.
Die diversen Übungen, die ich schon auf viele Arten erklärt habe, helfen uns, unseren Anker im Ich zu finden. Wenn wir bewusst üben, werden wir im Sturm nicht unkontrolliert hin- und hergeworfen. Wir sind immer Herr der Lage.
Wir müssen nicht mehr einen alleinigen Bezug zu den Heiligen Schriften der uns entsprechenden Religion nehmen. Wir haben nur uns selbst und können unser Bewusstsein erhellen. Natürlich können wir durch die Hilfe von anderen Menschen (auch Bücher und andere Medien) und geistigen Wesen Fortschritte machen, wenn wir es wollen (Freiheit).
Geistige Bewusstseinszustände
Wir müssen noch wacher werden. Wir können dann von den geistigen Bewusstseinszuständen, die wir als Menschen hellwach im Körper erleben sprechen.
Wir können das Gefühl Freude zum Bewusstseinszustand Glück steigern oder emporheben, das wir nur so lange erleben, wie wir hellwach innerlich tätig sind.
Wir können das Gefühl Angst zum Bewusstseinszustand Vertrauen steigern oder emporheben, das wir nur so lange erleben, wie wir hellwach innerlich tätig sind.
Wir können das Gefühl Traurigkeit zum Bewusstseinszustand Mitgefühl steigern oder emporheben, das wir nur so lange erleben, wie wir hellwach innerlich tätig sind.
Wir können das Gefühl Wut zum Bewusstseinszustand Kreativität steigern oder emporheben, den wir nur so lange erleben, wie wir hellwach sind.
Die vier geistigen Bewusstseinszustände im Körper sind:
Glück, Vertrauen, Mitgefühl und Kreativität
Da das geistige Bewusstsein punktförmig ist oder in den 0-Dimensionen seine Heimat hat, kann man sich vorstellen, dass das Glück alle anderen „umhüllt“. Anders gesagt ist man glücklich, dass man sich als ein Vertrauen habendes und mitfühlendes Wesen, das kreativ ist, erlebt.
Der Mensch ist ein ewiges, göttliches Wesen auch nach dem Tod.
Welche Schule und Gesellschaft diesem Ich-Menschen entspricht, wollen wir in den nächsten Blog-Beiträgen beschreiben.
