Pfingsten
Pfingsten (Pentecote=50 Tage nach Ostern=7 mal 7 Tage sind vorbei=7 Wochen) ist ein christliches Fest. Am 50. Tag des Osterfestkreises, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert −auch Ausgießung des heiligen Geistes genannt.
In der Bibel wird das Pfingstereignis folgendermassen geschildert:
„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“
– Apg 2,1-4
Durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist konnten die Menschen – zuerst die Apostel – , sich ichhaft, als Individualität (Zungen verteilten sich auf alle einzeln) und in Gemeinschaft (Brausen erfüllte das ganze Haus), hellwach um Gott bemühen.
Nun nahmen sie mit ihren Sinnen illusionsfrei wahr. Sie hatten das reine Denken als Grundlage ihres Wahrnehmens.
Daher konnten sie nicht nur in den Sprachen dieser Erde reden, sondern erlebten auch einen Teil der geistig-göttlichen Welt. Dadurch verstanden sie nun die wortlosen Begriffe, die allen Sprachen zugrunde liegen.
Für sie war Gott ein trinitarisches Wesen:
- Es wurde aus dem Vatergrund der geistigen Welt leiblich-körperlich an Weihnachten als Jesus geboren.
- An Ostern auferstand es leiblich als Sohn oder Christus. Mit leiblicher Auferstehung ist eine Auferstehung mit seinem geistig physischen Leib gemeint, nicht sein physischer Körper mit der Materie seiner Knochen und Muskeln usw. Der materielle physische Körper ist natürlich nicht im Himmel, d. h. in der geistigen Welt.
- An Pfingsten erfüllte es die Apostel – die Menschen, die sich aktiv um den göttlichen Geist bemühten – durch den Heiligen Geist bis in ihren physischen Leib. Daher kann der Mensch über die aktive Beobachtung im Materiellen in die geistige Welt kommen und sich damit auch geistig individualisieren.
Gott hat die Materie und Felder des menschlichen Körpers nicht kampflos den Anti-göttlichen Mächten überlassen. Durch das Leben und Sterben auf der Erde von seinem Sohn Jesus-Christus hat er den Weg in die geistige Welt gewiesen.
Dieser Satz wurde in der Terminologie der christlichen Tradition formuliert, ist aber überreligiös gemeint. Für alle Menschen, die Gott im Zentrum haben, gilt:
Kämpfen muss der Mensch mit Hilfe der geistigen Welt selbst, wenn er nicht im Reich der anti-göttlichen Wesen manipuliert werden will.
Seit diesen drei Ereignissen kann der Mensch seinen eigenen, individuellen Geist entdecken und zu einem schöpferischen menschlich-göttlichen Wesen werden.
An Auffahrt konnten die Apostel, die den tragischen Tod und das Leben nach dem Tod des auferstandenen Christus erlebten, Gott noch nicht vollbewusst erfahren. Sie vermuteten, dass Christus in einen fernen Himmel aufgefahren sei.
Erst 50 Tage nach Ostern erfassten die Apostel auch mit ihrem gefühlsgesättigten Denken und Wahrnehmen aktiv Gott und erlebten aktiv die Erde als Teil der geistigen Welt.
Das spirituelle Bewusstsein
Mit dem Heiligen Geist wird das Christus- oder sprirituelle Bewusstsein möglich. Die „Ich-bin-Worte“ von Christus deuten auf das spirituelle Bewusstsein.
Durch das aktive Bemühen entwickelt man heute selbst seinen Individualkörper. Man kann mit seinem Ich auf der Welt eingreifen und sie in seinem Sinn verändern.
Das reine Denken
Mit dem körperfreien Denken, das auch ein Fühlen und Wollen ist, erleben immer mehr Menschen heute im Menschen seinen göttlichen Geist, seine göttliche Seele und seinen göttlichen Leib. In der Moderne muss man vollbewusst und innerlich aktiv sein, um sich das reine Denken zu erringen. Man lebt dann hell bewusst in der ewigen Gegenwart und befindet sich im Christus- oder Geist-Bewusssein.
Der Materialismus
Im Gegensatz dazu starren die Menschen mit dem körperbeinflussten Denken, Fühlen und Wollen auf die Materie. Für sie ist der Mensch eine nur äusserst komplizierte Materieansammlung. Das Denken, Fühlen und Wollen wird ausschliesslich mit dem Hirn erklärt. Geist, Seele und Leib sind nur materielle Erscheinungsformen. Sie empfinden das ganze Weltall als tote, riesige Maschine. Letztlich wird alles mit den elektromagnetischen Feldern – als Energieform – erklärt. Sie denken materialistisch und akzeptieren nur Atome und elektromagnetische Felder. Dadurch verdrängen sie ihr eigenes individuelles, göttliches Wesen.
Die Delta Pädagogik baut auf einem spirituellen – nicht esoterischen – Menschenbild auf:
Die Delta Pädagogik
Ohne das obige Bewusstsein wäre eine Potenzialentfaltungspädagogik nicht praktizierbar. Die Delta Pädagogik ist eine spirituelle Pädagogik. Wenn die vier Körper nicht bis in die physische Ebene vom individuellen Geist des Menschen durchdrungen sein könnten, wäre eine Pädagogik, die bei der Ausbildung der vier Körper beginnt und die Freiheit des menschlichen Geists vor Augen hat, nicht möglich.
Die Delta Pädagogik ist ohne individuelle geistige Wesen nicht vorstellbar, weil sie eine spirituelle Pädagogik ist, und fusst vor allem auf zwei Säulen:
-
Permanente Weiterbildung des Lehrers
- Zuerst muss der Lehrer möglichst viel Freiheit erringen.
- Mit ihr kann er seine Umwelt und sich selber unegoistisch lieben und sozial handeln.
- Dazu habe ich viele Delta pädagogische Übungen geschrieben (siehe Delta Pädagogik).
Die geistige und seelische Aktivität, besonders die Aufmerksamkeit und der Einsatz des ganzen Körpers ist auch für den Pädagogen während des ganzen Lebens wichtig.
-
Haltungen und pädagogische Massnahmen
- Ein Pädagoge hat die Aufgabe, sich immer bewusst zu sein, dass sein Vorbild positiv und negativ wirkt.
- Indem er den Materialismus um den Geist ergänzt hat, nimmt er den Kern des Kindes ernst, der sich in Richtung Freiheit entwickeln will.
- Er sollte die Möglichjeit haben, in der Schule den Rahmen so gestalten zu können, dass die Freiheit und die Selbstmotivation möglich wird.
- Seine Aufgabe ist es, dem Kind zu helfen, seine in ihm liegenden Fähigkeiten zu entwickeln.
- Er sollte sich bewusst werden, dass jede Entwicklung ihre Zeit braucht und darf nicht ungeduldig werden, wenn das Kind die Freiheit noch nicht voll ergreifen kann.
- Er weiss, dass der Körper sich in vier Phasen – mit Bewegungen, mit guten Stimmungen, mit positiven, lebensfördernden Gedanken, Gefühlen und Taten und mit genauen, illusionsfreien Beobachtungen der Welt – entwickelt. In der 4. Phase ist die Selbsttätigkeit – der Eigenwille – besonders wichtig.
- Es ist seine Pflicht folgenden Tatsachen ins Auge schauen:
Die wichtigen Entwicklungsschritte werden meistens nicht berücksichtigt.
Die Erklärungen müssen konkret und nicht abstrakt intellektuell sein.
Trotz der heutigen Beschleunigung sollten die Erlebnisse altersgemäss sein und nicht zu früh erfahren werden.
Es gibt neben der Evolution des Körpers auch eine Evolution des Geistes.
Die meisten Kinder und Erwachsenen werden phasenweise von einer negativen Bewusstseinsstufe (siehe Hüte) “gepackt” und brauchen teilweise Therapien usw.
Auf diesen zwei Säulen kann das ganze pädagogische Wirken abgestützt werden.
