Selbstbewusstsein – Bewusstsein

Mensch

Der Mensch hat ein Selbstbewusstsein. Er ist sich als Individuum oder seines Selbsts bewusst. Wenn er selbst sein Potenzial entwickelt, wird er sich sogar als ewiges individuelles, geistig-seelisches Wesen bewusst.

Der Mensch hat eine individuelle Geist-Seele.

Während seiner Wachzustände „wohnt“ oder lebt die menschliche Geist-Seele in einer durch sie mitgeprägten „Wohnstätte“. Diese ist ein sich entwickelnder lebendiger Körper.

Er ist ein Naturwesen, weil er einen von der Natur hervorgebrachten, lebendigen Körper während seiner Wachzustände ergreift. Er ist aber auch ein geistiges Wesen, weil er als ewige Geist-Seele existiert.

Der Mensch wacht in seinem Körper auf und entwickelt in ihm ein Bewusstsein. Er kann sich selber beobachten. Daher ist sein Bewusstsein ein Selbstbewusstsein.

Er kann sich selbst „von oben“ anschauen und ein Urteil abgeben. Daher kann er sich auch seine Ziele geben, kann intrinsisch motiviert sein und sich in seinem eigenen Sinn weiterentwickeln. Jeder Mensch kann dies besser oder schlechter. Es ist vom Willen des individuellen Menschen abhängig. Deshalb kann heute von einer Bewusstseinsevolution gesprochen werden, die nur stattfindet, wenn der einzelne Mensch will. Sie läuft nur unter Berücksichtigung der Freiheit ab. Wenn der Mensch nicht will, geschieht das oben Erwähnte nicht.

Tier

Das Tier  ist sich auch bewusst. Es kann Gefühle der Freude, der Angst und noch viele andere empfinden. Es kann denken und sich gewisser Zusammenhänge erinnern. Es hat ein reiches Innenleben, ist sich aber nie seines Individuums bewusst, weil es keinen individuellen, geistigen Kern in seinem Körper besitzt. Deshalb kann und muss es die Verantwortung über seine Taten nicht übernehmen. Es ist weder böse noch gut.

Das Tier ist in die Natur eingebettet.

Es ist jedoch auch vom Geist Gottes durchströmt. Es hat eine Seele, aber keinen individuellen Geist in einem individuellen Körper. Sein Körper wird nur wegen seiner Umgebung und der Vorkommnisse, die es erlebt, individuell.

Je nach Umgebung (Wildtier oder Haustier) wird es anders geprägt. Dies äussert sich auch als individuelles Tier. Nach seinem Tod wird sein Körper aber wieder zu Erde und ein neues, ähnliches Tier kommt wieder zur Welt. Die Tiere haben kein Potenzial, das sie selbst bewusst steigern können.

Das Tier besitzt eine Seele, die ihren dazugehörigen Körper hat.

Alle Tiere der gleichen Rasse haben ähnliche Verhaltensmuster, die durch eine andere Prägung individuell verschieden sein können.

Das Tier entwickelt im Körper ein Bewusstsein, das Gefühle hat. Es kann sich aber nie selbst beobachten.

Das Tier schaut sich nicht selbst an und fällt ein Urteil über sein Verhalten. Es kennt keine Normen usw. Es entwickelt sich nicht weiter. Nur die Evolution brachte neue Arten hervor. Die vom Tier bewusst eingeleitete Bewusstseinsevolution unter der Berücksichtigung der Freiheit gibt es nicht. Denn das Tier ist ein ausschliessliches Naturwesen.

Eine Bewusstseinsevolution, die der Mensch individuell selbst einleiten kann, ist nur beim Menschen möglich, beim Tier ist diese unvorstellbar.

Die Bewusstseinsevolution

Aphorismen

Ohne den menschlichen Willen im Jetzt ist keine Bewusstseinsevolution möglich.

Der Zufall und lange Zeiträume sind zur Erklärung nicht mehr möglich und nötig.

Schnelle Änderungen sind möglich. Wir kreieren die Welt zuerst in unserem Inneren, die wir wollen.

Hoffnung ist sinnvoll, wenn der Mensch sein Bewusstsein ändert.

Man lässt keine alten Muster ablaufen.

Bewusstseinsevolution

„Die Letzten werden die Ersten sein.“

Das Sprichwort stammt aus dem Neuen Testament, an vielen Stellen wird auf die Umkehrung der Verhältnisse hingewiesen.

Diese Umkehrung der Evolution können wir auch bei der Bewusstseinsevolution erleben.

Die Bewusstseinsevolution beginnt an der Stelle, wo die Evolution nach langer Zeit angekommen ist: Beim Ich.

Das Erlebnis des Ich wird immer deutlicher. Ich will, nicht, was der Andere (Eltern, Gesellschaft usw.) mit mir vor haben. Ich will selber sagen, was für mich gut ist, was ich will.

Der Ich-Mensch kann sich immer stärker intrinsisch motivieren.

Das Erleben meines Ich und der intrinsischen Motivation kommt immer früher.

Welcher Quelle folge ich?

Als Erwachsener muss ich mich immer besser kennenlernen (erkenne dich selbst).

Was bin ich für ein Wesen?

Ich kann meinen Ich-Punkt beobachten und erleben. Mit Aufmerksamkeitsmeditationen kann ich immer mehr über mich kennen lernen. Ich schaue also in mein Inneres und muss Übungen praktizieren, dass ich die Gewissheit bekomme, nicht fremden Interessen unbewusst zu folgen.

Als Kind bin ich auf sich entwickelnde authentische Erwachsene (Eltern, Lehrer usw.) angewiesen, um mein mit meinem Ich in meinem lebendigen Körper gut leben zu können.

Ich kann zwei Wege einschlagen. Meistens verläuft das Leben nicht geradlinig. Ich kann fallen und mache immer wieder Fehler. Wenn ich will, kann ich mich mindestens innerlich immer wieder aufrichten. Es ist wesentlich, dass ich nie den Weg der Freiheit vergesse.

1. Weg der Freiheit, der Selbstbestimmung:

Ich muss auch innerlich aktiv werden.

Dies ist nur im Jetzt möglich.

Ich kann offen bleiben, mich wandeln, keine Vorurteile pflegen usw. Dann gehe ich auf dem Weg der Bewusstseinsevolution: Ich gehe verwandelt in eine echte Zukunft und will mich immer besser verwirklichen. Dies wird aber nicht wie das Modewort „Selbstverwirklichung“ gebraucht, sondern ich suche der Wirklichkeit immer näher zu kommen.

2. Weg des Zwanges, der Fremdbestimmung:

Ich kann weiterhin passiv bleiben und mit dem Strom schwimmen.

Ich lasse mich durch meine Erinnerungen leiten oder träume von einer irrealen Zukunft, in der meine Lieblingsideen verwirklicht werden sollten.

Einige Beispiele:

Man hat es immer schon so gemacht. Die Statistik sagt, dass man normalerweise auf diesem Weg keinen Erfolg hatte usw.

Ich verdränge oft die Gegenwart und will nicht sehen, dass sich die Welt wandelt.

Wir können ja auf den Mars wechseln, wenn unsere Erde von uns Menschen zugrunde gerichtet wurde. Die Technik wird die Erde retten usw.

Auf dem Weg der Freiheit treibt der Mensch die Bewusstseinsevolution immer weiter. Wie die Zukunft verwirklicht wird, ist immer mehr vom Menschen abhängig, denn auf diesem Weg erlebt sich der Mensch als ein schöpferisches, freies Wesen.

Es gibt nicht nur eine Evolution

Die Evolution – vier Neuanfänge!

Unter Evolution versteht man das Entstehen des Alls – der Zeit, des Raums – und die Höherentwicklung der Lebewesen bis zum Menschen.

Seit dem Urknall vor ca. 14 Milliarden Jahren herrscht der Zufall, die Selektion und die Mutation. Die Theorien der jeweiligen Zeit spiegeln sich in der Evolutionstheorie.

Wenn nicht die Theorien, sondern die Erlebnisse, die jeder Mensch machen kann, beschrieben werden, kann man Folgendes festellen:

Es werden vier Einschnitte beobachtet, bei denen etwas Neues aufgetreten ist.

Damit die Erlebnisse nicht subjektiv sind, muss der Mensch erreichen, im Jetzt zu leben. Dann lebt er in einem hellwachen Bewusstsein, das nicht von Vorurteilen und Emotionen verfälscht wird.

Beobachtungen

  1. In unserer Geist-Seele können wir zwischen Wollen, Fühlen und Denken unterscheiden. Ausserdem finden wir in unserem Innenraum noch alle Wahrnehmungsbilder vor, die durch unsere Sinne entstehen können. Traumbilder und andere Bilder, die aus dem Seelenmeer auftauchen, erleben wir im hellwachen Bewusstsein nicht.
  2. Im Äusseren sehen wir auf der Erde vier Reiche: Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich. Ebenso können wir die Wärme, die Luft, das Wasser und die Erde oder wissenschaftlich gesagt, den Plasmazustand und den Aggregatszustand des Gasförmigen, des Flüssigen und des Festen erleben. Ein weiterer Hinweis auf die vier Einschnitte: Auch die Zeit und die drei Dimensionen des Raums sind vier verschiedene Qualitäten.

Im Aussen erleben wir die vier Reiche. Im Inneren erleben wir als Menschen vier Bewusstseinsqualitäten.

Es liegt nun nahe von vier Neubeginnen zu sprechen. Beispielsweise findet man das Mineralreich auch im Pflanzenreich wieder, die Zeit auch in der 1. Dimension und das Wollen auch im Fühlen. Das schon Dagewesene wird wieder aufgenommen und im Neuen verarbeitet. Ich will nicht von vier Urknallen reden, weil ich überzeugt bin, dass ein Knall ein Bild aus unserer „knallenden“ Zeit ist.

Ein Beispiel, das alle 4 Stufen zeigt, ist der Mensch in seinem irdischen Körper:
Fester Zustand im Körper: Der lebende Körper hat ein Knochengerüst aus fester Materie, damit der Mensch seinen Willen auf der Erde einsetzen kann. Er kann sogar in Freiheit die Welt umgestalten und die Heimat der irdischen Menschen bewahren.
Der dreidimensionale Raum ist dazu nötig.
Flüssiger Zustand im Körper:  Das Leben, wozu es auf der Erde chemische Reaktionen braucht, ist nur im Flüssigen möglich. Man achtet auf seine Lebensfunktionen und sein Fühlen und Empfindungen, wenn man genug Flüssigkeit zu sich nimmt.
Der zweidimensionale Raum ist dazu nötig.
Gasförmiger Zustand im Körper: Die Seele mit ihren gefühlsdurchdrungenen Gedanken ist nur in einem atmenden Körper möglich. Bei der Atmung vermischt sich die Luft der Umgebung mit dem lebendigen Blut.
Der eindimensionale Raum ist dazu nötig.
Die Wärme durchdringt den ganzen Körper: Die menschliche Individualität oder das Ich kann nur in einem ca. 37° warmen Körper ein vom Körper unabhängiges Bewusstsein entwickeln. Ist er zu heiss, hat man Fieberträume und kann nicht mehr klar denken. Ist er zu kalt, ist man lahmgelegt.
Durch tiefe Meditationen kann sich der Mensch im Ich-Punkt hellwach erleben und vom Körper im Leben nicht mehr beeinflusst werden.
Der Raum und die Zeit werden dann durch die innere Aktivität aufgehoben.
Der Mensch lebt nur noch im Jetzt. So kann er in der Gegenwart jedoch auch auf seine Erinnerungen „schauen“ und seine Gefühle wahrnehmen. Er kann aus dem Jetzt seinen Blick bewusst in die Vergangenheit und Zukunft richten. Er ist präsent.