Im Sprung über den Abgrund, ins Nichts, wechsle ich von der Vergangenheit in die Gegenwart III

In der dritten und vorläufig letzten Betrachtung zum Thema „Sprung ins Nichts“ möchte ich systematisch vorgehen und folgende drei Phasen beschreiben:

  1. Ich erlebe und „sehe“ (mit sehen ist die Wahrnehmung mit allen Sinnen gemeint)die Natur und die technischen Objekte mit meiner Egostruktur, die überbewusst von der Aktivität meines Deltas teilweise durchdrungen ist. Ich befinde mich in der Übergangsphase (Siehe auch Tools auf dieser Website!) und lebe im Gegenstandsbewusstsein – 4. Bewusstseinsstufe – .

In dieser Phase lebt der heutige Mensch als Normalzustand. Da immer die Gefahr besteht, dass sich das Delta zurückzieht oder verdrängt wird, leben wir im Gegenstandsbewusstsein in höchster Gefahr. Wenn das überbewusst wirkende Delta langsam erwacht, kann ich schon in der Übergangsphase das Delta-Bewusstsein ahnen und kann schon jetzt offen werden für den zentrierten Zustand des neuen Bewusstseins. Ich kann mir den Ruck geben, selbst zu springen und die Gegenwart zu erleben.

  1. Ich springe mit innerer Aktivität ins Nichts, befinde mich „oben“ im Gegenwarts-Feld und betrachte die Natur und die technischen Objekte. Ich erlebe und „sehe“ (mit sehen ist die Wahrnehmung mit allen Sinnen gemeint) mit meiner Egostruktur, die vollbewusst von der Tätigkeit meines Deltas erfüllt ist. Ich bin nun im zentrierten Zustand. (Siehe auch Tools auf dieser Website!)n Ich stehe mit vollem Deltabewusstsein – 5. Bewusstseinsstufe – in der materiellen Welt.

Beim Wechsel ins Delta-Bewusstsein bleibt mir das alte Gegenstandsbewusstsein erhalten. Ich bin jedoch im Stande mit offenen Sinnen auch die nicht sinnlichen Prozesse des G-Felds wahr zu nehmen. Ich kann „sehen“, ob der andere Mensch aus seinem Zentrum „weggerutscht“ ist. Ich bin mir sicher, dass nun eine andere, nichtmenschliche Intelligenz den Alltagsmenschen durchdringt und zu mir spricht. Ich kann so auch das unsichtbare Delta des anderen erleben. Ich erlebe überall zur Sinneswahrnehmung noch die geistigen Qualitäten in der Natur.

Ich erlebe „hinter“ der Natur nicht mehr die abstrakten Atome und Quantengleichungen, sondern das lebendige Gedankennetz des Gegenwartfeldes. Mir wird bewusst, dass meine Sinne mir nur die materielle Hülle der Natur zeigen. Die Hülle wird vom lebendigen Geist des G-Feldes, der sich mir als Gedankengeflecht zeigt, durchdrungen. Ich weiss nun, dass jeder Gegenstand, den ich mit meinem Alltagsbewusstsein wahrnehme durch eine aktive Bewegung meines Deltas im G-Feld und die Prozesse in meinen Sinnesorganen und den dazugehörenden Gehirnarealen zustande kommt. Jede sinnliche Wahrnehmung ist ein (überbewusst) schöpferischer Akt meines Deltas.Im zentrierten Zustand erlebe ich diesen Akt bewusst.

  1. Ich gleite passiv ins Nichts, lande „unten“ im Antigöttlichen-Feld und betrachte die Natur und die technischen Objekte mit meiner Egostruktur, in der mein Delta nicht mehr wirksam ist. Sie ist von einer nicht menschlichen Roboter-Intelligenz ausgefüllt. Ich bin vollkommen dezentriert. (Siehe auch Tools auf dieser Website!) Mein Egobewusstsein der 3. Stufe kann diese Tatsache nicht wahrnehmen. Äusserlich sieht man die gleiche menschliche Hülle. Diese Hülle ist nun von einer antigöttlichen, nicht individuellen Kraft erfüllt. Auch diese Tatsache kann von den anderen Menschen, die ihr Delta-Bewusstsein noch nicht entwickelt haben, nicht bemerkt werden.

Mein im Lauf der Evolution individuell gewordenes Delta ist im G-Feld ohne Bewusstsein seiner selbst zurückgeblieben und kann im materiellen Körper nicht mehr eingreifen. Der menschliche Körper mit seiner Egostruktur befindet sich nun im halbbewussten Traumzustand -3. Bewusstseinsstufe -. In der Epoche, in der der Mensch die 5. Bewusstseinsstufe – das Delta-Bewusstsein – durch innere Aktivität erreichen könnte, rutscht er unbewusst durch seine Passivität und die „Sogkräfte“ der Technik eine Bewusstseinsstufe zurück und wird statt durch seinen individuellen, bewusst gewordenen göttlichen Geist durch einen der göttlichen Evolution entgegen gesetzten Geist ausgefüllt. Die Tragik besteht nun darin, dass dieser Mensch seine Situation nicht durchschauen kann, weil er die Wirksamkeit seines Deltas nicht mehr in seinem Körper hat. Auch die Aussenstehenden, die diesen Menschen erleben können mit dem normalen Gegenstandsbewusstsein den Wechsel der impulsierenden Kraft nicht wahrnehmen. Sie erleben die Taten dieses Menschen, wundern sich, dass er so unmenschlich, so kalt handeln kann und gehen wieder zur Tagesordnung über. Zum Glück dauert dieser Extremzustand bei den meisten Menschen nur einige Minuten. Bei Amokschützen kann diese Dezentrierung auch Stunden dauern. Wenn Jugendliche in ihre PC-Spiele eintauchen, dauert der dezentrierte Zustand so lange wie das Spiel. Bei Gestalten wie Hitler wurden die Dezentrierung und die Phase der Inbesitznahme durch die antigöttliche Intelligenz zum Dauerzustand.

Das menschliche Leben ist heute für alle Menschen äusserst kompliziert geworden. Jeder Mensch bewegt sich ohne sein Zutun im Wechsel zwischen Übergangsphase – Gegenstandsbewusstsein – und dezentrierter Phase – Traumbewusstsein „gefüllt“ mit Antigöttlichem-Bewusstsein – . Ins voll zentrierte Bewusstsein kann der Mensch nur durch innere Aktivität gelangen. Die göttlichen Kräfte zählen auf die Menschen, die sich bewusst zentrieren wollen und auf diese Weise sich selbst die 5. Bewusstseinsstufe erschaffen. Sie geben uns die Freiheit selbst zu entscheiden, ob wir wieder göttliche Menschen werden wollen oder nicht. Die antigöttlichen Kräfte dezentrieren uns ohne unsere Entscheidung abzuwarten. Sie geben uns keine Freiheit.
Wir befinden uns in einem weltweiten Kampf. Auf der einen Seite „drängen“ uns die menschenfeindlichen Mächte aus dem untermateriellen Antigöttlichen – Feld aus unserer Struktur und wollen sie für ihre Zwecke missbrauchen, auf der anderen Seite besteht die Realität des alles durchdringenden G-Felds, in dem die heilenden, göttlichen Kräfte, die unser Delta geschaffen haben, bereit sind zu helfen, wenn sich der Mensch freiwillig durch innere Aktivität zu ihnen „begibt“. Alle Menschen, die helfen wollen, dass der Mensch nicht von einer antigöttlichen, unmenschlichen Evolution erfasst wird, versuchen den Weg ins G-Feld aufzuzeigen. Hilfe zur Selbsthilfe gilt nicht nur für die so genannten Entwicklungsländer. In Bewusstseinsfragen ist auch die reiche Welt ein Entwicklungsland.

Für alle Menschen ist die alles entscheidende Frage: Leben in Freiheit und Liebe oder unter Zwang und Hass.

In diesem Kampf sind unsere Kinder die ersten Opfer. Sie wechseln durch ihre heutige Konstitution noch schneller von der Übergangsphase zum dezentrierten Zustand und werden noch leichter aus ihrer Struktur „gedrängt“ und von den antigöttlichen Kräften missbraucht. Ausserdem können sie als Kinder noch nicht den bewussten Weg ins G-Feld gehen. Sie brauchen noch Hilfe von bewussten Erwachsenen. Da die wenigsten Lehrer und Eltern sich jedoch ein Bewusstsein dieser Zusammenhänge errungen haben, sind unsere Kinder in diesem Krieg hilflos ausgeliefert. Zum Glück machen uns unsere Kinder, wenn sie dezentriert sind, unser Leben zur Hölle. So wird an unserem schlafenden Gegenstandsbewusstsein gerüttelt. Hoffentlich wachen bald genügend Erwachsene auf und helfen sich und den Kindern.

Sprung über den Abgrund II


Vor dem Abgrund leben wir unser normales Leben im Egobewusstsein. Wir leben auf der Vergangenheitsseite des Abgrundes. Alles Gegenständliche, das wir sehen, ist das Endprodukt unserer Hirn- und Sinnesprozesse, das uns mit Hilfe unseres Deltas im seelischen Innenraum ein Bild der Natur entstehen lässt. Anders formuliert, sind unsere inneren Bilder Vergangenheitsbilder der gegenwärtigen Natur. Unsere irdische Konstitution zeigt uns gegenständlich, bildhaft „Standbilder“ aus dem lebendigen Wirken der gegenwärtigen Natur. Unser Gegenstandsbewusstsein gibt uns ein Bild der Natur, wie man es als Normalmensch erlebt: Berge Meere, Sonnenuntergänge, Tiere, Pflanzen und Menschen. Dieses Bild entsteht nur durch die überbewusste Tätigkeit unseres Deltas in den Körperstrukturen. Die biologische Evolution ermöglicht uns ein Erleben der göttlichen Schöpfung in Zeitlupe oder als Standbild. Mit dem gesteigertem Bewusstsein der postbiologischen Evolution können wir sogar in die gegenwärtigen Prozesse der göttlichen Schöpfung blicken. Wir nehmen die nicht materiellen Prozesse aus dem G-Feld, die die Materie beleben und organisieren, wahr. Ebenso können wird seelisch-geistigen Vorgänge, die sich im physischen Menschen zeigen, wahr nehmen. So ist ein echtes Lächeln, eine Offenbarung der im Körper wirkenden Geist-Seele des Menschen. Ohne unsere Delta-Aktivität schlafen wir ein und sinken in ein Schlaf- und Traumbewusstsein ab. Äusserlich bleiben wir wach und denken, fühlen und wollen weiterhin. Fast niemand bemerkt, dass wir zum deltalosen Autopiloten geworden sind. Wenn unsere komplexe Struktur nicht mehr von seiner Delta-Aktivität durchdrungen ist, wird sie von einer anderen Denkqualität ergriffen. Wenn diese andere Denkkraft die Egostruktur steuert, entstehen andere Bilder der Natur. Welche Bilder der Natur entstehen nun, wenn wir mit den toten Gedankenautomatismen, dem Intellekt, den „deltalosen“ Kräften der Egostruktur, die Natur beschreiben?

Beispiele:

Eine wunderschöne Sonnenuntergangsstimmung in den Bergen sehen wir nun mit anderen „Augen“. Wir sind nicht mehr berührt von den Farbklängen des Abendrots, von den ersten Sternen, die am Himmel funkeln und den Eisfeldern der Gletscher auf den höchsten Gipfeln und dem aus den Tälern aufsteigendem Nebelmeer.

Unser Denkautomatismus analisiert innerlich alles mit der Brille des wissenschaftlichen Denkens. Die wunderschönen Farbklänge sind nur gestreute Lichtstrahlen von gewisser Wellenlänge, die Sterne sind Atomfusionszentren, die Lichtjahre entfernt ihre Energie abgeben, die Eisfelder sind gefrorenes Wasser – H2O – , gut zur Stromgewinnung und das Nebelmeer besteht aus in der kalten Luft kondensiertem Wasserdampf.

Die Ehe wird nicht mehr als Gemeinschaft zweier Menschen gesehen, die das Delta unbewusst oder bewusst im Anderen erleben und lieben und ihr Leben gemeinsam gestalten wollen.

Die „deltalose“ Egostruktur eines Wallstreet-Bankers beschreibt die Ehe folgendermassen (Zitat aus TA Seite 14, 12.10.07): „ … Tatsache ist doch: mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird mein Einkommen noch steigen. Du aber wirst mit absoluter Sicherheit nicht schöner. In ökonomischen Begriffen bist du eine Wert vermindernde Geldanlage, ich jedoch eine Gewinnanlage. Du bist 25 Jahre alt, wirst noch etwa fünf Jahre schön bleiben. Dann beginnt der Zerfall. Es wäre ein Unsinn dich zukaufen – was ja eine Heirat bedeutet. Deshalb wäre ein Mietvertrag gescheiter.“

„Die Menschheit nimmt pro Jahr um so und so viele Millionen zu.“

Diese erfreuliche Nachricht, dass so viele Menschen die Gelegenheit bekommen, sich auf der Erde zu entwickeln, kann mit „deltalosen“ Bewusstsein auch so kommentiert werden: Hoffentlich sterben möglichst viele an einer Seuche oder in Kriegen, damit für uns genügend Platz bleibt.

Zeitungsnotiz: „Durch menschliches Versagen ist die U-Bahn entgleist. 50 Menschen sind umgekommen, 300 verletzt.“

Mit dem „deltalosen“ Bewusstsein sagt einem die kalte Intelligenz, dass man in Zukunft die U-Bahnen am Besten ohne Menschen, die Fehler machen, betreiben sollte.

Die äussere Wahrnehmung ist mit Delta und ohne Delta dieselbe. Der Impuls zur Interpretation und das Lebensgefühl, das damit verbunden ist, ändern sich vollkommen. Es entsteht das Bild einer anderen Welt. In dieser Welt ist das Delta, der individuelle Mensch, der gegenwärtig jede Situation neu bewertet, nach den Gesetzen des G-Felds handelt und die natürlichen Bedingungen individuell modifiziert nicht vorhanden oder ein Störfaktor. Er ist zudem das schwächste Glied in der Kette der Abläufe dieser neuen Welt.

Im Erleben der Natur wird der Mensch als subjektiv fühlender Körper angesehen, der sich selbst durch die Funktionsweise seines Gehirns eine Welt vorgaukelt, die es objektiv nicht gibt. Sein Glaube an Gott ist ebenso das Produkt gewisser Hirnzentren und alter Erziehungsmuster. Objektiv besteht die Welt nur aus Schwingungen von bestimmten Wellen. Es gibt keine Farben, keine Töne, keine Gerüche in ihr. Mit anderen Worten sind alle Sinneswahrnehmungen ein Produkt von Sinnesorganen und Gehirnfunktionen. Die Wirksamkeit des Deltas, des Geistes, wird geleugnet. Liebe ist ein Produkt der Sexualdrüsen und der Suggestionen der hirnerzeugten Wünsche. Freiheit existiert nicht. Denn Freiheit wäre ja nur möglich, wenn das Delta des Menschen ohne Zwang aus dem Körper handeln könnte. Ohne Delta ist Freiheit Unsinn.

Ich habe nun aufgezeigt, dass der Mensch durch innere Passivität den alten Abgrund nicht überqueren kann. Er wechselt nicht von der Vergangenheit in die Gegenwart. Er überquert jedoch ohne es zu realisieren den neuen Abgrund, der die Natur von der „Unternatur“ trennt. Er „rutscht“ passiv ohne sein Delta in ein erst seit einigen Jahrzehnten entstandenes neues Reich der Technik. Weil sein Delta nicht dabei ist, wird seine Egostruktur von einer unmenschlichen, kalten Intelligenz ergriffen, die sich an die Stelle seines im G-Feld zurückgelassenen Deltas setzt. Diese Intelligenz setzt alles daran, vom Menschen nicht durchschaut zu werden. Sie stammt aus einem nicht materiellen Feld, das sich ebenso tief unter der Natur wie das Gegenwartsfeld sich über der sinnlich erlebbaren Natur „befindet“. Sie ergreift die Egostruktur automatisch.

Zusammenfassung

Jenseits des neuen Abgrunds kann ich mich in einer zum G-Feld konträren Welt verlieren. Ich muss heute ein Bewusstsein entwickeln, in welche Richtung ich über den Abgrund wechsle. Durch eigene Aktivität nach „oben“ in die Gegenwart, in ein helleres Bewusstsein oder passiv nach „unten“ in ein dumpferes Bewusstsein. Oben gewinne ich durch meine innere Aktivität meinen vollen göttlichen Menschen wieder. Unten verliere ich mein keimendes Delta und gelange in einen dumpferen Bewusstseinszustand, der nicht mehr vom Licht des Delta aufgehellt wird, der die Verbindung zum Gegenwartsfeld verloren hat. Ich verliere mein individuelles Wesen, meine Egostruktur wird Glied eines kosmischen Gedankenroboters, einer kalten antigöttlichen Intelligenz.

Wenn man sein Deltabewusstsein ausgebildet hat, kann man das Reich der Technik auch als erweiterte Egostruktur betrachten. Mit dem Licht meines Deltas durchschaue ich die unmenschliche Intelligenz. Ich begebe mich mit einer vom Delta-Bewusstsein erfüllten Egostruktur ins neue Reich der Technik. So kann dieses Reich mit seinen eigenen Strukturen – zum Beispiel Computerprogramme- für den Menschen sinnvoll genutzt werden. Der Mensch kann mit Hilfe seines im G-Feld bewusst gewordenen Gegenwarts- Bewusstseins auch aktiv unter die Natur absinken und verfällt den Kräften der „Unternatur“ nicht mehr. Er hat die Freiheit auch die ursprünglich mit antigöttlicher Intelligenz geschaffenen Strukturen so zu nutzen, dass sie eine Hilfe im Leben auf der Erde sein können.


Die zentrale Frage ist immer die Frage nach dem Bewusstsein des Menschen. Springt der Mensch mit innerer Aktivität auf die Gegenwartsseite des Abgrunds und taucht erst dann in das neue Reich der Technik oder will er passiv im Reich der Technik sein aufkeimendes Delta-Bewusstsein ganz verlieren? Der Umweg ins G-Feld ist im menschlichen Leben der direkte Weg, um auch im Reich der Technik Mensch zu bleiben.

Im Sprung über den Abgrund, ins Nichts, wechsle ich von der Vergangenheit in die Gegenwart

Das Bild des Abgrunds, der das irdische Bewusstsein zunächst vom himmlischen Delta-Bewusstsein trennt, ist schon uralt. Ebenso die Vorstellung, dass man zunächst im Nichts landet, wenn man springt. Was bedeutet dieses Bild in Bezug auf unsere heutigen Bewusstseinsfragen?

Auf der einen Seite des Abgrunds befindet sich die Welt der Vergangenheitsstrukturen. Es ist die Welt der unterphysischen, physischen und überphysischen Felder. Diese Welt zeigt sich im täglichen Leben, in den Vorstellungen des Egobewusstseins, als die Welt der Technik, als Natur und als Emotions- und Gedankenstrukturen.

Auf der anderen Seite beginnt das Meer der Gegenwart. das zuerst als Nichts erlebt wird. Es wird als Nichts erlebt, da der Halt der Vergangenheitsstrukturen fehlt. Man kann sich an nichts Äusserem mehr festhalten. Man verliert den Boden unter den Füssen. Erst, wenn man die Stütze in sich selbst gefunden hat, bekommt man eine neue Sicherheit. Das Nichts wird nun zum Alles. Man erlebt nun die lebendigen Kräfte, aus denen die Vergangenheitsstrukturen entstanden sind. Man ist nun im „Geistesmeer“, aus dem sich das materielle Dasein herausentwickelt hat. Man ist an der Quelle alles Irdischen. Das Springen über den Abgrund entspricht der inneren Kraft, die nötig ist, um ins Deltabewusstsein zu gelangen. Es fordert uns niemand auf, zu springen. Wir haben die Freiheit im Vergangenheitsbewusstsein zu bleiben. Dies war in kleinen Kreisen immer schon bekannt. Heute ist die Situation für die Menschen total anders. Das Bewusstsein der Menschen ist immer näher an den Abgrund gerückt. Viele Menschen ahnen ihr Deltabewusstsein. Schaudern aber unbewusst vor dem Abgrund zurück. Es ist an der Zeit für die Menschheit, den Abgrund zu überqueren, sonst werden wir von einem ganz neuen Aspekt des Abgrunds erfasst. Bis vor Kurzem konnte man im Leben mit dem Alltagsbewusstsein ohne Probleme bleiben. Man überliess den gefährlichen Sprung stellvertretend einigen wenigen Priestern und Heiligen.

Im konkreten Beispiel, das jeder selbst nachvollziehen kann, will ich wieder auf unser Alltags- und Delta-Bewusstsein zurückgreifen. Im Vergangenheits-, Gegenstands- oder Alltagsbewusstsein befinde ich mich auf der einen Seite des Abgrunds. Ich sehe die Welt der Technik als konkrete Maschinen, als Computer, TV-Apparat, CD-Spieler gegenständlich vor mir und erlebe in meiner Seele die Wirkungen dieser Maschinen und Apparate als seelische Realität. Mit den Maschinen kann ich die Natur bearbeiten, Zeit und Raum schneller überwinden. Mit der Elektronik kann ich zeitgleich überall auf der Welt alles miterleben. Ich erzeuge Bilder und Klänge im inneren Raum der Seele, die ich nur in meinen Fantasien vorstellen konnte. Ich lebe immer mehr in unterphysischen Vorstellungsbildern und Klängen. Es sind Welten, die ich physisch nicht fassen kann. Ein Computerspiel, das die Jungen begeistern kann, besteht aus den physischen Bestandteilen des Computers – Rechner, Bildschirm – und der Software, die die Spielwelten mit Hilfe des Computers erzeugt. Der wichtigste Teil der Spielwelten, die die Menschen in ihren Bann ziehen, ist nicht mehr physisch. Es sind die Informationen der Software, die man auch stofflos durchs All per Funk senden kann. Diese Informationen brauchen nur elektromagnetische Felder, um transportiert zu werden. Elektromagnetische Felder sind auch eine Form von nicht materiellen, unterphysischen Vergangenheitsstrukturen. Mit dieser Welt der Technik hat sich die Menschheit zur Natur eine neue Welt dazu geschaffen, die im Kern nicht mehr materiell ist und mit physischen Apparaten erforscht und sichtbar gemacht werden kann.

Eigentlich müsste man heute das uralte Bild des Abgrundes, der das Alltagsbewusstsein von der Welt des gegenwärtigen Geistes, vom Delta-Bewusstsein trennt, ergänzen. Es existiert heute auch der vom Menschen geschaffene Abgrund der unterphysischen technischen Welt, in dem man das „Alles“ der technischen Wünsche finden kann. So wie das himmlische Gegenwartsfeld alles Irdische durchdringt und mit dem Delta-Bewusstsein erfasst werden kann, durchdringt in Form von Elektrosmog das unterphysische Vergangenheitsfeld der Technik alles. Dieses Feld kann ich durch technische Apparate ohne innere Aktivität meinem Vergangenheitsbewusstsein sichtbar machen. Kein Mensch kann sich heute vor diesem Feld -dem Elektrosmog – schützen. Diesen neuen Abgrund muss man aber nicht überspringen. Es braucht keine innere Aktivität, um in das Reich der Technik zu kommen. Ganz im Gegenteil „saugt“ das Reich der Technik die menschliche Seele mit grosser Kraft „ein“. Dieser Abgrund und das Reich, in das wir nachher gelangen ist das Spiegelbild des „alten“ Abgrunds und des nicht materiellen, überphysischen Gegenwartsfelds. Wir befinden uns in einem nicht materiellen, unterphysischen Vergangenheitsfeld. Satt mit innerer Aktivität und in Freiheit werden die Menschen unfrei, von ihren ungestillten Sehnsüchten ins Reich jenseits des neuen Abgrunds gezogen.

Im Alltagsbewusstsein, das im tiefsten Lebensgefühl die Gewissheit verloren hat, das es seine Wurzeln im Überphysischen hat, erwacht nun die Sehnsucht nach dem Delta-Bewusstsein, um das Gegenwartsfeld aus eigener Erfahrung immer besser kennen zu lernen. Wird diese Sehnsucht durch unsere durch und durch materialistische Bildung nicht gestillt, verwandelt sie sich in die Sucht nach unterphysischen Bild- und Klangwelten. Die Technik stillt und nährt diese Sucht. Die permanente Berieselung durch Musik und Bilder ist heute schon normal geworden.

So wie wir dem Elektrosmog nicht mehr entkommen können, ist es auch nicht möglich den TV-Geräten, den i –Pots, den Autoradios, den Computern usw. zu entkommen. Wir leben heute durch und mit der Technik. Die Technik ist aus dem Leben nicht mehr weg zu denken.

Folgende Frage stellt sich jedoch immer häufiger und dringender: Was sollen und wollen wir technisch umsetzen? Sie ist zur Bewusstseinsfrage und Moralfrage geworden. Die Antwort auf diese für das Überleben der Menschheit äusserst wichtigen Frage erfahren wir sicher nicht aus den Vergangenheitsfeldern der Technik. Überlassen wir die Antwort den Kräften der Technik und den mit ihnen verbundenen Marktkräften, werden wir weiterhin alles Machbare, das Gewinn abwirft, erzeugen. Die Antwort müssen wir uns selbst, jeder Einzelne für sich, mit unserem Delta-Bewusstsein aus dem G-Feld schöpfen. Wenn wir mit den Qualitäten des G-Felds – liebevolle Aufmerksamkeit, Wahrhaftigkeit, echter Mitmenschlichkeit usw. – unseren Einsatz der Technik prüfen, wird sehr schnell klar, welche Art Technik uns fördert und hilft das moderne Leben menschlich zu bewältigen. Wir können uns nicht mehr länger von den unbewussten, dunklen Impulsen aus den V-Feldern leiten lassen. Bewusstseinslicht ist auf allen Lebensgebieten nötig, um die Probleme der Menschheit zu lösen. Die Lösungsansätze aus dem G-Feld sind sicher keine pauschalen , technokratische Lösungen. Sie werden individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt von den Betroffenen gesucht werden müssen. Die allgemeine Frage ist jedoch: Wollen wir die übermateriellen, göttlichen Ideen und Kräfte in Freiheit suchen und in Liebe umsetzen oder lassen wir uns weiterhin ohne Bewusstseinsklarheit von den untermateriellen antigöttlichen Ideen und Kräften bestimmen ?