Der Dalai Lama und die Zeit I

Die Zeit

Es gibt unterschiedlichste Theorien vom Wesen der Zeit. Ich will mich auf die zwei wichtigsten, die Technische Zeit und die Buddhistische Zeit konzentrieren, um bei der Delta Dynamischen Zeit aufzuhören.

Zuerst ein wörtlicher Auszug aus der 2009 erschienenen Autobiographie vom weltberühmten Dalai Lama.1

„…. Unsere Wahrnehmung der Zeit beruht ebenfalls auf einer falschen Sicht der Wirklichkeit. Was ist eigentlich die Vergangenheit? Die Vergangenheit ist keine Wirklichkeit, sie ist lediglich ein Konzept. Und die Zukunft besteht aus Projektionen und Vorwegnahmen, die genauso unwirklich sind. Die Vergangenheit hat bereits stattgefunden, die Zukunft ist noch nicht eingetroffen. Diese Begriffe scheinen Wirklichkeit zu bezeichnen, verfügen tatsächlich über keinerlei Substanz. Die Gegenwart ist die Wahrheit, die wir hier und jetzt leben, aber es ist eine unfassbare Wirklichkeit, die nicht von Dauer ist. Wir befinden uns in einer paradoxen Situation, in der das Gegenwärtige eine Grenze darstellt, eine Linie zwischen Vergangenheit und Zukunft, der aber keine konkrete Wirklichkeit entspricht. Die Gegenwart ist jener unfassbare Augenblick zwischen dem, was nicht mehr ist, und dem, was noch nicht ist.

Diese Begriffe, die wir für die „Wirklichkeit“ halten, sind nichts als intellektuelle Erfindungen, die keine unabhängig existierende Realität enthalten…..“

Nun will ich aus der Sicht der Delta Dynamik die Zeit beschreiben.

Die tote oder Technische Zeit

Dieser Abschnitt beschreibt zuerst die Technische Zeit, wie wir sie in allen Schulen und Universitäten lernen können: Vergangenheit ist alles, was vorbei ist. Man kann die Vergangenheit nicht verändern, da sie geschehen ist. Sie wird mit einem Pfeil von links kommend dargestellt. Die Gegenwart wird als Punkt, der sich immer in der Gegenwart befindet, gekennzeichnet. Ein Punkt hat aber keine Ausdehnung. In der Technischen Zeit hat er also keine Wirklichkeit, er ist nur theoretisch vorhanden. Die Zukunft, die mit einem Pfeil nach rechts bezeichnet wird, ist die Vergangenheit in der Zukunft. Es kann also nur statistisch aus der Vergangenheit die Zukunft bestimmt werden. Überraschungen, die die Zukunft bieten kann, werden immer mit einer zufälligen Genmutation oder einem anderen Zufall, wie zum Beispiel eine Spontanheilung, in Beziehung gebracht. Diese Zeit ist, wie alles, was materialistisch wissenschaftlich beschrieben wird, von der Materie und ihren elektromagnetischen Feldern abhängig. Es ist also die Zeit, der toten, sich selbst überlassenen Materie. Die Uhr ist ein Repräsentant der Technischen Zeit und zeigt die tote Zeit richtig an. Es gibt also aus dieser Sicht kein geistiges Schauen in die Vergangenheit, keine echte Prophetie und kein echtes Erleben der Gegenwart.

Die Buddhistische Zeit

Was geschieht aber, wenn die Zeit ein Leben, eine Seele und einen Geist besitzt? Wenn man mit der Zeit einen Menschen beschreiben will, wird es komplizierter. Der Dalai Lama als Buddhist weiss dies. Deshalb spricht er von keiner Wirklichkeit, nur einer intellektuellen Erfahrung. Nur im Moment, den man nicht fassen kann, zeigt sich uns die Wirklichkeit. Er setzt bei der erlebbaren Gegenwart an. Man könnte auch sagen, dass man nur mit voller Aufmerksamkeit im Leben, in der Gegenwart steht. Bis hierher ist die menschliche Zeit richtig beschrieben. Zur Vergangenheit und Zukunft sagt der Dalai Lama nur, dass sie keine Wirklichkeit darstellen. Sie sind Maya, das Nichts, um das alte indische Wort zu gebrauchen. Über ein geistiges Schauen in die Wirklichkeit der Vergangenheit und ein Schauen in die noch nicht verwirklichte Zukunft spricht er an dieser Stelle nicht, obwohl er die wirkliche, ewige Zeitlosigkeit, die „Akasha Chronik“ sicherlich kennt.

Das nächste Mal über die Wirklichkeit oder die Delta Dynamsche Zeit.

Dalai Lama: Meine spirituelle Autobiographie

Das geistige Bewusstsein III

Man kann die Strukturen mit dem Delta Bewusstsein oder wie Goethe sagte, mit der anschauenden Urteilskraft, sehen und mit den Urphänomenen interpretieren oder kann über diese mit den Theorien der heutigen meist materialistischen Wissenschaft verschiedene Erklärungen suchen.  Als Wissenschaftler macht man sich mit einem materiellen Bewusstsein Gedanken über Atome, Quantengleichungen, die elektromagnetischen Felder usw. Man ist nun nicht mehr in der sinnlich wahrnehmbaren Welt. Während der Delta Dynamiker auf der sinnlichen Erde, die er mit dem geistig göttlichen Delta Bewusstsein erlebt, bleibt, geht der Wissenschaftler mit seinen Apparaten in die Welt der Felder. Er sieht nicht mehr mit dem gesunden Menschenverstand, sondern mit seinem Intellekt, der immer mehr ein passives, nicht individuelles anti-göttliches Bewusstsein bekommt.

Seine Erklärungen stehen im Widerspruch zum Delta Dynamiker, z.B. zu Goethe. Der Widerspruch kommt aber von seinem anti-göttlichen Bewusstsein. Seine Erklärungen sind im anti-göttlichem Bewusstsein so richtig, dass sie auf der Erde „funktionieren“. Eine Atombombe geht los, Genesung des sichtbaren Körpers kann möglich sein und vieles mehr.

Der Delta Dynamiker schaut aber auf die mit Sinnen sichtbare Welt, erlebt diese aber als Produkt der geistig göttlichen Welt. Er sucht im Einklang mit der göttlichen Welt zu sein. Es ist ihm klar, dass diese eine individuelle, aber dennoch nicht willkürliche ist. In ihr ist der Mensch frei, was für die anti-göttliche Welt nicht gilt. Dort wird der Mensch immer mehr zum Roboter, der letztlich zerstörerisch wirkt.

Wenn der Delta Dynamiker die Untersuchungen der Wissenschaft nimmt, sieht er die Ergebnisse unter dem geistig göttlichen Gesichtspunkt. Er kann mit seinem Delta Bewusstsein die Fakten der Wissenschaft anders einordnen und die anti-göttliche Welt als Teil der göttlichen sehen. Man leugnet die Wissenschaft nicht, man begeht nur ihre materialistischen Fehler nicht. Man schadet dem Menschen mit ihr nicht, sondern nützt dem Leben auf der Erde.

Das 1. geistige Bewusstsein II

Als Anhänger Goethes sucht man mit seiner „anschauenden Urteilskraft“ die möglichst gut geordneten Urphänomene ohne die wissenschaftliche Theorie und ohne wissenschaftliche Apparate zu ergründen. Man kommt dann dem Aufbau der göttlichen, physischen Welt näher als ein heutiger Naturwissenschaftler, der immer, sobald er eine anti-göttliche Theorie und Apparate einsetzt, die uns vor Augen liegende Sinneswelt in den Bereich des Anti-Göttlichen zerrt.

Bei den wissenschaftlichen Therapien sieht man dies oft sehr deutlich. Der Mensch wird vielleicht Beschwerde frei, aber ist noch lange nicht geheilt. So heilt die auf Goethe aufgebaute Farbtherapie zum Teil oder ganz. Der Patient kann aber auf dem Weg zur Heilung immer noch Beschwerden haben.

Ganz allgemein kann man sagen, dass die  „anschauende Urteilskraft“ dem ersten Delta Bewusstsein entspricht. Gar nicht zu sagen, dass Goethe den „Erkenntnisgrenzen“, die schon von Kant aufgestellt wurden und von den modernen Menschen noch immer postuliert werden, widerspricht. Schon Goethe war mit den heutigen Worten ein Delta Dynamiker! Sonst hätte man ihn besser verstanden und würde ihn nicht als Genie noch heute feiern und ihn gleichzeitig in der „Museumskiste“ verstauben lassen. Auch er lebte in der Sinneswelt und die von ihm gefundenen Gesetze entsprechen den göttlichen Gesetzen, nicht den anti-göttlichen, die einen ganz anderen Aspekt der sinnlichen Welt beschreiben. Man findet bei Goethe also keinen Widerspruch zur modernen, heutigen Wissenschaft. Er war seiner Zeit 200 Jahre voraus und ist heute gültiger denn je.