Pfingsten

Pfingsten im Christentum

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Ausgießung des heiligen Geistes im Rabbula-Evangeliar

Am Pfingstsonntag wird der Heilige Geist ausgegossen.  In Form einer Taube sehen wir auf dem Bild, dass die Flämmchen sich auf die Apostel und Maria verteilen. Aus den Schriften hören wir, dass auch andere, strebende Menschen den Heiligen Geist empfangen und viel mehr als zuvor können.

Jetzt sind sich die ersten Christen bewusst, dass Christus mitten unter ihnen lebt und allen Menschen, die dies wollen, hilft, sie heilt usw.

Sie können auf der Erde seine Anwesenheit verkündigen und das Gleiche machen wie er.

Pfingsten als Bewusstseinsstufe

An Auffahrt haben wir gesehen dass für alle Apostel usw. Christus in den Wolken entschwand.

Mit dem Zentralbewusstsein und dem peripheren Bewusstsein des lebendigen Körpers haben an Ostern einige Menschen den lebenden Christus im Auferstehungsleib auf der Erde erlebt. Das geistige periphere Bewusstsein war noch nicht ganz klar (noch nicht ausgegossen), um Christus als geistiges, peripher- kosmisches Wesen, das auf der Erde sein Zentrum hat, zu erleben. Deshalb konnten diese Menschen mit dem Bewusstsein des lebendigen Körpers nichts mehr wahrnehmen.

An Pfingsten wurde für einige Menschen die Bewusstseinsstufe des geistigen, peripheren Seelenbewusstseins erreicht. Auf dieser Stufe können diese Menschen miteinander Vieles bewirken: Sie können heilen, verschiedene Sprachen sprechen, Andere verstehen usw.

Dieser Prozess des Wirkens des geistigen Menschen hört nie auf. Der Weg aus dem Materialismus und seine verheerenden Folgen für Mensch und Welt wurde schon vor ca. 2000 Jahren ermöglicht. Auch heute können alle Menschen, die dies wollen, unabhängig von ihrer Weltanschauung oder Religion sehr viel Lebensfördendes bewirken.

Um die Frage zu beantworten, was ein geistiger Mensch ist, ist es zuerst nötig, sich klar zu werden, was ein geistiges Bewusstsein ist und was Geist bedeutet.

Was heisst geistiges Bewusstsein?

Mit einem geistigen Bewusstsein ist der Mensch gegenwärtig, offen, beweglich und begeisterungsfähig, Er ist glücklich und strahlt Freude aus. Vieles, was nur mit einer materiellen Erklärung unmöglich ist, wird möglich.

In einem geistigen Bewusstsein ist der Egoismus des Menschen überwunden.

Sein Bewusstseinskanal zum Geist ist offen. Er lebt nicht mehr in einer eigenen, abgekapselten Welt. Er ist auch nicht mehr ein Gefangener seines Körpers.

Die Zukunft ist keine Extrapolation der Vergangenheit. Sie lässt sich nicht festlegen, sonst hätten wir keine Freiheit.

Die Zukunft kommt auf uns zu. In ihr senkt sich das Menschen-Ich oder der Geist auf die Erde. Sie ist real.

Die Zukunft steht vor der Tür. Der Mensch kann sie mit hellem Bewusstsein mitgestalten.

Was heisst menschlicher Geist?

Der menschliche Ich-Geist existiert auch ohne Körper. Er kann sich aber im Körper entfalten.

Das Potenzial des Menschen kann durch den Körper entfaltet werden. Der Geist des Menschen kann auf der Erde so immer besser eingreifen.

Der Mensch kann als Ich-Wesen, das am Tag in seinem Körper lebt, charakterisiert werden.Es gibt keine identischen Ich-Wesen. Jeder Mensch ist individuell.

Der Kern des Menschen ist ein ewiges Individuum.

Er ist immer in Bewegung, d. h. er ist aktiv. Dies äussert sich geistig oder sogar in seiner Aktivität im Körper. Er muss jedoch die Freiheit haben, um selbst bestimmen zu können, was er machen will. Er bestimmt sich intrinsisch, seine Motive kommen nicht von aussen.

 

Die menschliche Geist-Seele kann die Erde lebenskräftig erhalten. Gott hat den Menschen einen Körper gegeben, der das ideale Instrument sein kann, um die Welt wieder in Einklang mit ihm zu bringen. Die Taten jedes einzelnen Menschen sind wichtig.

Gott rettet die Erde ohne Mithilfe der Menschen nicht!

Das zentrale und periphere Bewusstsein

Punktbewusstsein ist ein Zentralbewusstsein

Der Körper ist auf der dreidimensionalen Erde der Sitz aller Sinnesorgane. Er ist das Zentrum des Menschen.

Als Neugeborenes ist der ganze Körper ein grosses Sinnesorgan. Der ganze Mensch ist immer von allem betroffen.

Bsp. Stillen: Das gut Schmecken der Muttermilch äussert sich im ganzen Körper. Das Kind erlebt alle Qualitäten seiner Mutter und der Muttermilch mit dem ganzen Körper, also ganzheitlich:
1. Es nimmt – ohne ein Bewusstsein davon zu haben – das Ich der Mutter wahr.
2. Auch ihre Gedanken und Gefühle beim Stillen nimmt der Säugling unbewusst wahr.
3. Ebenso ihre Worte als gedankengeprägte Sprache.
4. Selbstverständlich hört er die Geräusche in der Umgebung.
5. Er spürt auch die Wärme beim Liegen auf dem Arm der Mutter.
6. Er sieht am leuchtenden Blick der Mutter, dass die Welt gut ist.
7. Er schmeckt und
8. riecht die gute Milch.
9. Er fühlt sich bei der Mutter sicher und muss keine Angst vor dem Herunterfallen haben.
10. Er spürt die Ruhe und ist froh, dass seine Mutter keine hektischen, nervösen Bewegungen macht.
11. Er fühlt sich in seinem Körper wohl.
12. Er verschmilzt mit der Brustwarze im Mund. Er ist unbewusst froh, dass er keine Ersatzbrust in Form einer Schoppenflasche oder Plastikschnullers (Nuggis) bekommt.
Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass dies das Kleinkind absolut unbewusst erlebt. Ausserdem kommt es darauf an, was die Mutter denkt und fühlt. Nicht nur die Umgebung beeinflusst den Säugling.
Um diese 12 Qualitäten immer bewusster und differenzierter wahrzunehmen, entwickelt der Mensch mit Hilfe seiner Eltern, Lehrpersonen usw. kindsgemäss (d. h. zum richtigen Zeitpunkt – siehe Delta Pädagogik -) die 12 Sinnesorgane¹.
Die Sinne des Individualkörpers (Ich-, Gedanken- und Wortsinn) kann er sich nur selber ganz bewusst machen. Sonst sind sie als halbbewusste Empathie bekannt.

Das Kind hat sein Zentrum im Körper, der von seinem Ich-Wesen (seinem ewigen Individuum oder Geist-Seele) eingehüllt wird. Als Mensch auf der Erde ist er noch unbewusst.

Seine Bewusstwerdung wird zuerst durch seine Umgebung (Elternhaus und Schule usw.) gefördert und kann als Erwachsener durch ihn selbst an die Hand genommen werden.

Er durchdringt mit seiner Geist-Seele immer besser seinen lebendigen Körper.

Wenn alle seine Bedürfnisse durch das Stillen gestillt sind, bietet die Umwelt das ideale Milieu, so dass der Säugling wohlig ruht oder sich bewegt ohne zu schreien.

Als Erwachsener kann der Mensch die Umwelt mit seinen Sinnesorganen differenziert wahrnehmen. Er wird immer bewusster und nimmt als Erwachsener, wenn er sich selbst zentriert, sogar die unsichtbaren Gefühle, Gedanken und Willensimpulse der Anderen mit seinen Geist- oder Empathiesinnen wahr.

¹ Heute sind von der Wissenschaft noch weniger Sinne  definiert. Sie kennt zwar die Wirkung eines Ichs der Mutter, eines Computers, mit dem man auch die Gedanken- und Gefühlsmuster speichern und mit Bekannten vergleichen kann usw. Aber die Wissenschaft kann sich nicht vorstellen, dass ein Mensch Sinnesorgane besitzt, die diese unsichtbaren Tatsachen sinnlich wahrnehmen können. Dazu müsste der Mensch als geistiges Wesen akzeptiert werden, das auch ohne Körper  (Gehirn) Denken, Fühlen und Wollen kann. Solange die Wissenschaft mit der nur materialistischen Brille die Erde betrachtet, ist dies nicht möglich.

Zentralbewusstsein

Sein Ich bildet im Körper ein Zentrum aus, von wo aus es immer bewusster und differenzierter die Welt mit seinen 12 Sinnen wahrnehmen und erleben kann. Mit der Zeit lernt es, die Welt mitzugestalten. Seine Eingriffe in die Welt können immer bewusster werden.

Es kann die Verantwortung als Erwachsener über seine Taten ganz übernehmen.

Das Menschen-Ich lebt also immer mehr im Zentrum, das sein Körper (aus dem All betrachtet ein Punkt) bildet. Wenn er zentriert ist oder sich bewusst selber zentriert, ist er ganz bei sich und kann, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt, seine Ich-Impulse zu 100% verwirklichen.

Er hat ein waches Zentralbewusstsein.

Peripheres Bewusstsein

Wie wir gesehen haben, umhüllt sein Ich den Körper. Es reicht bis zu den Sternen.

Es füllt den ganzen Raum aus, ist dabei aber normalerweise ohne Bewusstsein. Erst durch seinen Körper auf der Erde erringt es sich Schritt für Schritt ein Bewusstsein. Zuerst wird das Ich noch automatisch durch die Materie des Körpers gebildet.

Als Erwachsener kann das Bewusstsein von unserem Ich im Körper auf der Erde auch ohne Hilfe des materiellen Körpers von uns selbst gebildet werden.

Die Entwicklung vom Kleinkind zum Erwachsenen

  1. Das Kind muss am Anfang seines Lebens die physikalischen Gesetze, denen es auf der Erde unterliegt, kennen lernen. Bsp. Alles fällt nach unten. Dies und das kann/sollte ich unterlassen, da es Schmerzen verursacht (heisse Herdplatte berühren usw.). Es entwickelt seinen physischen Körper und wird auch physisch immer unabhängiger von seiner Mutter und Umgebung.
  2. In der Schule entwickelt es sein bewusstes Denken. Sein Energiekörper wird geformt. Sein Intelligenzkörper als Teil seiner Seele wird bewusst, im Erwachsenenalter unabhängig und frei vom unbewussten Energiekörper.
  3. Ab der Pubertät werden seine Gefühle ihm bewusst und wichtig. Sein Seelenkörper wird differenziert und gestaltet. Sein Gefühlskörper als Teil seiner Seele wird halbbewusst  und vom Seelenkörper unabhängiger.
  4. Erst als Erwachsener kann es sich von den Einflüssen seines Körpers ganz losreissen und sich selbst weiterentwickeln. Es kann nun ganz bewusst sein peripheres Bewusstsein entwickeln, indem es seine Empathie bewusst schult und einsetzt. Sein Ich-Wesen kann nun eingreifen und die Welt gestalten. Es ist nur intrinsisch motivierbar oder braucht die Freiheit, um sich zu engagieren.

Das Ich-Wesen merkt, dass unsere Sinne zu geistigen, seelischen und körperlichen Sinnen gruppiert werden können. Mit den geistigen oder emphatischen Sinnen nehmen wir mit unserem peripheren Bewusstsein wahr. Wir müssen dabei aktiv sein, sonst nehmen wir nichts mehr wahr.

Dieses Bewusstsein, durch das der Mensch an Auffahrt noch nichts sah (Christus entschwand in den „Himmel“), ist schwieriger zu erreichen als das Zentralbewusstsein. An Pfingsten wurde die Möglichkeit von Gott geschaffen, es zu entwickeln.

Der Mensch kann sich im Laufe seines Lebens ein waches peripheres Bewusstsein erringen.

Auffahrt oder Himmelfahrt

Auffahrt

 

Wie z. B im nicänischen Bekenntnis von 381 gesagt wird, wird die Himmelfahrt oder Auffahrt Christi mit einem sich Entfernen von der Erde und in den Himmel Entweichen charakterisiert. Die Vorstellung, dass die Jünger dazumal Christus von unten in den Himmel entschwinden sahen, hat sich bis heute in den christlichen Kirchen als Tradition festgesetzt.

Die Auferstehung von Christus an Ostern hat sicher nicht auf der Erde stattgefunden, damit sich der Auferstandene kurz nachher in den Himmel – fern der Erde – zurückzieht.

An Himmelfahrt konnte der Mensch mit seinem Bewusstsein Christus nicht mehr sehen und hat sich vorgestellt, dass er im Himmel sei. Diese Vorstellung erklärt den Bewusstseinsmangel des Menschen und nicht den Aufenthaltsort von Christus.

Wenn der Mensch in seinen alten Vorstellungen und Traditionen lebt, wenn er alte Vorstellungen nicht loslassen kann, wenn er nicht beweglich ist, kann er sein Bewusstsein nicht so erweitern, dass er Christus sehen kann.

Diese Möglichkeit wird an Pfingsten für alle Menschen, die wollen, geschaffen.

Dann wird diesen Menschen, die in Freiheit ihr Bewusstsein steigern, klar, dass der Himmel seit der Auferstehung auch auf der Erde zu finden ist.

Das Bewusstsein von Auffahrt

Punktbewusstsein oder Zentralbewusstsein

Mit ihrem Auferstehungsbewusstsein konnten einzelne Menschen Christus im Auferstehungsleib sehen, wie er z. B. durch Wände ging und zu den Jüngern sprach.

Von seinem Zentrum – seinem Körper mit den Sinnesorganen – aus sieht, hört, fühlt usw. der Mensch Christus.

Das Auferstehungsbewusstsein kann also als Zentralbewusstsein beschrieben werden.

Das Ich des Menschen kann den menschlichen Körper in einem Punkt zentrieren. Das Ich lebt aber auch im Umkreis. Es ist in der Umgebung, die bis zu den Sternen reichen kann.

Peripheres Bewusstsein

Das Auffahrtsbewusstsein ist ein Umkreis- oder Peripheriebewusstsein.

Christus füllt mit seinem Wesen alles aus. Deshalb kann Christus heute von vielen Menschen, die an verschiedenen Orten auf der Erde leben gleichzeitig erlebt werden. Christus kann auch gleichzeitig an verschiedensten Orten helfen. Mit dem Umkreisbewusstsein kann Christus überall, wo seine Hilfe gewünscht wird, erlebt werden.

Dieses Bewusstsein ist schwieriger zu erlangen als das Zentralbewusstsein. So ist die normale Wahrnehmung mit den alten Sinnen einfacher, als eine bewusste Wahrnehmung ausserhalb des Menschen. Bewusste Empathie ist schwieriger zu erreichen und braucht mehr Konzentration als die Wahrnehmung mit den alten Sinnen.

Das Zentralbewusstsein und periphere Bewusstsein ist ein ganzheitliches Bewusstsein, um im lebendigen Körper auf der Erde geistig wahrzunehmen.

So kann gezielt und wach – mit beiden Beinen auf dem Boden – menschlich gehandelt werden. Es ist kein Bewusstsein, um ferne Ereignisse, die nicht auf der Erde stattfinden, wahrzunehmen.

Himmelfahrt ist kein Entschwinden Christi von der Erde, sondern ein noch nicht geistig Wahrnehmen und bewusst menschlich Eingreifen können des Menschen auf der Erde.