Der Körper als Komplex

Der Weg zu einem aufmerksamen Bewusstsein

Die Erwachsenen sollten sich bewusst sein, dass die Sinneswahrnehmung ein manipuliertes Ego-Bewusstsein erzeugt.

Es zeigt uns die Welt so, wie wir sie normalerweise erleben. Wir nehmen im Elend usw. auf der Welt nur ein Übel wahr. In den Nachrichten sehen und hören wir jeden Tag die geballte Ladung der weltweiten Katastrophen und können vergessen, dass die Erde auch schön ist.

Die Welt als Ort zu unserer Entwicklung oder zu unserer Potenzialentfaltung, erleben wir nur durch unser Ich-Bewusstsein.

Ein nicht manipuliertes Ich-Bewusstsein stellt der Mensch aktiv nur im Jetzt her. Er kann mit ihm auch dem Negativen etwas Positives abgewinnen. Ein Unfall, eine Krankheit oder sonst eine Katastrophe können uns Fähigkeiten entlocken, die wir selbst noch nicht kannten. Ebenso können  wir das Schöne mit vollem Bewusstsein geniessen und dafür dankbar sein.

Mit dem  Ich-Bewusstsein ist ist die Welt, die der Mensch wahrnimmt „der Himmel auf Erden“.

Dies ist bei jedem Aufwachen besonders der Fall. Unter Aufwachen kann des Erwachen nach dem Schlafen oder eine Bewusstseinssteigerung gemeint sein.

Komplex und System

Im Körper kann man sofort von den alten Strukturen  ergriffen werden und wacht dann in seinem Komplex auf.

Mit innerer Aktivität jedoch kann der Mensch sein Ich-Bewusstsein im System aufrechterhalten.

Dazu ist es aber nötig, im Jetzt zu leben.

Wir befinden uns im permanenten Kampf zwischen einer Abdämpfung unseres Bewusstseins – auch im Wachzustand – und einer aktiven Bewusstseinssteigerung. Man fällt sehr schnell in die fixierten Strukturen des Komplexes, wenn man sein Bewusstsein durch die Kraft der Materie im Körper trüben lässt.

Wenn wir nicht aufpassen, können wir unser System nicht benutzen.

Bei einer Bewusstseinssenkung verhält man sich, wie man normalerweise ist: Man ist zynisch, macht sich auf Kosten Anderer grösser als man ist, nimmt den Menschen nicht in seinem geistigen Kern ernst, fällt in den Materialismus usw.

Die manipulierte Sinneswahrnehmung vermindert unser Bewusstsein.

Eine wichtige Form der Manipulation ist das schläfrig Sein.
Fehler, die so nicht bemerkt werden, schleichen sich ein und täuschen uns, indem sie uns eine illusorische Welt vorspiegeln.

Zusammenfassung: Der Komplex

Der Körper, der nicht mehr offen für geistige Zukunftsimpulse ist, bildet eine eigene, vergangenheitsbezogene lebendige Welt.

Der Mensch ist in ihr abgekapselt und lebt in seiner eigenen Welt. Er „ist gefangen“ in den starren Strukturen seines Körper-Komplexes.

Noch einige Stichworte zum Komplex:

Alles ist vergangenheitsbezogen, keine echte Zukunft, kein echtes Ich-Bewusstsein, Bewusstseinsdämpfung, nur Ego-Bewusstsein, keine menschliche Bewegungen, nur Motorik, kein Gottesgeist, abgekapselt, abgeschnitten, eigene Welt, verhärtet oder aufgelöst, Stillstand, keine Entwicklung, kein Potenzial, Materie und elektromagnetische Felder, auch radioaktives Feld, mental-emotionaler Komplex, motorischer Komplex: Elektrizität, Magnetismus, Radioaktivität in den Feldern.

Der Mensch lebt in seinem Körper, der fast immer eine Mischung aus System und Komplex darstellt.

Drei Systeme bilden den Körper

Der Körper wird heute oft als System bezeichnet.

Eigentlich bilden ihn mehrere Systeme:

Pestalozzi spricht von Kopf, Herz und Hand.

Damit legt er die Schwerpunkte auf das Denken, das vor allem mit dem Kopf als Werkzeug ermöglicht wird, auf das Fühlen, das die Atmung und das Herz möglich machen, und das Handeln, das mit den Gliedmassen, ganz besonders mit den Händen in die Welt eingreift.

Vor ca. 100 Jahren fasste Rudolf Steiner alle Sinne und die Nerven zu einem System zusammen. Es ermöglicht die Wahrnehmungen und das Denken.

Ein weiteres System ist zuständig, dass der Mensch ein fühlendes Wesen ist. Zu ihm gehören die Atmungsorgane und der durch das Herz rhythmisierte Blutkreislauf.

In die Welt eingreifen – also seinen Willen entwickeln – kann der Mensch dank des dritten Systems, zu dem die Gliedmassen und der Stoffwechsel zählen.

Diese drei Systeme durchdringen sich. Kein Organ ist ohne diese drei Systeme vorstellbar.

Bsp. Im kleinen Finger, im Herzen und im Gehirn werden Blutgefässe, Nerven und Stoffwechselvorgänge gefunden.

In der modernen Wissenschaft spricht man von den Denk-. Gefühlszonen und den motorischen Bereichen im Gehirn. Es wird aber auch klar, dass ohne Kopf nicht gedacht werden kann, dass die Gefühle mit der Atmung beeinflusst werden können und sich im Kreislaufsystem äussern, dass wir ohne unsere Glieder und einen gesunden Stoffwechsel nicht in die Welt eingreifen können.

Für denken, fühlen und wollen oder handeln braucht es nicht nur das Gehirn.

Deshalb wird heute auch oft vom Kopf, vom Herzen (Brust) und Bauch gesprochen.

Denn wir sind im Wesentlichen als Mensch nicht nur unser Gehirn.

Dies wurde vor noch nicht allzulanger Zeit geglaubt.

Der Körper oder die drei Systeme bilden das „Werkzeug“ für unsere Geist-Seele. Durch seinen Körper kann der Mensch sich auf der Erde verwirklichen. Er kann die Welt wahrnehmen, denken, fühlen und wollen oder handeln.

Der Mensch denkt bewusst mit seinem Kopf, fühlt halbbewusst bis bewusst mit seinem Herzen und handelt unbewusst bis bewusst mit seinen Gliedern. Er hat einen geistigen Schwerpunkt auf der Stirn (dahinter befindet sich das aufmerksame Gehirn oder der Frontallappen), einen seelischen im Herzen und einen körperlichen im Bauch.

Der Mensch im System

Schlaf

Wenn der Mensch schläft, hat er kein Bewusstsein. Er fühlt nichts und weiss nicht, dass er existiert. Die Anderen sehen einen Körper, der atmet. An den geschlossenen Augen bemerkt man, dass dieser schlafende Mensch nichts bewusst wahrnimmt. Wenn er wieder erwacht, zeigt er ein ganz anderes Bild eines lebenden Menschen. Er ist sich selbst bewusst, handelt, fühlt und denkt über die Zusammenhänge der Welt nach.

Waches Leben

Im Wachzustand erleben wir einen Menschen, der die Verantwortung über seine Taten ergreifen kann. Er kann zwischen Gut und Böse unterscheiden. Er strebt nach einer Erklärung der Welt und möchte sicher sein, dass seine Erklärung für alle Menschen die gleiche ist. Wenn jeder Mensch eine nur ihm zugängliche Welt erleben würde, wäre jeder vom Anderen getrennt und hätte keine Möglichkeit eine zusammenhängende Welt zu erkennen.

Daher strebt der Mensch  nach Wahrheit, die für alle Menschen gilt.

Für ein objektives, nicht manipuliertes Denken und Fühlen, das die Wahrheit erkennen und erleben kann, braucht der Mensch Freiheit.

Diese unwägbaren Qualitäten wie Wahrheit, Verantwortung, Freiheit usw. machen den Kern des Menschen aus. Im Wachen ist dieser Kern mit dem Körper oder System des Menschen verbunden. Im Schlaf trennt sich dieser Kern vom menschlichen Körper. Beim nächsten Wachen fährt er nahtlos dort fort, wo er vor dem Einschlafen stand. Der Mensch hat also ein Bewusstsein, welches an seine letzten Taten und Überlegungen anknüpfen kann.

Mit anderen Worten kann vom individuellen, selbstbewussten menschlichen Ich oder Geist gesprochen werden, der sich im Wachen in seinem System oder Körper inkarniert.