Die zwölf pädagogischen Grundsätze III

Das Denken und das Gehirn braucht es auf sinnlicher Ebene, um die Wahrnehmung der Sinneswelt zu haben. Sie ist also auch mit dem Denken durchdrungen. Dass das Denken die Sinneswahrnehmung auch durchdringen muss, kann man zum Beispiel am blinden Fleck und am vollständig Machen oder „Ausfüllen“ der Flächen sehen. Wie die Hirnforschung zeigt, „rechnen“ wir mit den Hirnteilen die Flächen aus und ergänzen die fehlenden Flächen mit dem gleichen Hintergrund wie üblich. Wir vollbringen mit dem Hirn eine Denkleistung, die beim Wahrnehmen eine einheitliche Fläche  zeigt, obwohl wir mit den Sinnesorganen diese einheitliche Fläche nicht sehen.  Auch bei diesem Beispiel sehen wir, dass ohne das Denken nichts wahrgenommen wird. Wenn man das Hirn als Werkzeug des materiellen Denkens mit einem Computer ergänzt, kann man sagen, dass das Gehirn besser als ein Computer rechnet. Mit den Sinnesorganen zusammen nimmt es die berechnete Sinneswelt wahr. Die wahrgenommene Sinneswelt entsteht also als sichtbare Sinneswelt durch Denken und Beobachten der Strukturen durch unser Zutun.

Man kann die Sinneswelt ohne Denklen nicht erkennen. Beim „Glotzen“ mit den gesunden Sinnesorganen sieht man im Extremfall nichts. Wenn man etwas erkennt, also automatisch sieht, ist schon automatisch das Denken dabei!

Auch die göttlich geistige Welt nimmt man durch Denken und Beobachten wahr. Das Denken ist dann leibfrei oder rein. Es beinhaltet auch das Fühlen und Wollen. Die Sinnesorgane haben keinen materiellen Körper mehr. Der Mensch bildet diese nur durch seine Tätigkeit. Das Beobachten findet nun nicht mehr in den Strukturen statt, sondrern man schaut in die göttlich geistige Welt. Man schaut nun die Qualitäten und beobachtet nicht mehr die strukturierten Quantitäten. Wie man die göttlich geistige Welt als Bild sehen kann, beschreibe ich in meinem übernächsten Buch „Das Deltagramm“. In der Delta Dynamik kann man zuerst die geistig göttliche Welt gedanklich, nicht beeinflusst von der Materie, erleben. Man ist ja im Körper und lebt auf der Erde.

Die zwölf pädagogischen Grundsätze II

Die Sinne sind auch mit dem Gefühl durchdrungen. Im Gehirn hat man zum Beispiel auch die Sehfelder, die für das Fühlen des Gesehenen zuständig sind. Ohne diese Zonen nimmt man die Fakten, bei denen das Fühlen und auf materieller Ebene die Emotion fehlen, wahr.

Genauer braucht es zum Wahrnehmen auch das Wahrnehmen des Fühlens! Fehlt dieses, nimmt man die Fakten (die Form des Gesichts, seine Farben, seine Bewegeung, um nur einige zu erwähnen) wahr. Sie sind jedoch ohne Gefühle.

Man kann die Wirkung der Welt nicht auf uns beziehen und sagt dann zum Beispiel, das gesehene Gesicht sehe nur so wie das Gesicht meiner Mutter aus. Meine Mutter sei aber anders. Man meint, dass das Gesicht meiner Mutter die entsprechenden Gefühlseindrücke, die es sonst auf mich macht, nicht auf mich machen kann und weiss nicht, dass die entsprechende Zone in meinem Gehirn ausgefallen ist.

Sie können meine Beiträge zu den Sinnen unter dem Gesichtspunkt des Fühlens wieder lesen, um mit eigenen Erfahrungen diese 12 Grundsätze besser zu verstehen.

Die 12 pädagogischen Grundsätze I

Es sind zwölf pädagogische Grundsätze, weil sie von den zwölf Sinnen inspiriert werden können.

Die Sinne durchdringen den Körper auf vierfache Weise. Sie haben eine Form und leben alle von der Bewegung. Als Qualität kann man bei allen den Willen erleben. Ohne eine Sinneswahrnehmung zu wollen, nimmt der Mensch nichts wahr.

Ich hatte vor vielen Jahren eine Schülerin, welche nur noch wenig hörte. Diese Tatsache bestätigte sogar ein Arzt mit Hilfe eines Audiogramms. Nach einigen Monaten hörte diese Schülerin alles wieder. Sie wollte bei mir als Lehrer wieder hören.

In dieser Zeitdes sinnlichen Wahrnehmungsausfalls hatte diese Schülerin ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Umgebung. Sie konnte und wollte dadurch ihre Umgebung und sich weniger umgestalten.

So kann jeder Mensch ein anderes Sinnesorgan ausschalten, wenn er (unbewusst) will. Er ist nicht körperlich geschädigt. Bei körperlichen Schäden brauchen wir Therapien oder sogar künstliche Sinne, um wieder wahrzunehmen, was wir wollen.

Sie können meine Beiträge zu den Sinnen unter diesen Gesichtspunkten wieder lesen, um mit eigenen Erfahrungen diese 12 Grundsätze zu verstehen.