Das nicht manipulierte Denken im Jetzt oder die Bewusstseinsseele

Zusammenfassung des herabgedämpften Bewusstseins

Mit einem herabgedämpften Bewusstsein sieht der Mensch äusserlich wie ein Mensch aus, aber benimmt sich unmenschlich oder lebenszerstörend. Alles was er macht könnte jeder andere Mensch mit trübem Bewusstsein machen. Seine Taten sind nicht besonders und individuell, nur grausam, zynisch, überheblich, egoistisch usw. Er spiegelt eine Individualität vor, ist aber in dieser Phase keine. Er ist nur ein Ego, obwohl er ein individuelles Ich vorspiegelt. Seine Gedanken und Gefühle sind nur vergangenheitsbestimmte Emotionen.

Die Geistlosigkeit des Menschen

Mit seinen Gedanken denkt er nur etwas Vorgedachtes. Mit ihnen kann er nichts wirklich Neues schaffen. Er ist nicht schöpferisch. Er plappert nur nach und fühlt, was heute Mode ist. Am schlimmsten wird der Mensch, wenn er alles zerstört.

Die mehrfarbige Mütze

1. Wenn der Mensch von seinem Körper, der in die eine abgeschlossene Welt abgerutscht ist, bestimmt wird, ist seine Mütze vor allem rot. In seiner Seele erlebt er dann Emotionen.

2. Wenn er die Welt nur mit seinem Intellekt – einer anti-göttlichen Energie – beurteilt, hat er hauptsächlich die grüne Mütze an.

3. Wenn seine Zerstörungskraft dominiert, hat er die schwarze Mütze übergestülpt.

Sein Bewusstsein hat sich vermindert. Er ist in seinem Bewusstsein trüb und in seiner äußeren, aber ganz sicher in seiner inneren Haltung, schief oder nicht gerade. Der Mensch handelt geistlos.

Handeln mit einem individuellen Menschen-Geist

Nur von seinem Ich durchdrungen, agiert der Mensch begeistert und verhält sich menschlich.

Das Bewusstsein ist klar und wach im Denken der Verstandes-Gemütsseele und im Denken, Fühlen und Wollen der Bewusstseinsseele.

Das Denken in der Bewusstseinsseele

Die erste Schicht in der Bewusstseinsseele ist das Denken mit Zentralbewusstsein.

Der Mensch setzt sein Denken nach den Regeln der Logik ein und analysiert zuerst das Ganze. Nachher synthetisiert er die einzelnen Fakten mit seinem Denken wieder. Er setzt sie zu einem Ganzen zusammen. Ihm ist nun erlebbar, dass er es ist, der analysiert und synthetisiert.

Der Mensch ist sich dessen vollbewusst. Er lebt in seiner Bewusstseinsseele.

Er unterscheidet zwischen der Tätigkeit im Denken, die ohne seine Aktivität nicht geschieht, und dem Inhalt des Denkens¹. Erst wenn sein Wille aufwacht, fällt dem Menschen der Unterschied zwischen „dem Schöpfen“ der Gedanken aus dem Geistesmeer und seinem Inhalt auf. Das „Gedankenschöpfen“ oder der Denkakt ist eine bewusste, individuelle Tat des Ich-Wesens Mensch. Er ist willenshaft, nicht nur denkerisch. Als Mensch ist er noch von Gefühlen durchdrungen.

Denn die Handlungen – der Denkakt – eines aufgewachten, bewussten Meschen sind von Gedanken „gesteuert“, von Gefühlen begleitet und von Willen erfüllt.

Der Denkinhalt ist jedoch für alle Menschen gleich.

Der Denkinhalt kann sogar vom Computer gespeichert werden. Der Computer kann jedoch nicht die Gefühle, die durch ihn beim Menschen entstehen, erleben. Der Computer ist eine Maschine, die nicht fühlen kann. Der Denkakt ist eine geistlose Bewegung des elektrischen Stromes, der im eingeschalteten Computer seine Funktion erfüllt.

Das Wesen – das Ich – des Menschen ist rein geistiger Natur.

Das Ich kann nicht wie ein Gegenstand beschrieben werden. Es ist individuell, immer offen, in Bewegung und Verwandlung. Es existiert nicht nur in den drei Dimensionen des Raums, sonder auch beim Schlafen und nach dem Tod in einer zeit- und raumlosen geistigen Welt.

¹ Auf diesen Unterschied wies vor ca. 100 Jahren Rudolf Steiner hin.

Abgedämpftes Bewusstssein oder „Mütze“

Rückblick zur Bewusstseinsseele

Mit dem Bewusstseinsseelenbewusstsein leben wir im Jetzt. Wir sind Schöpfer dieses Bewusstseinszustands. Wenn wir innerlich nicht hellwach und aktiv sind, existiert dieser Bewusstseinszustand nicht. Durch unsere Mitbeteiligung an seinem Entstehen, merken wir sofort, wenn sich von aussen andere Kräfte einmischen.

Um den Prozess des Aufhellens des Bewusstseins zu trüben, wird versucht, den Menschen nicht zu seinem individuellen, ewigen Bewusstsein kommen zu lassen. Es wird die Evolution vor der Evolution des Individuell-Werdens des Menschen angehalten. Dem Menschen wird eingeredet, dass er nur ein höheres Tier¹ sei. Es wird alles darangesetzt, dass kein wesentlicher Unterschied zwischen Menschen und Tieren gesehen wird. Denn es wird der Naturmensch mit dem Tier verglichen, nicht ein Mensch, der selbst seine geistigen Fähigkeiten entwickeln kann.

Es wird vermieden, dass der Mensch im Denken, Fühlen und Wollen aufwacht. Er soll sich durch eigene Erfahrungen nicht als göttlich-geistiges Individuum erleben.

¹ Die Fähigkeiten der Tiere wurden massiv unterschätzt. Tiere sind göttliche Wesen, die denken, fühlen und wollen können. Nur individuelle, bewusste Gedanken und Gefühle können sie sich nicht machen, da ihnen die Schöpferkraft des Menschen fehlt.
Das Tier kann aus sich nicht ein ewiges, individuelles Wesen machen.
Ebenso wurde die Ich-Kraft der Menschen unterschätzt: Ein Mensch, der aufwacht, hat seinen individuellen Keim aktiviert, der ewig entwicklungsfähig ist. Zuerst kann von der göttlichen Evolution seines Körpers gesprochen werden. Heute kann der Mensch mit der individuellen, bewussten Evolution seines Geistes beginnen. Dieser Keim wird oft auch als geistiges Ich charakte
risiert, das sich immer weiter entwickelt. Er kann nicht statisch beschrieben werden, denn er wandelt sich fortwährend. 
Die Ich-Kraft des Menschen ist die grösste Kraft auf der Erde. Sie kann Gefühle ins klare Bewusstsein des Menschen heben, sie ermöglicht dem Menschen zu vergeben und immer wieder neu zu beginnen. Staaten mit ihren mächtigen Armeen, starre Systeme usw. müssen weichen, wenn die Ich-Kraft erwacht.

Empfindende Wesen

Empfindende Wesen wie Tiere und der Mensch können instinktiv denken und fühlen. Sie können auch lernen. Es ist ihnen jedoch nicht bewusst, dass sie Lernschritte machten. Der Löwe jagt ein Tier mit Jagdtechniken, die er nicht bewusst, nur instinktiv ausführt. Dazu brauchen sie Vorbilder wie ihre Eltern oder Artgenossen, die ihnen vormachen, was Tiere und Menschen zu lernen haben, um zu überleben. Z. B. Fliegen, gehen, jagen, miteinander zu kommunizieren und zusammenwirken usw.

Das Tier ist ein Naturwesen, das vom göttlichen Geist durchströmt wird. Alles, was es macht, ist im Einklang mit seiner Umgebung.

Alles dient dazu, dass die Gattung überlebt und die Erde eine lebensfördernde Wohnstätte für die Tiere bleibt. Die Tiere haben ein Bewusstsein und eine Seele. Sie sind empfindende Wesen. Dies gilt auch für den Menschen als Naturwesen.

Der Mensch entwickelt sich auch gemäss seiner Natur.

Er wächst, pflanzt sich fort usw. Naturgesetze wie die Bewegungen, Rhythmen, die Imitation gelten wie für die Tiere auch für ihn.

Der Mensch als geistiges Wesen

Die Aufrichtekraft während des Wachzustands, seine menschliche Sprache, die weit über eine Informationsvermittlung hinausgeht, und sein analytisches und planerisches, bewusstes Denken kann der Mensch nur mit der Hilfe von anderen Menschen erwerben lernen.

Ein Mensch, der bei Tieren ohne Menschen aufwächst, kann z. B. wachsen, sich ernähren, Laute ausstossen und fortpflanzen. Er richtet sich aber niemals auf und spricht in einer menschlichen Sprache. Er kann nicht wie ein „normaler“ Mensch auf zwei Beinen gehen. Seine Arme und Hände, die normalerweise zum Schreiben, Basteln, Liebkosen etc. eingesetzt werden, dienen ausschliesslich der Fortbewegung. Er läuft wie ein Tier auf vier Beinen. Dasselbe kann über seine Sprache und sein Denken gesagt werden. Er braucht Menschen als Vorbilder, die sprechen und denken, um selbst sprechen und denken zu können.

Der Mensch braucht Anregungen nicht nur vom Naturwesen Mensch, sondern auch vom Geistwesen Mensch.

Der Mensch ist ein geistiges, individuelles Wesen, das in einem natürlichen Körper «wohnt» und diesen bei seinem irdischen Tod wieder verlässt. Sein geistiges Individuum lebt in einer geistigen Welt weiter.

Der geistlose Mensch

Wenn der Mensch sein geistiges Individuum leugnet und nur seinen natürlichen Körper akzeptiert, erstarrt sein Bewusstsein, dämpft sich ab und wird unbeweglich.

Da nur der Geist eine reale Zukunft hat, ist der Mensch nun ausschliesslich vergangenheitsorientiert. Die Zukunft ist für ihn nur eine Extrapolation der Vergangenheit in die Zukunft, eine Weiterführung der Vergangenheit. Er glaubt ausschliesslich an die Statistik. Er ist mit seinem abgedämpften Bewusstsein überzeugt, dass nur der Zufall und lange Zeiträume die Welt weitertreiben. Ein zukunftsoffenes Schicksal, eine Wiedergeburt seines geistigen Individuums gibt es für ihn nicht. Der Mensch spricht von seinem Ego als komplizierte Struktur seines Körpers. Er zweifelt sein ewiges, individuelles Ich an. Denn er kann sich in seinem geistlosen Bewusstseinszustand keinen Geist ohne Körper vorstellen.

Er weiss, dass die Emotionsstrukturen nach dem Tod des Körpers noch in den elektromagnetischen Feldern erhalten bleiben können. Deshalb kann er sich eine Seele ohne Körper als Wissenschaftler oder Hindu/Buddhist vorstellen.

Die Wiedergeburt der Seele kann gemäss östlichen Religionen auch in einem anderen Wesen erfolgen. So kann ein gestorbener Mensch wieder als Tier leben. Es wird dann von einer Wiedergeburt der Seele gesprochen. Wenn alle Strukturen aufgelöst sind, das Karma abgetragen ist, wird das Rad der Wiedergeburt durchbrochen und die Seele löst sich im Geistesmeer auf.

Der Mensch war nur gemäss dieser östlichen Religionen und der materialistischen Naturwissenschaft durch seinen Körper individuell. Deshalb existiert der Mensch nach der Auflösung im Geistesmeer oder im elektromagnetischem Feld nicht mehr.

Bewusstsein (Mütze)

Dieses Selbstbewusstsein, das nur durch den geistlosen Körper entsteht, kann bildlich mit einem Menschen, der eine Mütze übergestülpt bekommt, charakterisiert werden.

Die Mütze ist rot, wenn nur die im Körper erstarrten Emotionen den Menschen beherrschen und das Denken «ausgeschaltet» ist.

Sie ist grün, wenn das Denken intellektuell ist. Dann ist die grüne Mütze ein Werkzeug, das alles in Frage stellt, Zynismus verbreitet, Witze auf Kosten der Andern macht, alles zurechtbiegt, damit es in das Weltbild des jeweilgen Menschen passt, und lebenszerstörend  wird. Der Mensch ist von seinem erstarrtem Denken abhängig und beurteilt (verurteilt) mit ihm alles. Er strahlt eine überlegene Kälte aus.

Auch seine „warmen“ Emotionen sind nicht ein Werkzeug, um sich in den Anderen hineinzufühlen. Sie sind für den Anderen „eisig“ warm.

Die Mütze ist schwarz, wenn der Mensch zerstörerische handelt. Das Extrembeispiel ist der Amoklauf.

Mit der schwarzen Mütze handelt der Mensch zwanghaft und kann süchtig nach vielen Dingen sein.

Natürlich haben wir phasenweise alle eine Mütze an, bei der wir alle drei Farben mit unterschiedlichen Schwerpunkten «sehen» können.

Die Mütze lässt unser helles Bewusstsein der Seele* trüb werden. Wir leben in Illusionen, werden manipuliert, ohne es zu realisieren. Mit dem Mützenbewusstsein leben wir in unserer eigenen, abgeschlossenen Welt und sind Sklaven unseres Körpers. Wir sind fremdbestimmt und unfrei.

Wir sehen aus wie Menschen. Unser Verhalten ist aber nicht lebensfördernd und zeigt nicht, dass wir den Menschen als ewige, freie Individualität wahrnehmen. Wir sagen sogar wissenschaftlich zum Menschen human animal oder höchstes Säugetier.

Dies ist die Folge, wenn wir die mehrfarbige Mütze übergestülpt bekommen.

Mütze abstreifen

Wir können aber die Mütze immer abstreifen. Es gibt Ausnahmen, bei denen wir auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Denn die Mütze wurde uns dann  so stark übergezogen, dass wir uns von ihr nicht mehr alleine befreien können. Wenn wir dies aber unbedingt wollen, gelingt es uns mit oder ohne Hilfe**. Dann stellen wir unser helles Bewusstsein wieder her. Dazu müssen wir im Jetzt leben. Dies gelingt uns immer, wenn wir innerlich aktiv sind und dadurch ein helles Bewusstsein – unser Bewusstseinsseelenbewusstsein – im Jetzt durch unsere innere Tätigkeit aufleuchten lassen.

Nun entspricht unser Verhalten einem ewigen, geistigen, individuellen Menschen, der einen natürlichen Körper «bewohnt».

Der geistige Mensch ist immer innerlich und zeitweise äusserlich in Aktion, wenn er nicht schläft.

Wenn wir unser helles Bewusstsein verlieren, können wir durch unsere Ich-Kraft unser helles Bewusstsein wieder herstellen. Bildlich ausgedrückt: Wenn wir umfallen, können wir wieder aufstehen. Nicht das Unfallen, sondern das Aufstehen-Können ist wesentlich.

Fehler machen, sie aber korrigieren können, ist menschlich.

Die Hilfe anderer Menschen, wenn wir sie akzeptieren können, ist sehr wichtig beim Abstreifen der dreifarbigen Mütze.

 

* Siehe Seelenentwicklung von der Empfindungs- bis zur Bewusstseinsseele
** Siehe Aufmerksamkeitsmeditationen, mit denen wir uns heilen können.

Die Bewusstseinsseele oder das Bewusstsein für’s Leben im Jetzt

Rückblick

Von menschlicher Seele kann gesprochen werden, wenn das Ich – der Kern des Menschen – sich im Körper inkarniert oder den Körper durchdringt. Das Ich entwickelt durch den Körper ein Bewusstsein. Beim Menschen im Gegensatz zum Tier ist dies immer ein Ich- oder Selbstbewusstsein.

Das Empfindungsseelenbewusstsein

Zur Zeit der alten Ägypter und Babylonier konnte vom Empfindungsseelenbewusstsein gesprochen werden. In seiner Seele erlebte der Mensch die Welt auf Grund der Sinnesreize, die auf ihn einstürmten. Sie verursachten Gefühle, die ihm nur halbbewusst wurden. Sein inneres Leben war ähnlicher einem Traum¹ als dem heutigen klaren, wachen Zustand. Bewusste, klare Gedanken konnte er sich noch keine machen. Er fühlte sich aber dank seines Körpers schon als Ich-Wesen oder Mensch. Der Mensch war ein Gruppenmensch und noch angewiesen auf Führer, wie Könige, Sippenoberhäupter usw. Diese hatten Phasen, in denen ihr Bewusstsein klarer war und sie schon vorausplanen konnten.

Manipuliertes, nicht vom Menschen kommendes Weltbild

Mit einer erstarrten, nur vergangenheitsorientierten Seele nimmt der Mensch mit seinen Empfindungen oft nicht wahr, dass er manipuliert wird. Er hat die Tendenz, den Boden unter den Füssen zu verlieren.

Das Verstandes-Gemütsseelenbewusstsein

Im alten Griechenland, im römischen Reich und danach im Mittelalter können wir vom Verstandes-Gemütsseelenbewusstsein sprechen. Der Mensch erlebt zusätzlich zu seinem Empfindungsseelenbewusstsein in seiner Seele die Welt und sich selbst.

Er kann die Welt mit seinen Sinnen genau wahrnehmen. Auf Grund seines wachen und bewussten Denkens kann er sie ordnen und sich sein Weltbild bilden. Zu seinen Wahrnehmungen und Gedanken steigen in seiner Seele Gefühle auf und sinken wieder ab. So kann er gefühlsmässig merken, ob die Wahrnehmungen lebensfördernd oder lebensabbauend sind. Er besitzt ein reiches Seelenleben und erlebt und erkennt die Welt auf vielfältige Weise.

Manipuliertes, nicht vom Menschen kommendes Weltbild²

Mit einer erstarrten Seele kann er mit seinem Intellekt seine Wahrnehmungen so zurechtbiegen, dass sie in sein Weltbild passen. Seine Emotionen und Instinkte kann er verdrängen, so dass er glaubt, die Welt neutral zu betrachten. Er ist vielen Irrtümern ausgesetzt und kann die Wahrheit nur mit seinem Denken erkennen. Gleichzeitig – immer wenn sein bewegliches Denken zum kalten Intellekt erstarrt – zweifelt er an der Existenz der Wahrheit und sagt oft, dass seine Wahrnehmungen und Überlegungen nur eine Theorie seien, die das Leben möglichst gut abbilde.

¹ Siehe die Fabeln und Erzählungen aus jener Zeit, wo sich Wirklichkeit mit Illusion mischen. Dies kann noch in mittelalterlichen Schriften nachgelesen werden.
² Siehe optische Täuschungen, widersprüchliche Zeugenaussagen, Menschen, die erleben. was sie sich vorstellen, Dogmen der Religionen, der Wissenschaft usw. Dieses verhärtete Bewusstsein ist heute noch vorherrschend. Langsam kommt das Bewusstsein für das Jetzt. In Aufmerksamkeitsmeditationen pflegen immer mehr Menschen den Augenblick, in dem der bewegliche Ich-Geist des Menschen frei ist und eingreifen kann. Deshalb sind Aufmerksamkeitsmeditationen wissenschaftlich bewiesen heilend.

Die Bewusstseinsseele

Erst mit einem seelischen Bewusstsein, das zusätzlich zu den zwei älteren Bewusstseinsstufen der Mensch mit seiner inneren Aktivität selbst erzeugt, kann er sicher sein, dass seine Eindrücke der Wahrheit entsprechen. Nichts hat sich in seine Seele von aussen hineingemischt, denn nun lebt er im Jetzt. Was der Mensch erlebt und erkennt, ist nicht durch fremde Einflüsse „verschmutzt“ oder manipuliert. Der Mensch ist in seiner Seele frei, solange er selbst innerlich tätig ist. Er muss nur auf die Gegebenheiten der äusseren Welt Rücksicht nehmen.

Der Mensch lebt im Jetzt oder im Augenblick. Er ist sich seiner selbst bewusst und wird nicht von aussen manipuliert.

Er pflegt keine Vorurteile mehr und stützt sich nicht auf die Aussagen Anderer. Er folgt keinem Guru und keiner Autorität.

Er nimmt die Welt, wie sie sich ihm in der Gegenwart zeigt. Sein Denken erlebt er bewusst als kreative Tätigkeit, die der Mensch hervorbringt.

Das Denken findet er nur in seinem Bewusstsein, solange er es schöpft.

Dieses Denken ist hellwach und lebendig.

Ohne innere Aktivität existiert das Denken nicht in seiner Seele. Nur in den erstarrten und nicht ganz bewussten Seelenzuständen bestimmen Seeleninhalte, die er in seiner Seele «vorfindet» oder die seinen Seelenraum gegen seinen Willen «ausfüllen», Teile seines Lebens. Er hat nun sein tätiges Bewusstseinsseelenbewusstsein durch seine Passivität verloren.

Der Mensch kann aber zu jeder Zeit wieder aktiv werden und in den Seelenzustand der Bewusstseinsseele kommen. Er kann Fehler machen, wieder aufstehen und sie korrigieren.

Es kann auch gesagt werden, dass der menschliche Ich-Geist dominiert.

Er ist im Denken frei und schöpferisch.

Er kann seine neuen Gedanken auch mit Hilfe der Technik auf der Erde umsetzen.

Menschlicher Geist und gefangener Menschengeist

Ich: Das menschliche Ich ist der menschliche Geist. Es ist nur in Bewegung charakterisierbar. Es steht nie still und entwickelt sich immer weiter. Es ist kein Gegenstand oder Inhalt. Alle Glaubensinhalte weisen nur auf einen schöpferischen Geist hin. Der lebendige Geist kann jedoch fehlen, wenn die Menschen sich durch ihre innere Aktivität kein Bewusstseinsseelenbewusstsein oder das Bewusstsein für für das Leben im Jetzt schaffen. Die Heimat des Ich-Geistes der Menschen finden wir nicht in der dreidimensionalen materiellen Welt und in den elektromagnetischen Feldern auf der Erde und im All. Das Ich des Menschen lebt währens seines irdischen Lebens auf der geistigen Erde im Reich Gottes, nach dem Tod in der Welt des Geistes.

Geist ist nur in Tätigkeit erkennbar.

Ego: Passivität, Wiederkauen von alten Erkenntnissen ist nicht geistig, sondern weist eventuell nur auf den lebenden Geist hin. In der Passivität oder Bequemlichkeit kann der Mensch sogar in eine geistlose, eigene Welt abgleiten. Sein göttlicher Körper wird nun von fremden, äusseren Kräften missbraucht. Es ist nicht mehr der individuelle Mensch, der seinen Körper zu 100% in seiner Gewalt hat.

Es wird vom menschlichen Ego gesprochen, das ohne Körper nicht existiert, also sterblich ist.

Die dreifache Seele

  1. In seiner Seele nimmt der Mensch immer seine Empfindungen wahr, die aus dem Körper und der Welt kommen. Dann hat er ein Empfindungsseelenbewusstsein¹.
  2. Dazu denkt er über sich und die Welt nach. Er begleitet seine Eindrücke mit seinen Gefühlen, in die das Denken ordnend eingreift. Für diese Vorgänge sind Energien aus dem Energiekörper nötig. Er hat zusätzlich noch das Verstandes-Gemütsseelenbewusstsein¹.
  3. Wenn er immer wieder innerlich aktiv ist und im Jetzt lebt, kann vom Bewusstseinsseelenbewusstsein¹ gesprochen werden. Der feste physische Körper bildet das «Widerlager». Er macht die Freiheit möglich, weil der Mensch nicht mehr abhängig von fremden Meinungen ist.

Der heutige Mensch

Bei einer Bewusstseinsverminderung kann der Mensch sehr schnell auf die schiefe Bahn kommen. Er kann dann aufbrausen oder depressiv werden.  Er kann sein Denken missbrauchen, um logisch zu wirken. Letztlich biegt er die Tatsachen so zurecht, wie sie in sein Konzept passen. Der Mensch kann aber auch zynisch und sarkastisch werden oder durch seine Emotionen den Boden verlieren. Am schlimmsten ist sein Verhalten, wenn er mit Gewalt nicht nur die Innenwelt der Anderen, sondern auch die Aussenwelt zerstört.

Der Mensch ist dann Sklave der Einflüsse, die von aussen auf ihn einstürmen.

Sie können ihn zwingen oder sogar süchtig machen.

Eine andere Art die Geist-Seele zu charakterisieren

Der Mensch kann aber auch innerlich aktiv sein und im Jetzt leben. Er ist dann hellwach und nimmt mit allen Sinnesorganen und mit seiner Seele genau wahr.

Der Ich-Mensch ist im Denken, Fühlen und Wollen aufgewacht.

Er kann aber auch nur von Zeit zu Zeit aktiv sein. Im Denken ist er noch wach, aber schon im Fühlen sieht er nicht klar. Der eigene Willen oder das Wollen sind für ihn noch vollkommen im Dunkeln.

Es wirkt immer noch das Menschen-Ich. Das Bewusstsein ist jedoch dunkler.

Der Ich-Mensch ist im Denken von Zeit zu Zeit aufgewacht.

Er kann aber auch nur seine Empfindungen dumpf wahrnehmen. Dann ist er im Denken und Fühlen fast schlafend.

Es handelt sich immer noch um das Menschen-Ich, das seinen  Körper durchdringt. Das Bewusstsein des Menschen ist jedoch durch den Einfluss des Körpers sehr trübe.

Der Ich-Mensch ist sich als Individuum noch nicht bewusst.

¹ Diese Begriffe wählte Rudolf Steiner vor ca. 100 Jahren und charakterisierte in der damaligen Sprache die Seele des Menschen.