Freiheit als Bedingung zur Liebe und zur Sozialität

Liebe

Nur in Freiheit ist das Gefühl der Liebe nicht mit dem Egoismus verbunden.

Es wird kein Besitzanspruch bei Kindern und Partnern, keine Selbstbestätigung usw. mit der sogenannten „Liebe“ erreicht. Keine verzerrte Elternsicht ist mit echter Liebe möglich, weil sie auf Wahrheit, die dem Menschen meistens nur halbbewusst ist, aufbaut. Auch reiner Sex und schon gar nicht käuflicher Sex ist mit echter Liebe möglich. Der Mensch kann Liebe nicht erzwingen. Dies würde ja im Widerspruch mit Freiheit stehen.

Nettigkeit, die einen Zweck vor Augen hat, wird häufig als Liebe  getarnt. Sie ist aber keine echte Liebe.

Sozialität

Echte Liebeshandlungen sind immer sozial.

So führt die Liebe zur Welt  zu nachhaltigem Handeln, die Liebe zu andern Menschen zur Menschlichkeit, die Liebe zu seinen Kindern zu guten Familienbanden, die Liebe zum Partner zu einer guten Beziehung usw.

Umweltschutz, biologisch essen usw. kann auch zur Verfolgung von egoistischen Zielen gebraucht werden. Gesetzlich verordneter Umweltschutz ist von der Sache her gut, weil er den Menschen nicht frei entscheiden lässt, hat er aber mit echter nichts Sozialität zu tun. Diese Beispiele stehen nicht für soziale Handlungen, obwohl ihr „Inhalt“ gut ist.

Freiheit in der Schule

In der Schule sind die Schüler noch nicht erwachsen. Sie brauchen vielfach Unterstützung von Erwachsenen. Die erwachsenen Lehrer müssen permanent an sich arbeiten, um offen und flexbel zu sein, keine Vorurteile zu pflegen und die Freiheit zuerst für sich zu erreichen. Mit diesen „kindlichen“ (nicht kindischen) Fähigkeiten können sie die Schüler auf dem Weg zur Freiheit begleiten. Durch ihre Weiterentwicklung können sie unfreie Bewusstseinszustände mit ihren pädagogischen Massnahmen vermindern und den Zustand, in dem Freiheit möglich wird, verlängern.

Wenn die Schüler wollen und können, muss der Lehrer ihnen die Freiheit im Lernen ermöglichen. Ist dieser Punkt noch nicht erreicht, muss der Lehrer mit seinen pädagoischen Massnahmen eingreifen und als Vorbild einen möglichen Weg weisen.

Dann können die Schüler zu recht wählen, was sie lernen wollen. Bis dieser Zustand erreicht ist, müssen die Lehrer verlangen, was die Schüler bearbeiten.

Es ist genau so schlecht, den Schülern immer alles vorzuschreiben, wie sie ihrem Schicksal in Freiheit zu überlassen, wenn sie nicht wissen, wie sie das Problem bewältigen können.

Der Lehrer führt sie auf dem Weg zur Freiheit. Er tritt zurück, wenn sie die Freiheit im Lernen ergreifen können.

Freiheit und Zwang II

Drei negativen Kräfte wirken im Körper und lassen den Menschen auch verzerrt und schlecht wahrnemen:

1. Durch Mitgerissen-Werden von Empfindungen und Emotionen

Einige Charakteristiken im Körper

Die Sinneswahrnehmungen stürmen auf den Menschen ein. Er kann nicht mehr klar sehen, d. h. er kann im Nachhinein nicht mehr sagen, was wo war, wie es gerochen hat usw. Das unbewusste Denken kann keine Ordnung mehr in die Wahrnehmungen bringen.

Nur die Hormone und alten Nervenverknüpfungen wirken und manipulieren den Ego-Menschen in seiner Wahnehmung.

2. Durch kaltes, intellektuelles, unmenschliches, schnelles Denken und Emotionen, die ungefragt auftauchen.

Einige Charakteristiken im Körper

Das kalte, schnelle Denken erlaubt keine genauen Wahrnehmungen. Die Lieblosigkeit führt ausserdem dazu, dass gewisse Kleinigkeiten nicht gesehen werden. Ausserdem verhindern die Emotionen auch eine objektive Wahrnehmung. Vorurteile steuern, wie die Eindrücke aufgenommen werden oder es wird wenig im Äusseren gesehen, weil der Mensch viel zu stark mit seinem Denken, seinen Assoziationen und Emotionen beschäftigt ist.

Zusätzlich zu den Hormonen und anderen Stoffen wirkt noch das Grosshirn und beeinflusst die Wahrnehmung des Ego-Menschen.

3. Durch Gewalt, „Robotern“, Unbeteiligtheit und Anonymität.

Einige Charakteristiken im Körper

Der Mensch nimmt die Welt nur noch auf dem Bildschirm wahr. Er vermischt die Wirklichkeit mit der Fiktion. Elektronisch kann viel dargestellt werden, das die Wirklichkeit verfälscht, verdreht und eigene Welten zeigt. Die elektronischen Wahrnehmungen machen durch ihre Intensität den Menschen unfrei und schädigen oft seine Sinnesorgane oder zerstören sie sogar.

Der Ego-Mensch mit seiner Wahrnehmung steht unter dem Zwang der Hormone, der chemischen Stoffe, der elektromagnetischen Felder, des Hirns, besonders der Hirnrinde mit dem Scheitellappen.

Sinneswahrnehmungen

Alle Sinneswahrnehmungen werden nur „sichtbar“, wenn das unbewusste Denken sie ordnet und gewichtet.

Sie ergeben nur mit dem Denken einen Sinn. In der Technik ist es selbstverständlich, dass die Aufnahmen einer Filmkamera nur mit einem entsprechenden Computerprogramm auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden können. Es ist klar, dass es viel Gedankenarbeit von Menschen brauchte, um den Computer zu programmieren.

Diese negativen Kräfte verhindern das Denken und lassen nur noch die Emotionen sprechen, lassen uns nur egoistisch denken und/oder fühlen, oder lassen das Denken und Fühlen im Unterbewussten verschwinden.

Deshalb wird auch die sichtbare, äussere Welt verzerrt oder gar nicht wahrgenommen.