Der Mensch und das Beispiel für Sozialität beim bedingungslosen Grundeinkommen

Der Mensch, eine göttliche Schöpfung

Das Kreuz stellt das Wirken Gottes von unten, von links und von rechts dar. Der Ich-Mensch als geistiges Wesen – als Geschöpf Gottes – kommt von oben. Das Kreuzzeichen findet man in Indien, als Zeichen für einen Treffpunkt, als christliches Zeichen usw.

Der Mensch vereinigt alles. Er kann mit seinem Körper ein Kreuz auf der Erde im Physischen oder in 3 D darstellen.

Mit seiner Seele erlebt er im Energetischen oder in 2 D die im Kreuz angeordneten Zeiten.

Vergangenheit und Zukunft

Seelisch erlebt er von links nach rechts oder von hinten nach vorne die Vergangenheit. Von rechts nach links oder von vorne kommt ihm die Zukunft entgegen.

Der Mensch erlebt in seiner göttlichen Seele eine Zeitumkehr.

In seiner erstarrten, unbeweglichen Seele wird er nur von den vergangenheitsbestimmten Emotionen beherrscht. Die Zukunft ist nur eine Extrapolation der Vergangenheit. Die Zukunft wird nur als Fortführung der Vergangenheit aufgefasst. Es kommt nichts aus der Zukunft entgegen. Der Gottesgeist kann nicht wirken.

Der Mensch ist vom Geist Gottes abgeschnitten, er ist nicht mehr ein ganzheitliches Wesen.

Wenn der Mensch sich nicht mehr von den Emotionen beherrschen lässt, hat er die Zeitumkehr aktiv hergestellt und erlebt die Gefühle, die ihn frei lassen, welche aus der Zukunft kommen. Sie kommen aus dem göttlichen, beweglichen Seelenkörper. Gefühle aus der Vergangenheit, die den Menschen auch frei lassen, tauchen nach kurzer Zeit wieder im Seelenmeer ab. Sie werden vom göttlichen Energiekörper angeregt.

Gegenwart

Die Gegenwart ist der Gegenwartspunkt in der Mitte. Es kann noch unterschieden werden zwischen momentaner Gegenwart, die von unten kommt und ewigen Gegenwart, die von oben sich in den Körper senkt. Der Körper richtet sich jeden Morgen in die Senkrechte. Die Kraft, die ihn aufrichtet, liegt in der Senkrechten und kommt von oben und unten. Es ist die Ich-Kraft, die von oben im Individualkörper oder der Wärme und von unten im physischen Körper oder dem Festen lebt.

Die Ich-Kraft wirkt aber auch von allen Seiten und trifft sich im Ich-Punkt im Körper. Das Ich existiert im „Himmel“ oder der nullten Dimension und wohnt auf der Erde im Wachzustand in seinem Körper in den drei Dimensionen.

Kreuz

Das Kreuz ist nur vollständig, wenn es übers Universum, Unendliche oder den Ich-Geist verbunden ist. Dann kommt die Freiheit aus der noch unbestimmten Zukunft von rechts, Gleichheit aus der determinierten Vergangenheit von links und Sozialität aus der momentanen Gegenwart von unten, die mit der ewigen Gegenwart von oben verbunden ist. Das Haus des Ichs im Individualkörper ist mit allen anderen Häusern des Ichs im Seelenkörper, Energiekörper und im physischen Körper verbunden. Denn alle Körper durchdringen sich. Alle Häuser des Ichs bilden den Körper des Menschen. Das Ich-Wesen ist zudem mit allen anderen göttlichen Wesen in der geistigen Welt oder im Himmel in den 0 Dimensionen verbunden.

Der menschliche Körper ist ja mit Paracelsus zu sprechen (wie unten, so oben) ein Spiegelbild des Himmels.

Das Denken (Freiheit) ist mit dem Fühlen (Gleichheit), das Wollen (Sozialität) mit der Existenz des individuellen Menschen verbunden. Freiheit gehört auch zur Gleichheit, ebenfalls zur Sozialität.

Der geistige oder Ich-Mensch auf der Erde ist mit den drei Idealen Freiheit, Gleichheit und Sozialität verbunden.

Das Kreuz wird in allen Religionen und geistigen Weltbildern gebildet. In diesem Sinne ist das Kreuz vom Christentum unabhängig.

Der Kreuzpunkt oder das Ich im Körper entwickelt sich immer weiter. Es steht nie still. Die Gegenwart ist immer neu und ist die Zeit des Ich. Das Ich im Körper kann sich jedoch bewusst erinnern und die Zukunft planen. Ausserdem kann es bewusst die Hilfe der Verstorbenen und anderer geistiger Wesen aus dem Geist einbeziehen, wenn es offen für die Zukunft ist.

Der Egoist

Es ist fast überflüssig zu sagen, dass der Ego-Mensch auf der Erde zwar mit dem Geist verbunden ist, seine Existenz jedoch verneint.

Dadurch bildet er seelisch kein Kreuz mehr, sondern nur eine schiefe Ebene nach unten, die in der Gegenwart ihr Ende findet. Für ihn gibt es keinen lebendigen Geist mehr, der aus einer realen Zukunft kommt.

Er will es nicht bemerken und lässt es nicht zu, dass auch ihn der göttliche Geist durchdringt. Er folgt nur seinem Egoismus.

Er lebt im Bewusstsein, dass es Gott und seinen Geist nicht gibt.

Der Ich-Mensch und das bedingungslose Grundeinkommen

Für den Ich-Menschen ist das bedingungslose Grundeinkommen in einer Geldwirtschaft selbstverständlich, weil jeder Mensch als Gottes Schöpfung auf der Erde existieren können darf.

Der Ich-Mensch lebt nach den drei Idealen Freiheit, Gleichheit und Sozialität. Für ihn ist die Sozialität, die beim bedingungslosem Grundeinkommen die Voraussetzung ist, selbstverständlich.

Dies ist gelebte Sozialität.

In einer Tauschwirtschaft und wenn die Menschen sich aus ihren Gärten ernähren können, ist das bedingungslose Grundeinkommen nicht unbedingt nötig. Doch diese Bedingungen sind heute nur noch selten gewährleistet.

Die Gesellschaft wird nicht mehr vom überschaubaren Leben auf dem Land dominiert. Die meisten Menschen leben heute in städtischen Ballungsraümen. Ohne Geld kann man nicht mehr existieren. Das erniedrigende Gefühl, Sozialgelder zu beziehen, muss heute ein jedem Menschen zustehendes bedingungsloses Grundeinkommen weichen. Es stellt die Menschenwürde wieder her.

Auch die anderen Ideale dürfen nicht vergessen werden. Denn das bedingungslose Grundeinkommen trägt nur zur Sozialität bei. Die anderen Ideale Freiheit und Gleichheit brauchen andere Massnahmen. Nochmals ganz kurz zu Gleichheit und Freiheit:

Da jeder Ich-Mensch gleiche Gefühle wie jeder andere aus seiner Seele aufsteigen hat, muss jedem Menschen Gleichheit im Fühlen gegeben werden. Kein Mensch ist weniger wert als ein anderer.

Dies ist gelebte Gleichheit-

Da jedes Ich-Wesen frei ist, muss auch auf der Erde Freiheit im Denken vorhanden sein, damit sich der Mensch geistig entwickeln kann.

Dies ist gelebte Freiheit.

Des bedingungslose Grundeinkommen

Um echt sozial zu werden, muss der Mensch immer aktiv die Freiheit sich erringen. Sonst ist er nur zwangssozialisiert. In den reichen Ländern gibt es soziale Hilfe, die jedoch meistens den hilfebedürftigen Menschen entwürdigt. Er erlebt sich als Bürde für die Gesellschaft und wird auch von ihr so behandelt.

Das Grundeinkommen muss bedingungslos sein, damit der Mensch sich als gleichwürdig wie alle andern fühlen kann.

Das Grundeinkommen wird je nach Land und Region anders berechnet. Es ermöglicht Wohnen, Essen, Kleidung und andere Bedürfnisse, die nötig sind zum Leben. Es ist sozial, weniger Geld zu bekommen, wenn in der Region niedrige Lebenskosten herrschen.

Jeder Mensch kann mit dem bedingungslosen Grundeinkommen existieren. Er muss sich für seine Existenz nicht mehr rechtfertigen. Viele Menschen können dadurch, wenn der Überlebensdruck wegfällt, aber freiwillig für die Menschheit etwas machen, was die Menschen brauchen und Entwicklungsmöglichkeiten schafft.

Probleme beim bedingungslosem Grundeinkommen und der Corona-Krise in der Presse

In folgendem Tages Anzeiger Interview, in dem ich nur die farbigen Blöcke gemacht habe, werden einige Gedanken, die man sich bei der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens machen muss, geäussert.

Interview mit Zukunftsforscherin «Wer wird denn heute noch tatsächlich für seine Arbeit bezahlt?» Tagi, 23.7.20

Corona hat verändert, wie wir leben und arbeiten – für immer? Ein Gespräch mit Karin Frick.

«Wir müssen Arbeit und Lohn entkoppeln.» Zukunftsforscherin Karin Frick.

Frau Frick, welchen Job sollen unsere Kinder lernen? In welchem Beruf enden sie nicht in einer Sackgasse?

Wir müssen uns fragen: Ist ein Job überhaupt noch die richtige Kategorie? Können wir uns nicht davon befreien, statt uns ewig daran festzuhalten? Viele Jobs machen wir nicht gerne, wir machen sie nur des Geldes wegen. Ich finde:

Wir müssen Arbeit und Lohn entkoppeln – dann werden wir alle viel entspannter – und können uns auf Aufgaben konzentrieren, die uns wirklich interessieren.

Wie soll das gehen?

In einer Art Roboterluxuskapitalismus werden wir nicht mehr so viel arbeiten müssen wie heute. Das machen dann die Roboter.

Das dünkt uns nicht die allerbeste Berufsberatung für unsere Kinder: Wartet einfach auf die Roboter.

Wir sind diesem Szenario viel näher, als man denkt. Schon heute kann man viele Dinge automatisieren, Routinejobs, die sich relativ einfach in kleinere Schritte zerlegen lassen.

Das beantwortet die Frage nicht. Was soll man unseren Kindern raten?

Als junger Mensch sucht man ja automatisch eine Perspektive; etwas, das man gerne macht und nicht einfach nur zum Geldverdienen. Junge haben höhere Ambitionen, und es gibt sehr viele ungelöste Probleme: Produkte, die ersetzt und neu erfunden werden müssen. Kommt hinzu: Zuerst muss ja jemand all die Roboter bauen.

Roboter bauen wäre also ein Job mit Zukunft.

Ja. Die Implementation dieser neuen Technik braucht extrem viel Brainwork und Verständnis. Ist das erst einmal geschafft, wird es darum gehen, sich selber eine neue Aufgabe zu suchen. Jede neue Antwort bringt in der Regel auch mindestens zwei neue Fragen hervor. Neue Erkenntnisse über das menschliche Immunsystem eröffnen neue Perspektiven für bessere Behandlungsmöglichkeiten, stellen aber gleichzeitig viele neue Fragen, an die bisher noch niemand gedacht hat. Klar ist: Aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive wird Arbeitskraft als Produktionsfaktor immer unbedeutender und Kapital und Technik/Wissen immer wichtiger.

Zur Person

Karin Frick (59) ist Mitglied der Geschäftsleitung am Gottlieb-Duttweiler-Institut (GDI) in Rüschlikon. In ihrer Arbeit konzentriert sich die Trend- und Zukunftsforscherin auf Trends im Konsumgüter- und Dienstleistungsbereich. Frick wuchs in Liechtenstein auf und studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Sie hat zwei Söhne.

Was werden all die Menschen machen, die heute einen Routinejob erfüllen?

Heute ist Arbeit eine Religion.

Arbeit gibt Status, Identität. Wenn die Leute ihren Vater beschreiben, dann wird zuerst sein Job genannt. Bei der Mutter heisst es dann, sie sei nur Hausfrau. Das müssen wir brechen. Viele Menschen können sich bestens beschäftigen, auch ohne Erwerbsarbeit. Das gilt für gut ausgebildete Leute in gehobenen Positionen, und das gilt für Menschen, die heute in Routinejobs arbeiten.

Vielleicht werden die Menschen glücklich im eigenen Garten, beim Musizieren oder beim Betreuen von Nachbarn.

Wie soll das denn alles bezahlt werden?

Wer wird denn heute noch – im Kontext der Kurzarbeit – tatsächlich für seine Arbeit bezahlt? Im Fokus steht das Modell des Grundeinkommens.

Es gibt da natürlich Mischformen, unbedingte und bedingte Modelle. Muss die Rente wirklich am Ende eines Lebens kommen?

Oder kann man sich vorstellen, die auch zu ganz anderen Zeiten zu beziehen?

«Heute ist Arbeit eine Religion. Arbeit gibt Status, Identität.»

Wie sollen Roboter genügend Wert generieren, um ein Grundeinkommen für alle bereitstellen zu können?

Die Frage ist, ob es nur die Roboter sein müssen. Grösster Profiteur der Corona-Krise war der Amazon-Chef Bezos, dessen Vermögen im Zeitraum zwischen dem 18. März und dem 19. Mai um 34,6 Milliarden Dollar stieg. Ökonom Thomas Piketty schlägt vor, dass man es von der Vermögensverteilung her denkt. Wie müssen Vermögen besteuert werden, damit eine neue Gesellschaft gerecht funktionieren kann? Wie viel Geld braucht der einzelne Mensch? Was kann ich mit Teilen und Tauschen kompensieren?

Im Grunde: Was heisst ein gutes Leben? Was bedeutet Wohlstand, wenn alle Grundbedürfnisse gedeckt sind?

Was würde es mit unserer Gesellschaft machen, wenn wir uns nicht mehr über den Job definieren würden?

Vielleicht würden wir alle sehr entspannt. Weil der Stress verschwindet, die Vergleichbarkeit. Vielleicht würden wir die Kinderbetreuung weniger outsourcen, vielleicht würden wir uns mehr um die Alten kümmern.

Vielleicht, das wäre wirklich das schönste Resultat, organisierten wir unsere ganze Gesellschaft neu.

Vielen Leuten macht das Angst.

Ja, weil sie Angst um ihre Existenz haben. Aber wenn man ihnen genau diese Angst nimmt, wenn man den Leuten eine sinnvolle Aufgabe gibt, dann löst sich das auf. Man hat das während der Corona-Zeit recht gut gesehen: All die psychischen Zusammenbrüche, die man vor dem Lockdown befürchtet hat, sind nie in dem Masse eingetroffen. Die Menschen konnten sich auch so beschäftigen.

Wenn wir schon bei Corona sind: Was ist die grösste Delle, die die Krise hinterlassen wird?

Alles, was in unserem Forschungsfeld zum Teil seit Jahrzehnten Thema ist, wurde plötzlich Realität. Homeoffice, Onlineshopping, Telemedizin – das hat alles eine ganz neue Qualität erhalten durch Corona. Ganz simple Fragen werden neu gestellt: Warum gehen wir eigentlich ins Büro? Wieso ist das überhaupt nötig? Oft: gar nicht.

Sie verkennen die soziale Dimension des Büros.

Nein. Soziale Kontakte werden einfach neu sortiert. Statt mit den Kollegen im Büro tauscht man sich vermehrt mit Leuten im näheren Umfeld aus, mit Nachbarn und Freunden, die näher wohnen.

Hat sich unsere Work-Life-Balance dank Corona verbessert?

Das ist schwierig, pauschal für alle zu antworten. Für die Mehrheit der Pendler: ja. Pendeln ist eine Pein, Pendeln macht unglücklich.

«Ich bin bereit, für von Hand geerntetes Biogemüse etwas zu bezahlen. Für die von Hand gepflegte Bank-Akte eher weniger.»

Niemand war wichtiger in der Krise als die Kassiererin im Coop (das Pflegepersonal mal ausgenommen). Ist das nicht paradox, dass durch unser Onlineleben das Aussterben der Kassiererin noch beschleunigt wird?

Es gibt einfach Jobs, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man schaut, dass sich ein fairer, anständiger Onlinehandel entwickelt, bei dem auch wieder jene Leute gebraucht werden, die heute an der Kasse arbeiten. Oder man stellt fest, dass gewisse Branchen Heimatschutz verdienen und entsprechend gestützt werden müssen. Dafür gibt es gute Argumente: In Österreich gibt es Dörfer, da wird der Verkauf von Lebensmitteln heute schon subventioniert – damit der letzte Laden nicht heute schon verschwindet. Es ist im Übrigen interessant, dass Sie ausgerechnet nach den Kassiererinnen fragen.

Warum?

Sie erinnern mich an die Manager aus dem Mittelbau, mit denen ich immer wieder zu tun habe. All die Leute, die sich sonst nie um solche Dinge kümmern, fragen immer zuerst nach der armen Frau an der Kasse. Dabei: Der Job dieser Manager steht genauso auf dem Spiel.

Das werden die Manager nicht gerne hören.

Nein. Und sie wissen warum: Einen Grossteil der Manager wird es nicht mehr brauchen. Ein Management-Job besteht im Grundsatz darin, Ressourcen zu verteilen. Das kann eine Maschine viel besser.

Was werden dann all die Manager in Zukunft machen?

Sie werden Berater! Haha … Das ist natürlich ein Scherz. Aber einer mit einem Kern Wahrheit. Gerade bei Managern hängt sehr viel Identität am Beruf, weil auch die Ausbildung länger dauert. Wie man mit solchen Leuten umgeht, wird tatsächlich eine Herausforderung.

Kader sind also die eigentlich gefährdete Spezies.

Ja. Auch, weil, wenn Routinearbeiten automatisiert werden, ja weniger Arbeitskräfte da sind, die gemanagt werden müssen. Eine Flotte von selbstfahrenden Fahrzeugen braucht höchstens einen Flotten-Manager für den Unterhalt.

Maschinen können Ressourcen besser verteilen als Kader, sagt die Zukunftsforscherin: Eingang der UBS-Filiale am Paradeplatz in Zürich.

Gleichzeitig wollen immer weniger junge Menschen klassische Handwerkerberufe lernen.

Das wird sich ändern. Ich bin bereit, für von Hand geerntetes Biogemüse etwas zu bezahlen. Für die von Hand gepflegte Bank-Akte eher weniger. Die Wertschätzung für all die Dinge, die von Hand gemacht werden, wird in Zukunft steigen.

Was wird eigentlich die Rolle des Staates sein bei diesem Prozess?

Auch der Staat wird viele seiner Aufgaben neu konzipieren und sich fragen müssen: Wo setze ich geschickt Maschinen ein? Dass das eine düstere Note haben kann, sieht man heute schon, wenn gewisse Staaten die neuen Technologien einsetzen, um die Sicherheitskräfte zu unterstützen. Die Aufgabe des Staates wäre eigentlich eine viel grössere: Er muss sich fragen, wie er die Entkoppelung von Job und Einkommen institutionell begleiten kann. Im Moment zerfällt vieles, verändert sich, verschiebt sich. Das ist eine grosse Aufgabe – für uns alle.

Die Zukunft unserer Arbeit

Corona hat unser Leben verändert. Für immer? Werden wir in Zukunft immer noch fünf Tage ins Büro fahren? Haben wir uns vielleicht zu stark über unseren Beruf identifiziert? Falsche Prioritäten gesetzt? Wie wird sich unser Arbeitsleben verändern? Darüber sprechen wir in einer losen Interview-Serie.

Das neue Staatsmodell und das Beispiel für Gleichheit an der Demokratie der Schweiz

Die nachfolgende Schilderung betrifft jeden Menschen. Solange er in seiner Seele Bereiche hat, die sich vom Göttlichen abgespalten haben und erstarrt sind, denkt, fühlt und handelt er gemäss seinen Möglichkeiten auf die folgende Weise.

Die seelischen Bereiche, die abgetrennt vom Ganzen sind und daher nicht mehr in der göttlichen Welt ihre Heimat haben, stehen unter dem Einfluss der vergangenheitsorientierten anti-göttlichen Mächte.

Freiheit oder Zwang im Denken?

Wenn das Denken nur noch vergangenheitsorientiert ist, reicht es nicht mehr in die reale Zukunft.

Es ist das geistige Wesen (Ich) Mensch, das denkt. Deshalb ist alles, was man über Freiheit, Gleichheit und Sozialität sagen kann, die Freiheit, die Gleichheit und Sozialität des Menschen auf der Erde.

Der nur vom Körper bestimmte Mensch ist egoistisch. Er kennt keine Freiheit, schätz die Gleichheit gering und verhält sich asozial, wenn dies einen Vorteil für ihn gibt.

Die Zukunft ist nur noch eine Extrapolation der Vergangenheit. Nur die vergangenen Gedanken neu kombiniert ergeben eine determinierte Zukunft. Der Mensch kann in ihr nicht frei, gleich und sozial sein. Das Denken schliesst sich von zukünftigen Impulsen ab und will die Freiheit, die nur möglich ist, wenn der Mensch die Zukunft mitgestalten kann, verneinen. Anstelle der Freiheit im Denken kommt dann der Zwang. Denn der Mensch, der nur denkt und auch tut, was Andere schon gedacht oder getan haben, kennt die Freiheit nur als hohlen Begriff. In seiner milden Form wird gesagt, dass es immer so gemacht wurde. Der Mensch kann sich die Zukunft nur als Fortführung der Vergangenheit vorstellen. Die Statistik, der Wetterbericht usw. stützen sich auf die vergangenen Daten. Alles Leblose kann so erfasst werden. Man kann Maschinen immer mehr verbessern und sie werden immer moderner. Zum Glück kann das Wetter nie exakt vorhergesagt werden, sonst wäre es tot.

Gleichheit oder Ungleichheit im Fühlen?

Wenn das Fühlen nur vergangenheitsorientiert ist, entstehen die den Menschen zwingenden Emotionen. Sie beherrschen den Menschen und sehen in der Gleichheit im Fühlen aller Menschen nur ein menschlich wirkendes Konstrukt von „Gutmenschen“. Die Emotionen sagen, dass der Bessere, Fleissige und Stärkere mehr Rechte als der Schlechtere, weniger Fleissige und Schwache haben soll. In den demokratischen Staaten versuchen die Mächtigen sich Vorteile zu verschaffen, die der Demokratie widersprechen.

Sozialität oder Asozialität im Wollen und Handeln?

Wenn das Wollen göttlich-geistlos ist, kann es die göttlich materielle Welt zerstören. Es kann sich gegen das Leben auf der Welt richten und schaut das All nur als riesige, komplexe tote Maschine an. Es ist ein „Nebeneffekt“, dass Tiere und Pflanzen aussterben, das Menschen ausgebeutet werden und dass man asozial sein muss, damit eine Gruppe sehr gut leben kann. Diese Gruppe schaut nicht auf die Nachhaltigkeit und das soziale Leben aller Menschen.

Für eine Minderheit der Menschen gilt: Zwang, Ungleichheit und Asozialität werden bewusst ausgeübt.

Mit dieser Devise kann eine Minderheit auf der Erde besser leben als die Mehrheit. Diese Minderheit fühlt sich nicht als Geschöpfe Gottes und treibt Raubbau an der Erde und behandelt die Menschen und alle Lebewesen so, dass sie ihre Lebenskräfte vermindern.

Die Spaltung der Menschheit in zwei Gruppen

Es geht nun darum, dass jeder Mensch sich frei entscheiden kann, ob er zur seelisch beweglichen, nicht dogmatischen Gruppe gehören will oder ob er es mit halbwachen Bewusstsein zulässt, von Gott und der Wahrheit abgespalten zu werden.

  1. Der Mensch kann erstarren und ein Bio-Roboter werden oder sich als menschliches Wesen auflösen.
  2. Er kann aber auch innerlich aktiv sein und auf seine auf- und absteigenden Gefühle als Feedback der Umwelt achten.

Diese Polarität, die zum aktiven Menschen führen kann, ist ein dynamisches Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht wird aktiv, mit hellem Bewusstsein hergestellt. Wenn der Mensch nicht aktiv ein geistiges Wesen auf der Erde ist, erstarrt er in der Materie oder löst sich in den elektromagnetischen Feldern auf.

Aktiv oder menschlich sein bedeutet auch, in der Materie die Zentrierung seines Wesens mit dem Ich herstellen und in den elektromagnetischen Felder von aussen – aus dem Umkreis – sich mit seinem Ich zu „halten“.

Hegel und Goethe

Oben wurde mit der Ausdrucksweise der Delta Dynamik 2020 die Situation und Lösungsmöglichkeiten beschrieben. Aber schon der Philosoph Hegel und der Künstler Goethe beschrieben, was der Mensch braucht, um sich entwickeln zu können.

Der Philosoph Hegel (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, am 27. August 1770 in Stuttgart geboren – wir feiern seinen 250. Geburtstag –, entstammt dem gebildeten Bürgertum. Nach dem Gymnasium in seiner Heimatstadt zieht er nach Tübingen, um Theologie und Philosophie zu studieren.) schrieb in seinen Büchern von der These, Antithese und Synthese. Seine Philosophie missbrauchte der Materialist Marx für die Begründung des Kommunismus. Hegel beschrieb den geistigen Menschen, der durch sein Denken, sich verwandeln kann. Marx machte aus dem geistigen Menschen auf der Erde nur einen Menschen ohne einen geistigen Kern, der sein intellektuelles Denken nur für seine Bedürfnisse braucht. Der materialiste Mensch wird nun Wirklichkeit. Gott ist ein Ammenmärchen.

Die Antithese zur Verhärtung ist die Auflösung. Beide Tendenzen hat der Mensch in seiner Seele. Er kann aber die Synthese „Ich-Mensch“ aktiv herstellen. Dazu muss er aber die Gleichmutsübung zum Leitstern machen und sich zwischen den Extremen nicht hin und her schleudern lassen.

Er verwandelt dann durch sein Denken den Menschen.

Auch Goethe drückte mit seinem Gedicht in Faust I im 18. Jahrhundert die Problematik des Menschen aus:

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
die eine will sich von der andern trennen:
Die eine hält in derber Liebeslust
sich an die Welt mit klammernden Organen;
die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
zu den Gefilden hoher Ahnen. Faust 1, Vers 1112 – 1117; Vor dem Tor. (Faust)

Nur der menschliche Geist (Ich) kann eine dynamische Mitte für diese zwei Seelen bilden.

In Goethes Farbenlehre werden auf nicht philosophische Art das Dreigestirn These, Antithese und Synthese (der Regenbogen) und ihre gesteigerte Form (der übernatürliche „Purpurregenbogen“) beschrieben.

Auch hier muss sich der Mensch durch sein Denken verwandeln, um zum „Purpurregenbogen“ zu kommen.

Die vier Haupt-Gefühle

In jedem geistigen Menschen überall auf der Welt tauchen die vier Hauptgefühle Freude, Angst, Traurigkeit, Wut und ihre Mischformen aus dem Seelenmeer auf- und ab.

Deshalb ist der Ich-Mensch gleich wie jeder andere auf der ganzen Erde.

Die Demokratie im Staat

Weil jeder Mensch gleich wie der andere auf der Erde ist, ist die Zeit reif, dass die Regierungsformen demokratisch werden.

Stichwortartig einige Beispiele zur Demokratie: Menschenrechte gewähren, Freiheiten wie die Versammlungsfreiheit etc.

Bei alten Demokratien merken die Menschen, das noch etwas fehlt. Die Organisationsform muss noch anders werden: Der Staat muss als Zusammenwirken von drei Systemen erlebt werden. Wenn er in dieser Art gestaltet wird, kann sich der Mensch in ihm entfalten. Der Staat ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Staat.

Geistesleben

Der Mensch muss die Wissenschaft, Kunst und Religion mit Fachleuten, die keine Politiker sein müssen, selber in Freiheit gestalten. Die Wissenschaft, Kunst und Religion und alle Schulen als wichtiger Faktor müssen ein freies Geistesleben ohne Abhängigkeit von der Wirtschaft bilden können.

Rechtsleben

Der heutige Staat

Heute ist der Staat mit Aufgaben, die dem Menschen schaden, belastet.

Ein Beispiel für die Aufblähung des Staates:

Die staatliche Einheits-Schule

Die staatliche Schule orientiert sich am Staat und damit auch an der Wirtschaft. Am Beispiel der Schweiz zeigt sich die Verzahnung von Staat & Wirtschaft am Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung. Die wirtschaftlich ausgerichtete Haltung illustriert das folgende Zitat von der Departements-Website: „Investitionen in die Bildung lohnen sich (finanziell) sowohl für den Einzelnen wie auch die Gesellschaft und Wirtschaft.“

Ein zweites Beispiel aus der Presse (29.8. 20):

Syngenta – ursprünglich ein Schweizer Unternehmen, heute eine Tochterfirma eines chinesischen Unternehmens – besiegt die Schweiz

Die Schlagzeile lautet: Syngenta erringt Sieg gegen den Bund.

Statt eines friedlichen Zusammenwirkens einer Wirtschaftsfirma mit dem Staat (Bund), ist das Vokabular und die Art des Zusammenlebens aus dem Krieg genommen. Es wird vom Sieges des Stärkeren über den Schwächeren (die Schweiz als Staat verliert gegen den Riesen China) gesprochen. Die freie Marktwirtschaft kennt die Sozialität und Nachhaltigkeit nicht als oberstes Prinzip. Der Sieg auf Kosten der Menschen und Natur ist das Ausschlaggebende.

Das oberste Ziel ist die Gewinnsteigerung, auch wenn die Natur und die Menschen darunter leiden.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen muss Aussagen von seiner Webseite entfernen, die das Pestizid Chlorothanonil als „wahrscheinlich krebserregend“ bezeichnen und alle Abbauprodukte als gesundheitsschädlich einstufen.

Syngenta will das Verbot, welches der Bund 2019 ausgesprochen hat, rückgängig machen. Das Entfernen der Giftigkeit von Chlorothanonil auf der Website des Bundes ist ein erster Schritt zur Wiederbewilligung des Pestizids.

Das Rechtsleben in der Schweiz wurde also durch die Macht von Syngenta (China) beeinflusst. Die Aussagen der Wissenschaft, weil sie vom Staat abhängig ist, wurde missachtet (wenn das Pestizid wieder erlaubt wird, ist es nicht weniger krebserregend als heute).

Diese Erpressung ist möglich, weil der Einheitsstaat über alles bestimmt. Wir haben noch nicht einen Staat, der nach den drei Systemen, die sich durchdringen, organisiert ist. Deshalb ist auch in der Schweizer Demokratie der Mächtige „gleicher“ als der normale Mensch. Die Gleichheit wird zwar in vielen Belangen in der Schweiz gelebt, kann aber immer wieder, besonders wenn es um Geld- und Machtfragen geht, umgangen werden.

Es gibt noch viele Beispiele, die deutlich machen, dass der Einheitsstaat überfordert ist und damit gegen den Menschen ohne bösen Willen arbeitet.

Der menschliche Staat

Der Staat mit der Politik ist nur noch für die Gesetzte und ihre Einhaltung (Recht, Polizei- und Militärwesen) da.

Mit Abstimmungen dürfen die Menschen, welche zum Staat gehören, ihren Willen kundtun. Im Staat haben alle erwachsenen Menschen gleiche Rechte. Kinder sind als gleich würdig zu behandeln.

Wirtschaftsleben

Das Wirtschaftsleben ist zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung, Wohnungen, Kleidung, Freizeitgestaltung usw. da. Ein nachhaltiges und soziales Wirtschaftsleben stillt allen Menschen auf der Erde ihre Bedürfnisse, ohne sie auszubeuten.

Die Corona-Krise

Das Gute an der Corona-Krise ist: Die schon lange bestehenden Missstände werden nun deutlich. Denn es ist unsinnig, dass die Politiker über alle Bereiche bestimmen müssen.

Die Krise würde bei einer Änderung des Systems mit einer freien und unabhängigen Wissenschaft erforscht und beurteilt werden.

Der Staat müsste aus den Resultaten einer freien Wissenschaft – nicht von einer industriegesteuerten Wissenschaft – das Volk abstimmen lassen, ob die Krankheit Corona so gefährlich ist, dass ein neues Pandemiegesetz nötig ist.

Die Wirtschaft würde schauen, wie man den Menschen nachhaltig helfen könnte. Dies würde das Wohl aller Menschen steigern. Bei den reichen Staaten würde das seelische Wohl gesteigert werden und man würde mit Einsicht auf das grosse materielle Wohl zugunsten der Natur und der anderen Menschen verzichten.

Ego und Ich und ein Beispiel für die Freiheit anhand der Delta Schule

Nur der Ich-Mensch braucht einen neu organisierten Staat mit z. B. einem bedingungslosem Grundeinkommen.

Denn es ist zeitgemäss, alle Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Religion und Macht gleich zu behandeln. Nachhaltig mit der Erde und den Menschen umzugehen und allen Freiheit im Denken zu gewähren. Dies zeichnet den modernen Menschen aus, der mit seinem individuellen Geist oder seinem Ich auf der Erde eingreift.

Der Ego-Mensch schaut auch heute, dass Minderheiten, zu denen er selbst gehört, mehr Rechte, mehr Ressourcen und Freiheit haben.

Beim Kommunismus werden theoretisch alle Menschen „gleichgemacht“, beim Kapitalismus hat nur eine Minderheit Freiheit und Reichtum. In den Gottesstaaten bestimmt die wahre Religion das Leben. Eine Minderheit von „Religiösen“ bestimmt, wie die Mehrheit sich verhalten soll. Es gibt noch andere Spielarten und Mischformen. Ihnen gemeinsam ist, dass eine Minderheit über die Mehrheit bestimmt.

Ego und Ich

Der Mensch wird auf der Erde meistens angeschaut als Wesen, das die verschiedensten Versuchungen erleidet oder in seiner Seele Bezirke hat, die vom Egoismus gesteuert sind: Geiz, Geldgier, Schönheit, grosser Besitz, usw. Er begehrt materielle Güter. Dadurch ist er ein Egoist. Er ist von seinem Ego geleitet und empfindet sich aber in einer stillen Stunde als Sklave seiner Triebe.

Wenn der Mensch passiv bleibt, wird er von seinen Emotionen Spass, Panik, Depression und Zerstörungswut gepackt. Er ist unfrei und verfällt ihnen.

Ich

In seiner Seele leuchtet aber von Zeit zu Zeit sein Ich-Wesen auf.

Solange sich der Mensch aktiv bemüht, ist er ein Ich-Mensch.

Dieses Ich hat als höchstes Gut die Freiheit. Der Mensch will in Freiheit leben, auch wenn er weniger materielle Güter dadurch haben kann. Sein Ich-Wesen will die anderen Menschen als gleiche, göttliche Wesen behandeln, auch wenn es seinen egoistischen Trieben zuwiderläuft. Ausserdem will er als Ich-Mensch nachhaltig handeln. Ihm ist es wichtig sozial zu leben, auch wenn er die materiellen Ressourcen teilen muss.

Der Mensch kann im Jetzt seine vier Hauptgefühle zu geistigen Bewusstseinszuständen seines individuellen Ich-Wesens verwandeln. Dadurch setzt er seinen Geist gezielt und bewusst ein, ohne auf die Hilfe einer Kirche, eines Tempels oder Mosche angewiesen zu sein..

Die vier Hauptgefühle Freude, Angst, Traurigkeit und Wut werden durch die bewusste, menschliche Aktivität zu geistigen Bewusstseinszuständen Glück, Vertrauen, Mitgefühl und Kreativität im physischen Körper auf der Erde verwandelt.

Diese innere Aktivität kann nur durch den Willen des Menschen geschehen. Denn der Mensch ist durch sie frei.

Diesen Widerspruch zwischen Freiheit durch Aktivität des Ichs und Zwang durch Passivität des Egos kennt jeder Mensch.

Das Ich findet z. B. im bedingungslosen Grundeinkommen ein Mittel, das dem Menschen überall auf der Erde seine Freiheit zurückgibt, den Menschen gleichwürdig wie jeden anderen macht und durch soziales Handeln wirkliche Menschlichkeit ermöglicht.

Das Ego will nicht den Faulen, auch wenn sie keine Lohn-Arbeit finden, den gleichen Betrag, wie den Fleissigen geben. Es findet viele Argumente, weshalb das bedingungslose Grundeinkommen nicht möglich und sinnvoll ist. Der Mensch hat keine Recht ohne Leistug zu existieren.

Der Mensch ein Wesen, das Denken, Fühlen und Wollen kann

Freiheit

Wenn der Mensch denkt, braucht er aktiv sein Gehirn, um die Gedankeninhalte, die im Geist beweglich existieren, im Körper als Spiegelprodukte zu erleben. Niemand kann den Menschen zwingen, etwas zu denken.

Der Ich-Mensch ist frei.

Er kann nur gezwungen werden, etwas zuerst nur gedanklich nachzuvollziehen, was andere gedacht haben. Nachher wird er unter Umständen diese erstarrten Gedanken auch zu tun.

Gleichheit

In jedem Menschen können die vier Hauptgefühle Freude, Angst, Traurigkeit, Wut und ihre Mischformen aus dem Seelenmeer auf- und abtauchen.

Der Ich-Mensch ist gleich wie jeder andere.

Sozialität

Jeder Mensch kann die Verantwortung über sein Wollen übernehmen. Verantwortliches Wollen ist immer lebensfördernd.

Der Ich-Mensch verhält sich sozial.

Er handelt nach den drei Idealen: Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen. Immer, wenn sein Ich aktiv ist, lebt der Mensch nach den drei Idealen.

Französische Revolution

Schon in der Französischen Revolution waren liberté, égalité und fraternité die Ziele, die dann leider sich ins Gegenteil verkehrten, weil nicht klar war, wo Freiheit, Gleichheit und Sozialität gelten.

Drei Systeme im Menschen

Wie der physische Körper des Menschen Systeme hat zum Denken (Nerven mit Gehirn), Systeme zum Fühlen (Atem-Rhythmussystem) und Systeme zum Wollen (Gliedmassen-Stoffwechselsystem), muss man die menschliche Gesellschaft auch drei Systeme, die sich gegenseitig durchdringen, zum Wohle der Menschen berücksichtigen.

Es muss der heutige Einheitsstaat verlassen werden, in dem Politiker über Bildungsfragen, genauer Fragen zu Wissenschaft, Kunst und Religion, Rechtsfragen und Wirtschaftsfragen mit oder ohne Volksmeinung beschliessen müssen.

Die Systeme, wie die Systemwissenschaften zeigen, durchdringen den ganzen physischen Körper, aber sind doch getrennt. So wird die ganze Gesellschaft auch von drei Systemen durchdrungen, die verschiedene Funktionen haben, aber trotzdem durch die Menschen verbunden sind.

Ein Mensch kann im Beruf im Wirtschaftssystem arbeiten, als Vater ist er direkt vom Geistesleben in der Schule seiner Kinder tangiert und als Bürger ist er bei Rechtsfragen betroffen.

Die alte Ordnung in Bauern, Handwerker und Klerus und Adel wurde durch verschiedene Menschen, die entweder als Bauern die Ernährung sicherstellten oder als Adlige das Land verteidigten usw., möglich gemacht.

In der Wissenschaft (auch der Schule) muss Freiheit gelten. Bei Rechtsfragen muss jeder Mensch gleich behandelt werden. In der Wirtschaft muss nachhaltig oder sozial gehandelt werden.

Diese Ideale sind nötig, um sich als Mensch lebensfördernd entwickeln zu können.

Delta Schule

Die Delta Schule Zürich ist eine Schule nach den Regeln der 3 Systeme organisiert. Sie ist ein lebendiger, durchgeistigter Organismus. Der individuelle Geist auf der Erde (der Mensch) kann sich entfalten. In der Delta Schule wird der Schüler als junger Mensch genommen, der ein gewisses Mitspracherecht hat. Das Ziel ist, ein freier, gleicher und sozialer Mensch als Erwachsener zu werden.

Die drei sich durchdringenden Systeme sind: das Kreativteam, die Rechtsteam und das Nachhaltigkeitsteam. Die ganze Schule wird von der Schulleitung nach außen vertreten.

So wird der Mensch als geistiges Wesen auf der Erde ernst genommen. Er kann sich entwickeln und seinen Kern oder sein Delta entfalten.

Die Situation heute in der Schweiz

Solange unser Staat noch nicht mit diesen unabhängigen, aber zusammenarbeitenden drei Systemen organisiert wird, ist das Schulgeld für die Eltern groß.

In einer Demokratie ist die Freiheit gewährleistet. Die Schule ist immer noch ein Glied des Staates. Weil sie privat organisiert ist, mischt sich der Staat in der Schweiz nicht zu viel ein.

Die Delta Schule kann auch in einem noch nicht mit den drei Systemen geführten Staat zeigen, dass sie funktioniert und den Menschen sich entfalten lässt.

Die Delta Schule in Zürich richtet sich nach dem Staat aus, der den Menschen als individuelles geistiges Wesen auf der Erde wahrnimmt und den Menschen sich entwickeln lässt.

Da es einen solchen Staat noch nicht gibt, können wir ein geeignetes Umfeld z. B. in einer Schule schaffen, wenn wir in einer Demokratie leben.

Wenn der Mensch immer mehr Zellen schafft, wo er sich entwickeln kann, wird es in einer Demokratie möglich werden, wenn die Mehrheit den Menschen als sich entwickelndes Wesen erlebt, dass Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen für seine Entwicklung auf einer gesunden Erde braucht. Diese verschiedenen Zellen können sich immer stärker vernetzen und dem zur Menschlichkeit strebenden Teil der Menschheit das Umfeld bieten, dass zur Entwicklung nötig ist.

Die Delta Schule in Zürich gestaltet immer besser einen Schulbetrieb nach den Regeln, mit denen der Mensch ein wirklicher Ich-Mensch werden kann.