Pfingstmontag: Denken der Seele

Bei der Transformation ins Geistige verwandelt der Mensch zuerst das Denken, danach das Fühlen und erst am Schluss das Wollen der Seele.

Klares, nicht manipuliertes Denken, Fühlen und Wollen ist die Folge der Ausgiessung des Heilgen Geistes. Die geistige Seele des Menschen wird aktiviert und bewusst.

Der Mensch ist senkrecht, authentisch: ein göttliches, individuelles Wesen, ein Ich-Wesen oder ein Kind Gottes, eine menschliche Geist-Seele, die auf der Erde einen göttlichen Körper „bewohnt“.

Das Letzte, das in der Evolution entstand, ist das Denken.

„Die Letzten werden die Ersten sein“ dieses Bibelzitat ( Matthaeus 20 ) kann auch auf die folgende Weise ausgelegt werden:

Es soll mit der Reinigung des Denkens des Seelenkörpers, nicht mit dem Fühlen des Energie- oder Lebenskörpers begonnen werden. Wenn wir in der Gegenwart denken, ist das Fühlen und Wollen im Denken dabei.

Die Reinigung oder Transformation des Denkens des Seelenkörpers kann auch als nicht manipuliertes Denken oder Denken in der Gegenwart charakterisiert werden.

Dies ist kein unklares Spüren oder andere gefühlsartige Erfahrungen, die nicht klar erlebbbar sind und im Jetzt geschehen.

Erst dann kann zu den Gefühlen des Energie- oder Lebenskörpers übergegangen werden.

Das Spüren oder Fühlen

Viele Mensch fühlen mit ihrer Seele, dass etwas richtig oder falsch ist. Sie können das Problem aber noch nicht in klare Begriffe fassen, ohne intellektuell zu werden.

Intellektuell kann das Denken ohne Gefühle bezeichnet werden. Es ist noch nicht vom Menschen gereinigt worden. Vielfach wird Gelesenes, Gehörtes usw. nur wiederholt. Es sind extrinsische Informationen, die nicht zu eigenen Erfahrungen im Denken gemacht wurden.

Erst beim gefühlsvollen Denken, das nicht von Emotionen manipuliert wird, kann der Mensch klare, dem Menschen gemässe Begriffe schöpfen, die gesundheitsfördernd sind. Nun kann von bewussten – gedanklich klaren – Gefühlen gesprochen werden.

Die Verwandlung der Gefühle

Die Gefühle, die aus dem Körper aufsteigen, können an Pfingsten leichter zu geistigen Gedanken oder Bewusstseinszuständen transformiert werden.

Wir können dies folgendermassen charakterisieren:

Wir können glücklich sein, dass wir Vertrauen haben in die Zukunft, Mitgefühl haben mit Vergangenem und im Jetzt Verantwortung ergreifen können. Wir sind kreative Wesen, welche die Zukunft mitgestalten und Anderen für Taten in der Vergangenheit, die nicht lebensfördernd waren, verzeihen.

Pfingsten oder das Einströmen geistiger Gedanken

Das christliche Fest: Pfingsten

Pfingsten ist das Kommen des Ich-Geistes (Heiligen Geistes) in den aufgewachten Menschen auf Erden. Der Mensch kann sich bewusst selbst mit seinem Ich durchgeistigen. Der Mensch muss nicht sterben, um in die geistige Welt zu kommen, sondern kann schon ein bewusster Ich-Geist während seines Lebens sein.

Mit „der Mensch“ sind heute alle Menschen, die den menschlichen Ich-Geist suchen, unabhängig von ihrer Religion und ihrer Weltanschauung gemeint.

Bild von Pfingsten: Die aufgehende Sonne über dem Seelenmeer der Gefühle. Am Grund lauern die Emotionen, den Mensch zu sich herabzureissen.

Wenn der Mensch sich von der Sonne leiten lässt, wird er geistig im Hellen und Klaren auf der Erde wirken. Er ist dann ein individuelles, transparentes, geistiges Wesen, das seine Verantwortung übernimmt.

Verwandlung oder Steigerung der Gefühle zu geistigen Gedanken

Pfingsten beginnt bei der Wahrnehmung und Verwandlung der Seelen-Welt. Der Mensch kann in der Seele sein Denken, Fühlen und Wollen verwandeln. Der Mensch ist nicht mehr extrinsisch – von aussen – beeinflusst. Er bezieht die Impulse seiner Seele nur noch aus der geistigen Welt. Er ist nicht mehr von seinem Körper abhängig, d. h. seine Gefühle tauchen nicht mehr aus dem Seelenmeer auf, sondern senken sich aus der geistigen Seelenwelt auf ihn nieder.

Das nichtmanipulierte, intrinsische Denken kommt aus dem Geist. Das erste Mal war es für die Menschen möglich, als der Pfingstgeist vor ca. 2000 Jahren ausgegossen wurde.

Eine Zusammenfassung des letzten Beitrags

Auffahrt eignet sich gut als Startpunkt, das Bewusstsein auch ausserhalb seines Körpers in der Gefühlswelt wach zu halten.

Bei hell wachem Bewusstsein kann der Mensch erleben, dass es vier Hauptgefühle und ihre Mischungen gibt: Freude, Angst, Traurigkeit und Wut. Hinter diesen Gefühlen verbirgt sich immer die Ich-Kraft des Menschen.

Das Ich hat Freude auf der Erde zu sein. Das Ich weiss jedoch nie, was auf es zukommt. Diese Unsicherheit macht uns Angst, aber keine Panik. Die Angst als Gefühl leitet uns zur Vorsicht. Was schon vergangen ist, kann das menschliche Ich nicht mehr ändern. Dieses Gefühl macht uns oft traurig. Das Gefühl im physischen Körper zu sein und von ihm beschränkt zu werden, kann uns als Ich-Mensch wütend machen.

Die Gefühle Spass, Angst, Traurigkeit und Wut und ihre Mischformen sind Gefühle des menschlichen Ichs, das einen Körper auf der Erde „bewohnt“. Sie sind alle lebensfördernd. Sie geben uns auch ein Feedback der Welt.

Wenn der Mensch seine Gefühle in eine geistige „Bewusstseinsbewegung“ verwandeln kann, erlebt er ihre heilende oder ihre gesundheitsfördernde Wirkung.

Alle von uns verdrängten Gefühle werden zu gesundheitsschädlichen, teilweise unbewussten Emotionen.

„Pfingstbewusstsein“: Glück, Vertrauen, Mitgefühl und Kreativität

Der Beitrag zu Pfingsten, zeigt uns auf, wie wir diese vier Gefühle in Freiheit verwandeln können.

Bei der aktiven Verwandlung der vier Hauptgefühle in einen geistigen Bewusstseinszustand muss der Mensch den „Abgrund“ von der physisch materiellen und wellenhaften Welt zum Geist überschreiten.

Das Überschreiten des Abgrunds ohne Bewusstsein ist aber mit den Gefahren, die z. B. die Hochsensibilität mit sich bringen kann, verbunden:

Sie zeigen sich im Körper als Müdigkeit, Ekzeme, Allergien (Nahrung, Heuschnupfen usw.) und in der Seele als Ungleichgewicht, keine Zentrierung, depressive Phasen, Selbstzweifel usw.

Deshalb kann an Pfingsten der Mensch mit den „abgründigsten“ Dingen oder Eigenschaften seiner Selbst konfrontiert werden.

Das Licht, das an Pfingsten sehr hell strahlt, muss auch durch die Finsternis der Welt leuchten.

An Pfingsten, nach der Überwindung des Abgrunds, kann der Mensch die Sonne über dem Meer der Gefühle strahlend erleben.

Die Sonne kann mit dem Glück des Menschen umschrieben werden. Der Mensch kann glücklich sein, Vertrauen und Mitgefühl zu haben. Er kann auch glücklich sein, die Welt kreativ zu verwandeln.

Freude wird vom innerlich aktiven Menschen in Glück, Angst in Vertrauen, Traurigkeit in Mitgefühl und Wut in Kreativität verwandelt.

Göttlicher Körper

Der Mensch hat in seinem Körper ein göttliches Instrument. Das göttliche Ich des Mensch ist frei. Deshalb kann es seine Gefühle im Körper im Wachzustand ins Geistige steigern.

Der Mensch ist empfänglich für die Ideale Freiheit, Gleichheit und Sozialität. Er will sie auf der Erde verwirklichen.

Feedback als Hilfe unseres Körpers

Feedback des Körpers

Unser göttliche Körper hilft uns mit seinem festen physischen und flüssigen energetischen Körper in der physischen und energetischen Welt ein Bewusstsein unserer selbst zu bekommen.

Gotteswelt als feste Erde

Die feste Materie (auch im Wasser und in der Luft gibt es feste Materie), die sich als Gegenstand uns in den Weg stellt. Sie meldet uns zurück, ob wir uns im Einklang mit den physikalischen Gesetzen befinden.

Der physische Körper und die physische Welt geben ein klares Echo durch die Gesetze, die im Physischen gelten. Sie bestimmen, wie wir uns konform verhalten. Das Denken zeigt uns die Zusammenhänge auf. Die Menschen stoßen auf Gegenstände, die von Gott geschaffen wurden, um zu lernen.

Beispiel: Wir können nicht fliegen und stürzen deshalb ab, wenn wir uns von einem Berg werfen. Dies ist ein brutales Echo, das uns zerstören oder als Unfall sich zeigen kann.

Damit wir diese Feedbacks richtig beurteilen, müssen wir unser Ich-Wesen aktivieren und nicht in der Passivität unseres Egos bleiben. Wir müssen unsere Erstarrungen auflösen und hell wach werden.

Wenn der Mensch dies realisiert, hat er sich durch die Gegenstände und die Gedanken, die er sich macht, ein geistiges Seelenbewusstsein errungen.

Gotteswelt als flüssige, gefühlsvolle Erde

Der Seelenkörper im Energiekörper sind von Gott gebundene Gedanken, die sich als Gefühle zeigen.

Die Gefühle in der physischen Welt geben auch ein Feedback über unser Verhalten.

Im Jetzt haben schaffen wir uns durch unsere Gefühle ein geistig seelisches Bewusstsein.

Die nicht sichtbaren Wellen in den elektromagnetischen Feldern, die sich in unserem Innern als Gefühle zeigen, melden uns zurück, wie wir auf die Welt wirken. Sie geben uns auch ein Feedback, wie die Welt von uns erlebt werden kann.

Unsere Gefühle tauchen nach einer kurzen Zeit im Seelenmeer wieder ab, so wie sie aus ihm aufgestiegen sind. Deshalb haben wir eine gewisse Freiheit von ihnen.

Wenn wir ihre Botschaft nicht hören wollen, können wir sie leicht verdrängen und hören sie nicht mehr. Wenn dies oft und langdauernd machen, verhärten wir. Wir sind sogar in unserem Gefühlsleben starr, haben «besserwisserische» Vorstellungen und unverrückbare Standpunkte. Wir sind unbeweglich geworden.

Unsere Gefühle wie Freude, Angst, Traurigkeit und Wut verwandeln und verhärten sich ohne unser Zutun in die Emotionen Spass, Panik, Depression und Zerstörungswut, um nur die vier Hauptemotionen zu nennen. Es gibt natürlich noch alle Mischformen davon.

Diese Starrheit der Gefühle, die sich normalerweise stetig verwandeln, lässt uns ein Opfer unserer Emotionen werden.

Lebensvermindernde, extrinsische Handlungen

Die Zerstörungswut lässt uns die Welt inklusive uns selbst blind zerstören.

Wir sind nicht mehr frei, z. B. aus einer Depression herauszukommen.

Die Panik lässt uns in den Bann der Angst geraten.

Der Spass kann sehr leicht zur Sucht mutieren. Wir sind dann abhängig von materiellen Stoffen (z. B. Autos, Besitz, chemischen Drogen). Emotionen (z. B. diverse Sexualvorstellungen, modische Artikel, Rassismus) leiten uns. Wir pflegen motorischen Aktivitäten (z. B. ungesund werdender Sport, andere Wesen Quälen), die auch uns körperlich und seelisch schaden.

Natürlich gibt es noch alle Mischungen und Intensitäten der vier grundlegenden Emotionen.

Wir sind kein freier Mensch mehr, sondern müssen unter dem Einfluss der Emotionen handeln.

Unser Körper wird krank, verspannt und vieles mehr. Wir sind den Kräften oder Energien unseres Körpers ausgeliefert.

Zukunftshoffnung

An Pfingsten ist ein guter Zeitpunkt geistig aufzuwachen: Wir können dann die vier Hauptgefühle (Freude, Angst, Traurigkeit und Wut) bewusst in die vier von uns erschaffenen Bewusstseinszustände Glück, Vertrauen, Mitgefühl und Kreativität verwandeln.